Dreihörniges Labkraut

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Dreihörniges Labkraut
Galium tricornutum BB-1913.jpg

Dreihörniges Labkraut (Galium tricornutum)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Gattung: Labkräuter (Galium)
Art: Dreihörniges Labkraut
Wissenschaftlicher Name
Galium tricornutum
Dandy

Das Dreihörnige Labkraut (Galium tricornutum) ist eine in Mitteleuropa heimische Pflanzenart aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Dreihörnige Labkraut ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von 10 bis 80 cm. Die Stängel sind liegend oder klimmend, sind vierkantig und haben abwärts gerichtete Stachelborsten.

Die Blätter sind einaderig oder nur undeutlich aderig und stehen zu sechst oder acht in Wirteln. Sie haben eine Stachelspitze, sind an der Oberseite kahl, am Blattrand sitzen rückwärts gerichtete Stacheln.

Die Blüten stehen in dreiblütigen Teil-Blütenständen. Sie überragen das Tragblatt nicht und sind etagenförmig angeordnet. Die Krone ist grünlich-weiß, hat keine deutlich ausgeprägte Röhre und ist schmäler als die reife Frucht. Die Fruchtstiele sind zurückgekrümmt.

Die trockenen Früchte zerfallen in zwei je einsamige Teilfrüchte. Diese sind eiförmig, 3 bis 5 Millimeter lang. Die Oberfläche der Frucht ist mit kurzen Stachel-Warzen besetzt.

Verbreitung und Standorte[Bearbeiten]

In Mitteleuropa ist die Art ein Archäophyt. In Österreich ist sie vom Aussterben bedroht. In Südtirol ist sie ausgestorben. Sie wächst auf Äckern und Schuttplätzen, meist auf mäßig trockenen, nährstoffreichen, eher kalkhaltigen Böden. Sie steigt bis in die submontane Höhenstufe.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten]

Das Dreihörnige Labkraut ist eine Pflanze der Ruderalstandorte, vor allem der Getreidefelder, der Schuttplätze und anderer offener Anrissflächen auf nährstoff- und kalkreichem Untergrund und auf Standorten, die in der Regel warm und nicht zu trocken sind. Die Pflanze ist eine Verbandscharakterart des Caucalidio-Scandietum.

In Mitteleuropa kommt es im Tiefland vereinzelt vor; in den Mittelgebirgen und in den Alpen ist es selten und nur in klimabegünstigten Gegenden anzutreffen; am Alpenfuß ist es häufiger; es steigt lediglich vereinzelt über 1000 m auf.

Belege[Bearbeiten]

  •  Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  •  Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1, Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Oskar Sebald, Siegmund Seybold, Georg Philippi, Arno Wörz (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 5: Spezieller Teil (Spermatophyta, Unterklasse Asteridae): Buddlejaceae bis Caprifoliaceae. Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-3342-3
  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 3, ISBN 3- 440-08048-X

Weblinks[Bearbeiten]

Dreihörniges LabkrautDreihörniges Labkraut. In: FloraWeb.de.

Bilder: