Dreisprachenspitze

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Dreisprachenspitze
Die Dreisprachenspitze vom Parkplatz „Skigebiet Stilfser Joch“ aus

Die Dreisprachenspitze vom Parkplatz „Skigebiet Stilfser Joch“ aus

Höhe 2'843 m ü. M.
Lage Lombardei/Südtirol (Italien), Graubünden(Schweiz)
Gebirge Ortlergruppe, Alpen
Koordinaten, (CH) 46° 31′ 50″ N, 10° 27′ 9″ O (831173 / 157692)46.53055555555610.45252843Koordinaten: 46° 31′ 50″ N, 10° 27′ 9″ O; CH1903: 831173 / 157692
Dreisprachenspitze (Alpen)
Dreisprachenspitze

Die Dreisprachenspitze (ital. Cima Garibaldi, rätoromanisch Piz da las Trais Linguas; teilweise auch „Dreiländerspitze“, nicht zu verwechseln mit der Dreiländerspitze in Österreich) ist eine 2843 m hohe Erhebung in den italienischen-schweizerischen Alpen. Bis zur Abtretung Südtirols an Italien war hier das Dreiländereck Schweiz-Österreich-Italien. Hier treffen sich die Verbreitungsgebiete der italienischen Sprache (lombardischer Dialekt), der deutschen Sprache (Tiroler, Südtiroler Dialekt) und der rätoromanischen Sprache (Unterengadiner/Münstertaler Dialekt).

Auf dem Gipfel befindet sich die Garibaldi-Hütte. Wenige Meter von der Hütte entfernt befindet sich der Grenzstein Nr. 1, der die Grenze zwischen Italien und der Schweiz markiert und bis zum Ende des Ersten Weltkrieges die Grenze von Italien, Österreich und der Schweiz kennzeichnete. In den 1960er Jahren wurde die Hütte neben den Ruinen eines alten Schweizer Gasthofes erbaut. Dieser wurde im Ersten Weltkrieg unter dem Beschuss der feindlichen Stellung bei „Fort Venini“ in Oga, das sich in ca. 11 km Luftlinie in südlicher Richtung befindet, zerstört.[1]

Umgebung[Bearbeiten]

Die Garibaldi-Hütte auf dem Gipfel der Dreisprachenspitze

Der Berg liegt direkt oberhalb des zweithöchsten Alpenpasses, des Stilfser Jochs. Daher ist er ohne Probleme zu erreichen. Von der Passhöhe benötigt man nur ca. 10 Minuten, bis man sich auf dem Gipfel der Dreisprachenspitze befindet. Im Osten sieht man dann die Stilfser-Joch-Nordost-Rampe, im Südosten die gewaltigen Gletschermassen des Ortlers und des Monte Livrio. Im Südwesten erblickt man den Monte Scorluzzo, westlich davon die Südwestrampe nach Bormio und den Umbrailpass, den höchsten befahrbaren Pass der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Grenzstein Nr. 1 auf der Dreisprachenspitze

Im Ersten Weltkrieg befand sich hier die eine umkämpfte Hochgebirgsregion: Im Osten befand sich Österreich-Ungarn, im Westen war Italien. Und dazwischen war eben an diesem Punkt eine Ausbuchtung des Schweizer Staatsgebiets. So kam es manchmal vor, dass sich die beiden im Krieg liegenden Staaten Österreich-Ungarn und Italien sprichwörtlich über die Köpfe der Schweizer Grenzsoldaten bekriegten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rifugiogaribaldi.it: Die Geschichte der Garibaldi-Hütte, abgerufen am 29. Juli 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dreisprachenspitze – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien