Drittanbieter

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Ein Drittanbieter[1] (eine eigentlich falsche aber verbreitete Übersetzung des englischen Third-Party Vendor) oder Fremdanbieter ist ein Unternehmen, das Netzwerkprodukte oder Ersatzteile für Produkte und Produktfamilien anbietet, ohne dem Anbieter des Produkts („Erstanbieter“) anzugehören oder von ihm beauftragt zu sein („Zweitanbieter“). Der Hersteller wird entsprechend Dritthersteller[2] (Third-Party Manufacturer) oder Fremdhersteller genannt. Die Begriffe werden häufig synonym verwendet, da der Hersteller im Großhandel auch meist als Anbieter auftritt.

Als "Third Party Test" bezeichnet man eine Test- oder Versuchsreihe von einem akkreditierten, zertifizierten, unabhängigen Labor oder Institut. Wegen der neutralen, unabhängigen Bewertung, werden diese Ergebnisse (eines unabhängigen Dritten) eigenständigen Tests und Untersuchungen von Herstellern vorgezogen oder verlangt.

Im Marketing sind die Begriffe weit verbreitet, beispielsweise für Anbieter von Pkw-Ersatzteilen und Zubehör (etwa Fußmatten), Unterhaltungselektronik (etwa Ladegeräten), Telefongesellschaften und vielem mehr.

Drittanbieter bei Computerspielen[Bearbeiten]

Der Begriff verbreitete sich unter anderem durch Video- und Computerspiele (in diesem Zusammenhang eher Third-Party Developer, englisch für „Drittentwickler“). In der Videospielbranche ist es üblich, dass fremde Unternehmen Produkte für die Plattformen (zum Beispiel Playstation oder Wii) der sogenannten Ersthersteller vertreiben dürfen (siehe dazu auch Video Game Crash). Während in der Frühzeit der Videospiele die wichtigsten Spieletitel noch von den Herstellern der Plattformen selbst kamen, hat die Bedeutung der Dritthersteller stets zugenommen. Heutzutage kämpfen die Ersthersteller (momentan nur Sony, Nintendo und Microsoft) oftmals um Exklusivrechte bestimmter Spieletitel oder -reihen der Dritthersteller, damit diese ausschließlich auf ihrer jeweiligen Konsole erscheinen.

Belege[Bearbeiten]

  1. zum Beispiel in Wilfried Köhler-Frost: Unternehmen Krankenhaus. Erich Schmidt Verlag, 1995, S. 115, darin: „Der Dritte kann bei den kommunalen Krankenhäusern ein kommunales Rechenzentrum oder die Kommunalverwaltung sein oder aber ein professioneller Drittanbieter.“
  2. zum Beispiel in Andreas Tamme: Rückrufkosten: Haftung und Versicherung. Verlag Versicherungswirtschaft, 1996, ISBN 3-88487-555-8, S. 566, darin: „Fraglich könnte der Versicherungsschutz sein, wenn der Hersteller [...] nicht einen Zulieferer aus der ursprünglichen Lieferkette, sondern einen Dritthersteller außerhalb dieser Kette beauftragt.“