Dranske

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Dranske
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dranske hervorgehoben
54.63083333333313.232Koordinaten: 54° 38′ N, 13° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rügen
Amt: Nord-Rügen
Höhe: 2 m ü. NN
Fläche: 20,73 km²
Einwohner: 1286 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18556
Vorwahl: 038391
Kfz-Kennzeichen: RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 61 008
Adresse der Amtsverwaltung: Ernst-Thälmann-Straße 37
18551 Sagard
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Heese
Lage der Gemeinde Dranske im Landkreis Rügen
Karte

Dranske ist eine Gemeinde im Landkreis Rügen auf der gleichnamigen Insel in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Nord-Rügen mit Sitz in der Gemeinde Sagard verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie und Ortsgliederung

Das ehemalige Fischerdorf Dranske liegt zwischen dem Wieker Bodden und der Ostsee. Das Gemeindegebiet umfasst den südwestlichen Teil der Halbinsel Wittow und deren Landzunge Bug. Zur Gemeinde Dranske gehören die Ortsteile Dranske, Banz, Bug, Dranske-Hof, Goos, Gramtitz, Kreptitz, Kuhle, Lancken, Nonnevitz und Starrvitz. Dranske ist die größte Gemeinde auf der Halbinsel Wittow.

Heute gehört der südlichste Teil des Bug zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Diesen kann man im Rahmen einer geführten Wanderung besuchen. Für den nördlichen, ehemals militärisch genutzten Teil des Bugs gibt es derzeit noch kein realisiertes Nutzungskonzept.

Von Dranske verläuft ein Hochuferweg entlang der Ostseeküste bis zum Kap Arkona. Dieser Weg tangiert das Erholungsgebiet Bakenberg mit Sandstrand unterhalb der Steilküste und dem Küstenwald.

[Bearbeiten] Geschichte

Dranske wurde 1314 erstmals urkundlich erwähnt, der Ortsteil Nonnevitz sogar bereits in einer Schenkungsurkunde des Rügenfürsten Jaromar I. an das Zisterzienserinnenkloster in Bergen im Jahr 1193. Dranske wie auch die anderen Ortschaften der Gemeinde sind slawischen Ursprunges. So könnte sich der Name Dranske von drêvo für Wald ableiten. Die Orte waren im Besitz der Rügener und Stralsunder Klöster.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Dranske, wie ganz Rügen, Teil von Schwedisch-Pommern. Die Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft und von der Fischerpacht, Seenotrettung und Schiffsbergung. Im Jahr 1683 eröffnete die Schiffspostlinie Ystad - Bug - Stralsund, welche dem Ort einen weiteren Entwicklungsschub brachte. So entstanden auf dem Bug ein Posthaus und der Posthafen. Der Linienverkehr wurde bis ins Jahr 1895 betrieben.

Von ca. 1917 bis 1991 war Dranske ein Ort, der hauptsächlich durch militärische Nutzung geprägt war. Die Halbinsel Bug bei Dranske war etwa 75 Jahre als Militärstützpunkt Bug Sperrgebiet.

Es entstand ein Fliegerhorst für Seeflieger. In den 1930er Jahren wurden die dreizehn Gehöfte des Ortes, bis auf das alte Schulhaus abgerissen und eine Militärsiedlung für die Angehörigen entstand. Auf dem Bug wurden ein Seeaufklärungsgeschwader und eine Seenotgruppe mit Flugbooten stationiert.

Am 20. Dezember 1991 wurde der Marinestützpunkt endgültig aufgelöst. Aus Sicherheitsgründen ist das Gelände des ehemaligen Marinestützpunktes aber weiterhin Sperrgebiet.

Dranske erlebte nach der Schließung des Marinestützpunktes einen starken Einwohnerverlust. Noch im Jahr 1990 lebten im Ort rund 4000 Einwohner. Durch den Abriss von acht Wohnblöcken, des Gymnasiums und der Kindereinrichtungen „Anne Frank“ und „Jenny Marx“ sowie der Kaufhalle erfolgte die Rückführung Dranskes zu seiner ursprünglichen Struktur. Die ehemalige Realschule verfällt und das ehemalige „Haus der NVA (HdA)“, wurde im Jahr 1996 geschlossen, soll aber wieder eröffnet werden. Sehenswert ist das Marinehistorische- und Heimatmuseum, in dem der Besucher viel aus der Geschichte dieser Gemeinde und auch der Halbinsel Bug erfahren kann. In Planung ist auch die Rekonstruktion des maroden Schiffsanlegers.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Im Mai findet in Dranske regelmäßig die Auftaktveranstaltung zum Deutschen Windsurfcup mit internationaler Beteiligung statt. Am ersten Augustwochenende wird die traditionelle dreitägige Bodden-Party veranstaltet, bei der um den Windland-Pokal gesurft wird.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Im Ortsteil Kuhle, an der Nordspitze des Wieker Boddens, steht die älteste noch existierende Gaststätte Rügens, der „Schifferkrug“, dessen Existenz seit 1455 bewiesen ist.

Im Ortsteil Lancken liegt der Park Dranske-Lancken, der etwa um 1720 bis 1730 als barocker Gutspark angelegt wurde, mit ehemaligem Herrenhaus.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Dranske – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Panoramablick über den Wieker Bodden und Dranske. Von einem kleinen Hügel am östlichen Ortsausgang
Panoramablick über den Wieker Bodden und Dranske. Von einem kleinen Hügel am östlichen Ortsausgang
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