Dresden (Schiff, 1926)

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Dresden
Dresden (1926).jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Raddampfer
Eigner Sächsische Dampfschiffahrts GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG
Bauwerft Dresden-Laubegast
Stapellauf 1926
Verbleib im Einsatz
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
68,7 m (Lüa)
Breite Rumpf: 6,9 m
über Radkästen: 12,9 m
Tiefgang max. 0,80 m
 
Besatzung 4 Mann (Schiffsführer, Steuermann, Matrose, Maschinist)
Maschine
Maschine 2 Flammrohrkessel
2-Zyl.-Verbundmaschine
Maschinen-
leistung
300 PS (221 kW)
Geschwindigkeit max. stromaufwärts: 10-14 km/h
stromabwärts: 12-20 km/h kn (Err km/h)
Propeller 2 Schaufelräder ∅ 3,20 m
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 610

Der Personendampfer Dresden ist das Flaggschiff der Sächsischen Dampfschiffahrt und das Schwesterschiff der Leipzig. Beide Schiffe sind die größten Raddampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erbaut wurde das Schiff im Jahr 1926 von der Werft in Laubegast und der Schiffswerft Übigau. Die Indienststellung erfolgte am 29. Juni 1926. Anders als das Schwesterschiff Leipzig überstand der Raddampfer den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden. 1946 brannte das Schiff jedoch am 18. Juni in Loschwitz komplett aus, Ursache war wahrscheinlich eine vergessene Kerze. Der Brand bewahrte das Schiff allerdings auch davor, als Reparationsleistung an die Sowjetunion abgegeben zu werden. Nach dem Wiederaufbau konnte der Dampfer am 7. Juli 1949 wieder in Betrieb genommen werden.[1]

Nach einer größeren Havarie mit einem tschechischen Schlepper im Jahr 1978 erfolgte von 1979 bis 1982 eine umfangreiche Überholung auf der Bauwerft in Laubegast. Erneut einer gründlichen Instandsetzung unterzogen wurde das Schiff in den Jahren 1992 und 1993, dabei erhielt es auch einen neuen Kessel. Seitdem ist es wieder für die Sächsische Dampfschiffahrt im Einsatz.

1984 besuchte der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung Dresden während seines Staatsbesuchs in der DDR. Der Raddampfer Dresden gefiel ihm dabei so gut, dass er einen Nachbau des Schiffes anfertigen ließ, der in Pjöngjang vor Anker liegt.[2]

Die Dresden hat insgesamt 415 Passagierplätze. In den verschiedenen Innenräumen sind insgesamt 179 Tischplätze eingerichtet, außen an Deck befinden sich 236 Plätze, davon 220 überdacht. Die Antriebsanlage besteht aus einem 2-Flammrohrkessel (2 Flammrohre, in dem das Feuer brennt) und einer schrägliegenden Zweizylinder-Heißdampf-Verbunddampfmaschine mit Einspritzkondensation und Ventilsteuerung der Bauart Lenz, die eine Leistung von 300 PS erbringt. Die Dampfmaschine wirkt auf zwei seitliche Schaufelräder mit 3,20 m Durchmesser, die über neun bewegliche Stahlschaufeln verfügen.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Sächs. Dampfschiffahrt: Personendampfer „Dresden“ (1926). In: Elbdampfer: Dampfschiffahrt auf der Oberelbe. Andreas Urban, abgerufen am 29. Juni 2010.
  2. Koreaner kopieren unseren Elbedampfer. In: Schüler und Zeitung – Eine Initiative der Sächsischen Zeitung. Sächsische Zeitung, 1. August 2009, abgerufen am 29. Juni 2010 (Bericht mit Foto über den nordkoreanischen „Dresden“-Nachbau).