Drassanes Reials de Barcelona

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Blick auf die mittelalterliche Werft

Die Drassanes Reials de Barcelona (Spanisch: Reales Atarazanas de Barcelona) sind die mittelalterlichen Werften Barcelonas.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Drassanas waren nicht die erste Werft der Stadt, eine ältere Werft soll an der Stadtmauer beim Regomirtor gestanden haben. Während der Herrschaft Peters III. wurde, zwischen 1280 und 1300, mit dem Bau der Drassanes begonnen. Sie bestanden aus einem ummauerten Rechteck mit jeweils einem Turm an den Ecken. Zwei dieser Türme stehen heute noch. Alfons IV. gab Anordnung, die Werft zu überdachen. Die Arbeiten zogen sich aber wegen Geldmangel und Unwettern bis zur Regierung von Peter IV. hin. Ein Vorschlag des Königs, die Werft zu verlegen, wurde nicht umgesetzt. Der Stadtrat – der Consell de Cent – war dagegen und schlug stattdessen finanzielle Unterstützung vor, um die Überdachung zu vollenden.

Unter Johann I. wurden die Drassanes stark ausgebaut, um den Bedürfnissen der katalanischen Kaufleute und der aragonesischen Krone gerecht zu werden. Der Innenhof wurde überdacht und eine zweistöckige, mit stufigen Zinnen gekrönte Vorhalle mit einem kleinen Hof errichtet. Der gotische Bau aus dem Jahr 1381 besitzt acht Hallen. Während Renovierungsarbeiten[1], die Anfang 2013 abgeschlossen wurden, kamen Ausgrabungen zu Tage, die relevanten Daten über die Geschichte des Gebäudes vermitteln. Einerseits fanden sie die Überreste einer römischen Nekropole und andererseits wurde festgestellt, dass, obwohl das Gebäude auf das dreizehnten Jahrhundert zurückgeht, vieles, was bis heute erhalten ist nicht mittelalterlich, sondern aus dem sechzehnten Jahrhundert stammt, wenn auch der ursprüngliche gotische Stil beibehalten wurde.

Ende des 15. Jahrhunderts gab es bereits 16 Hallen. 1571 entstand hier die Real, das Flaggschiff Don Juan de Austrias in der Seeschlacht von Lepanto.

Ab 1578 übernahm die Generalitat de Catalunya die Verwaltung und errichtete 1618 drei neue Hallen, deren Abmessungen von den vorherigen abwichen. Zwischen 1641 und 1644 wurden die Drassanes wegen der Guerra dels Segadors befestigt. Im 18. Jahrhundert wurde die zentrale Halle vergrößert, um den neuen Schiffstypen Rechnung zu tragen. 1714–1935 dienten die Drassanes als Artilleriekaserne. Am 5. Mai 1976 wurden die Drassanas unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem 18. Januar 1941 beherbergen sie das Museu Marítim de Barcelona.

Das Museum wird zur Zeit neu ausgerichtet und 2014 wiedereröffnet.

Quellenangabe[Bearbeiten]

  1. «Barcelona recupera la joia de la corona del seu passat naval, Generalitat de Catalunya

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drassanes Reials de Barcelona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

41.3750277777782.1763694444444Koordinaten: 41° 22′ 30,1″ N, 2° 10′ 34,9″ O