Dreiecksgeschichte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Dreiecksgeschichte wird die literarische oder filmische Darstellung einer Dreiecksbeziehung bezeichnet.

In der klassischen Literatur beschreiben Dreiecksgeschichten meist die Beziehung eines Mannes zu zwei Frauen, während die umgekehrte Konstellation seltener ist. Vereinzelt ist auch die Beziehung dreier Männer oder dreier Frauen das Thema, wofür der Roman Billy Budd ein bekanntes Beispiel darstellt (Findling Billy, Kapitän Verde und der Verbrecher Claggart).

Im Regelfall - im Film fast immer - beschreiben Dreiecksgeschichten eine Liebesbeziehung (Frau-Ehemann-Geliebter oder vice versa), die mit dem Themenkreis Untreue und Eifersucht, Entscheidungsnot oder Verzicht, bisweilen auch Mord verknüpft ist. Manche Romanvorlagen sind gestörte Freundschaften zwischen Künstlern (z. B. Goethe, Hans von Bülow/ Richard Wagner, Clara Schumann/ Brahms). Vereinzelt kennt die Literatur jedoch auch platonische Dreiecksbeziehungen (z. B. im religiösen Bereich oder die langjährige Doppelliebe Friedrich Schillers zu den Schwestern Caroline und Charlotte von Lengefeld).

Ein weiteres häufiges Sujet sind Beziehungskonflikte zwischen den Generationen, meist im Personendreieck Sohn-Mutter-Schwiegertochter. Die meisten dieser Geschichten spielen im heterosexuellen Milieu; ein Beispiel für die Darstellung gleichgeschlechtlicher Liebe ist der Film Abschiedsblicke (1986).

Eine Reihe von Kabarett- oder Filmserien kennt auch die Kombination eines festen Paares – eines sogenannten Leinwandpaares – mit einem dritten Hauptdarsteller (bzw. Darstellerin). Bekannt wurde hier u.a. das Komiker-Terzett Dorothy Lamour, Bob Hope und Bing Crosby.

Einige bekannte Dreiecksgeschichten[Bearbeiten]

In der Literatur[Bearbeiten]

Im Film[Bearbeiten]