Drei schönste Landschaften Japans

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Drei schönste Landschaften Japans (Nihon sankei)

Die drei schönsten Landschaften Japans (jap. 日本三景, Nihon sankei) sind Küstenlandschaften mit sanften Meeres-Land-Übergängen, die die japanische Malerei und Poesie geprägt haben.

Es handelt sich um:

  1. die zahlreichen mit Kiefern bewachsenen Inseln von Matsushima (松島) in der Bucht von Matsushima bei der Stadt Sendai in der Präfektur Miyagi,
  2. die mit Kiefern bewachsene Nehrung von Amanohashidate (天の橋立), die sogenannte Himmelsbrücke von Amanohashidate, in der Präfektur Kyōto und
  3. die heilige Insel Miyajima (宮島) mit dem Shintō-Schrein von Itsukushima (厳島) in der Präfektur Hiroshima.

Nihon sankei[Bearbeiten]

Der Begriff Nihon sankei stammt von dem konfuzianischen Philosophen und Universalgelehrten Hayashi Razan (林羅山), der im 17. Jahrhundert lebte. Das japanische Wort Sankei bedeutet Pilgerstätte bzw. Ausflugsziel.

Die neuen drei schönsten Landschaften Japans[Bearbeiten]

1915 wurden in einer vom Verlagshaus Jitsugyō no Nihon-sha (実業之日本社) organisierten landesweiten Wahl drei weitere Landschaften ermittelt und mit dem Titel „Neue drei schönste Landschaften Japans“ geschmückt:

  1. Ōnuma (大沼), ein See im Osten der Halbinsel Ōshima (Hokkaidō).
  2. Miho no Matsubara (三保の松原), ein auf der Halbinsel Miho (Präfektur Shizuoka) gelegener Kiefernwald
  3. Yabakei (耶馬渓), Landschaft am Ober- und Mittellauf des Flusses Yamakuni (山国川, Yamakunigawa) in Nakatsu (Präfektur Ōita)

Andere Listen[Bearbeiten]

Nach dem Vorbild der drei schönste Landschaften Japans gibt es des Weiteren die drei berühmten Gärten Japans (三名園 Sanmeien), sowie viele weitere derartige Aufzählungen.