Dreyer & Reinbold Racing

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dreyer & Reinbold Racing ist ein Team der IndyCar Series.

Das 2000 gegründete Team gehört dem ehemaligen Fahrer Robby Buhl und dem Autohändler Dennis Reinbold. Das Team gehörte nie zur absoluten Spitze der Serie, den einzigen Rennsieg erzielte Robby Buhl selbst bereits im allerersten Rennen. Seine Teamkollegen in der Anfangszeit wechselte, unter ihnen immer wieder Sarah Fisher, die inzwischen ein eigenes Team gegründet hat. Vor der Saison 2006 stand das Team sogar kurz vor der Schließung aufgrund fehlender Sponsorgelder.

In der Saison 2008 setzte Dreyer & Reinbold Racing einerseits auf den ehemaligen Indianapolis 500-Gewinner Buddy Rice und andererseits auf Townsend Bell und Milka Duno, die sich in einem zweiten Auto abwechselten. Gerade die Leistungen der venezuelanischen Rennamazone überzeugten oftmals nicht, sie konnte in ihren zehn Einsätzen kein Top10-Ergebnis einfahren. Bell hingegen schaffte dies dreimal obwohl er nur sieben Rennen bestritt. Für die Saison 2009 wurde Mike Conway als Vollzeitpilot verpflichtet, welcher beim Rennen in Sonoma einen überraschenden dritten Rang einfahren konnten. Zwei weitere Fahrzeuge wurden in dieser Saison von diversen Fahrern pilotiert, wobei die Autos nicht über die gesamte Saison eingesetzt wurden.

Die beiden folgenden Jahren wurden jeweils von schweren Unfällen der DRR-Fahrer überschattet. Justin Wilson schloss sich Saison 2010 seinem Landsmann Conway als Vollzeitpilot an, wobei Conway in der vorletzten Runde des Indianapolis 500 schwer verunglückte und für den Rest der Saison ausfiel. Er wurde durch diverse Fahrer ersetzt, zwei weitere Autos setzte das Team erneut bei einzelnen Rennen ein. In der folgenden Saison erwischte es dann Wilson, welcher im Training in Mid-Ohio verunfallte und ebenfalls den Rest der Saison aussetzen musste. Als zweite Fahrerin in der Saison 2011 setzte DRR auf Ana Beatriz, welche ebenfalls für ein Rennen verletzungsbedingt ersetzt werden musste, jedoch auch in den anderen Rennen fahrerisch nicht überzeugte. Somit landete kein Fahrer des Teams in dieser Saison in den Top 20 der Endabrechnung.

Die Saison 2012 markierte einen Umbruch bei den IndyCars. Mit einem neuen Einheitschassis sowie dem Einstieg von Chevrolet und Lotus als weitere Motorenhersteller wurde die Serie technisch auf eine neue Basis gestellt. Dreyer & Reinbold setzte zu Saisonbeginn auf Lotus als Motorenlieferanten für das einzig eingesetzte Chassis, welches der Spanier Oriol Servià pilotierte. Doch der Motor erwies sich ab dem ersten Saisonrennen als deutlich unterlegen im Gegensatz zur Konkurrenz von Honda und Chevrolet. Wie viele andere Teams wechselte auch DRR den Lieferanten vor dem Saisonhöhepunkt in Indianapolis um dort nicht chancenlos zu sein. Dabei formte das Team eine strategische Partnerschaft mit Panther Racing, welche bereits seit Saisonbeginn über einen zweiten Motorenvertrag mit Chevrolet verfügten, diesen aber nicht nutzten. [1] Die daraus entstandende Partnerschaft hält bis heute an. Mit dem neuen Motor im Heck konnte Servià beim Indy 500 auf den vierten Platz fahren und auch im Verlauf der weiteren Saison drei weitere Top5-Platzierungen einfahren.

Fahrer[Bearbeiten]

Saison Nr. Fahrer Kommentar
2000 23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Knapp nur in Indianapolis
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robbie Buhl
2001 24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robbie Buhl
2002 22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robbie Buhl
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher nicht in Miami, Phoenix, Fontana, Texas, Pikes Peak
24 MexikoMexiko Memo Gidley nur in Fontana
2003 22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robbie Buhl
23 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher nicht in Nazareth
2004 24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robbie Buhl die ersten vier Rennen
BrasilienBrasilien Felipe Giaffone die Rennen ab Texas
2005 24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Roger Yasukawa
44 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Bucknum nur in Motegi und Indianapolis
BrasilienBrasilien Thiago Medeiros nur Training auf dem California Speedway
2006 5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Lazier in allen unten nicht genannten Saison-Rennen
AustralienAustralien Ryan Briscoe nur in Watkins Glen, Nashville, Milwaukee, Infineon Raceway
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher nur in Kentucky und Chicagoland
31 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Unser Jr. nur in Indianapolis
2007 5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher
15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Rice
24 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Roger Yasukawa nur in Indianapolis
2008 15 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Buddy Rice
23 VenezuelaVenezuela Milka Duno in allen unten nicht genannten Saison-Rennen, nicht in Long Beach
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Townsend Bell nur in St. Pete, Motegi, Milwaukee, Edmonton, Infineon Raceway, Surfers Paradise
99 nur in Indianapolis
2009 24 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Conway
23 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Darren Manning nur in St. Pete, Long Beach
VenezuelaVenezuela Milka Duno in allen unten nicht genannten Saison-Rennen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Roger Yasukawa nur in Motegi
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter nur in Milwaukee, Edmonton, Iowa, Richmond, Toronto
43 nur in Texas, Kentucky, Chicagoland, Motegi, Homestead
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Andretti nur in Indianapolis, als "Petty Motorsports" [2]
44 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Davey Hamilton nur beim Indy 500
2010 22 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Justin Wilson
23 BrasilienBrasilien Ana Beatriz nur in Sao Paulo
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter nur in Indianapolis
24 nur in Texas, Toronto, Edmonton
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Conway alle Rennen bis einschließlich Indianapolis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal nur in Iowa
KanadaKanada Paul Tracy nur in Watkins Glen, Kentucky, Motegi
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten J. R. Hildebrand nur in Mid-Ohio, Infineon Raceway
BrasilienBrasilien Ana Beatriz nur in Chicagoland, Homestead
25 nur in Indianapolis
2011 11 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Davey Hamilton nur in Indianapolis, Texas und Las Vegas
22 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Justin Wilson alle Rennen bis einschließlich Edmonton
FrankreichFrankreich Simon Pagenaud nur in Mid-Ohio
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter nur in Loudon
ItalienItalien Giorgio Pantano nur in Baltimore, Motegi, Infineon Raceway
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Townsend Bell nur in Kentucky, Las Vegas
23 KanadaKanada Paul Tracy nur in Indianapolis
24 BrasilienBrasilien Ana Beatriz nicht in Alabama
FrankreichFrankreich Simon Pagenaud nur in Alabama
2012 22 SpanienSpanien Oriol Servià ab Indianapolis als "Panther/Dreyer & Reinbold Racing"

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.motorsport-total.com/usracing/news/2012/05/Chaos_vor_dem_Indy_500_Allianz_und_Klage_12050801.html
  2. http://www.motorsport-total.com/usracing/news/2009/04/Richard_Petty_als_IndyCar-Teambesitzer_09040403.html