Dresden-Klasse

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Dresden-Klasse
Die SMS Dresden

Die SMS Dresden

Schiffsdaten
Land Deutsches ReichDeutsches Reich (Reichskriegsflagge) Deutsches Reich
Schiffsart Kleiner Kreuzer
Entwurf Amtsentwurf 1905/06
Bauzeitraum 1906 bis 1909
Stapellauf des Typschiffes 5. Oktober 1907
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit 1908 bis 1915
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
118,3 m (Lüa)
117,9 m (KWL)
Breite 13,5 m
Tiefgang max. 5,54 m
Verdrängung Konstruktion: 3.664 t
Maximal: 4.268 t
 
Besatzung 361 Mann
Maschine
Maschine 12 Marinekessel
2 Satz Parsons-Turbinen[1]
Maschinen-
leistung
18.880 PS (13.886 kW)
Geschwindigkeit max. 25,2 kn (47 km/h)
Propeller 4 dreiflügelig ∅ 1,95 m
Bewaffnung
Panzerung
  • Deck: 20–80 mm
  • Sülle: 100 mm
  • Kommandoturm 20–100 mm
  • Schilde: 50 mm

Die Dresden-Klasse war eine Serie zweier Kleiner Kreuzer der Kaiserlichen Marine.

Sie wurde 1905/06 entworfen und war der unmittelbare Nachfolger der Königsberg-Klasse. Die Benennung der Schiffe erfolgte wiederum nach deutschen Städten. Beide Einheiten dieser Baureihe, SMS Dresden und SMS Emden, waren im Ersten Weltkrieg bekannte Handelsstörer.

Entwurf[Bearbeiten]

Die Schiffe der Dresden-Klasse waren geringfügig größer als die der Königsberg-Klasse. Die Hauptbewaffnung war mit zehn 10,5-cm-Geschützen gleich geblieben. Ihre Antriebsanlagen waren etwas stärker, was eine höhere Geschwindigkeit ermöglichte. Diesbezüglich gab es jedoch auf beiden Schiffen deutliche Unterschiede. Die Emden hatte zwei Schrauben und, als letzter Kleiner Kreuzer, die üblichen Dreifachexpansionsmaschinen. Die Dresden besaß dagegen vier Schrauben und Parsons-Turbinen, welche ihr eine höhere Geschwindigkeit ermöglichten. Während ihres Kriegseinsatzes konnte sie so mehrfach überlegenen britischen Schiffen davonlaufen.

Obwohl Schwesterschiffe, gab es bei der Dresden und der Emden auch einige äußerlich signifikante Unterschiede, die auf manchen Fotos sehr gut erkennbar sind. Die Dresden hatte kein Städtewappen, sondern eine Bugzier. Dafür fehlte ihr die Heckzier. Der Schraubenschutz saß weiter vorn. Die Backspieren waren höher, die Speigatts etwas tiefer, als auf der Emden, angebracht. Ferner gab es Unterschiede im Verlauf der Bootsdavits, der oberen Funkrahen sowie bei den Dampfrohren an den Schornsteinen.

Verbleib[Bearbeiten]

Die beiden Kleinen Kreuzer der Dresden-Klasse überstanden den Ersten Weltkrieg nicht. Sie sind die am weitesten jemals von den Heimatgewässern entfernt verloren gegangenen deutschen Überwasser-Kriegsschiffe: Die Dresden liegt vor der chilenischen Insel Robinsón Crusoe im Pazifik, die Reste der Emden vor North Keeling Island südwestlich von Sumatra im Indischen Ozean.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Koop/Klaus-Peter Schmolke, Kleine Kreuzer 1903-1918, Bremen- bis Cöln-Klasse, Band 12 Schiffsklassen und Schiffstypen der deutschen Marine, Bernard & Graefe Verlag München, 2004, ISBN 3-7637-6252-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dresden-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Technische Daten der SMS Dresden.