Drei-Welten-Lehre

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur gleichnamigen politischen Theorie von Deng Xiaoping siehe Theorie der drei Welten.

Die Drei-Welten-Lehre ist eine ontologische Position, die die Existenz dreier Welten annimmt. Diese drei Welten sind die Außenwelt (= physikalische Welt materieller Objekte, z. B. Berge, Autos, Häuser), die Welt des Bewusstseins (z. B. Gedanken, Gefühle, Empfindungen) und die Welt der objektiven Gedankeninhalte (z. B. mathematische Sätze).

Eine Dreiteilung in Logos, Psyche und Physis findet man bereits in der klassischen griechischen Philosophie.

Die Drei-Welten-Theorie wurde 1918 von Gottlob Frege in seiner Arbeit Der Gedanke formuliert:

„Die Gedanken sind weder Dinge der Außenwelt noch Vorstellungen. Ein drittes Reich muss anerkannt werden.“[1]

Ein weiterer Vertreter ist Karl Raimund Popper, mit dessen Namen die Drei-Welten-Lehre in besonderem Maße verbunden ist. Popper nennt die dritte Welt „Welt 3“. Ähnlich wie bei Charles S. Peirce nimmt er an, dass die objektiven geistigen Gehalte Produkte des menschlichen Denkens seien, nach ihrer Erschaffung aber eine eigene Existenz besitzen. Das Bewusstsein ist bei ihm die zwischen physikalischer und geistiger Welt vermittelnde Instanz.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Quellen

  1. Frege, Gottlob, Der Gedanke: eine logische Untersuchung, in: Beiträge zur Philosophie des deutschen Idealismus I, 2 (1918), S. 58 (69), in: Frege, Logische Untersuchungen, 3. Aufl. (1986) - ISBN 3-525-33518-0, S. 30 (43)
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