Irakkrieg

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Dieser Artikel behandelt den Krieg einer Staatenkoalition unter Führung der USA gegen den Irak im Frühling 2003. Für frühere Kriege mit dem Irak siehe Golfkriege. Für die Folgezeit siehe Besetzung des Irak 2003–2011.
Irakkrieg
Im Uhrzeigersinn von oben links; Eine Patrouille in Samarra; Eine Saddam-Statue wird abgerissen; Ein irakischer Soldat im Gefecht; Eine Bombe explodiert nahe eines US-Konvois im Süden Bagdads.
Im Uhrzeigersinn von oben links; Eine Patrouille in Samarra; Eine Saddam-Statue wird abgerissen; Ein irakischer Soldat im Gefecht; Eine Bombe explodiert nahe eines US-Konvois im Süden Bagdads.
Datum 20. März 2003 bis 1. Mai 2003
Ort Irak
Casus Belli angebliche Bedrohung der USA durch irakische Massenvernichtungswaffen; siehe Begründung für den Irakkrieg
Ausgang Sieg der US-Armee nach Kapitulation der Armee des Irak
Folgen Besetzung des Irak 2003–2011
Konfliktparteien
Irak 1991Irak Irak

Flag of al-Qaeda in Iraq.svg Qaidat al-Dschihad fi Bilad ar-Rafidain
IAILogo.gif Islamische Armee im Irak

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Koalition der Willigen
Befehlshaber
Irak 1991Irak Saddam Hussein Vereinigte StaatenVereinigte Staaten George W. Bush
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tommy Franks (USCENTCOM)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David D. McKiernan (3. US-Armee/CFLCC)
Truppenstärke
375.000+ reguläre Truppen des Irak ~300.000 reguläre Truppen der „Koalition der Willigen“
Verluste
  • 28.800–37.400 Tote
  • unbekannte Anzahl an Verwundeten
  • 4.804 Tote[1]
  • 32.753+ verwundet (US-Streitkräfte 31.102[2])
Zivilisten:

ca. 115.000–600.000 Tote bis zum Ende der Besetzung 2011[3][4]

unbekannte, aber weit höhere Anzahl an Verwundeten

Der Irakkrieg (auch Zweiter Irakkrieg oder Dritter Golfkrieg) war eine völkerrechtswidrige Invasion des Irak durch die Streitkräfte der Vereinigten Staaten sowie des Vereinigten Königreichs, unterstützt von der sogenannten Koalition der Willigen. Er begann mit der Bombardierung ausgewählter Ziele in Bagdad am 20. März 2003 und wurde nach der Eroberung Bagdads und dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein von US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 für beendet erklärt.

Dem Irakkrieg gingen 1991 der Zweite Golfkrieg und ein folgender langer Konflikt zwischen dem Regime Saddam Husseins und dem UN-Sicherheitsrat voraus. Die US-Regierung unter George W. Bush begann die Planung des Irakkriegs vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nutzte die Anschläge dann, um diese Planung in den USA durchzusetzen. Sie begründete ihn als Präventivkrieg, um einen angeblich akut bevorstehenden Angriff des Irak mit Massenvernichtungsmitteln auf die USA zu verhindern. Dafür erhielt sie kein UN-Mandat des UN-Sicherheitsrats und brach somit das Verbot eines Angriffskrieges in der UN-Charta.[5] Mit ihrer UN-Vetomacht verhinderten die USA und Großbritannien, dass der UN-Sicherheitsrat den Irakkrieg verurteilte.

Die genannten Begründungen des Irakkriegs sind historisch widerlegt und werden oft als absichtliche Irreführung der Weltöffentlichkeit bewertet, da im Irak weder Massenvernichtungsmittel noch Beweise akuter Angriffsabsichten gefunden wurden. Stattdessen werden oft geopolitische und wirtschaftliche Interessen der USA als tatsächliche Kriegsgründe angenommen.

Nach dem erklärten Kriegsende kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, tausenden Terroranschlägen, Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität, sowohl verschiedener irakischer Gruppen gegeneinander als auch gegen die westliche Besatzungstruppen, die vor allem unter irakischen Zivilisten eine unbekannte Anzahl Todesopfer und Verletzte forderten. Auch nach dem Abzug der ausländischen Truppen 2011 kam es bisher zu keiner Befriedung des Landes.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Politische Vorgeschichte[Bearbeiten]

Colin Powell präsentiert „Beweise“ für die angeblichen MVWn vor dem UN-Sicherheitsrat, die sich später als Fälschungen herausstellten.

Bereits vom Zweiten Golfkrieg leitet eine Kontinuität zum Irakkrieg über, da die Vereinigten Staaten als Anführer der UN-Koalition beschlossen, Saddam Hussein nicht zu stürzen. Die Vereinten Nationen beließen ihn im Amt, leiteten aber mehrere strafende Schritte ein. So richteten sie zwei Flugverbotszonen im Norden und im Süden des Landes ein, um die kurdischen und schiitischen Minderheiten zu schützen, und verhängten ein strenges Embargo über den Import in den Irak, der sich auf Rüstungsgüter sowie auf alle denkbaren Inhaltsstoffe von ABC-Waffen konzentrierte. Zusätzlich wurde vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein Waffeninspektionsregime installiert, das jahrelang als verdächtig geltende Anlagen und Installationen im Irak überprüfte.

Trotz dieser Maßnahmen verdächtigten die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich den Irak nach einiger Zeit eines opportunistischen Taktierens und Hintertreibens der Sanktionen, zum Beispiel durch die geheimdienstliche Observation der Waffeninspekteure. Diesen Vorwurf brachten sie vor allem im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen im Laufe der Jahre nach dem Zweiten Golfkrieg immer wieder vor, er wurde ein latenter Faktor der zeitgenössischen internationalen Politik. Im Jahre 1998 stellten sie fest, dass der Irak mit seinem Vorgehen gegen mehrere Resolutionen der Vereinten Nationen verstoßen habe, und versuchten so ein mehrtägiges Bombardement verdächtiger Ziele im Irak zu legitimieren, das den Namen Operation Desert Fox erhielt. Danach betrieben sie weiterhin die Sanktionen.

Die so genannte „Irak-Frage“ gewann nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wieder an Aktualität. Dies lag zum einen an einem Kurswechsel der Regierung der Vereinigten Staaten hin zu einer konfrontativen Außenpolitik, nachdem der Präsident sich nach seiner Wahl zunächst einer eher innenpolitisch betonten Agenda gewidmet hatte. Vor dem Hintergrund dieses drastischen Kurswechsels war es der US-Regierung zusätzlich „ein Dorn im Auge“, dass der Irak als einziges Mitgliedsland der Vereinten Nationen der Verurteilung der Anschläge nicht zustimmte.

Im Zuge des Krieges der USA gegen den Terrorismus verdächtigten diese den Irak zusätzlich der Gefährdung der internationalen Sicherheit. Als sich abzeichnete, dass die von ihnen angeführten Beweise nicht dafür ausreichen würden, die völkerrechtliche Absegnung eines Einmarsches in den Irak zu erwirken, schmiedeten sie eine „Koalition der Willigen“, die der Invasion dennoch internationale Akzeptanz verschaffen sollte. Charakteristisch für die Mitgliedsländer war ihre traditionelle Bindung an die USA oder zumindest eine konservative Orientierung in der Außenpolitik. Als diese Allianz knapp 30 Länder umfasste, bereitete sie unter der Führung der USA die Invasion vor. Dem militärischen Einmarsch ging eine weltweite Diskussion über dessen Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit voraus. Viele Verbündete der USA sprachen sich gegen eine Beteiligung aus. In der Öffentlichkeit der meisten europäischen Staaten wurde eine mehrheitliche Ablehnung des Krieges ermittelt.

Als Hauptgründe für den Irakkrieg führte der US-Außenminister Colin Powell vor dem UN-Sicherheitsrat an, dass Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfüge und dass er in die Anschläge vom 11. September verwickelt gewesen sei. Mittlerweile haben sich beide Behauptungen als falsch erwiesen[6] und George W. Bush hat dies auch öffentlich zugegeben: „The biggest regret of all the presidency has to have been the intelligence failure in Iraq“ (Das größte Bedauern der gesamten Präsidentschaft war der Aufklärungsfehler im Irak), sagte Bush gegenüber ABC in einem Interview.[7] Der Vier-Sterne-General Powell reichte bereits 2004 seinen Rücktritt als Außenminister ein und bereut heute öffentlich den Irakkrieg.[8]

Militärische Vorbereitungen[Bearbeiten]

Bereits während der politischen Auseinandersetzung um die Legitimität des Krieges bereiteten die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich eine Invasion des Irak vor. Ende 2002 verlegten die USA und Großbritannien Großverbände in die Golfregion, um die Invasion des Iraks vorzubereiten, im März des folgenden Jahres sollten es bereits 200.000 sein. Australische Truppen sollten außerdem hinzugezogen werden. Am 21. Februar 2003 gab der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bekannt, dass die Stärke der Truppen in der Golfregion nun für einen Angriff auf den Irak ausreiche. Die angestrebte Truppenzahl in der Region sei erreicht worden.

In der Operation Southern Focus verstärkten die Koalitionäre ihre Kontrollflüge über die südliche Flugverbotszone im Irak und nahmen auf ausdrücklichen Befehl hin militärisch relevante Ziele unter massiven Beschuss, vor allem Radaranlagen und Kommandoeinrichtungen. Zur gleichen Zeit drangen amerikanische und britische Spezialeinheiten über die saudi-arabische und die kuwaitische Grenze in den Irak ein und neutralisierten Grenzposten und -patrouillen, sodass die Koalition der Willigen beim offiziellen Beginn der Invasion bereits ein Viertel des Landes kontrollierte. Laut freigegebenen offiziellen amerikanischen und britischen Dokumenten hegten die USA und Großbritannien die Hoffnung, dem Krieg durch eine provozierte Reaktion des Irak einen casus belli zu verleihen.[9]

Dem United States Central Command gelang es laut Aussage seines ehemaligen Kommandeurs Tommy Franks, den Irak über die tatsächlichen Kriegsplanungen zu täuschen. Über einen Agenten des irakischen Nachrichtendienstes Mukhabarat, der in Anlehnung an den Zeitpunkt des Krieges den Decknamen „Aprilscherz“ trug, soll es gelungen sein, Saddam Hussein gefälschte Stabspläne zuzuspielen, sodass dieser 13 Divisionen zur Verteidigung des Nordirak veranschlagte, während die USA den tatsächlichen Schlag fast ausschließlich von Süden her führten.[10]

Verlauf[Bearbeiten]

Militärischer Verlauf des Irakkriegs. Die Mehrheit der Koalitionstruppen näherte sich von Süden her. Aufgrund der türkischen Verweigerung mussten die USA die zweite Front per Luftlandung im Westen eröffnen.

Bombardierungen und Bodenoffensive[Bearbeiten]

Von einem US-Kreuzer im Mittelmeer wird eine Cruise-Missile auf irakische Stellungen abgefeuert
Brennender irakischer T-55 bei An Nu’maniyah

Am 28. Januar 2003 gab Präsident Bush bekannt, dass er bereit sei, den Irak auch ohne UN-Resolution anzugreifen. Am 17. März folgte ein Ultimatum an Saddam Hussein, innerhalb von 48 Stunden den Irak zu verlassen. Andernfalls käme es zu einem Angriff. Auf Husseins Weigerung hin wurde am 19. März der Krieg eröffnet.

Der Krieg mit der Bezeichnung Operation Iraqi Freedom begann am 20. März 2003 mit gezielten Bombardements in Bagdad. In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003, das Ultimatum war gerade zwei Stunden abgelaufen, feuerten die USA 40 Marschflugkörper ab, nach US-Angaben auf mutmaßliche Aufenthaltsorte Saddam Husseins. Bereits zuvor hatte US-Militär immer wieder gezielt Stellungen der Iraker im südlichen Irak aus der Luft angegriffen und entsprechend geschwächt gehalten. Wenige Tage vor dem 17. März waren die Grenzzäune zwischen Kuwait und dem Irak an einigen Stellen durchbrochen worden. Nach Berichten der Times sollen zudem bereits mehrere Tage vor Kriegsbeginn Soldaten des britischen Special Air Service verdeckt bei Umm Kasr und entlang der Grenze zu Kuwait operiert haben.

Der Bodenkrieg begann am selben Tag von Kuwait aus. Die angreifenden Truppen wurden von US-Truppen aus Jordanien unterstützt. Dieser Einmarsch wurde von massiven Luftangriffen, insbesondere auf das Regierungsviertel in Bagdad, begleitet. Ziel dieser so genannten Shock and Awe (Schrecken und Ehrfurcht)-Kampagne war einerseits die Zerschlagung der irakischen Kommunikations-Infrastruktur, andererseits die Demoralisierung der irakischen Truppen. Dies gelang auch: In den ersten beiden Tagen drangen diese Truppen etwa 200 km ins Landesinnere ein, am 24. März waren die Truppen bereits rund 95 km vor Bagdad. Neben der generellen Unterlegenheit der irakischen Truppen ist dies auf eine ihrer wesentlichen Schwächen zurückzuführen. Ihre streng zentralistische Kommandostruktur, die sich in einer rigiden Befehlstaktik und einer unnötigen Belastung hoher Offiziere, die sogar taktische Entscheidungen absegnen mussten, äußerte, lähmte die irakischen Truppen gegen die subsidiäre Auftragstaktik und den modularen Truppenaufbau der Amerikaner.

Während der folgenden Tage sind fünf wesentliche Hauptschauplätze des Krieges auszumachen:

  1. Die britischen Truppen konzentrierten sich im Süden des Iraks auf die Einnahme der Hafenstadt Umm Kasr, die Sicherung der Ölquellen im Süden des Landes und die Einkreisung und anschließende Einnahme der Stadt Basra.
  2. Spezialeinheiten der US-Armee übernahmen die Sicherung zweier wesentlicher Flugplätze (H-3 und H-2) im Westen des Iraks.
  3. Die 3. US-Infanteriedivision des amerikanischen Heeres stieß vom Süden aus entlang des Euphrat in Richtung Bagdad vor. Die 1. US-Marineinfanteriedivision rückte entlang des Tigris vor.
  4. Im Norden des Iraks wurden offenbar die Stellungen der Iraker an der Grenze zu den autonomen Kurdengebieten massiv aus der Luft unter Beschuss genommen. Dort zogen sich die irakischen Truppen zunehmend zurück. In die freiwerdenden Räume rückten kurdische Truppen nach, die von Spezialeinheiten der Amerikaner und einigen Luftlandetruppen unterstützt wurden: Am 26. März landeten eintausend Fallschirmjäger der 173. US-Luftlandebrigade in den kurdischen Gebieten im Norden, um eine nördliche Front zu eröffnen.[11]
  5. Die de facto seit Ende des zweiten Golfkrieges vorhandene Luftherrschaft der Amerikaner wurde genutzt, um permanente Angriffe auf taktische bzw. strategische Ziele in Städten zu fliegen sowie die Bodentruppen zu unterstützen.

Auf heftigsten Widerstand stießen diejenigen Truppen, die gegen Bagdad vorrückten. Nach etwa zehn Tagen geriet dieser Vormarsch ins Stocken. Dafür waren mehrere Gründe verantwortlich: Zum einen ein sehr heftiger Sandsturm, der Waffensysteme wie zum Beispiel Hubschrauber stark gefährdete, Widerstand irakischer Truppen, die kritische Passagen über den Euphrat zu schützen versuchten, sowie das schnelle anfängliche Vorrücken, das eine lange Nachschublinie relativ ungesichert zurückließ. Die amerikanischen Truppen starteten erste Attacken auf die Republikanische Garde am 30. März. Den Druck auf das irakische Militär will CENTCOM für die Dauer des Sandsturms durch ein verstärktes Bombardement aus der Luft aufrechterhalten haben.[10]

Dann jedoch brach der irakische Widerstand (nicht der der Milizen) schnell zusammen. Basra wurde etwa eine Woche lang von britischen Truppen belagert. Am 7. April rückten die Briten in diese zweitgrößte Stadt des Irak ein. Es kam nicht zu nennenswertem Widerstand, doch zu Verlusten auf der irakischen Seite. Nach Spekulationen der französischen Zeitung Le Journal de Dimanche und der ägyptischen Zeitung al Usbu wurde ein enger Vertrauter von Saddam Hussein, General Mahere Sufian al-Tikriti, von der CIA mit 25 Millionen US-Dollar bestochen und habe daraufhin die Truppen der Republikanischen Garde zurückgezogen.

Schlacht um Bagdad[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schlacht um Bagdad (2003)
M1A1-Abrams-Kampfpanzer vor dem Triumphbogen Hands of Victory
Entdeckung eines eingegrabenen irakischen Kampfflugzeuges vom Typ Mig-25 in al-Taqqadum im August 2003

Die irakische Hauptstadt wurde durch die US-amerikanischen Bodentruppen etwa am 5. April erreicht. Der Flughafen der Stadt wurde am 4. April eingenommen. Am 7. April rückten amerikanische Truppen erstmals ins Stadtzentrum vor. Es fand zwar kein Häuserkampf statt, wie befürchtet worden war, dennoch kam es zu schweren Verlusten auf der irakischen Seite. Die amerikanischen Streitkräfte brachten die Stadt innerhalb der nächsten vier Tage weitgehend unter ihre Kontrolle, dennoch kam es auch weiterhin noch zu geringen Kämpfen. Auch die Stadt Kirkuk fiel am 11. April an kurdische Kämpfer. Später gaben Offizielle der US Army einen Grund für den geringen Widerstand (die Fernstraßen durch die Wüste waren völlig intakt geblieben, es gab keine Minen und so gut wie keinen Widerstand um Bagdad) bekannt: Man habe einige Offiziere schon im Vorfeld der Kampfhandlungen bestochen. Am 14. April wurde der Krieg vom Pentagon für beendet erklärt, da auch die letzte umkämpfte Stadt Tikrit eingenommen werden konnte. Saddam Hussein blieb zu diesem Zeitpunkt unauffindbar.

Während der symmetrischen Kampfhandlungen operierten die Vereinigten Staaten mit mehreren relativ neuen Strategien. Aufgrund ihrer Annahme, dass der gesamte irakische Staat von seiner Schaltstelle Saddam Hussein abhänge, zielten sie mit der Strategie des Enthauptungsschlags auf ihn ab. Der Erfolg dieser Strategie, der sich mangels Treffsicherheit oder unklarer Informationen über Husseins Aufenthaltsort nicht einstellte, sollte zusammen mit der Bekämpfung weiterer nachgeordneter Knotenpunkte der streng hierarchischen Kriegsführung zur psychologischen und faktischen Lähmung der gegnerischen Truppen führen. Die Streitkräfte der USA selbst hatten sich gegen eine etwaige gleichartige Kriegsführung des Gegners neben einer seit Jahren forcierten Rüstung mit diversen verteidigungspolitischen Maßnahmen zu schützen versucht. Infolge der Strategiepapiere Joint Vision 2010 und Joint Vision 2020 hatten sie die netzwerkzentrierte Kriegsführung entwickelt, durch die die politische und militärische Führung darauf beschränkt wurde, die Ziele vorzugeben und die nötigen Mittel bereitzustellen, während die Ausführung den taktischen und operativen Chargen vorbehalten bleiben sollte.

Die Streitkräfte des Irak beschränkten sich auf eine überwiegend passive Vorgehensweise mit vielen Defensivbauten wie Gräben und paramilitärischen Anleihen.

Besatzungszeit und Festnahme Husseins[Bearbeiten]

Ein Autobombenanschlag in Süd-Irak
Festnahme Saddam Husseins

Im Anschluss an den Krieg folgte die bis 2011 andauernde Besetzung des Irak durch die Koalition der Willigen. In dieser Zeit wurde eine neue demokratische Regierung errichtet – die heutige Republik Irak.

Am 13. Dezember 2003 konnte Saddam Hussein von US-amerikanischen Besatzungstruppen 15 km von seiner Heimatstadt Tikrit entfernt festgenommen werden. Als die Soldaten das Erdloch, in dem er sich versteckt hatte, mit vorgehaltener Waffe inspizierten, habe er sich ihnen kampflos und müde ergeben. Er wurde anschließend mit elf weiteren Politikern und Militärs des Iraks vor ein Militärgericht gestellt, das ihnen die in diesen Kriegen verübten Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last legten. Er wurde am 5. November 2006 für schuldig erklärt und die Todesstrafe verhängt. Am 30. Dezember 2006 wurde er gehängt (Siehe Strafverfolgung Saddam Husseins).

Am 29. Juni 2009 haben die US-amerikanischen Truppen Bagdad verlassen und sich bis 2012 auch aus den anderen irakischen Landesteilen zurückgezogen.[12]

Medien[Bearbeiten]

Weltweit wurde in den Medien sowohl über die offiziell genannten als auch vermuteten Kriegsgründe und den Verlauf des Krieges berichtet.

In den USA selbst wurden dabei die von der Regierung veröffentlichten Kriegsgründe von den amerikanischen Massenmedien weitgehend übernommen und kaum anderslautende Begründungen veröffentlicht. Die New York Times schrieb am 18. Juli 2004, dass die gesamte amerikanische Presse gegenüber den Kriegsbegründungen der US-Regierung nicht skeptisch genug gewesen sei.

Musiker, die sich kritisch zum Krieg äußerten, wurden von einigen amerikanischen Radiostationen nicht mehr gespielt. Zum Beispiel die Dixie Chicks, deren Sängerin Natalie Maines sagte, sie „schäme sich“, aus demselben Staat (Texas) wie Bush zu stammen.

Die US-amerikanischen Massenmedien erreichten durch ständige Wiederholung von nachgewiesenermaßen falschen Behauptungen, den Irak als Bedrohung für das US-amerikanische Volk erscheinen zu lassen und in der US-amerikanischen Bevölkerung ein Klima der Angst (Massenhysterie) zu erzeugen, so dass schließlich eine überwältigende Mehrheit der US-Bürger einen Angriffskrieg gegen den Irak befürwortete.

Die Nachrichtenagentur Al-Dschasira hatte Bilder von toten irakischen Zivilisten und gefangenen amerikanischen Soldaten gezeigt. Der Korrespondent des Senders an der New Yorker Börse („Wallstreet“) wurde von der Börse mit dem Argument ausgeschlossen, man habe keine Ressourcen. Während des Krieges versuchte der Sender einen englischsprachigen Webauftritt aufzubauen; dieser war während des Krieges aufgrund von Hackerangriffen und technischen Problemen kaum zu erreichen. Während des Afghanistankrieges wurde das Büro des Senders in Kabul von einer US-amerikanischen Präzisionsrakete getroffen. Im Irakkrieg wurde ein Hotel in Basra, in dem sich die Mitarbeiter von Al-Dschasira aufhielten, von einer Artilleriestellung der Alliierten beschossen; vier Granaten trafen das Hotel. Bei der Einnahme Bagdads wurde das Al-Dschazira-Büro von US-Streitkräften beschossen. Ein Korrespondent starb, ein Kameramann wurde verwundet.

Ebenfalls bei der Einnahme Bagdads wurde das Palestine Hotel von einem Panzer beschossen. In dem Hotel hielten sich zahlreiche ausländische Journalisten auf. Zwei Menschen kamen dabei um, mehrere wurden verletzt. US-General Buford Blount sagte, der Panzer sei vom Hotel aus beschossen worden. Mehrere anwesende Reporter berichteten dagegen, es habe vom Hotel aus keine Schüsse auf den Panzer gegeben.

Besonders kritisiert wurde der Einsatz von sogenannten Embedded Journalists (sie waren bei kämpfenden Truppen der USA und Großbritanniens „eingebunden“). Befürchtet wurde unter anderem, dass Journalisten verfälschte (z. B. geschönte) Ausschnitte der Wirklichkeit präsentiert werden könnten.

Verluste[Bearbeiten]

Die Zahlenangaben der Opfer des Irakkrieges und der anschließenden Zeit der Besetzung schwanken je nach Quelle zwischen weniger als 100.000 und mehr als 600.000 Menschen. Der Politikwissenschaftler Stephan Bierling, der die vorliegenden Zahlen vom Beginn der Invasion bis 2008 abgeglichen hat, erachtet eine Angabe von 151.000 Toten bis Anfang 2008, die Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte aller Seiten umfasst, als realistisch.[13]

Getötete Zivilisten[Bearbeiten]

Mehrere Leichen in Mosul
Eine US-Soldatin trägt ein verwundetes Kind in ein Lazarett

Die Angaben sind sehr unterschiedlich, offizielle Angaben liegen nicht vor. Zudem können die Studien nicht zuverlässig überprüfen, wie viele der getöteten Zivilisten durch Koalitions-Gewalteinwirkung und wie viele durch die zahlreichen Terroristenattentate umkamen.

  • Iraqbodycount zählt auf Grundlage von mindestens zwei übereinstimmenden Berichten aus unterschiedlichen Medienorganen bis Ende 2011 mindestens 108.000 getötete Zivilisten. Die Seite gibt an, dass ihre Zahlen vermutlich unter den tatsächlichen Opferzahlen liegen. Da sie sich auf die Meldungen von seriösen Nachrichtenorganisationen verlässt und unabhängige Journalisten vermutlich Abstand von den besonders schwer umkämpften Gebieten halten, würden viele Todesopfer nicht von den Medien erfasst.[14]
  • Eine Studie der Johns Hopkins University vergleicht die Sterblichkeit im Irak von 14,6 Monaten vor dem Invasionsbeginn im März 2003 mit den folgenden 17,8 Monaten. Sie kommt auf bis zu 100.000 (ohne Falludscha) zusätzliche Gestorbene.[15]
  • Eine auf der Studie der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift Lancet beruhende Untersuchung des Genfer Hochschulinstituts für internationale Studien vom 12. Juli 2005 geht in dem Zeitraum von Januar bis Dezember 2003 von 39.000 durch direkte Gewalteinwirkung getöteten Zivilisten aus.[16]
  • Für April 2006 gibt die BBC allein für Bagdad die Zahl von 1.091 getöteten Zivilisten an.[17] Dies entspricht etwa 30 Toten pro Tag.
  • Eine im Oktober 2006 von The Lancet veröffentlichte und von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore durchgeführte Studie geht von 392.979 bis 942.636 zusätzlichen Todesfällen im Irak durch Kriegsfolgen aus, was bei einem Mittelwert von 654.965 Toten rund 2,5 Prozent der Bevölkerung entspricht. Erneut wird wie bei den vorherigen Studien darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse der statistischen Methode ungenau seien.[18] Die von Kriegsgegnern viel zitierte Studie geriet massiv in die Kritik, weil die Autoren die Arbeit der irakischen Mitarbeiter nicht kontrolliert und trotz Aufforderung ihr Datenmaterial keiner Überprüfung zugänglich gemacht hätten.[19] Anfang 2009 wurde der für die Durchführung der Studie verantwortliche Gilbert M. Burnham deswegen von der Johns-Hopkins-University gemaßregelt.[20] [21]
  • Iraq Coalition Casualty Count zählt 50.152 getötete Zivilisten seit März 2005 (Stand: Juli 2011).[22]
  • Laut ORB (Opinion Research Business) sind von März 2003 bis August 2007 zwischen 946.000 und 1.120.000 Iraker ums Leben gekommen (Stand Januar 2008).[23] Die Ermittlungsmethode des Unternehmens ist umstritten.[24]
  • Laut internen Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums (siehe Iraq War Logs), die am 22. Oktober 2010 über die Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht wurden, waren im Zeitraum 2004 bis 2009 unter den 109.000 Opfern 66.081 Zivilisten.[25]
  • Von 2003 bis 2010 wurden 230 Medienmitarbeiter ermordet,[26] darunter 172 Journalisten, fast 90 Prozent davon irakischer Herkunft.[27]

Beim Einmarsch der USA in Bagdad am 8. April 2003 ereignete sich ein umstrittener Zwischenfall. Um 11:45 Uhr feuerte ein Abrams-Panzer des 4. Bataillons der 2. Brigade der 3. Division eine Granate in eine höhere Etage des Hotel Meridien Palestine. Der Kameramann José Couso und sein ukrainischer Kollege Taras Protsyuk erlagen wenig später den Verletzungen, die der Einschlag ausgelöst hatte. In der darauf folgenden Kontroverse beschuldigte der Deutsche Journalisten-Verband die Panzerbesatzung des Mordes. Demgegenüber ergab eine Untersuchung des Central Command, dass alle im Hotel arbeitenden Journalisten mangelnde Sorgfalt walten ließen. Sie seien mehrfach vor dem Einsatz in einer so großen Nähe zur Front gewarnt worden. Im Zusammenspiel mit ungenauem Kartenmaterial und der mangelnden Ortskenntnis der Soldaten habe sich ein bedauerlicher Zwischenfall ergeben, als durch irakischen Artilleriebeschuss die Panzer am Überqueren der Jumhuriya-Brücke über den Tigris gehindert worden seien. Eine Spiegelung vom Hotelgebäude aus habe der Panzerbesatzung nahegelegt, dass sich ein Späher dort aufhielt, der den Artilleriebeschuss offensichtlich dirigiert habe.[28]

Getötete und verletzte Soldaten[Bearbeiten]

Bei diesem Sprengstoffanschlag auf ein gepanzertes US-Fahrzeug bei Haditha starben 14 US-Marines der 2nd Marine Expeditionary Force
Eine örtliche Gedenkstätte in North Carolina zählt gefallene US-Soldaten; Dezember 2007.
Rückführung von Army Specialist Israel Candelaria Mejias, 2009

bis zum erklärten Ende größerer Kampfhandlungen am 1. Mai 2003

  • Alliierte: 171 Soldaten, davon
    • 138 US-Amerikaner
    • 33 Briten
  • Irak (US-amerikanische Schätzung)
    • mindestens 2.300 Soldaten

insgesamt seit Kriegsbeginn (Stand vom 29. Februar 2012)[29]

  • 4.804 Soldaten, davon:
    • 4.486 US-Soldaten
    • 179 britische Soldaten
    • 139 Soldaten anderer Nationen
  • 10.125 getötete irakische Soldaten und Polizeikräfte (Stand vom 31. Juli 2011)[30]
  • 468 getötete Angehörige von privaten Sicherheits- und Militärunternehmen, z. B. Blackwater Worldwide (Stand vom 30. November 2011)[31]
  • 32.200 verwundete US-amerikanische Soldaten seit Beginn des Krieges (Daten vom 30. September 2011)[22].

Während die offiziellen Zahlen nur die sofortigen Opfer ausweisen, nennt der Veteranenverband der US-Streitkräfte 17 847 Tote unter den eingesetzten Golfkriegsveteranen im Zeitraum August 1990 bis März 2007.[32]

Kriegsgefangene[Bearbeiten]

  • Irak: über 7.000 irakische Soldaten und ausländische Kämpfer (größtenteils aus anderen arabischen Ländern) wurden während der ersten Kriegswochen in mehreren provisorischen Lagern sowie im britischen Hauptgefangenenlager in Umm Qasr (später Camp Bucca) gefangen gehalten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) begann seine Gefangenenbesuche dort am 31. März 2003. Viele blieben noch Monate, teilweise Jahre später gefangen.
  • USA: Sieben Soldaten wurden in einem Bauernhof nördlich von Bagdad gefangen gehalten und beim Vordringen der US-Armee wieder freigelassen. Das IKRK bemühte sich um Zugang, der aber wegen der sich überstürzenden Ereignisse nicht mehr gewährt wurde. Über Misshandlungen ist nichts bekannt.

Missbildungen durch Uranmunition[Bearbeiten]

Die Koalition der Willigen verschoss im Laufe des Krieges 1000 bis 2000 Tonnen panzerbrechende Uranmunition. Ein Jahrzehnt später liegt die radioaktive Belastung stellenweise 180 Mal höher als die natürliche Strahlenbelastung. In Krankenhäusern steigt die Anzahl von Leukämien und anderen Krebsarten teilweise um mehr als das Zehnfache. Auch Missbildungen bei Kindern nehmen drastisch zu.[33][34][35][36][37][38] Laut der IAEA (International Atomic Energy Agency) gibt es keinen wissenschaftlich beweisbaren Zusammenhang zwischen Uranmunition und erhöhten Krebsraten oder anderen gesundheitlichen Schäden.[39]

Kulturgüter[Bearbeiten]

Im Gefolge der amerikanischen Eroberung Bagdads wurden zahlreiche Kulturgüter der Stadt und des ganzen Landes mit seiner reichen Geschichte zerstört. Die Nationalbibliothek wurde durch einen Brand völlig zerstört und das schlecht gesicherte Nationalmuseum geplündert (Kunstraub). Inventardatenbanken des Nationalmuseums wurden in Brand gesteckt, womit unter anderem Belege über die Herkunft der geraubten Objekte zerstört sind. Dabei sind erstrangige Zeugnisse der jahrtausendealten Geschichte der Kulturen im Zweistromland verloren gegangen oder beschädigt worden. Vieles verschwand im illegalen Kunsthandel. Amerikanische Experten und die UNESCO hatten im Vorfeld des Krieges auf die Gefährdung der großartigen Kulturgüter im Land aufmerksam gemacht, doch fanden ihre Vorstöße kaum Gehör und die Invasionstruppen versäumten die unverzügliche Sicherung der Kulturinstitute. Nach der Eroberung Bagdads stationierten alliierte Truppen schwere Fahrzeuge unter anderem in antiken Ruinenfeldern und beschädigten mit dem Schwerverkehr die baulichen Strukturen.

Ein Teil der zunächst vermissten und der geplünderten Kulturgüter kam seit dem Krieg wieder zum Vorschein. Die amerikanischen Behörden haben nach eigenen Angaben viele aus dem Nationalmuseum in Bagdad stammende Manuskripte und Kunstgegenstände sichergestellt. Andere Objekte waren von den irakischen Behörden in Kellern des Nationalmuseums verborgen oder in andere Gebäude ausgelagert worden (teilweise schon beim zweiten Golfkrieg) und überdauerten die Wirren.

Mit dem Zusammenbruch der früheren Staatsverwaltung zerfielen die Aufsichts- und Schutzorganisationen über die regionalen Bodendenkmäler und Museen. Seither zerstörten organisierte illegale Raubgrabungen großflächig einige der bekannten Ruinenstätten und entwendeten wertvolles Fundmaterial, um es dem illegalen Handel zuzuführen. Auch durch die Kriegshandlungen selbst wurden einzelne Fundstätten verwüstet oder stark in Mitleidenschaft gezogen (siehe auch Nimrud).

Unter dem Dach der UNESCO nahm im Mai 2004 ein Internationales Koordinationskomitee zur Sicherung des Kulturerbes des Irak seine Tätigkeit auf. Das University of Pennsylvania Museum koordiniert mit anderen Institutionen die Dokumentation über den Verlust irakischen Kulturguts: „The looting of the Iraq National Museum and other art and archaeology museums in Iraq is a tragedy of vast proportions to the Iraqi people, and to all those who care about understanding our shared human heritage.“[40] Mit den Plünderungen im Irak befasst sich auch die International Foundation for Art Research.[41]

Kriegsverbrechen[Bearbeiten]

Abu-Ghuraib-Folterskandal: Charles Graner und Sabrina Harman posieren mit nackten, zu einer Pyramide gehäuften Gefangenen
Originalaufnahmen des Luftangriffes in Bagdad von der Zielkamera der Bordkanone des Apache-Kampfhubschraubers
(geschnitten – 13:29 Min.)

Während des Krieges und der Besetzung des Irak verübten Akteure aller Seiten Kriegsverbrechen an Soldaten und der Zivilbevölkerung.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dabei u. a. der Abu-Ghuraib-Folterskandal, bei dem amerikanische Geheimdienstmitarbeiter, Soldaten und Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen irakische Gefangene in einem Gefängnis nahe Bagdad gefoltert und zugleich durch erniedrigende Fotos teils sexueller Natur demütigten, die bei ihrem Bekanntwerden heftige Reaktionen sowohl in der arabischen als auch in der westlichen Welt provozierten. (Siehe auch: Veröffentlichung des Kriegstagebuchs des Irak-Krieges durch WikiLeaks)

Des Weiteren stehen die Luftangriffe in Bagdad vom 12. Juli 2007, bei denen unbewaffnete Reporter unter schweren Beschuss genommen und getötet wurden unter heftiger Kritik, nachdem Aufnahmen dieses Angriffes von der Whistleblower-Plattform WikiLeaks veröffentlicht wurden.

Ein vom Harper’s Magazine veröffentlichtes Video zeigt zudem Söldner des US-amerikanischen privaten Sicherheitsunternehmens Blackwater, wie dessen Mitarbeiter Zivilisten mit gepanzerten Fahrzeugen verfolgen und dabei wie auf einer Treibjagd auf sie schießen.[42][43]

Bei dem Massaker von Haditha wurden im November 2005 durch US-Soldaten im Zuge einer Vergeltungsaktion 24 irakische Zivilisten, darunter auch Kinder, mittels Gewehrfeuer oder durch Handgranaten ermordet.

Der US-Krieg gegen den Irak gilt bei Völkerrechtlern und Historikern wegen der Bestimmungen der UN-Charta und dem fehlenden UN-Mandat als völkerrechtswidriger, illegaler Angriffskrieg.[44] Zudem kam es im Irak zu gezielten Tötungsaktionen, meist aufgrund von Denunziation, bei denen auch unschuldige Zivilisten ums Leben kamen („Kollateralschaden“, die als Collateral Damage Estimate eingeplant wurden).[45] Dabei wurden oftmals auch unbemannte Luftfahrzeuge verwendet.

Kosten[Bearbeiten]

  • USA: 79 Milliarden US-Dollar für den Krieg und seine Folgen, davon 62,6 Milliarden US-Dollar reine Kriegskosten
    • Seit Beginn des Krieges etwa 497,2 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Februar 2008)[46]; 616 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Juli 2008)[47]; bis Ende 2009 offiziell 700 Milliarden US-Dollar, wobei die Gesamtkosten „weit höher“ liegen sollen.[48]
    • Laut Joseph Stiglitz belaufen sich die „wahren Kosten“ auf etwa 3 Billionen Dollar (Zeit-Artikel vom 26. Februar 2008)[49]
  • Großbritannien: 3 Milliarden Pfund = 3,7 Milliarden Euro

Im Umfeld der Kriegsaktivitäten fand offensichtlich in großem Umfang Misswirtschaft statt, außerdem wurden weitverbreitet betrügerische Aktivitäten durch beteiligte Unternehmen ermittelt, die bis zu 23 Milliarden Dollar in dunklen Kanälen verschwinden ließen. Die Untersuchung dieser Vorkommnisse wird aber von der US-Regierung unterbunden.[50]

Waffen[Bearbeiten]

  • 15.000 Präzisionsbomben, 8.000 ungesteuerte Sprengkörper und 800 Marschflugkörper wurden bei 30.000 Einsätzen eingesetzt.
    • Brigadegeneral Stephen Mundt von der US-Armee erklärte am 30. März 2007 in Washington D.C., dass die USA in den Kriegen im Irak und in Afghanistan bisher schon 130 Hubschrauber verloren hätten, davon wurden über 40 Hubschrauber abgeschossen. Ein Großteil der Hubschrauber wurde durch das schwierige Einsatzterrain unbrauchbar oder stürzten ab. Nach einer Studie der Brookings Institution sind seit Beginn des Irak-Konflikts im März 2003 mindestens 33 Hubschrauber verloren gegangen, mindestens 20 davon wurden abgeschossen.

Internationale Reaktionen[Bearbeiten]

Opposition in Europa[Bearbeiten]

Hauptartikel: Irakkrise 2003
Kriegsgegner in London 2002
Keine gemeinsame Position der EU zum Irakkrieg 2003

Im Vorfeld teilte sich die Staatengemeinschaft in Unterstützer und Gegner dieses Krieges. Zu letzteren gehörten auch enge Verbündete der USA wie Deutschland, Frankreich, Belgien, sowie neutrale Staaten wie Österreich. Sie kritisierten vor allem:

  • fehlende völkerrechtliche Legitimation,
  • fehlende Nachweise für eine Bedrohung durch den Irak,
  • nicht ausgeschöpfte Kontrollen der UN-Waffeninspekteure,
  • mögliche Kriegsfolgen wie die Stärkung des islamischen Fundamentalismus und so auch des Terrorismus,
  • Destabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens,
  • Schwächung der Erfolgsaussichten im Krieg in Afghanistan,
  • künftige Präventivkriege von atomar bewaffneten Staaten wie Nordkorea,
  • hohe finanzielle Folgekosten der Besetzung und des Wiederaufbaus.

Dabei konnten sie sich auf eine breite Ablehnung des Irakkriegs in der Bevölkerung stützen. So entstand bis Februar 2003 erstmals noch vor Beginn eines Krieges eine internationale Antikriegsbewegung. Am 15. Februar 2003 demonstrierten weltweit ca. neun Millionen Menschen in der größten Friedensdemonstration der Geschichte, die u. a. über das Europäische Sozialforum initiiert und koordiniert wurde. Die Proteste setzten sich fort. Europaweit folgten insgesamt mehr als 70 Gewerkschaftsorganisationen in 38 Ländern dem Aufruf des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), am 14. März ein „Zeichen für den Frieden“ zu setzen.

Opposition in den USA[Bearbeiten]

Seit dem Beginn des Irakkrieges wurden sehr viele Anti-Kriegs- und Anti-Bush-Filme gedreht. Der bekannteste dieser Filme ist Fahrenheit 9/11 von Michael Moore, der weltweit Beachtung fand. Kritisiert wird, dass der Regisseur Informationen aus dem Zusammenhang gerissen darstellt. Im Rahmen seiner Rede zur Oscarverleihung für den Film Bowling for Columbine (2002) kritisierte Moore die Irakpolitik („Shame on you Mr. Bush!“) von George W. Bush. Daraufhin unterbrach man seine Rede, stellte das Mikro ab und machte die Musik wieder lauter. Ein weiterer einschlägiger Dokumentarfilm ist Why We Fight von Eugene Jarecki.

Deutschland[Bearbeiten]

Nach einer Forsa-Umfrage sprachen sich im November 2002 80 % der befragten Deutschen gegen jede deutsche Beteiligung am Irakkrieg aus.[51] Das Nein von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Bundestagswahlkampf war einer der Gründe für den Wahlerfolg der Rot/Grünen Koalition bei der Bundestagswahl 2002.

Die Bundeswehr setzte nach bisherigen Informationen während des Krieges keine Soldaten im Irak und in Kommandostellen der Koalitionstruppen ein. Deutschland unterstützte deren Offensive aber mit Überflugrechten, Transporten und Schutz von US-Militärbasen auf deutschem Boden, die für den Krieg genutzt wurden. Für die Bewachung von US-Kasernen wurden 7000 Bundeswehrsoldaten bereitgestellt. Deutsche Besatzungsmitglieder flogen weiterhin an Bord der AWACS-Aufklärungsflugzeuge der NATO mit, die dazu dienten, den irakischen Luftraum von der Türkei aus zu erkunden.

Das deutsche ABC-Abwehr-Bataillon, das von Februar 2002 bis zum Juni 2003 im Camp Doha (Kuwait) stationiert war, unterstand als Teil der multinationalen Combined Joint Task Force dem US-amerikanischen Kommando Marine Corps Forces Central Command (MARCENT) und somit wie dieses dem US-Oberbefehl (CENTCOM). Diese Bundeswehreinheit wurde am 21. März 2003 mit etwa 110 Soldaten personell verstärkt und wuchs bis Mitte April 2003 auf etwa 210 Soldaten. Der Verband war darauf eingestellt, im gesamten Verantwortungsbereich der „Area of Responsibility“ (AOR) von CENTCOM eingesetzt zu werden. Es wurden gemeinsame Ausbildungen und Übungen im Aufmarschgebiet unter US-amerikanischem Kommando vor Ort durchgeführt. Aus Camp Doha heraus steuerte die Operationszentrale Coalition Forces Land Component Command (CFLCC) die Bodenoffensive der Koalitionstruppen. Daher wurde Camp Doha insgesamt 26 Mal mit taktischen Waffen der irakischen Armee (u. a. mit Al-Samoud-2-Raketen) aus dem Raum Basra heraus angegriffen (13 Einschläge). Die US-Streitkräfte hatten dies erwartet und eben deshalb dort jenen multinationalen ABC-Abwehrgroßverband aufgestellt.

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) entschied 2005[52]: Gegen den Irakkrieg „bestanden und bestehen gravierende rechtliche Bedenken im Hinblick auf das Gewaltverbot der UN-Charta und das sonstige geltende Völkerrecht.“ Gleiches gelte für die deutschen „Unterstützungsleistungen“. So urteilte das BVerwG, „eine Beihilfe zu einem völkerrechtlichen Delikt ist selbst ein völkerrechtliches Delikt“. Das BVerwG geht in seiner Urteilsbegründung sogar weiter und spricht davon, dass der „neutrale Staat“ völkerrechtlich gehalten sei, „jede Verletzung seiner Neutralität, wenn nötig mit Gewalt, zurückzuweisen“. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) urteilte 2008, dass die damalige Bundesregierung das Beteiligungsrecht des Bundestags verletzt hat, als sie ohne Zustimmung des Parlaments deutsche Soldaten zur NATO-Luftüberwachung in der Türkei einsetzte.[53] Zuvor hatte das BVerfG einen Antrag der FDP-Fraktion abgelehnt, in dem diese eben jenen Parlamentsbeschluss einfordern wollte.[54]

Im Januar 2006 wurde berichtet, dass zwei deutsche Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) während des Irakkrieges 2003 in Bagdad geblieben waren und dort ihr Wissen mit dem US-amerikanischen Militärgeheimdienst DIA geteilt hatten. Ein BND-Agent soll dafür einen US-amerikanischen Militärorden erhalten haben. Der BND bestätigte die Anwesenheit von zwei Agenten. Es habe sich um eine Operation im Rahmen des gesetzlichen Auftrags gehandelt. Die deutsche Tätigkeit soll im Ausspähen eines Bombenzieles bestanden haben; die dort beobachteten Luxusfahrzeuge seien als Beweis für die Anwesenheit von Saddam Hussein gewertet worden. Beim Bombardement des Gebäudekomplexes wurden mehrere Zivilisten getötet; Hussein wurde nicht getroffen. Der BND dementiert die Ausspähung im Vorfeld und gibt an, die betreffenden Agenten seien erst nach erfolgter Bombardierung zum Ziel gefahren.[55]

Fortlaufende Kritik[Bearbeiten]

Schriftsteller aus aller Welt haben den dritten Jahrestag des Einmarsches in den Irak am 20. März zum „Tag der politischen Lüge“ ausgerufen. In einer Erklärung der Berliner Peter-Weiss-Stiftung kündigten die Autoren öffentliche Lesungen in vierzig Städten von Europa, Amerika, Asien und Australien an.

Damit solle das Bewusstsein für Inhalt und Form der politischen Lüge geschärft werden, so die Stiftung, die alljährlich das Berliner Literaturfestival veranstaltet. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderem aus Deutschland Ulla Hahn, Elke Heidenreich, Peter Schneider und Christoph Hein sowie Amitav Ghosh aus Indien (dem Gastland der Buchmesse 2006), die Amerikaner Siri Hustvedt und Paul Auster, Claudio Magris aus Italien sowie Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk aus der Türkei, Harold Pinter, Hanif Kureishi und Doris Lessing aus Großbritannien.

Bei den Lesungen soll ein Text des Amerikaners Eliott Weinberger vorgetragen werden. In dem Text Was ich hörte vom Irak stellt der Autor Aussagen von amerikanischen Regierungsangehörigen und deren Verbündeten vor und nach dem Kriegsbeginn gegenüber.

Die fortlaufende Kritik am Irakkrieg beeinflusste den Rücktritt von Donald Rumsfeld im November 2006.

In Großbritannien hat Lord Bingham in einer Rede den Irakkrieg als Verstoß gegen das Völkerrecht verurteilt und die Position des damaligen Attorney General Lord Goldsmith scharf kritisiert.[56]

Literatur[Bearbeiten]

Dokumentationen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Irakkrieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Coalition Military Fatalities By Year
  2. GLOBAL WAR ON TERRORISM – OPERATION IRAQI FREEDOM BY CASUALTY CATEGORY WITHIN SERVICE (PDF; 11 kB)
  3. Iraqbodycount
  4. „Mortality after the 2003 invasion of Iraq: a cross-sectional cluster sample survey“ PDF (242 KB). Von Gilbert Burnham, Riyadh Lafta, Shannon Doocy und Les Roberts. The Lancet, 11. Oktober 2006
  5. Kapitel VII der Charta der Vereinten Nationen: Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen; Dominic McGoldrick: From '9-11’ to the ’Iraq War 2003': International Law in an Age of Complexity. Irish Academic Press, 2004, ISBN 1-84113-496-1, S. 50
  6. Stephan Bierling: Geschichte des Irakkrieges. Der Sturz Saddams und Amerikas Albtraum im Mittleren Osten. C.H. Beck, München 2010, S. 62 u. S. 96.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSuzanne Goldenberg: Iraq war my biggest regret, Bush admits. In: The Guardian. 2. Dezember 2008, abgerufen am 5. August 2009 (englisch).
  8. Colin Powell bereut den Irakkrieg Auf www.stern.de. Abgerufen am 28. Juni 2013.
  9. The war before the war – Artikel (Version vom 27. März 2006 im Internet Archive) von Michael Smith im New Statesman vom 30. Mai 2005. Funddatum: 31. Oktober 2007
  10. a b Hoff, Henning: „General Tommy Franks erzählt, wie er den Krieg gewann, nicht aber, wie er den Frieden verlor“, in Die Zeit Nr. 1/2004, 31. Dezember 2004. Zugriff erfolgt am 22. Dezember 2007
  11. Amanpour, Christiane et al. „U.S. Boosts Northern Iraq Front.“ CNN 27. März 2003
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatIraqis rejoice as U.S. troops leave Baghdad. In: Reuters. 29. Juni 2009, abgerufen am 8. August 2009 (englisch).
  13. Stephan Bierling: Geschichte des Irakkrieges. Der Sturz Saddams und Amerikas Albtraum im Mittleren Osten. C. H. Beck, München 2010, S. 173 f.
  14. http://www.iraqbodycount.org/
  15. Joachim Guilliard, 31. Oktober 2004
  16. News.ch
  17. BBC.co.uk Iraq killings top 1,000 in April
  18. Gilbert Burnham, Riyadh Lafta, Shannon Doocy u. Les Roberts: Mortality after the 2003 invasion of Iraq: a cross-sectional cluster sample survey (PDF; 248 kB). In: The Lancet, Vol. 368/No. 9545 (21. Oktober 2006), S. 1421–1428. (Summary)
  19. Neil Munro & Carl M. Cannon: Data Bomb National Journal 4. Januar 2008: "Fritz Scheuren, vice president for statistics at the National Opinion Research Center and a past president of the American Statistical Association, said, „They failed to do any of the [routine] things to prevent fabrication.“ The weakest part of the Lancet surveys is their reliance on an unsupervised Iraqi survey team, contended Scheuren, who has recently trained survey workers in Iraq."
  20. John Bohannon: „Author of Iraqi Deaths Study SanctionedScience 13. Mai 2009
  21. "Iraq Researcher Sanctioned Washington Post 24. Februar 2009
  22. a b Iraq Coalition Casualty Count
  23. January 2006 – Welsh Small Business Economic Confidence Survey (Version vom 8. Februar 2012 im Internet Archive)
  24. „Study reveals fundamental flaws to 2007 estimate of one million Iraqis killed“ Royal Holloway University of London
  25. Wikileaks.org WikiLeaks Iraq War Diaries (Version vom 1. November 2010 im Internet Archive), 22. Oktober 2010
  26. Reporter ohne Grenzen: Bilanz des Irak-Krieges 2003 bis 2010: 230 getötete Medienmitarbeiter, Bericht vom 8. September 2010. (Übersichtsartikel)
  27. REPORTERS WITHOUT BORDERS: THE IRAQ WAR. A HEAVY DEATH TLL FOR THE MEDIA / 2003–2010 (PDF; 826 kB) , August 2010. (ausführlicher englischsprachiger Bericht mit detaillierten weiterführenden Informationen).
  28. Forster, Peter: „Panzer gegen Presse?“, in: Truppendienst, Folge 278, Ausgabe 4/2004. Zugriff am 8. April 2008
  29. Iraq Coalition Casualty Count
  30. Iraq Coalition Casualty Count
  31. Operation Iraqi Freedom: Iraq Coalition Casualties: Contractors – A Partial List
  32. [1] (PDF; 391 kB)
  33. Irak: Uranmunition – das strahlende Vermächtnis, Weltspiegel am 3. Februar 2013
  34. Uranmunition im Irak: Das strahlende Vermächtnis der Alliierten, Der Spiegel am 16. Dezember 2003
  35. Schleichender Tod, Der Freitag am 17. Juli 2011
  36. IRAK: Die Kinder und der Staub, Der Spiegel am 17. Dezember 2012
    Die Kinder des Irak-Krieges: Wie schonungslos dürfen Fotos sein?, SpiegelBlog am 2. Januar 2013
  37. IPPNW: Uranmunition, Die gesundheitlichen Folgen von Uranmunition (PDF; 3,9 MB), IPPNW-Report 2012, Dezember 2012
  38. DU-Geschosse – Waffen mit abgereichertem Uran, AG Friedensforschung
  39. IAE.org: Focus Depleted Uranium, abgerufen am 4. Juli 2914.
  40. Cultural Herigtage of Iraq
  41. Art Loss in Iraq (Version vom 6. Februar 2004 im Internet Archive)
  42. Growing Use of Contractors Added to Iraq War’s Chaos – Iraq War Logs – WikiLeaks Documents. In: The New York Times, 23. Oktober 2010. 
  43. Video eines Blackwater-Kriegsverbrechens, abgerufen am 10. September 2012
  44. Stephan Bierling: Geschichte des Irakkriegs: Der Sturz Saddams und Amerikas Albtraum im Mittleren Osten. Beck, München 2010, ISBN 9783406606069, S. 84; Clemens E. Ziegler: Kosovo-Krieg der Nato 1999 und Irak-Krieg 2003: Völkerrechtliche Untersuchung zum universellen Gewaltverbot und seinen Ausnahmen. Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3631580215, S. 354; Andreas von Arnauld, Michael Staack: Sicherheit versus Freiheit? Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2009, ISBN 9783830517054, S. 15; Kai Ambos, Jörg Arnold (Hrsg.): Der Irak-Krieg und das Völkerrecht. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2004, ISBN 3830505590, S. 142
  45.  Jürgen Link: Bangemachen gilt nicht. In: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie. Nr. 58, Mai 2010, ISSN 0723-8088, S. 15 f..
  46. National Priorities Project: Cost of War.
  47. Costs of Major U.S. Wars (PDF; 155 kB), CRS Report
  48. Stephan Bierling: Geschichte des Irakkrieges. Der Sturz Saddams und Amerikas Albtraum im Mittleren Osten. C.H. Beck, München 2010, S. 217.
  49. Zeit-Artikel über Joseph Stiglitz vom 26. Februar 2008
  50. BBC-Artikel: BBC uncovers lost Iraq billions, 10. Juni 2008
  51. Forsa-Umfrage: Germans Overwhelmingly Oppose War in Iraq-Poll, 13. November 2002
  52. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Juni 2005 (PDF)
  53. BVerfG, 2 BvE 1/03 vom 7. Mai 2008
  54. BVerfG, 2 BvQ 18/03 vom 25. März 2003
  55. Matthias Gebauer: „James Bond in Jeans und Weste“ – Spiegel-Online Bericht vom 16. Januar 2006 über BND-Aktivitäten
  56. Richard Norton-Taylor: Top judge: US and UK acted as „vigilantes“ in Iraq invasion. Former senior law lord condemns „serious violation of international law“. In: The Guardian, 18. November 2008