Dresdner Amen

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Beim Dresdner Amen handelt es sich ursprünglich um eine von Johann Gottlieb Naumann (1741–1801) komponierte mehrstimmig gesetzte Antwort des Chores, die in Messen der Katholischen Hofkirche in Dresden gesungen wurde.

Dresdner Amen

Das Dresdner Amen ist für die Musik des 19. Jahrhunderts von großer Bedeutung. Unter anderem wurde es von Felix Mendelssohn Bartholdy im Kopfsatz seiner Reformations-Sinfonie und von Gustav Mahler im Schlusssatz seiner 1. Sinfonie verwendet. Auch Anton Bruckner hat es als zentrales Thema des dritten Satzes seiner 9. Sinfonie verarbeitet.

Besonders regen Gebrauch machte Richard Wagner von diesem musikalischen Fragment. Er zitiert es im Liebesverbot, im Tannhäuser und vor allen Dingen im Parsifal, wo es als Grals-Leitmotiv erklingt.

Aber auch im späten 20. Jahrhundert hat das Dresdner Amen offenbar nichts von seiner Faszination verloren: Es findet sich im Hauptthema von Klaus Doldingers Musik zu Wolfgang Petersens Film Das Boot.

Der Chor der Dresdner Kapellknaben verwendet die kurze, aus nur 7 Akkorden bestehende aufsteigende Sequenz heutzutage als Abschluss der Antiphon zum Fürbittgebet mit dem Text „Christus, erhöre uns!“

Auch in der lutherischen Dresdner Kreuzkirche erklingt das "Dresdner Amen" noch heute zur Bekräftigung des Segens zu besonderen Festen und Anlässen.

Klangbeispiel