Dresdner Philharmonie

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Dresdner Philharmonie 2012

Die Dresdner Philharmonie ist ein von der Stadt Dresden finanziertes Konzert-Orchester, das im Jahr 1870 als „Gewerbehausorchester“ gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus Anlass der Einweihung eines für die Bürger der Stadt zugänglichen Veranstaltungssaals (Gewerbehaussaal), der sich nahe Der Herzogin Garten befand, wurde am 29. November 1870 das „Gewerbehausorchester“ gegründet. 1909 war es eines der ersten deutschen Orchester, das in den USA auf Tournee ging. 1915 wurde der Name in „Dresdner Philharmonisches Orchester“ geändert. Unter Paul van Kempen, Chefdirigent von 1934 bis 1942, entwickelte sich das Orchester zu einem der besten in Deutschland. 1947 bis 1963 stand als Chefdirigent Heinz Bongartz dem Orchester vor. Kurt Masur wirkte seit 1955 als Dirigent der Dresdner Philharmonie, von 1967 bis 1972 leitete er das Orchester als Chefdirigent. In der Zeit von 1986 bis 1995 leitete Jörg-Peter Weigle das Orchester. 2003 bis 2011 war Rafael Frühbeck de Burgos Chefdirigent der Dresdner Philharmonie, aktuell (seit der Saison 2011/2012) ist es Michael Sanderling.[1] Der Intendant des Orchesters ist seit 2005 Anselm Rose.

Repertoire und Spielorte[Bearbeiten]

Heute besteht das Orchester aus 116 Musikern und ist im Waldschlösschenareal beheimatet. Seit Jahren besteht in Dresden der Wunsch nach einem neuen Konzertsaal für die Dresdner Philharmonie. Aus diesem Grund gab Marek Janowski, der seine Chefdirigententätigkeit an eine Verbesserung der Verhältnisse geknüpft hatte, diese Position 2003 nach nur zwei Jahren wieder auf.

Die Dresdner Philharmonie gestaltet Sinfoniekonzerte im Albertinum und im Schauspielhaus, dazu eine Kammerkonzertreihe auf Schloss Albrechtsberg, Konzerte im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Familienkonzerte, Schülerkonzerte sowie Sonderkonzerte in der Frauenkirche, der Kreuzkirche und zu besonderen Anlässen. Außerdem führt das Orchester Tourneen in der ganzen Welt durch und hat im deutschlandweiten Vergleich eine hohe Abonnentenzahl (etwa 10.000). Der Dresdner Philharmonie sind die Philharmonischen Chöre angeschlossen: Seit der Spielzeit 2012/13 stehen diese unter der Leitung des Chordirektors Gunter Berger. Die Dresdner Philharmonie ist Mitglied im KlangNetz Dresden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dieter Härtwig: Ur- und Erstaufführungen durch die Dresdner Philharmonie (1900–1934), in: Dresden und die avancierte Musik im 20. Jahrhundert. Teil I: 1900–1933, hrsg. von Matthias Herrmann und Hanns-Werner Heister, Laaber 1999, S. 247–256 (Musik in Dresden 4), ISBN 3-89007-346-8
  • Dieter Härtwig: Von Horst Förster zu Michel Plasson. Neue Msui bei der Dresdner Philharmonie 1964–1999, in: Dresden und die avancierte Musik im 20. Jahrhundert. Teil III: 1966–1999, hrsg. von Matthias Herrmann und Stefan Weiss, Laaber 2004, S. 211–242 (Musik in Dresden 6), ISBN 3-89007-511-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Dresdner Philharmonie vom 25. Oktober 2010 (abgerufen am 30. Oktober 2010)