Drangstedt

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53.6130694444448.75218333333339Koordinaten: 53° 36′ 47″ N, 8° 45′ 8″ O

Drangstedt
Stadt Geestland
Wappen von Drangstedt
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 17,02 km²
Einwohner: 1451 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27624
Vorwahl: 04704

Drangstedt (plattdeutsch Drangs) ist eine Ortschaft der Stadt Geestland im Landkreis Cuxhaven und liegt im Elbe-Weser-Dreieck zwischen den Städten Bremerhaven, Cuxhaven und Bremervörde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort und der Name Drang-Stede wird um 500 v. Chr. bis 300 v. Chr. entstanden und auf eine früher dort existierende Viehtränke zurückzuführen sein; denn nur zu dieser Zeit bekamen Orte auf der Geest einen Namen mit der Endung -stedt. Urkundlich erwähnt wird Drangstedt erstmals im Jahr 1312. In der Gemarkung leben nachweislich schon seit mehr als 6000 Jahren Menschen. Die Hünenbetten von Drangstedt liegen im "Knüppelholz" zwischen der L120 (Hafenstraße) und der Bahnlinie. In der Umgebung sind noch etwa 100 Hügelgräber vorhanden, die mindestens 4000 Jahre und älter sind. Im Laufe der Zeit wurden jedoch alle geöffnet und geplündert. In seiner Art handelt es sich um das größte zusammenhängende Gräberfeld in Europa.

Zum 1. Januar 2015 bildete Drangstedt mit den übrigen Gemeinden der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen die neue Stadt Geestland.

Politik[Bearbeiten]

Im letzten Gemeinderat nach der Kommunalwahl am 11. September 2011 besaß die CDU 5 und die SPD 6 Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Geestland, Abschnitt Drangstedt, stehen die in der Denkmalliste des Landeskreises Cuxhaven eingetragenen Baudenkmale.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Karsamstag: Osterfeuer
  • Pfingsten: Maibaumaufstellen
  • Juli: Sportwoche

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der ursprünglich rein landwirtschaftlich geprägte Ort verlor mit dem Bau der Eisenbahn 1896 von Bremerhaven nach Bad Bederkesa seinen ländlichen Charakter. Geschäftsleute und Kapitäne aus Bremerhaven und Umgebung bauten hier großzügige Wohnhäuser, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. Die Verkehrsanbindung an die in der Nähe liegende Hafenstadt ermöglichte vielen Landbewohnern Arbeitsmöglichkeiten im Hafenumschlag. Die Bahnlinie wurde für den Personenverkehr 1968 stillgelegt, zwischenzeitlich aber von der Museumsbahn Bremerhaven–Bederkesa als Bahnlinie im Stil der 1950er Jahre wieder regelmäßig befahren. Zur Ortschaft gehört eine Waldfläche von 6,34 km², eine der größten Waldflächen im Landkreis Cuxhaven und damit Anziehungspunkt für Naherholungssuchende.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drangstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien