Drnholec

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Drnholec
Wappen von Drnholec
Drnholec (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Břeclav
Fläche: 3518 ha
Geographische Lage: 48° 52′ N, 16° 29′ O48.86555555555616.478611111111183Koordinaten: 48° 51′ 56″ N, 16° 28′ 43″ O
Höhe: 183 m n.m.
Einwohner: 1.705 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 691 83
Kfz-Kennzeichen: B
Struktur
Status: Flecken
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Josef Čápek (Stand: 2007)
Adresse: Kostelní 368
691 83 Drnholec
Gemeindenummer: 584444
Website: obecdrnholec.cz

Drnholec (deutsch Dürnholz) ist eine Minderstadt in Südmähren, Tschechien. Sie liegt nahe der Grenze zu Österreich etwa 13 Kilometer nordwestlich von Mikulov (Nikolsburg) am linken Ufer des Flusses Thaya, in der Nähe des Hügellandes Pavlovské vrchy (Pollauer Berge), 173 bis 183 Meter über dem Meer. Der Ort war ursprünglich als Haufendorf angelegt.

Geographie[Bearbeiten]

Die Nachbarorte sind im Nordwesten Litobratřice (Leipertitz), im Südwesten Hrušovany nad Jevišovkou (Grusbach), im Süden Jevišovka (Fröllersdorf) und im Osten Novosedly na Moravě (Neusiedl am Sand).

Geschichte[Bearbeiten]

Mautbrücke beim Schloß Dürnholz

Eine Urkunde vom Jahre 1052, in der Dürnholz erwähnt wird, halten kritische Forscher für eine Fälschung. In einer Sage wird um 1180 Wilhelm Graf von Pollau als Besitzer angegeben. Die Ui-Mundart (bairisch-österreichisch) mit ihren speziellen Bairischen Kennwörtern weist auf eine Besiedlung durch bayrische deutsche Stämme hin, wie sie vor allem im 12./13. Jahrhundert erfolgte.[2] [3] Urkundlich gesichert befindet sich die Stadt um 1240 im Besitz von Wilhelm und Herrmann von Dürnholz. Die Dürnholzer Adelsfamilie besitzt den Ort über mehrere Generationen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird das Adelsgeschlecht der Wartenberg als Lehnsherren angegeben.

Die Zeit der Liechtenstein (Ende 14. bis 16. Jahrhundert)[Bearbeiten]

Nach einigen Zwischenbesitzern wird die ganze Herrschaft Dürnholz 1394 an Johann von Liechtenstein verkauft. Die Liechtensteiner besitzen Dürnholz über mehrere Generationen. Nach dem Tod von Johann von Liechtenstein erhält 1398 sein Bruder Hartneid von Liechtenstein die Herrschaft Dürnholz. Im Jahre 1452 erhalten Johann V., Heinrich VII., Georg VI., Christoph III. und Georg V., alle aus dem Hause Liechtenstein, unter anderem die Herrschaft Dürnholz zum Mitbesitz bzw. "Nutzgenusse". Während des Krieges Matthias Corvinus und Georg von Podiebrad wurde der Ort im Jahre 1468 niedergebrannt. 1504 erhalten Georg VI. von Lichtenstein und Erasmus von Liechtenstein, beide Söhne von Heinrich VII. von Liechtenstein, die Herrschaft Dürnholz. Nach dem Tode von Georg VI. von Lichtenstein (er starb 1548, Erasmus schon 1524) und anschließenden Erbteilungen werden die Güter Nikolsburg und Dürnholz schließlich 1551 geteilt und Christoph IV. von Liechtenstein zugewiesen.

Weil Christoph IV. von Liechtenstein 1551 minderjährig ist, führt Georg Hartmann I. von Liechtenstein in Vormundschaft die Herrschaft von Dürnholz bis 1555. Dann ist Christoph IV. von Liechtenstein volljährig und tritt die Herrschaft von Dürnholz an. Im Jahre 1558 verkauft Christoph IV. von Liechtenstein die Besitzung Dürnholz an Bernhard von Zierotin. Der Verkauf wird später wieder rückgängig gemacht. Christoph IV. von Liechtenstein verkauft 1560 Schloß und Herrschaft Nikolsburg an den ungarischen Adligen Ladislaus von Keretschin. Vermutlich aus Geldnot verkauft Christoph IV. von Liechtenstein 1561/1562 Dürnholz an seinen Vetter Georg Hartmann I. von Liechtenstein. Als 1562 Georg Hartmann I. von Liechtenstein stirbt, erhält sein jüngster Sohn Georg Hartmann II. von Liechtenstein die Herrschaft Dürnholz. Im Jahr 1572 verkauft Georg Hartmann II. von Liechtenstein Dürnholz an Christoph von Teuffenbach; 1577 kauft er es jedoch von Christoph von Teuffenbach wieder zurück, um ein Jahr später, im Jahre 1578, die Herrschaft Dürnholz endgültig an Christoph von Teuffenbach abzutreten.

Die Zeit der Teuffenbach, Sternberg und Trautmannsdorf (16. bis 19. Jahrhundert)[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Christoph von Teuffenbach, 1598, besitzen seine drei Söhne, Rudolf von Teuffenbach, Siegmund von Teuffenbach und Friedrich von Teuffenbach bis zirka 1610 die Herrschaft von Dürnholz ungeteilt. Danach erscheint Siegmund von Teuffenbach als alleiniger Besitzer. Unter Siegmund von Teuffenbach konvertiert die Ortsbevölkerung zum Protestantismus. Erst während des Dreißigjährigen Krieges und dem Einsetzen der Gegenreformation wird der Ort wieder katholisch. Seit 1651 werden die Grundbücher und seit 1652 Matriken im Ort geführt. Onlinesuche in den Matriken über das Landesarchiv Brünn. [4] Als Siegmund von Teuffenbach 1637 stirbt, hinterlässt er die Herrschaft Dürnholz seinem Bruder Rudolf von Teuffenbach, der seinerseits 1653 stirbt. Im Grunde ist damit die Ära der Teuffenbach in Dürnholz beendet.

1676 kommt nach einem langen Prozessverfahren Graf Wenzel von Sternberg in den Besitz von Dürnholz (Rudolf von Teuffenbachs Gemahlin Maria Eva war eine geborene "von Sternberg"). Im Jahre 1701 gewährte Kaiser Leopold I. Dürnholz drei Jahrmärkte. Graf Wenzel von Sternberg starb 1709 ohne Erben, so dass Franz Wenzel Graf von Trautmannsdorf in den Besitz von Dürnholz gelangen konnte. Während des Ersten Schlesischen Krieges werden im Ort preußische Husaren einquartiert. 1753 starb Franz Wenzel Graf von Trautmannsdorf und die Herrschaft ging an seinen Bruder über, welcher 1762 starb. Da beide kinderlos waren führte dies dazu, dass Dürnholz bis 1848 ein Kaiserlich Königliches Theresianisches Fondsgut wurde. Der Meierhof wurde bereits im Jahre 1758 aufgelöst und dessen Land an neue Siedler verteilt. Während der Napoleonischen Kriege besetzen im Jahre 1809 französische Truppen den Ort und erpressen 91.200 Gulden von der Bevölkerung. Aufgrund der häufigen Feuersbrünste im 19. Jahrhundert wurde im Jahre 1875 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Ein großer Teil der Bevölkerung lebte von der Viehzucht und der Landwirtschaft, wobei der seit Jahrhunderten gepflegte Weinbau eine besondere Rolle einnahm. Neben einem florierenden Kleingewerbe gab es in Dürnholz drei Ärzte, eine Landmaschinenfabrik, ein Sägewerk, zwei Ziegeleien, eine Gärtnerei, ein Schlachthaus, eine Wasenmeisterei und ein Kino. Durch die Lage des Ortes an der flachen Thaya und durch die niedrigen Dämme kam es bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nach schweren Regenfällen oftmals zur Überschwemmungen.

Zwischen 1918 und 1946[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Dürnholz wurde nach der Proklamation der Tschechoslowakei im Dezember 1918 von tschechischen Truppen besetzt. 1910 war der Ort zu 100 % von deutschen Bürgern bewohnt. Trotz einer Unterschriftaktion für den Anschluss an Deutschösterreich und Bezugnahme auf das proklamierte Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde der Ort nach dem Friedensvertrag von Saint-Germain[5] im Juni 1919 offiziell der Tschechoslowakei angegliedert. In der Zwischenkriegszeit kam es durch Neubesetzung von Beamtenposten und Siedler zum Zuzug von Personen tschechischer Volkszugehörigkeit. Ihr Prozentsatz stieg zwischen den beiden Volkszählungen 1910 und 1930 von 0 % auf 9 %. Aufgrund der Schließung von deutschen Schulen wurden über 100 deutsche Kinder aus den Nachbarortschaften Fröllersdorf, Guttenfeld und Neuprerau in Dürnholz eingeschult. Im Jahre 1923 wird Anton Sogl zum Bürgermeister von Dürnholz gewählt. Während seiner Amtszeit wird die Kirche renoviert, ein Kindergarten gebaut, die Elektrifizierung des Ortes durchgeführt (1925), eine Kanalisation angelegt, die Straßen verbessert und die Kriegergedächtniskapelle errichtet. Weiters wird im Jahre 1926 eine Molkerei und ein Jahr später eine tschechische Minderheitenschule eröffnet. Zeitgleich stiegen die Spannungen zwischen den Volksgruppen im ganzen Lande. Da bewaffnete Konflikte drohten, veranlassten die Westmächte die tschechische Regierung zur Abtretung der von Sudetendeutschen (später verwendete Überbegriff) bewohnten Randgebiete an Deutschland. Bis 1945 gehörte der Ort zum Reichsgau Niederdonau. Im Münchner Abkommen (1938) [6] wurde dies geregelt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges am 1. Mai 1945 wurde Dürnholz bombardiert und schließlich am 7. Mai 1945 von sowjetischen Truppen besetzt. Die Gemeinde kam am 8. Mai 1945 wieder zur Tschechoslowakei zurück. Im August 1945 bestimmten die Siegermächte im Potsdamer Kommuniqués (Konferenz) [7] Nachkriegsordnung. Die „wilden“ Vertreibungen der deutschen Bevölkerung wurden darin nicht erwähnt, jedoch explizit ein „ geordneter und humaner Transfer" der "deutschen Bevölkerungsteile", die „in der Tschechoslowakei zurückgeblieben sind“, verlangt. 56 % der Ortsbevölkerung flüchtete vor den einsetzenden Drangsalen durch militante Tschechen, oder wurden über die nahe Grenze nach Österreich 'wild' vertrieben. Mehrere Dürnholzer wurden verhaftet und zur Zwangsarbeit nach Böhmen verschleppt.[8] Bei Nachkriegsexzessen an der deutschen Ortsbevölkerung und auch bei deren Vertreibung kam es zu 46 Ziviltoten. [9] Das Beneš-Dekret 115/1946 erklärte bis zum 28. Oktober 1945 begangene Handlungen im Kampfe zur Wiedergewinnung der Freiheit ..., oder die eine gerechte Vergeltung für Taten der Okkupanten oder ihrer Helfershelfer zum Ziel hatte, ... für nicht widerrechtlich. Zwischen dem 17. März 1946 und dem 19. September 1946 wurden, bis auf 139 Personen, alle restlichen deutschen Bürger nach Westdeutschland zwangsausgesiedelt.[10] [11] Aufgrund des Beneš-Dekretes 108 war bereits am 25.Oktober 1945 das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der deutschen Einwohner sowie das öffentliche und kirchliche deutsche Eigentum konfisziert[12] und unter staatliche Verwaltung gestellt worden. Seitens der Tschechischen Republik erfolgte keine Abgeltung für das eingezogene Vermögen.

In Übereinstimmung mit den ursprünglichen Überführungs-Zielen der Potsdamer Abkommens wurden alle Sudetendeutschen aus Österreich nach Deutschland weiter transferiert. 265 Personen konnten trotzdem verbleiben, 2409 wurden in Westdeutschland ansässig und je zwei wanderten nach Frankreich und England, sieben in die USA und vier nach Kanada aus.[13][14]

Im Jahre 2006 wurde der Ort zum Městys erhoben.

Wappen und Siegel[Bearbeiten]

Bereits im Jahre 1523 wird ein Marktsiegel genannt, welches aber bis heute nicht beschafft werden konnte. Es dürfte aber genauso ausgesehen haben wie spätere Siegel. Es zeigte in der oberen Hälfte einen geschachten mährischen Adler, während die untere Hälfte in drei Spalten geteilt ist. Ebenso besaßen die Siegel immer eine Umschrift.

Zwar führte Dürnholz ein Wappen, doch ist bis heute weder ein Wappenbrief noch Übergabedatum bekannt. Das Wappen ähnelte dem Siegel. Es zeigte einen geteilten Schild. Oben von in Blau wachsend ein von Silber und Rot geschachter Adler und unten dreimal gespalten von Silber und Schwarz.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1575: Jörg Ladnbauer
  • 1579: Wentzl Artmann
  • 1690: Johannes Feldtgibl
  • 1724: Matthias Schwanzer
  • 1742: Philipp Lodner
  • 1750: Michl Beutler
  • 1818: Johann Krebs
  • 1848: Jakob Handl
  • 1866 (mindestens bis 1869): Johann Matzka
  • 1901-1923: Johann Gerischer
  • 1924-1938: Anton Sogl
  • 1938-1945: Josef Krebs
  • 1945-1945: Karel Novak (Julius Krupica, Oldrich Bednarik, Alois Hromek, Frantisek Ligas)
  • 1945-1947: Frantisek Cibulka
  • 1947-1949: Josef Kralik
  • 1949-1959: Stanislav Seda
  • 1959-1964: Stanislav Brychta
  • 1964-1968: Josef Hajek
  • 1968-1971: Milos Svoboda
  • 1971-1976: Viktor Sedivy senior
  • 1976-1981: Viktor Sedivy junior
  • 1981-1990: Karel Sebesta
  • 1990-1994: Stanislav Kulhavy
  • 1994 - jetzt (2007): Josef Capek

Feuersbrünste[Bearbeiten]

  • 1700: Innerhalb zweier Stunden brannte der ganze Ort mit Ausnahme von Kirche und Schloß ab.
  • 1718: 33 Häuser verbrannt.
  • 1719: 34 Häuser eingeäschert.
  • 1723: 101 Häuser verbrannt.
  • 1815: Die ganze linke Marktseite, die Stutenhofer Scheuern und die ganz Thayagasse bis zur Mühle in Flammen (geschätzter Gemeindeschaden 314.000 Gulden, geschätzter Herrschaftsschaden 119.000 Gulden)
  • 1824: 60 Häuser verbrannt (wieder die linke Marktseite, die Kleinhäusel hinter dem Stutenhof und die Thayagasse, auch die Schule und die Fischhäuser jenseits der Thaya, Schaden 54.000 Gulden)
  • 1831: 17 Häuser bei den Mühlen abgebrannt.
  • 1840: 7 Wohn- und Wirtschaftshäuser verbrannt.
  • 1842: 11 Preßhäuser verbrannt.
  • 1843: 8 Wirtschaftshäuser verbrannt.
  • 1846: 82 Wohnhäuser eingeäschert (Schaden 25.578 Gulden)
  • 1852: 35 Lahnenhäuser, 44 Wirtschaftsgebäude, 33 Scheuern und 68 Kleinhäusel am Marktplatz und im Dorf verbrannt.
  • 1853: Linke Marktseite und die Thayagasse sind von einem Brand betroffen (nähere Angaben fehlen)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr/Datum Einwohner gesamt Deutsche Tschechen Andere Anmerkung
1650 ca. 740 - - - (nach Schätzung von J. Frodl)
1691 ca. 800 - - - (insg. nach Schätzung von J. Frodl; 748 Einwohner sind durch eine Aufstellung für das Jahr gesichert -- ohne Pfarrer, Schulmeister und die Beamten, Angest., Arbeiter der Herrschaft etc.)
1750 ca. 1250 - - - (nach Schätzung von J. Frodl)
1793 1823 - - - Josef II. ordnete um 1783 die Aufhebung der Leibeigenschaft und Meierhofzerstückungen an. Beide Anordnungen führten zu einem Zustrom von Ansiedlern, vornehmlich aus Nordmähren, und damit zu einer sprunghaften Bevölkerungszunahme in Dürnholz.
1836 2407 - - -
1850 2635 - - -
1857 2975 - - -
1869 3071 - - - (nach J. Frodl gemäß einer Volkszählung 3071 Einwohner und 469 Häuser; nach Oberstudienrat W. Blaschka 2808 Einwohner und 481 Häuser (vgl. J. Frodl Seite 162 und 182))
1880 3024 2998 26 0
1890 3045 3021 18 6
1900 2966 2956 2 8 (nach J. Frodl 3280 Einwohner und 614 Häuser; nach Oberstudienrat W. Blaschka 2966 Einwohner und 615 Häuser (vgl. J. Frodl Seite 164 und 182))
1910 2889 2889 0 0
1921 2821 2624 105 92
1930 2896 2573 232 91
1939 2781 - - -
1950 1484 - - -
1991 1776 - - -
2007 1691 - - -

Weinbau[Bearbeiten]

Die klimatischen Bedingungen, die Bodenbeschaffenheit und viel Sonneneinwirkung begünstigen den Weinbau. Dürnholzer Weine sind als bekömmliche und süffige Tropfen bekannt und genießen einen gewissen Ruf in der Welt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Anton Sogl (1892-1958), Bürgermeister und Abgeordneter im Prager Parlament
  • Jakob Rudolf Khünl (1775-1826), Theologieprofessor in der Universität Wien, Dichter, Schriftsteller und Domherr von St. Stephan
  • Franz Sartory (1765-1846), Porzellanmaler in der Augartner Porzellanmanufaktur
  • Adolf Wala (* 1937), Präsident der Oesterreichischen Nationalbank
  • Gerald Frodl (* 1931), aufgewachsen in Dürnholz. Studiendirektor. Träger des Südmährischen Kulturpreises 2009. Heimatforscher und Schriftsteller

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pest-/Mariensäule, zwischen 1715 und 1718 erbaut
  • Schloss Dürnholz, mit Bauteilen aus dem 16. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert umgebaut
  • Barockkirche, zwischen 1750 und 1757 in der heutigen Form gebaut (die erste Kirche von Dürnholz wurde im 12. Jahrhundert erbaut, heute verfallen bzw. zum Pfarrhaus umgebaut.)
  • Rathaus (1591) wurde im Jahre 1790 zu einer Gastwirtschaft umgewandelt
  • Kapelle am Krebschen Ziegelofen
  • Kapelle zum gegeißelten Heiland [15]

Marktwesen[Bearbeiten]

Die Jahrmärkte wurde am Montag nach Dreikönig (6.12), am dritten Sonntag nach Ostern, nach Bartholomäus (24.August), am Montag nach dem dritten Fastsonntag und am Montag nach Brigitta (5.10) abgehalten. Die Weinfreiung erlaubte acht Tage vor und nach dem Markt den Ausschank von Wein am Marktplatz. Weiters wurde ab 1859 am Dienstag nach einem Jahrmarkt ein Viehmarkt und ab 1716 jeden Mittwoch ein Wochenmarkt abgehalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Josef Schwoy: Topographie vom Markgrafthum Mähren. 1793, Dürnholz Seite 103.
  • Josef Frodl: Geschichte der Marktgemeinde Dürnholz und des ehemaligen Herrschaftsgebietes. Dürnholz 1927.
  • Wilhelm Szegeda: Bezirkskunde des Schulbezirkes Nikolsburg, einschließlich der Städte Břeclav und Hodinin, 1935, Dürnholz Seite 75-78.
  • Johann Zabel: Kirchlicher Handweiser für Südmähren, 1941, Generalvikariat Nikolsburg, Dürnholz S. 14
  • Felix Bornemann: Kunst und Kunsthandwerk in Südmähren, 1990, Dürnholz Seite 4.
  • Bruno Kaukal: Die Wappen und Siegel der südmährischen Gemeinden, 1992, Dürnholz Seite 47-48.
  • Hans Lederer: Herrschaft Dürnholz, Maria Theresianischer Kataster 1755, 1993.
  •  Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmährens. Band 3. Die Geschichte der deutschen Südmährer von 1945 bis zur Gegenwart. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen an der Steige 2001, ISBN 3-927498-27-0, S. 218, 247-249, 276, 409, 423, 431, 514, 519, 524, 573 (Dürnholz).
  • Wenzel Max: Thayaland, Volkslieder und Tänze aus Südmähren, 1984, Geislingen/Steige
  • Jiří Janeček: Z historie škol na Drnholecku. 2004
  • Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Der Kreis Nikolsburg von A-Z, 2006, Dürnholz Seite 53-66.
  • Detlef Brandes: Der Weg zur Vertreibung 1938–1945. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-56731-4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drnholec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. Leopold Kleindienst:Die Siedlungsformen, bäuerliche Bau- und Sachkultur Südmährens, 1989, S. 9
  3. Universität Giessen (Hrsg): Sudetendeutsches Wörterbuch Bd.1, 1988, Oldenbourg Verlag, ISBN 978-3-486-54822-8
  4. Acta Publica Registrierungspflichtige Online-Recherche in den historischen Matriken des Mährischen Landesarchivs Brünn (cz,dt). Abgerufen am 18. März 2011.
  5. Felix Ermacora: Der unbewältigte Friede: St. Germain und die Folgen; 1919 -1989 , Amalthea Verlag, Wien, München, 1989, ISBN 3-85002-279-X
  6. O. Kimminich: Die Beurteilung des Münchner Abkommens im Prager Vertrag und in der dazu veröffentlichten völkerrechtswissenschaftlichen Literatur, München 1988
  7. Charles L. Mee: Die Potsdamer Konferenz 1945. Die Teilung der Beute. Wilhelm Heyne Verlag, München 1979. ISBN 3-453-48060-0.
  8.  Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmährens. Band 3. Die Geschichte der deutschen Südmährer von 1945 bis zur Gegenwart. Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen an der Steige 2001, ISBN 3-927498-27-0, S. 247.
  9. Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Der Kreis Nikolsburg von A-Z, Südmährischer Landschaftsrat, Geislingen an der Steige, 2006, S.216
  10. Archiv Mikulov: Odsun Nĕmců - transport odeslaný dne 20. kvĕtna, 1946.
  11. Ludislava Šuláková, übersetzt von Wilhelm Jun: Die Problematik des Abschubs der Deutschen in den Akten des Städtischen Volksausschusses (MNV) und des Bezirks-Volksausschusses (ONV) Nikolsburg: Südmährisches Jahrbuch 2001 S.45f, ISSN 0562-5262
  12. Ignaz Seidl-Hohenveldern: Internationales Konfiskations- und Enteignungsrecht. Reihe: Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht. Band 23. Berlin und Tübingen, 1952.
  13. Cornelia Znoy:Die Vertreibung der Sudetendeutschen nach Österreich 1945/46, Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Philosophie, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien, 1995
  14. Brunnhilde Scheuringer: 30 Jahre danach. Die Eingliederung der volksdeutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in Österreich, Verlag: Braumüller, 1983, ISBN 3-7003-0507-9
  15. Georg Dehio, Karl Ginhart: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler in der Ostmark, 1941, Anton Schroll & Co, Dürnholz S.174