Drauradweg

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Eine Tafel am Drauradweg in Osttirol

Der Drauradweg (R1) (ital.: Ciclabile della Drava, slow.: Dravska kolesarska pot) ist ein 366 km langer Radfernweg entlang der Drau.

Der Drauradweg ist ein mit vier Sternen ausgezeichneter Fernradwanderweg, der die Länder Italien (Südtirol), Österreich (Osttirol und Kärnten) mit Slowenien, Kroatien und Ungarn entlang des Flusses Drau verbindet.

In seinem italienischen Teil sind es gerade mal 13 km, in Österreich fährt man gute 270 km, während die anschließenden Kilometer durch Slowenien (144 km), Kroatien (runde 100 km) und Ungarn (etwas mehr als 200 km) 450 km des Streckenverlaufs ausmachen. Gesamt können Radler also 750 km entlang der Drau reisen.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Der Radweg beginnt am Bahnhof von Toblach, nahe der Quelle der Drau, wo er an das Südtiroler Radwegenetz angeschlossen ist. Er führt dann durch das Pustertal bis Lienz und von dort weiter durch Kärnten an Villach und Völkermarkt vorbei nach Maribor in Slowenien. Ein Ausbau des Radweges bis zur Mündung der Drau in die Donau ist geplant.

Ab Sillian bis Lienz geht es sehr viel bergab. Ab Lienz ist es relativ flach, nach Ferlach wird es zum Teil auch hügeliger.

Wenn man nicht die Anreise mit zusätzlichen 70 km über Brixen/Italien entlang der Rienz wählen möchte, beginnt die Reise am Bahnhof von Toblach in Italien. Ein Anschluss an das südtiroler Radwegenetz besteht und die Beschilderung ist den italienischen Gepflogenheiten angepasst in grünen Schildern mit weißer Schrift.

In Österreich erfolgt die Beschilderung zunächst ebenfalls in Grüntönen und wechselt dann auf braune Beschilderung mit weißer Schrift, um schließlich in Slowenien auf blaue Schilder / weiße Schrift zu wechseln. Eine Anbindung an das österreichische Radfernwegenetz, wie z. B. die Verbindung zum Mur- oder Möllnradweg besteht ebenso wie die Verbindung zum ungarischen Teil des Radfernweges entlang der Donau Richtung Schwarzes Meer oder Budapest.

Es empfiehlt sich, kurz hinter Toblach die gut ausgeschilderte Quelle zu besuchen und sich über den Streckenverlauf, das Wassereinzugsgebiet und die sog. Wasserscheide zwischen Adria und Schwarzem Meer im Toblacher Feld zu informieren.

Die Strecke verläuft weitgehend auf asphaltierten, landwirtschaftlichen Nebenwegen, teilweise auf Radwegen an Bundesstraßen oder auf offen gelassenen, gekiesten Naturwegen in unmittelbarer Flussnähe.

Zum genauen Streckenverlauf empfiehlt sich eine Radwegekarte, auch eine Routenführung beim ADFC ist online abzurufen. Während die italienischen und österreichischen Streckenabschnitte mit ausgezeichneter touristischer Versorgung glänzen und alles, was Radlerherzen höher schlagen lässt, zu bieten haben, ist der osteuropäische Streckenverlauf durch die pannonische Tiefebene südlich von Budapest trotz bestehender Beschilderung noch wenig touristisch erschlossen und lädt zum ausschweifenden Radeln, zum Entdecken der Kulturschätze und der noch ursprünglichen Gastfreundschaft der Bevölkerung ein.

Bahnanbindung[Bearbeiten]

Jeden Samstag fährt von Wien Südbahnhof ein ÖBB-EC um 06:57 Richtung Sillian ab und bietet damit eine ideale Möglichkeit, mit der Bahn anzureisen. An den anderen Tagen muss man in Lienz umsteigen.

Auch der Ausgangspunkt in Toblach ist mit der Bahn (von Lienz, Innsbruck und Bozen) direkt erreichbar.

Die Rückfahrt ist meistens nicht sehr schwer, da der Radweg ab Innichen bis Völkermarkt entlang der Südbahn geht. In Maribor kann man über Graz auch nach Österreich kommen.

Bildgalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drauradweg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

46.669675713.7220487Koordinaten: 46° 40′ 11″ N, 13° 43′ 19″ O