Siebenjähriger Krieg

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Dieser Artikel behandelt den Krieg im 18. Jahrhundert. Zum Nordischen Siebenjährigen Krieg im 16. Jahrhundert siehe Dreikronenkrieg. Gelegentlich wird auch der Imjin-Krieg zwischen Japan und Korea im 16. Jahrhundert als Siebenjähriger Krieg bezeichnet.
Siebenjähriger Krieg
Datum 1756 bis 1763
Ort Mitteleuropa, Portugal, Nordamerika, Indien, Karibik und auf den Weltmeeren
Ausgang Friedensverträge von 1763. Der Status quo ante bellum wurde wiederhergestellt.
Konfliktparteien
Preussen KonigreichKönigreich Preußen Preußen
Kurfürstentum Braunschweig-LüneburgKurfürstentum Braunschweig-Lüneburg Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg
Großbritannien KonigreichKönigreich Großbritannien Königreich Großbritannien
Flag Portugal (1707).svg Königreich Portugal
Flag of Hesse.svg Landgrafschaft Hessen-Kassel
Flagge Fürstentum Schaumburg-Lippe.svg Grafschaft Schaumburg-Lippe
Romisches Reich Heiliges 1400Heiliges Römisches Reich Österreichische Habsburgermonarchie (Kaiserliche Armee)
Frankreich Konigreich 1792Frankreich Königreich Frankreich
Kurfürstentum SachsenKurfürstentum Sachsen Kurfürstentum Sachsen
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russisches Kaiserreich
SchwedenSchweden Königreich Schweden
Romisches Reich Heiliges 1400Heiliges Römisches Reich Heiliges Römisches Reich (Reichsarmee)
Allianzen und Territorien der Beteiligten des Siebenjährigen Krieges

Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) kämpften mit Preußen und Großbritannien/Kurhannover auf der einen und der kaiserlichen österreichischen Habsburgermonarchie, Frankreich und Russland sowie dem Heiligen Römischen Reich auf der anderen Seite alle europäischen Großmächte jener Zeit. Auch mittlere und kleine Staaten waren an den Auseinandersetzungen beteiligt.

Der Krieg wurde in Mitteleuropa, Portugal, Nordamerika, Indien, der Karibik sowie auf den Weltmeeren ausgefochten, weswegen er von Historikern gelegentlich auch als ein Weltkrieg angesehen wird. Während Preußen, Habsburg und Russland primär um die Vorherrschaft in Mitteleuropa kämpften, ging es für Großbritannien und Frankreich auch um die Vorherrschaft in Nordamerika und Indien. Obgleich sich auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen auch neue Strategien der Kriegsführung etabliert hatten, war doch der Siebenjährige Krieg einer der letzten Kabinettskriege.

Aus globaler Sicht ging es um das geo- und machtpolitische Gleichgewicht in Europa und um die ihm zugeordneten Kolonien; um die Einflussnahme auf die transatlantischen Seewege; um die Vorherrschaft über die außereuropäischen Stützpunkte etwa in Afrika oder Indien sowie um Handelsvorteile.

Aus preußischer Sicht[1] wurde der Siebenjährige Krieg auch als Dritter Schlesischer Krieg bezeichnet; hier standen unmittelbare territoriale Interessen zunächst im Vordergrund. In Nordamerika sprachen die Briten vom French and Indian War oder Great War for the Empire, die Franzosen vom La guerre de la Conquête. Die britische Invasion der Philippinen im Jahre 1762 hieß aus spanischer Sicht Ocupación británica de Manila.[2] Die Kampfhandlungen auf dem indischen Subkontinent werden Dritter Karnatischer Krieg genannt.

Die Kriege endeten im Jahre 1763. Die verschiedenen Kombattanten schlossen im Februar des Jahres entsprechende Friedensverträge.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

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Friedrich II. von Preußen,
Porträt von Johann Georg Ziesenis, 1763

Am 18. Oktober 1748 hatte der Frieden von Aachen den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) beendet, ohne dabei das Konfliktpotenzial zwischen den Großmächten zu beseitigen. Daraufhin bestimmten folgende Ziele die außenpolitischen Handlungen der verschiedenen Staaten:

  • Preußen hatte unter Friedrich II. die österreichische Provinz Schlesien erobert und versuchte, sie mittels eines Bündnissystems gegen eine mögliche Rückeroberung zu behaupten.
  • Österreich unter Maria Theresia verfolgte das Ziel der Rückeroberung Schlesiens. Um den Erfolg zu gewährleisten, versuchte der Kanzler Wenzel Anton Graf Kaunitz (1711–1794) zunächst, den preußischen König Friedrich II. (1712–1786) außenpolitisch zu isolieren.
  • Russland war unter der Herrschaft der Zarin Elisabeth (1709–1762) an einer Expansion nach Westen interessiert, wobei ihr Augenmerk auf Semgallen und das Herzogtum Kurland gerichtet war. Beide standen allerdings unter polnischer Oberhoheit. Elisabeth wollte Polen dafür mit Ostpreußen entschädigen. So kam ihr der Krieg gegen Preußen, für den Österreich Verbündete suchte, gerade recht.
  • Großbritannien sah in Frankreich seinen Hauptkonkurrenten und versuchte, es vor allem in den Kolonien zu schwächen. Da Georg II. in Personalunion auch Kurfürst von Hannover war, musste er zugleich versuchen, diese Herrschaft gegen einen möglichen französischen Angriff zu sichern.
  • Frankreich unter Ludwig XV. sah seinerseits in Großbritannien seinen Hauptgegner, wünschte jedoch einen Krieg noch hinauszuzögern, um sich besser vorbereiten zu können.
Maria Theresia von Österreich, Porträt von Martin van Meytens, um 1759

Im Jahre 1754 spitzte sich der britisch-französische Konflikt in Nordamerika zu, als es im Ohiotal zu ersten Gefechten kam (→ siehe: Siebenjähriger Krieg in Nordamerika). Die britische Regierung entsandte im Januar 1755 ein größeres Truppenkontingent unter General Edward Braddock (1695–1755) in die amerikanischen Kolonien,[3] woraufhin im März auch eine französische Flotte auslief. Im Sommer des Jahres kam es zu einigen Schlachten in Nordamerika (siehe: Schlacht am Monongahela) und auf See; im August begann man in Großbritannien mit der Beschlagnahmung französischer Handelsschiffe.

Da der Krieg nunmehr unausweichlich schien, suchten sowohl die französische als auch die britische Regierung Verbündete in Europa. Frankreich wünschte einen gesamteuropäischen Krieg zu vermeiden, um sich vollkommen auf Großbritannien konzentrieren zu können. Es bestand bereits ein Defensivbündnis mit Preußen, aber im August 1755 begann man auch Verhandlungen mit Österreich, um es aus dem beginnenden Krieg herauszuhalten. Dies kam den diplomatischen Bemühungen des Grafen Kaunitz sehr entgegen, dessen Ziel es war, Frankreich aus dessen Bündnis mit Preußen zu lösen. Großbritannien schloss seinerseits am 30. September einen Subsidienvertrag mit Russland, um im Bedarfsfall russische Truppen zum Schutze Hannovers zu benutzen. Gleichzeitig verhandelte es jedoch auch mit Preußen. Am 16. Januar 1756 schlossen Preußen und Großbritannien die Konvention von Westminster, in welcher beide garantierten, Norddeutschland vor fremden Truppen zu schützen. Aus der Sicht Friedrichs II. stellte dieses Abkommen keinen Affront gegen Frankreich dar, weil er noch immer glaubte, dass Frankreichs Hauptgegner Österreich sei. Gleichzeitig nahm er an, auf diese Weise dafür gesorgt zu haben, dass die russischen Truppen nicht gegen ihn handeln könnten, ohne ihre Verträge mit Großbritannien zu verletzen. Für Georg II. bedeutete der Vertrag mit Preußen dagegen den Schutz seiner Stammlande.

Am Hofe Ludwig XV. von Frankreich sah man in dem britisch-preußischen Zusammengehen ein Problem, denn damit war den französischen Truppen die Besetzung Hannovers versperrt. Das Kurfürstentum brauchte man jedoch als Faustpfand in einem Krieg gegen Großbritannien. Unter diesem Eindruck kam es am 1. Mai 1756 zum Abschluss des Vertrages von Versailles, einem Defensiv-Bündnis zwischen Österreich und Frankreich, welches auch als „Umkehrung der Allianzen“ bezeichnet wird. Frankreich würde nun Preußen in einem Krieg gegen Österreich nicht mehr beistehen. Gleichzeitig hatten österreichische Diplomaten bereits im März/April des Jahres Verbindungen zum russischen Hof geknüpft und dort die Bereitschaft für ein gemeinsames österreichisch-russisches Vorgehen gegen Preußen festgestellt. Damit war es der österreichischen Diplomatie gelungen, Friedrich II. von Preußen weitgehend zu isolieren. In einem für das Jahr 1757 geplanten Krieg zur Wiedergewinnung Schlesiens brauchte sich Österreich auf keinem anderen Kriegsschauplatz zu engagieren, konnte aber mit dem Beistand Russlands und vielleicht auch Sachsens rechnen.

In den folgenden Wochen eskalierte der Konflikt. Schon im April 1756 hatte ein französischer Verband, unter Beteiligung von Herzog Ludwig Eugen von Württemberg, die britische Insel Menorca eingenommen und Truppen auf Korsika stationiert. Daraufhin erfolgte am 17. Mai 1756 die offizielle Kriegserklärung Großbritanniens an Frankreich, die der französische Hof am 9. Juni mit einer eigenen Kriegserklärung beantwortete.[4]

Territoriale Kriegsziele[Bearbeiten]

Anders als in der „patriotischen“ preußischen bzw. österreichischen Geschichtsschreibung dargestellt, verfolgten Preußen und Österreich über eine bloße Behauptung bzw. Rückgewinnung Schlesiens hinausgehende Gebietsveränderungen.[5] Für Preußen spielte dabei die Besetzung Sachsens eine Schlüsselrolle – einerseits als Ziel einer möglichen Abrundung, andererseits als Faustpfand für Verhandlungen über andere Gebietsveränderungen.[6]

Abrundungswünsche Preußens[Bearbeiten]

Schon als Kronprinz hatte Friedrich II. in einem Brief an seinen Kammerjunker Dubislav Gneomar von Natzmer 1731 das polnische Westpreußen, das schwedische Vorpommern und Mecklenburg als Ziele zukünftiger Erwerbungen genannt.[7] In seinem (ersten) Politischen Testament von 1752 bezeichnete er zudem den Besitz Sachsens als nützliche und größtmögliche Erweiterung.[8]

Die rasche Besetzung Sachsens und die ersten Siege von 1756 und 1757 schienen Friedrich diesem Annexionswunsch näher zu bringen, doch auch nach der Rückeroberung Sachsens durch Österreich und seine Verbündeten und nach der Niederlage von Kunersdorf hielt Friedrich an den in seinem Politischen Testament formulierten Territorialplänen fest. Statt ganz Sachsen wollte er 1759 zumindest die Niederlausitz erhalten und Sachsen dafür mit Erfurt (das zum Kurfürstentum Mainz gehörte) entschädigen. Alternativ hoffte er zumindest auf eine Anwartschaft für die Inbesitznahme Westpreußens nach dem bevorstehenden Tod des kranken sächsisch-polnischen Königs August III.[9] Erst in der ausweglosen Situation des Jahres 1761 bot er einen Waffenstillstand und einen Frieden ohne Abrundungsforderungen auf der Grundlage des Vorkriegsbesitzstandes an.[10] Trotz des 1763 ohne Gebietserwerbungen zustande gekommenen Friedens wiederholte Friedrich auch in seinem (zweiten) Politischen Testament von 1768 die angestrebte Abrundung Preußens mit Sachsen und Westpreußen.[11]

Aufteilungspläne Österreichs[Bearbeiten]

Wien ging es um eine entscheidende Schwächung des Staates Friedrichs durch eine Reduzierung auf den Gebietsstand Kurbrandenburgs von 1614, also vor dem Dreißigjährigen Krieg. Pommern, nicht nur die 1679 und 1720 von Schweden erworbenen vorpommerschen Gebiete, sondern auch Hinterpommern, sollte an Schweden fallen. Magdeburg sollte an Sachsen fallen, ggf. auch Halberstadt und der Saale-Kreis (Halle), falls Sachsen im Austausch die Lausitz an das Habsburgerreich abtreten würde. Die Exklaven Kleve, Obergeldern und Mark im Westen sollten an die Kurpfalz fallen, Ostpreußen an Polen.[12]

Sonstige[Bearbeiten]

Ebenso wie Preußen ging es auch Großbritannien nicht allein um die Verteidigung seines Besitzstandes in Hannover. In Nordamerika und Indien wollte es den französischen Kolonialrivalen endgültig verdrängen, zumindest aber Louisburg und das Ohiotal erwerben.

Für französische Hilfe bei der Rückgewinnung Schlesiens war Wien bereit, die Österreichischen Niederlande Frankreich zu überlassen.[13] Russland sollte Kurland bekommen, wofür Polen ja mit Ostpreußen entschädigt werden würde.[14]

Die Kriegsparteien[Bearbeiten]

Bündnis A (Vertrag von Versailles und Erweiterungen)[Bearbeiten]

Territorium von bis
Kaiserliche“ bzw. Habsburgermonarchie (Vertrag von Versailles) 1756 1763
Königreich Frankreich (Vertrag von Versailles) 1756 1763
Kurfürstentum Sachsen 1756 1763
Russisches Kaiserreich 1757 1761
Heiliges Römisches Reich: Reichsexekution durch „Reichsarmee 1757 1763
Königreich Schweden 1757 1763
Königreich Spanien („Bourbonischer Hausvertrag“ mit Frankreich) 1761 1763
Herzogtum Parma („Bourbonischer Hausvertrag“ mit Frankreich) 1761 1763
Königreich Neapel und Königreich Sizilien („Bourbonischer Hausvertrag“ mit Frankreich) 1761 1763

Bündnis B (Konvention von Westminster und Erweiterungen)[Bearbeiten]

Territorium von bis
Preußen (Konvention von Westminster) 1756 1763
Königreich Großbritannien und Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg („Kurhannover“) (Konvention von Westminster) 1756 1763
Königreich Portugal 1756 1763
Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel 1756 1763
Landgrafschaft Hessen-Kassel 1756 1763
Herzogtum Sachsen-Gotha und Altenburg 1756 1763
Grafschaft Schaumburg-Lippe (Bückeburg) 1756 1763

Verlauf[Bearbeiten]

Europa zur Zeit des Siebenjährigen Krieges

Der Auftakt kämpferischer Auseinandersetzungen datiert auf den April 1756. Die französische Armee unter Louis-Charles-Auguste Fouquet de Belle-Isle plante schon im Februar 1756 eine Doppelstrategie: einerseits wurde eine Invasion der Britischen Inseln vorbereitet und andererseits wollte man vom Seeweg aus die unter britischem Protektorat stehende Balearen-Insel Menorca attackieren. Hatte doch der Frieden von Utrecht, der 1713 den Spanischen Erbfolgekrieg beendete, die Balearen-Insel Menorca dem Königreich Großbritannien zugesprochen. Unter der nautischen Leitung von Roland-Michel Barrin de La Galissonière im Rang eines lieutenant général des armées navales zogen zwölf Linienschiffe, drei Fregatten und insgesamt 173 Transporteinheiten mit 25 Infanteriebataillonen – alles zusammen in einer Truppenstärke von etwa 15.000 Mann – vor dem Château de Saint Philippe am menorquinischen Stützpunkt Port Mahon zusammen.

Die Schlacht von Menorca, Bataille de Minorque (1756), am 20. Mai 1756. La Galissonière siegte in dieser Schlacht, John Byng zog sich zurück.
Der Aufbruch der französischen Flotte zur Invasion von Port Mahon am 10. April 1756, von Nicolas Ozanne

Der Angriff am 10. April 1756 wurde dem Marschall Louis François Armand de Vignerot du Plessis übertragen, sein Gegner war der Brite William Blakeney (1672–1761) mit etwa 5000 Mann. Admiral John Byng scheiterte am 10. Mai des gleichen Jahres mit einer Flotte aus 17 Schiffen dabei, den Belagerungsring in der Seeschlacht vor Port Mahon zu durchbrechen. Die französische Belagerung bzw. Eroberung war erfolgreich – am 28. Juni musste Blakeney kapitulieren. Admiral Byng wurde vor ein britisches Kriegsgericht gestellt und am 14. März 1757 wegen Missachtung der Fighting Instructions zum Tode verurteilt. In der Folge der britischen Niederlage erklärte Großbritannien am 18. Mai 1756 offiziell Frankreich den Krieg.[15]

Im Juni 1756 erhielt Friedrich II. durch seine Spione an den europäischen Höfen Kenntnis von der Annäherung zwischen Frankreich und Russland sowie von russischen Truppenbewegungen. Außerdem bekam er Abschriften der Pariser und Petersburger Verträge, die die Allianz zwischen Österreich, Russland, Frankreich und Sachsen dokumentierten. Daraufhin befahl Friedrich die Mobilisierung seiner Regimenter in Ostpreußen und Schlesien, um dem drohenden Angriff von mehreren Seiten durch einen Einmarsch in Sachsen zuvorzukommen. Die Besetzung Sachsens hatte für Preußen einen militärischen und einen wirtschaftlichen Hintergrund (siehe Ephraimiten und Münzstätte Leipzig: Unter preußischer Besatzung). Militärisch gesehen versuchte Friedrich II. mit dem Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz einen natürlichen Grenzwall zur österreichischen Provinz Böhmen zu gewinnen. Außerdem konnte Friedrich durch die Besetzung die benötigten Kriegsmaterialien, wie Kanonen, Munition usw. die Elbe von Magdeburg hinauf transportieren. Wirtschaftlich sollte das wohlhabende Sachsen die Kriegskassen des preußischen Königs füllen. Nach der zügigen Besetzung Sachsens wollte Friedrich in Böhmen einrücken. Dort sollte die Einnahme Prags die dauerhafte Unterbringung der preußischen Streitkräfte auf gegnerischem Territorium ermöglichen und Maria Theresia zu Friedensverhandlungen zwingen. Bei einem solchen Erfolg wäre dann nicht mehr zu erwarten gewesen, dass Russland im folgenden Jahr Preußen allein angreifen würde.

Militärische Operationen in Europa im Jahre 1756

1756[Bearbeiten]

Sachsen/Böhmen[Bearbeiten]

Am 29. August 1756 überschritt die preußische Armee ohne vorherige Kriegserklärung die Grenze Sachsens.[16] Die sächsische Armee unter der Führung von Graf Rutowski wurde überrascht und sammelte sich in einem Lager bei Pirna, wo die preußische Armee sie am 10. September einschloss. Schon am 9. September hatte die preußische Armee Dresden kampflos besetzt. Rutowski weigerte sich jedoch zu kapitulieren, weil er damit rechnete, dass ihn die österreichische Armee bald entsetzen würde. Als diese unter dem Kommando des Feldmarschall Browne tatsächlich Ende September nahte, zog Friedrich II. ihr mit einer Hälfte seiner Armee entgegen (die andere belagerte weiterhin das sächsische Heerlager). Am 1. Oktober 1756 kam es zur Schlacht bei Lobositz in Böhmen. Die Schlacht endete mit einem preußischen Sieg, wodurch die Österreicher die eingeschlossenen Sachsen nicht mehr erreichen konnten. Daraufhin mussten die sächsischen Truppen am 16. Oktober 1756 kapitulieren. Sie wurden zunächst in preußische Dienste gepresst, desertierten jedoch größtenteils im folgenden Frühjahr. Somit war nur die Besetzung Sachsens erreicht worden, während das Konzept eines entscheidenden Schlages gegen Österreich gescheitert war.

Nordamerika[Bearbeiten]

Englisches und französisches Territorium in Nordamerika vor Beginn des Krieges

Der britisch-französische Gegensatz in den nordamerikanischen Kolonien hatte bereits im Vorjahr zu größeren Kampfhandlungen geführt. Im Jahre 1756 ergriffen die Franzosen unter Marquis de Montcalm die Offensive. Am 15. August 1756 eroberten sie das wichtige britische Fort Oswego und brachten somit das ganze Gebiet um den Ontariosee unter ihre Kontrolle. Die regulären Verbände stellten die Besatzung der französischen Forts, so dass für weitere offensive Operationen nur Milizen und Krieger verbündeter indigener Indianerstämme zur Verfügung standen. Deshalb beschränkte sich das weitere französische Vorgehen auf den Kleinkrieg, während die Briten ihre Truppen sammelten, ohne jedoch selbst offensiv zu werden.

1757[Bearbeiten]

Militärische Operationen in Europa im Jahre 1757

Die Situation stellte sich für Friedrich II. zu Beginn des Jahres 1757 ungünstig dar. Am 17. Januar wurde der Reichskrieg gegen Preußen erklärt, da dieses durch den Angriff auf Sachsen Landfriedensbruch begangen habe. Die Reichstruppen würden also als weiterer Gegner Preußens auf den Plan treten. Nur Tage später, am 22. Januar, unterzeichneten Russland und Österreich einen Allianzvertrag, dem am 1. Mai ein französisch-österreichisches Offensivbündnis folgte. Zusätzlich zum schon lang erwarteten Angriff der Russen und zum Krieg gegen Österreich würden also auch Truppen Frankreichs, als Garantiemacht des Westfälischen Friedens, in Deutschland einrücken, um gegen Preußen vorzugehen und gleichzeitig Hannover als Faustpfand im Krieg gegen Großbritannien zu gewinnen. Die Briten befanden sich in Nordamerika und Indien unter Druck und konnten kaum wirksam für den Schutz Hannovers sorgen. Aus diesem Grund stellten die mit Preußen und Großbritannien verbündeten deutschen Fürstentümer eine Armee auf, die sogenannte Observationsarmee, die gegen die französischen Streitkräfte operieren sollte.

Böhmen/Schlesien[Bearbeiten]

August Querfurt: Schlacht bei Kolin (Heeresgeschichtliches Museum Wien)

Friedrich II. nahm sein strategisches Konzept des Vorjahres noch einmal auf, zunächst Prag einzunehmen und so einen entscheidenden Schlag gegen Österreich zu führen. Im April rückten die preußischen Truppen von mehreren Seiten in Böhmen ein, wo es am 6. Mai zur Schlacht bei Prag kam. Zwar siegten die Preußen, doch ein Großteil der österreichischen Armee rettete sich in die Festung. Während Friedrich mit der Belagerung derselben begann, zog von Süden her ein österreichisches Entsatzheer unter Feldmarschall Graf Daun heran. Friedrich II. stellte sich diesem mit der Hälfte seiner Truppen (die andere belagerte Prag) in der Schlacht von Kolin am 18. Juni entgegen, wurde dabei jedoch schwer geschlagen. Als Folge dieser Niederlage mussten die Preußen ganz Böhmen räumen und nach Sachsen zurückweichen. In den folgenden Monaten manövrierten die gegnerischen Heere ergebnislos umeinander, bis Friedrich II. durch den Anmarsch der Reichsarmee in Thüringen gezwungen war, mit einem großen Teil seiner Truppen dorthin zu eilen. Die nunmehr überlegenen Österreicher griffen die preußischen Truppen unter dem Herzog von Braunschweig-Bevern am 7. September in der Schlacht von Moys an und zwangen sie zum Rückzug. Nach einer weiteren Schlacht von Breslau am 22. November sowie der Einnahme der Festungen Schweidnitz und Breslau befand sich Ende November der größte Teil Schlesiens wieder unter österreichischer Kontrolle. In diesem Zeitraum gelang es dem österreichischen General Andreas Hadik von Futak auch mit einer Abteilung Husaren, für einen Tag (16. Oktober) Berlin zu besetzen, bevor er sich wieder zurückzog. Anfang Dezember traf jedoch die preußische Hauptarmee unter Friedrich II. wieder in Schlesien ein. Er griff die österreichische Armee in der Schlacht von Leuthen am 5. Dezember an und schlug sie entscheidend. Diese zog sich nach Böhmen zurück, während die Preußen bis zum April 1758 die schlesischen Festungen zurückeroberten. Damit war die Ausgangssituation vom Beginn des Jahres weitgehend wieder hergestellt.

Mitteldeutschland[Bearbeiten]

Französisches Truppenlager am 24. und 25. Juli 1757 an der Weser, unmittelbar vor der Schlacht bei Hastenbeck. Kupferstich „Nr. 24“ von Jakobus van der Schley

Im Juni griffen auch die Franzosen an. Sie entsandten eine Armee nach Norddeutschland, welche die preußischen Länder am Rhein besetzte und anschließend gegen Hannover vorging. Am 26. Juli 1757 schlugen die französischen Truppen unter Führung des Marschalls d’Estrées die aus Kontingenten der deutschen Kleinstaaten bestehende Observationsarmee unter dem Herzog von Cumberland in der Schlacht bei Hastenbeck. Die Observationsarmee zog sich an die Nordsee zurück, wo sie sich in der Konvention von Kloster Zeven für neutral erklärte. Damit stand im Spätsommer für die Franzosen der Weg nach Berlin offen. Da sie aber kein Interesse daran hatten, Preußen gegenüber Österreich zu sehr zu schwächen, begnügten sie sich mit der Besetzung der mit Preußen verbündeten Fürstentümer. Marschall d’Estrées wurde nach einigen Intrigen in Versailles durch den Herzog von Richelieu ersetzt.

Gleichzeitig begann im August auch die Reichsexekutionsarmee mit ihren Operationen in Thüringen gegen das sächsische Gebiet. Die Armee bestand aus einem französischen Korps unter dem Prinzen von Soubise und den Reichstruppen unter dem Herzog von Sachsen-Hildburghausen, der auch den Oberbefehl führte. Gegen diese Armee rückte Friedrich II. von Schlesien heran und schlug sie am 5. November 1757 vernichtend in der Schlacht bei Roßbach. Die Reichsarmee trat in den folgenden Jahren nicht mehr als eigenständiger Verband in Erscheinung. Friedrich II. setzte sich mit der preußischen Hauptarmee wieder nach Schlesien in Bewegung, um dort dem österreichischen Vordringen zu begegnen (→ siehe oben).

Ostpreußen[Bearbeiten]

Zur Verteidigung Ostpreußens hatte Friedrich II. den erfahrenen Generalfeldmarschall Johann von Lehwaldt mit 30.000 Mann vorgesehen. Am 1. Juli griff eine ca. 100.000 Mann starke russische Armee unter General Stepan Fjodorowitsch Apraxin an. Sie nahm nach kurzer Belagerung die Festung Memel am 5. Juli ein. Das nächste Etappenziel war Königsberg. Dabei stellte sich das preußische Korps des Generalfeldmarschalls Lehwaldt dem russischen Vormarsch entgegen. In der Schlacht bei Groß-Jägersdorf wurde es am 30. August geschlagen. Trotzdem war die russische Versorgungslage ohne den Hafen von Königsberg so schlecht, dass General Apraxin sich wieder aus Ostpreußen zurückzog. Nur in Memel verblieb eine Besatzung.

Ostseeküste[Bearbeiten]

Historische Karte des Herzogtums Pommern aus dem 17. Jahrhundert

Schweden hatte sich 1757 der antipreußischen Koalition angeschlossen und bemühte sich bis Kriegsende erfolglos um die Wiedereroberung Stettins. Die Kampfhandlungen auf dem Kriegsschauplatz in Schwedisch-Pommern, Preußisch-Pommern, dem nördlichen Brandenburg und dem östlichen Mecklenburg, bei denen es nie zu einer Schlacht kam, bezeichneten die Schweden als Pommerska kriget (Pommerscher Krieg).

Am 12. September 1757 griffen die Schweden von Stralsund aus Preußen an. Sie eroberten die schwach verteidigten Orte Pasewalk, Ueckermünde und Swinemünde. Daraufhin beorderte Friedrich II. das Korps des Generalfeldmarschalls Lehwaldt aus Ostpreußen heran (die Russen hatten sich bereits zurückgezogen), um gegen die Schweden zu operieren. Lehwaldt eroberte bis zum Jahresende Wollin, Anklam und Demmin, während sich die Schweden zurückzogen und nur Stralsund besetzt hielten.

Nordamerika[Bearbeiten]

Marquis de Montcalm setzte seine Strategie fort, die wichtigsten britischen Forts zu zerstören, um so einer britischen Offensive von diesen Forts aus vorzubeugen. Ziel des Angriffs war Fort William Henry am Lake George. Die Briten kapitulierten nach einigen Tagen Belagerung am 9. August gegen freien Abzug. Die indianischen Verbündeten der Franzosen hielten sich nicht an die Vereinbarungen und überfielen die britischen Truppen, was als Fort William Henry-Massaker bekannt wurde. Die Briten sammelten unterdessen Truppen auf der Kap-Breton-Insel für einen Angriff auf die Festung Louisbourg, der jedoch verschoben wurde.

1758[Bearbeiten]

Friedrich II. plante mit der überraschenden Belagerung von Olmütz einen Weg ins österreichische Kerngebiet zu eröffnen. Durch den Überfall bei Domstadtl wurde ein großer preußischer Versorgungskonvoi zerstört. Dies zwang die Preußen zum Rückzug aus Mähren.

Anfang des Jahres besetzten russische Truppen unter Graf Wilhelm von Fermor erneut Ostpreußen, drangen in die Neumark ein und beabsichtigten, sich mit den Österreichern, die aus Böhmen vormarschieren sollten, zu vereinigen. Dies konnte Friedrich in der Schlacht von Zorndorf verhindern. Die Russen zogen sich bis Jahresende hinter die Weichsel zurück, blieben aber in Ostpreußen. Ihr Rückzug veranlasste Schweden, seinen Einfall in die Mark Brandenburg abzubrechen.[17] Unter Ausnutzung der Abwesenheit des preußischen Hauptkontingents gelang es österreichischen Truppen, fast ganz Schlesien zu besetzen.

Außerdem drangen im Spätsommer österreichische Truppen unter Graf Leopold Joseph von Daun in Südsachsen ein, schlugen die Preußen in der Schlacht von Hochkirch und versuchten Dresden zu nehmen, was aber nicht gelang. Ende November zogen sie sich nach Böhmen zurück. Im Gegenzug drang eine preußische Armee in Mähren bis Olmütz vor und belagerte die Stadt. Durch die seit dem Österreichischen Erbfolgekrieg verstärkten Mauern konnte dieses Mal die Festung Olmütz, anders als im Jahr 1741, von den österreichischen Truppen erfolgreich verteidigt werden.

Großbritannien sagte Preußen in einer Vereinbarung vom 11. April 1758 finanzielle Mittel von 4,5 Millionen Talern sowie die Aufstellung eines neuen Heeres in Kurhannover zu.[18] Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel konnte die Franzosen in der Schlacht von Rheinberg am 12. Juni 1758 und in der Schlacht bei Krefeld schlagen und kontrollierte zum Jahresende das gesamte rechtsrheinische Gebiet.

In Nordamerika besiegten die Franzosen am 18. Juli ein zahlenmäßig weit überlegenes Heer der Briten in der Schlacht von Ticonderoga 1758.

„Affaire de Meer“: In der Schlacht bei Mehr (heute Mehrhoog) am 5. August 1758 schlugen die Preußen unter General Philipp von Imhoff die Franzosen. Das Bataillon Stolzenberg traf die Franzosen in der Flanke. Hierdurch kam es zum siegreichen Ausgang der Schlacht bei Mehr, bei der 3.000 Preußen fast 10.000 Franzosen schlugen. Heute noch erinnert an jener Stelle ein Obelisk an diese Schlacht mit der Inschrift: „Deutschlands tapferen Kriegern, welche hier unter General von Imhoff am 5. August 1758 die Franzosen schlugen. Errichtet am 5. August 1858 durch die Bewohner von Haffen und Mehr“. Das französische Heer floh zurück in die von ihm besetzte Stadt Wesel.

1759[Bearbeiten]

Durch den hohen Blutzoll der vorherigen Kriegsjahre war Preußen zu offensiven Aktionen nicht mehr in der Lage, vielmehr hatte es mit Angriffen auf das preußische Kernland zu kämpfen. Erneut versuchten die Russen unter Saltykow und Österreicher unter Leopold Joseph Graf Daun eine Vereinigung ihrer Truppen zu erreichen, um Friedrich gemeinsam zu schlagen. Diese Vereinigung gelang diesmal bei dem Ort Kunersdorf (östlich von Frankfurt (Oder)), nachdem die Russen aus Ostpreußen – ein preußischer Verband, der sich ihnen entgegengeworfen hatte, war am 23. Juli in der Schlacht bei Kay geschlagen worden – und die Österreicher über Schlesien angerückt waren. Friedrich erlitt bei einem Angriff auf das Lager der nunmehr Verbündeten in der Schlacht von Kunersdorf (12. August) eine katastrophale Niederlage, das preußische Heer löste sich zwischenzeitlich auf.

Die Russen, Österreicher und Franzosen nutzten jedoch wegen wachsender Widersprüche innerhalb des Bündnisses nicht die Gunst der Stunde, um nach Berlin vorzurücken. Friedrich bezeichnete diesen Umstand, der dem preußischen Staat die Existenz rettete, in einem Brief an seinen Bruder Heinrich als das „Mirakel des Hauses Brandenburg“. Die Russen zogen sich im Herbst in ihre Ausgangsstellung zurück und die Österreicher rückten auf den sächsischen Kriegsschauplatz ab. Dort hatte im Sommer die Reichsarmee unter Ausnutzung der Abwesenheit preußischer Truppen fast ganz Sachsen inklusive Dresden besetzt. Nach Vereinigung der Reichsarmee mit den Österreichern kam es hier am 20. November zu einem Zusammentreffen mit einem preußischen Kontingent im Gefecht von Maxen, das zum Einschluss der preußischen Truppen führte. Der preußische General von Finck kapitulierte daraufhin einen Tag später und wurde mit rund 14.000 Mann gefangen genommen.

Auf dem westdeutschen Kriegsschauplatz blieb bis zum Jahresende der Status quo weitgehend erhalten, einen Vorstoß des Herzogs von Braunschweig zum Rhein wehrten die Franzosen am 13. April in der Schlacht bei Bergen ab. Der darauf folgende Vorstoß des französischen Hauptkontingents nach Hannover wurde von den preußischen Verbündeten in der Schlacht bei Minden (1. August) abgewiesen.

Am 12. Oktober 1759 wurde in Bütow in Hinterpommern ein vorläufiges Abkommen über den Austausch russischer und preußischer Kriegsgefangener unterzeichnet.[19]

1760[Bearbeiten]

Auch 1760 war Preußen angesichts der eigenen Schwäche vorrangig darauf bedacht, seine eigenen sowie die eroberten Gebiete zu halten. Die 1759 sehr erfolgreichen alliierten Truppen im Westen mussten die Preußen bis Anfang Februar mit 10.000 Mann gegen die Reichsarmee unterstützen; dies schwächte Herzog Ferdinand gegen Frankreich.

Österreich wollte zunächst Schlesien wiedergewinnen und zusammen mit den Russen die preußischen Kräfte vernichten. Dementsprechend fielen österreichische Truppen unter von Laudon in Schlesien ein, eroberten wichtige Festungen und schlugen ein preußisches Korps bei Landeshut vernichtend. Gleichzeitig versuchte Friedrich vergeblich, mit starken Kräften Dresden zurückzugewinnen, was zu erheblichen Zerstörungen in der Innenstadt führte.

Der französische Sieg am 28. April gegen die Briten in Quebec in der Schlacht bei Sainte-Foy änderte nichts mehr an der absehbaren französischen Gesamtniederlage in Kanada.

In Westdeutschland standen die Alliierten nur noch im östlichen Westfalen mit sehr reduzierten Kräften in Winterquartieren. Die Franzosen lagen am Niederrhein und im südlichen Hessen. Erst im Juni vereinigten sich die französischen Korps in Hessen-Kassel. Der alliierten Niederlage bei Korbach stand ein französischer Verlust bei Emsdorf gegenüber. Trotz des Sieges der alliierten Truppen im paderbornischen Warburg konnten sich die Franzosen in Hessen-Kassel behaupten.

Als österreichische Entsatztruppen unter Daun Dresden entgegenstrebten und Friedrich von den Entwicklungen in Schlesien alarmiert wurde, zog er dorthin ab und Daun folgte ihm. Beiden österreichischen Armeen, die am 15. August von Friedrich angegriffen wurden, gelang eine Vereinigung bei Liegnitz. Den preußischen Truppen gelang ein Sieg und damit die Verbindung zu Truppen unter Prinz Heinrich, der dadurch die russischen Kräfte auf Distanz halten konnte.

Diese Erfolge wurden schnell relativiert, denn den Gegnern Preußens gelang gleichzeitig die Rückeroberung Sachsens durch die Reichsarmee und die kurzzeitige Besetzung Berlins durch die Russen unter Tottleben und Tschernyschew und Österreicher unter Lacy. Friedrich gelang am 3. November in der Schlacht bei Torgau noch einmal ein Befreiungsschlag, indem er die ihm folgenden österreichischen Kräfte unter Daun besiegte und nach Sachsen zurückdrängte. Trotzdem war die Lage Preußens katastrophal, unter anderem waren Ostpreußen, Sachsen und Schlesien in der Hand des Gegners.

Schwedische Truppen setzten sich gleichzeitig im preußischen Teil Pommerns (ein Teil Vorpommerns war seit dem Dreißigjährigen Krieg schwedisch) fest. Im Herbst wurden alliierte Truppen in der Schlacht bei Kloster Kampen von den Franzosen am Rhein geschlagen.

1761[Bearbeiten]

Erneut war Schlesien Kriegsschauplatz. Gegen die anrückenden und sich vereinigenden Österreicher (unter Laudon) und Russen bezog Friedrich II. ein verschanztes Lager in der Nähe von Bunzelwitz. Das preußische Heer stand mit 50.000 Soldaten gegen 132.000 Soldaten der verbündeten Österreicher und Russen. Friedrich II. bemühte sich intensiv um ein gegen Russland und Österreich gerichtetes Bündnis mit dem Türkischen Reich. Schon im Jahre 1755 hatte er den Türkeikenner Gottfried Fabian Haude unter dem Decknamen eines „Geheimen Kommerzienrates Karl Adolf von Rexin“ nach Istanbul geschickt.[20] Dieser erreichte dort später zwar keinen Kriegseintritt der Türkei, jedoch 1761 erstmals den Abschluss eines „Freundschafts und Handelsvertrags“ mit Preußen.[21]Von November 1763 bis Mai 1764 hält sich eine osmanische Gesandtschaft unter der Leitung des Großwesirs Koca Mehmed Ragıp Paşa (1698–1763) in Berlin auf.[22]

Das Lager von Bunzelwitz konnte den ganzen Sommer gegen die mit Versorgungsschwierigkeiten kämpfenden Verbündeten gehalten werden. Die Russen zogen im September zermürbt ab, aber auch die Preußen, so dass die wichtige Festung Schweidnitz zusammen mit Oberschlesien in die Hände der Österreicher fiel.

In Hinterpommern eroberten die Russen Kolberg, aber in Vorpommern gelang es den Preußen, sich gegen die Schweden zu behaupten. Auf dem westdeutschen Kriegsschauplatz passierte wenig, was insbesondere an der schwindenden Kraft des französischen Staates lag.

So hatte Preußen in diesem Jahr Glück, dass die Alliierten zu keinem entscheidenden Schlag in der Lage waren. Dennoch war die Lage Preußens weiterhin kritisch. Hinzu kam noch, dass die britische Regierung nach dem Sturz von William Pitt im Dezember die Subsidienzahlungen einstellte.

1762[Bearbeiten]

Übersichtskarte zur Geschichte des Feldzugs des Herzogs Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel im Jahre 1762

Entlastung erlangte Friedrich schließlich durch ein Ereignis, das oft fälschlicherweise mit seinem damals schon zwei Jahre alten Wort vom „Mirakel des Hauses Brandenburg“ in Zusammenhang gebracht wird: Die Zarin Elisabeth starb am 5. Januar, ihr Neffe Peter III. trat daraufhin die Nachfolge an. Nachdem er den preußischen Hohen Orden vom Schwarzen Adler verliehen bekommen hatte, schloss Peter III., ein Bewunderer Friedrichs, am 5. Mai in St. Petersburg einen Friedens- und Bündnisvertrag mit Preußen (Frieden von Sankt Petersburg) und stellte diesem ein Kontingent zur Verfügung; dem Friedensvertrag schloss sich Schweden am 22. Mai im Frieden von Hamburg an. Nach Peters Sturz löste Katharina die Große das Bündnis auf, beließ es aber beim Frieden. Durch die frei werdenden Kräfte erstarkt, versuchte Friedrich die Österreicher aus Schlesien und Sachsen zu verdrängen. Es gelang ihm, Daun bei Burkersdorf zu schlagen und Schweidnitz zu besetzen. Bei Freiberg kam es schließlich zur letzten Schlacht zwischen Österreich und Preußen. Die Preußen unter Prinz Heinrich siegten, womit ihnen die Rückgewinnung Sachsens gelang.

Im Sommer stießen französische Truppen letztmals nach Nordhessen vor, die jedoch am 24. Juni in der Schlacht bei Wilhelmsthal (heute zur Gemeinde Calden gehörend) und am 23. Juli in der Schlacht bei Lutterberg mit Kriegsschauplätzen dies- und jenseits der Fulda bei Lutterberg (heute zu Staufenberg in Niedersachsen zählender Gemeindeteil) und nahe Knickhagen (heutiger Gemeindeteil des hessischen Fuldatal) am Fulda-Zufluss Osterbach verlustreich besiegt wurden. Ein letzter französischer Versuch, doch noch über Nordhessen bis Hannover durchzustoßen, scheiterte mit der Schlacht an der Brücker Mühle am 21. September 1762, als ihnen der Übergang über die Ohm bei Amöneburg verwehrt wurde.

Auf der Iberischen Halbinsel scheiterte eine spanische Invasion Portugals (Guerra Fantástica). Im Mai waren Spanier von Galicien aus in Nordportugal eingefallen und hatten Braganca besetzt, von Zamora aus vorstoßende Truppen eroberten im August die portugiesische Grenzstadt Almeida. Im Gegenzug besetzten die durch ein britisches Kontingent unter Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe verstärkten Portugiesen die spanische Grenzstadt Valencia de Alcantara. In Übersee fielen nach der Belagerung von Havanna und der Einnahme von Manila zwei strategische spanische Schlüsselstellungen an die Briten. Nach weiteren kleineren, zumeist erfolglosen Angriffen beider Seiten wurde Ende November 1762 ein Waffenstillstand zwischen Spaniern, Portugiesen und Briten vereinbart.

Der Krieg in den Kolonien[Bearbeiten]

Unter Robert Clive eroberten die Briten die französischen Besitzungen in Indien (→ Dritter Karnatischer Krieg). Der Krieg fand somit auch auf dem indischen Subkontinent statt, genauer: zwischen den Truppen der Britischen Ostindien-Kompanie und französischen Streitkräften.

In Nordamerika begannen die Feindseligkeiten (→ Siebenjähriger Krieg in Nordamerika) bereits 1754. Nach anfänglichen Rückschlägen (französischer Sieg in der Schlacht am Monongahela 1755) eroberten die Briten erst das Ohiogebiet, stießen dann zu den Großen Seen vor und begannen schließlich die Invasion Kanadas. Durch die Vernichtung der französischen Flotte in zwei Seeschlachten wurde Québec von Europa abgeschnitten. Die Briten eroberten daraufhin 1759 Québec und 1760 Montreal.

Am 23. September 1762 landeten in Manila britische Truppen und begannen die britische Invasion der Philippinen.[23] Bei der darauffolgenden Schlacht um Manila wurden große Teile der Stadtfestung Intramuros zerstört. Die britische Operation endete erst im Februar 1764 mit der Rückgabe Manilas an die Spanier.[24] In der Ilocos Region, im Nordwesten des Landes auf der Hauptinsel Luzon, nutzen einheimische Rebellen unter Diego Silang die Möglichkeit zum Aufstand gegen die Besatzung.

Das Königreich Großbritannien eroberte während des Siebenjährigen Krieges am 30. April 1758 die Handelsniederlassungen im französischen Senegal.[25]

Die Friedensverträge von 1763[Bearbeiten]

Großbritannien und Portugal schlossen am 10. Februar den Frieden von Paris mit Frankreich und Spanien.

Am 15. Februar 1763 wurde der Frieden von Hubertusburg zwischen Preußen und seinen Gegnern geschlossen. Der Status quo ante bellum wurde wiederhergestellt.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Politische Folgen[Bearbeiten]

Das bettelnde Soldatenweib, Kupferstich von Daniel Chodowiecki, 1764

Preußen hatte sich durch den Krieg als fünfte Großmacht im europäischen Mächtekonzert etabliert.[26] Der mit den Schlesischen Kriegen begonnene Gegensatz zu Österreich blieb, von der Phase der gemeinsamen Gegnerschaft zu Napoléon abgesehen, bis zum Krieg von 1866 für die deutsche Politik grundlegend (Deutscher Dualismus) und mündete bald darauf in den Bayerischen Erbfolgekrieg.

Frankreich, das durch den Krieg schwer verschuldet war, misslang der Erwerb der Österreichischen Niederlande (heute Belgien), die von Österreich als Kompensation für die Hilfe bei der Wiedergewinnung Schlesiens zugesagt waren. Die Friedensbestimmungen brachten ferner den Verlust des größten Teils des ersten französischen Kolonialreiches mit sich. So mussten alle nordamerikanischen Besitzungen östlich des Mississippi und alle indischen Besitzungen und Einflusszonen bis auf isolierte Siedlungen an die Briten abgetreten werden. Der sich daraus speisende französische Revanchismus war ein Grund für die Unterstützung der rebellierenden Kolonien im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Nicht zuletzt aber war die seit dem Siebenjährigen Krieg nicht mehr zu bewältigende Staatsverschuldung in Frankreich auch eine der Ursachen für den Ausbruch der Französischen Revolution.

Großbritannien war seit dem Krieg verstärkt in die europäische Kontinentalpolitik involviert. In Nordamerika wurden die neu erworbenen Gebiete zwischen Allegheny Mountains und Ohio beziehungsweise Mississippi zum Schutz der dort lebenden und im Krieg mit Großbritannien verbündeten nordamerikanischen Indianergesellschaften nicht zur Besiedlung freigegeben. Das und die neuen Steuern, durch welche die Siedler in den Kolonien an den Kosten des Krieges beteiligt werden sollten, führte zu Konflikten mit der Kolonialmacht, die schließlich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gipfelten.

Wirtschaftliche Folgen[Bearbeiten]

Für die Bevölkerung der beteiligten Staaten in den Kriegsgebieten hatte der Krieg zum Teil katastrophale Auswirkungen. Der Verlust an Soldaten war immens – so verlor allein Preußen 180.000 Mann. Auch die Zivilbevölkerung wurde dezimiert, insbesondere in den am stärksten betroffenen Gebieten wie Sachsen oder Pommern. Sachsen hatte als von Preußen besetztes Gebiet auch sehr stark unter Plünderungen, Zwangsrekrutierungen und Kontributionszahlungen zu leiden.[27]

Für das Königreich Großbritannien wurden die Kriegsausgaben mit 161 Millionen Pfund umgerechnet 1932 Millionen Livre beziffert, für Frankreich 700 Millionen Livre und für Preußen wurden 120 Millionen Reichstaler umgerechnet 360 Millionen Livre errechnet.[28]

Étienne de Silhouette war französischer Generalkontrolleur der Finanzen, contrôleur général des finances unter Ludwig XV. Er hatte diese administrative Funktion vom 4. März bis zum 21. November 1759 inne. Er sollte die durch den Siebenjährigen Krieg zerrütteten Finanzen wieder in Ordnung bringen. Nachdem er allerdings Steuern auf Land und andere Zeichen von Wohlhabenheit für reiche Adlige eingeführt – Adel und Kirche wurden damals nicht besteuert – Pensionen der Adligen gekürzt sowie andere Maßnahmen wie das Einschmelzen von Gold- und Silberwaren unter Kriegsrecht durchgesetzt hatte, erntete er heftige Opposition und wurde am 21. November 1759 von seinem Amt wieder entbunden. Sein Nachfolger im Amt wurde Henri-Léonard Bertin.[29]

Mit dem Beginn des Krieges wurde in Frankreich ein zweites Mal eine Vingtième oder Zwanzigste eingesetzt. Ursprünglich vom Generalkontrolleur der Finanzen contrôleur général des finances Jean Baptiste de Machault d’Arnouville eingeführt, war sie eine direkte Steuer des absolutistischen Ancien Régimes. Im Verlaufe des Krieges wurde 1760 eine dritte Vingtième eingeführt. Bei Kriegsende 1763 entfiel die letzte Vingtième, während die beiden anderen ersetzt wurden.

Der Siebenjährige Krieg, so der spätere Finanzminister unter Ludwig XV. und Generaldirektor der Finanzen, Jacques Necker, stürzte das Königreich Frankreich nach drei Jahren Kampf in die Insolvenz (Oktober 1759).[30]

Bevölkerungspolitische Auswirkungen[Bearbeiten]

Obgleich der Siebenjährige Krieg nicht zu den lang andauernden militärischen Auseinandersetzungen zählte, waren doch enorme Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. Allein für den europäischen Kriegsschauplatz werden insgesamt 550.000 Gefallene und durch die Kampfhandlungen tödlich Verwundete registriert. Schlüsselt man die Zahlen der gefallenen Kriegsteilnehmer nach einzelnen Nationen auf, so ergeben sich für Preußen 180.000,[31] für Österreich 140.000, für Russland 120.000, für Frankreich 70.000 und 40.000 für das Königreich Großbritannien und den restlichen Nationen, wie den deutschen Fürstentümern, Schweden, Spanien und Portugal. Hingegen lagen die Zahlen für die nicht kämpfende Beteiligten oder der Zivilbevölkerung etwa für Preußen bei 320.000 Menschen und für Österreich bei 160.000 Zivilisten.[32]

Rezeption in der Kunst[Bearbeiten]

Zu den Friedensfeiern des Jahres 1763 entstanden zahlreiche Kompositionen. Erhalten hat sich zum Beispiel ein oratorienartiges „Sing-Gedicht“ von Georg Philipp Telemann, das „bey dem Hamburgischen Friedens-Feste“ aufgeführt wurde, mit dem Titel Gott, man lobt dich in der Stille (TVWV 14:12).

1763 begann Lessing mit dem Schreiben des Lustspiels Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück, das 1767 erschien und aufgeführt wurde. Das Stück spielt in der Zeit unmittelbar nach dem Krieg und behandelt das Schicksal eines Soldaten.

Der Titelheld von Thackerays Roman Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon (ab 1844) gerät als britischer Söldner in die Wirren des Siebenjährigen Krieges. Stanley Kubrick verfilmte den Roman im Jahre 1975 (Barry Lyndon).

Der Künstler Adolph Menzel überlieferte Ansichten der sterblichen Überreste von gefallenen Offizieren des Krieges. Seine Leichenporträts, die 1873 anlässlich der Öffnung der Grabgewölbe unter der Garnisonkirche in Berlin entstanden, zeigen unter anderem den mumifizierten Leichnam von Feldmarschall James Keith.

Die in der Zeit des Nationalsozialismus zu Propagandazwecken gedrehten Spielfilme Fridericus – Der alte Fritz (1937) und Der große König (1942), beide mit Otto Gebühr als Friedrich II., verherrlichen den Preußenkönig und schildern den Siebenjährigen Krieg aus preußischer Sicht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Adam, Holger Dainat (Hrsg.): „Krieg ist mein Lied“. Der Siebenjährige Krieg in den zeitgenössischen Medien. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0197-9.
  • Ewa Anklam: Wissen nach Augenmaß. Militärische Beobachtung und Berichterstattung im Siebenjährigen Krieg. Lit, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0585-2.
  • Daniel A. Baugh: The Global Seven Years War, 1754–1763. Britain and France in a great power contest. Pearson, Harlow 2011, ISBN 978-0-582-09239-6.
  • Johannes Burkhardt: Abschied vom Religionskrieg. Der Siebenjährige Krieg und die päpstliche Diplomatie. Niemeyer, Tübingen 1985, ISBN 3-484-82061-6.
  • Horst Carl: Okkupation und Regionalismus. Die preußischen Westprovinzen im Siebenjährigen Krieg. Mainz 1993, ISBN 3-8053-1344-6.
  • Sven Externbrink: Friedrich der Große, Maria Theresia und das Alte Reich. Deutschlandbild und Diplomatie im Siebenjährigen Krieg. Akademie, Berlin 2006, ISBN 978-3-05-004222-0. (Rezension)
  • Sven Externbrink (Hrsg.): Der Siebenjährige Krieg (1756–1763). Ein europäischer Weltkrieg im Zeitalter der Aufklärung. Akademie, Berlin 2010, ISBN 978-3-05-004310-4.
  • Marian Füssel: Der Siebenjährige Krieg. Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60695-3 (Rezension).
  • Daniel Hohrath: Friedrich der Große und die Uniformierung der preußischen Armee von 1740 bis 1786. Eine Publikation des Deutschen Historischen Museums Berlin. Mit Beiträgen von Judith Zimmer und Elisabeth Boxberger. Militaria, Wien 2011, ISBN 978-3-902526-50-2.
  • Eberhard Kessel, Thomas Lindner (Hrsg.): Das Ende des Siebenjährigen Krieges 1760–1763. 2 Bände: Torgau und Bunzelwitz, Schweidnitz und Freiberg. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 978-3-506-75706-7.
  • Johannes Kunisch: Friedrich der Große. Der König und seine Zeit. C.H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-52209-2.
  • Johannes Kunisch: Das Mirakel des Hauses Brandenburg. Studien zum Verhältnis von Kabinettspolitik und Kriegführung im Zeitalter des Siebenjährigen Krieges. Oldenbourg, München/Wien 1978, ISBN 3-486-48481-8.
  • Johannes Kunisch (Hrsg.): Aufklärung und Kriegserfahrung. Klassische Zeitzeugen zum Siebenjährigen Krieg. Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-618-66690-X.
  • Ingrid Mittenzwei: Friedrich II. von Preußen. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1990, ISBN 3-326-00400-1.
  • Matt Schumann, Karl W. Schweizer: The Seven Years War. A Transatlantic History. Routledge, New York u. a. 2008, ISBN 0-415-39418-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Siebenjähriger Krieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Siebenjähriger Krieg – Quellen und Volltexte

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Salisch, Marcus von: Der Siebenjährige Krieg – ein erster „Weltkrieg“ Militaermuseum-Brandenburg-Preussen. online
  2. Füssel, Marian: Der siebenjährige Krieg. Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert. C. H. Beck Verlag, München 2010, ISBN 3-406-60695-4.
  3. The Battle of the Monongahela. 1755. Abgerufen am 3. August 2013.
  4. Winfried Baumgart: Der Ausbruch des Siebenjährigen Krieges. Zum gegenwärtigen Forschungsstand (1972). S. 157–165 (PDF; 585 kB)
  5. Ingrid Mittenzwei (Hrsg.): Friedrich II. von Preußen – Schriften und Briefe. Reclam, Leipzig 1987, S. 102 und 122
  6. Mittenzwei, S. 119
  7. Mittenzwei, S. 26
  8. Mittenzwei, S. 92
  9. Mittenzwei, S. 121f
  10. Mittenzwei, S. 124
  11. Mittenzwei, S. 133f
  12. Mittenzwei, S. 107
  13. Mittenzwei, S. 109
  14. Mittenzwei, S. 107
  15. Füssel, Marian: Der siebenjährige Krieg. Ein Weltkrieg im 18. Jahrhundert. C. H. Beck Verlag, München 2010, ISBN 3-406-60695-4, S. 32–34.
  16. Die beigefügte Karte "The Seven Years War" vermittelt dazu einen falschen Eindruck: Zwar marschierte die preußische Armee tatsächlich in drei Kolonnen ein, bei deren mittlerer sich der König befand. Dessen Weg führte jedoch anders als dargestellt von Potsdam über Beelitz – Jüterbog – Seyda – Elster – Wartenburg – Pretzsch nach Torgau (vgl. u. a. Politische Korrespondenz Bd. 13). Wittenberg wurde nur durch ein Detachement des Moritz von Dessau berührt.
  17. Zum schwedischen Einfall von August bis September 1758 siehe Curt Jany: Geschichte der Preussischen Armee. Bd. 2. Die Armee Friederichs des Großen. 1740–1763. Biblio-Verlag, 2. erg. Aufl. hrsg. von Eberhard Jany, Osnabrück 1967, ISBN 3-7648-1472-1, S. 506
  18. Siebenjähriger Krieg. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien 1885–1892, S. 945.
  19. Beiträge zur neueren Staats- und Kriegsgeschichte. Danzig 1760, Nr. 91–94, S. 161–168.
  20. Friedrich II. Universität Trier.
  21. Volker Tschapke: Preußen und Islam. Vortrag der preußischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V. (PDF; 184 kB)
  22. Heinz Kramer; Maurus Reinkowski: Die Türkei und Europa: Eine wechselhafte Beziehungsgeschichte. Kohlhammer-Verlag 2008, ISBN 3-1701-8474-1, S. 81
  23. Tracy, Nicholas; Manila Ransomed: The British Assault on Manila in the Seven Years War. University of Exeter Press (1995), ISBN 978-0-85989-426-5.
  24. The british Interlude
  25. Michel Renaudeau; M. E. J. Gore; F. Beyler: The Gambia: La Gambie. Delroisse (1978), ISBN 2-85518-036-8.
  26. Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert, C.H.Beck, 2011, 1343 Seiten, Seite 170-171
  27. Großbritannien 1754–1763 Krieg in einer globalisierten Wirtschaft. Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Historisches Institut Hausarbeit im Hauptseminar „Geschichte der Globalisierung“ (PDF; 106 kB)
  28. František Stellner: Zu den Ergebnissen des siebenjährigen Kriegs in Europa. S. 86 (PDF; 7,36 MB)
  29. David Arthur Ross: The Early Career of Etienne de Silhouette. University of California, Los Angeles 1973
  30. Jacques Necker: Compte rendu. In: Œuvres complètes. II, 23–24.
  31. Christopher Duffy: Friedrich der Große: Ein Soldatenleben. Weltbild, Augsburg 1994, ISBN 3-8935-0558-X, S. 329
  32. František Stellner: Zu den Ergebnissen des siebenjährigen Kriegs in Europa. S. 86 (PDF; 7,36 MB)