Drei-Kaiser-Hof

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Der Drei-Kaiser-Hof in Dresden-Löbtau war Hotel und Restaurant bis zum Ersten Weltkrieg. Später wurde hier auch ein Kino eingerichtet. 1945 fiel der Gebäudekomplex an der südöstlichen Ecke der Tharandter-/Löbtauer Straße den Bomben zum Opfer. Die Ruine wurde 1950 abgebrochen. Dennoch blieb ein kleiner Bierausschank bestehen, der erst 1970 verschwand. Nach 1990 sollte ein neuer Hotelkomplex entstehen, aber erst 2008 begann auf dem Areal der Bau des Einkaufszentrums Löbtau-Passage, die im Herbst 2009 eröffnet wurde. Der Name Drei-Kaiser-Hof wird seit dem Jahr 2000 von einem anderen Einkaufskomplex auf der gegenüberliegenden Straßenseite (nordwestliche Ecke der gleichen Kreuzung) weitergeführt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

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Heute wird der Name Drei-Kaiser-Hof von einem Einkaufskomplex auf der gegenüberliegenden Straßenseite weitergeführt

An der Kreuzung Kesselsdorfer/Tharandter Straße wurde in den Jahren 1871/72 ein repräsentatives Gebäudes errichtet, in dem der Gastwirt Wilhelm Gustav Fröde sein Lokal Zum Dreikaiserhof eröffnete. Der Name sollte an das Dreikaisertreffen der Herrscher des Deutschen Kaiserreiches, Österreich-Ungarns und Russlands im Schloss Schönbrunn im Jahre 1873 erinnern.

Im Jahr 1899 wurde auf dem Nachbargrundstück an Stelle des abgetragenen Löbtauer Chausseehauses ein Hotelneubau errichtet, der den Namen Drei-Kaiser-Hof übernahm. 1916 folgte ein hauseigenes Kino.

Waren Hotel und Restaurant bis zum Ersten Weltkrieg eine renommierte Adresse für Dresden-Besucher, geriet das Unternehmen in der Nachkriegszeit in Schwierigkeiten und musste 1923 Konkurs anmelden. Daraufhin wurden die Gasträume von einem neuen Pächter übernommen, der große Ballsaal wurde nur noch gelegentlich für Veranstaltungen vermietet und das Kino erhielt eine neue Besitzerin, die es bis 1945 unter dem Namen Drei-Kaiser-Hof-Tageslichtspiele weiterführte. In den früheren Hotelzimmern wurde während des Zweiten Weltkrieges ein Wehrmachtsquartier für Offiziere eingerichtet.

Im Jahr 1945 erlitt der Gebäudekomplex während der Luftangriffe auf Dresden schwere Schäden. Einige Erdgeschossräume konnten jedoch wieder nutzbar gemacht werden. Dennoch folgte um 1950 der Abbruch der Ruine. Nur ein kleiner Bierausschank blieb im Gebäuderest bestehen, der jedoch 1970 auch geschlossen wurde.

Nach 1990 gab es Pläne, an gleicher Stelle einen Hotelkomplex zu errichten, dessen Bau jedoch nie ausgeführt wurde. Erst im Jahr 2008 begann der Bau eines neuen Einkaufszentrums, der Löbtau-Passage. Das dreigeschossige Gebäude, dessen Verkaufseinrichtungen sich ausschließlich im Erdgeschoss befinden und sowohl straßenseitig als auch durch eine Passage erschlossen werden, wurde 2009 fertiggestellt. In den Obergeschossen befinden sich zwei Parkdecks mit dreihundertfünfzig Parkflächen.[2][3][4]

Der Name Drei-Kaiser-Hof wird seit 2000 von einem modernen Einkaufskomplex auf der gegenüberliegenden Straßenseite weitergeführt.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellenverweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLars Herrmann: Drei-Kaiser-Hof. In: www.dresdner-stadtteile.de. Lars Herrmann, abgerufen am 29. Oktober 2009.
  2. Dresden-Lexikon.de: Löbtau-Passage. In: www.Dresden-Lexikon.de. Siegmar Baumgärtel, abgerufen am 17. Dezember 2009.
  3.  Andre Schramm: Dreikaiserhof bekommt neues Kaufhaus Unternehmen investiert 15 Millionen Euro in Löbtau. In: KG WochenKurier Verlagsgesellschaft mbH & Co. Dresden (Hrsg.): WochenKurier Dresden Altstadt-Cotta. DWK-Verlag, Dresden 2. Mai 2007 (http://www.kellei.de/).
  4. DRESDEN, Kesselsdorfer Straße 1/Tharandter Straße; "Löbtau Passage". In: www.florena.info. Florena - Grundstücksverwaltungs- und Immobilienverwertungs KG, abgerufen am 17. Dezember 2009.

51.0434713.703551Koordinaten: 51° 2′ 36″ N, 13° 42′ 13″ O