Dreidecker

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Dieser Artikel erläutert den Flugzeugtyp Dreidecker. Zu anderen Bedeutungen siehe Dreidecker (Begriffsklärung)
Frontansicht Fokker Dr.1
Rekonstruktion eines Fokker Dr. I beim Oldtimerfliegertreffen Flugfeld Hahnweide

Als Dreidecker (selten auch Tripeldecker) werden Flugzeuge, die drei übereinander liegende Tragflächen besitzen bezeichnet. Einige der im Ersten Weltkrieg eingesetzten Jagdflugzeuge waren Dreidecker.

Der Vorteil gegenüber einem Eindecker oder Doppeldecker gleicher Flügelspannweite ist, dass ein Dreidecker über mehr Auftrieb erzeugende Tragflügelfläche verfügt. Die Steigleistung und die Wendigkeit profitieren davon. Alternativ müsste die Spannweite des Tragflügels entsprechend vergrößert werden, wozu eine höhere Stabilität der Tragflächenkonstruktion erforderlich ist. Die kleine Spannweite eines Dreideckers hingegen erlaubt auf Grund des geringeren Trägheitsmomentes um die Längsachse ein schnelleres Rollen, sodass er besonders wendig sein kann.

Allerdings beeinflussen sich die drei Tragflächen gegenseitig derart, dass der Luftwiderstand mit wachsender Geschwindigkeit stark anwächst, wodurch keine hohe Geschwindigkeit zu erzielen ist. Der Fortschritt im Flugzeugbau mit immer höheren Geschwindigkeiten machte Dreidecker daher zunehmend unattraktiv. Nach dem Ende der Kampfhandlungen 1918 wurden keine Dreidecker mehr in Serie hergestellt.

Die wohl berühmteste Dreidecker-Konstruktion war die von Manfred von Richthofen, dem Roten Baron, geflogene Fokker Dr.I, die die englische Sopwith Triplane als Vorbild hatte.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heinz A. F. Schmidt: Lexikon Luftfahrt. 2. Auflage. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1972, S. 112.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dreidecker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien