Droß

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Droß
Wappen von Droß
Droß (Österreich)
Droß
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Fläche: 10,26 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 15° 34′ O48.4515.566666666667394Koordinaten: 48° 27′ 0″ N, 15° 34′ 0″ O
Höhe: 394 m ü. A.
Einwohner: 965 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 94 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3552
Vorwahl: 02719
Gemeindekennziffer: 3 13 56
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 250
3552 Droß
Website: www.dross.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Neuwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 3 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Gemeinde Droß im Bezirk Krems-Land
Aggsbach Albrechtsberg an der Großen Krems Bergern im Dunkelsteinerwald Droß Dürnstein Furth bei Göttweig Gedersdorf Gföhl Grafenegg Hadersdorf-Kammern Jaidhof Krumau am Kamp Langenlois Lengenfeld Lichtenau im Waldviertel Maria Laach am Jauerling Mautern an der Donau Mühldorf Paudorf Rastenfeld Rohrendorf bei Krems Rossatz-Arnsdorf Schönberg am Kamp Senftenberg Spitz St. Leonhard am Hornerwald Straß im Straßertale Stratzing Weinzierl am Walde Weißenkirchen in der Wachau Krems an der DonauLage der Gemeinde Droß im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Droß
Blick auf Droß
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Droß ist eine Gemeinde mit 965 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich und liegt ca. 10 km von Krems sowie ca. 80 km von Wien entfernt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Droß liegt auf einem Hochplateau ungefähr 10 Kilometer von Krems an der Donau entfernt und im Waldviertel. Im Norden beginnt mit dem Gföhlerwald eine sehr waldreiche und hügelige Gegend, während sich im Westen mit dem Kremstal ein tiefes Flusstal erstreckt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Droß (921)
  • Droßeramt (30)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Droß und Droßeramt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Droß grenzen (von Norden aus im Uhrzeigersinn) die Gemeinden Gföhl, Lengenfeld, Stratzing und Senftenberg

Geschichte[Bearbeiten]

Droß war ursprünglich eine eigene Herrschaft, nach dem Aussterben des Geschlechts wurde Jörg Mühlfelder 1427 von Herzog Albrecht mit der Herrschaft belehnt.

Bei der großen Gemeindereform 1971 wurde Droß mit der benachbarten Gemeinde Stratzing zusammengelegt. Doch 1993 wurden die beiden Gemeinden wieder getrennt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; vorne in Grün eine silberne heraldische Lilie, hinten in Rot ein goldener, aufgerichteter schwarz bewehrter Löwe.

Die Lilie ist das Zeichen des Wallfahrtsortes Droß, der Löwe stammt aus dem Wappen des Erbauers des Schlosses, Georg Freiherr von Pichelsdorf. Die Wappenverleihung erfolgte am 18. November 1997.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei einer Einwohnerzahl von 778 (laut Volkszählung 2001) gibt es in Droß 377 Männer und 401 Frauen.[2]

Bevölkerungsentwicklung 1951–2007[Bearbeiten]

Das Schloss und die Kirche von Droß.
Jahr Einwohnerzahl
1951 515
1961 485
1971 535
1981 591
1991 648
2001 778
2008 862

Religion[Bearbeiten]

Die Religionszugehörigkeit der Droßer Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:[2]

römisch-katholisch: 91 %
ohne Bekenntnis: 6 %
evangelisch: 1 %
islamisch: 0,8 %
orthodox: 0,4 %
Sonstige: 0,4 %
Unbekannt: 0,4 %

Politik[Bearbeiten]

Das Kriegerdenkmal in Droß.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Von den 15 Mandaten des Gemeinderats entfallen auf Grund der Gemeinderatswahl 2010 auf ÖVP 9, SPÖ 3, FPÖ 3.[3]

9 Mandate ÖVP: Bürgermeister DI Andreas Neuwirth, Vizebürgermeister Ing. Johannes Reithner, GGR Robert Proidl, GGR Eleonore Reithner, Iris Dettler, Herbert Perr, Emmerich Perr, Dietmar Prakesch, Hubert Schwanzlberger.

3 Mandate SPÖ: GGR Karl Schlager, Franz Reithner, Silvia Sisa.

3 Mandate FPÖ: GGR Gudrun Lenzatti, Hartmut Schmid, Brig. DI Reinhart Weiß.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 17, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 64. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 357. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,91 Prozent. Es gibt 376 Erwerbspersonen in Droß, 211 Männer und 165 Frauen.[2]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Droß hat einen Anschluss an die Kremser Straße (B37). Einen Anschluss an das Schienennetz der ÖBB gibt es nicht, dafür verkehren stündlich Busse von Krems aus nach Langenlois durch Droß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Droß[Bearbeiten]

Das Schloss Droß

Erbaut im 16. Jahrhundert, 1726 von Georg Freiherr von Pichelsdorf in der heutigen Form als mächtiger Vierkanter fertiggestellt. Der Renaissancebau mit spätbarocken Elementen hat 2 Stockwerke, vorspringende Ecktürme und einen hohen Uhrturm mit Zwiebelhelm über dem großen Rundportal. Im Innenhof befinden sich Laubengänge und ein Brunnen. Der Festsaal weist ein gut erhaltenes Deckenfresko auf.

Schlosskapelle St. Georg[Bearbeiten]

Sie war bis zur Errichtung eines Neubaues im Jahre 1953 als Pfarrkirche in Verwendung. Die Pfarre ist eine herrschaftliche Gründung aus der Zeit um 1300, die im 14. Jahrhundert im Pfründenverzeichnis ohne Angabe des Lehenherrn aufscheint. Nach dem Aussterben derer von Droß fiel die Lehenspfarre mit der Herrschaft an den Landesfürsten. Jörg Mühlfelder, dem Herzog Albrecht 1427 das „Haus Droß“ verlieh, erscheint 1429 als Lehnsherr der landesfürstlichen Pfarre.

Fatimakirche[Bearbeiten]

Die Kirche von Droß

Die heutige Pfarrkirche Droß, ein von ihrem Stil her einmaliger Bau in der Diözese St. Pölten, wurde auf Initiative des damaligen Seelsorgers Franz Gravogel errichtet und am 3. Mai 1953 durch den damaligen Erzbischof von Wien - Kardinal Dr. Franz König - geweiht. Das Gnadenbild der Kirche - eine Marienstatue - wurde von Otto Moroder aus Mayrhofen im Zillertal geschaffen. Das ganze Jahr über, besonders aber zu den Fatimafeiern jeweils am 13. eines jeden Monats kommen die Wallfahrer mit ihren Anliegen nach Droß.

Körnerkasten Schäferhof[Bearbeiten]

30 Jahre lang war der Körnerkasten Schäferhof in Droß als halbverfallenes Gebäude dagestanden. 2005/06 wurde das Gebäude dann von Heinz und Angelika Winkler generalsaniert. Heute ist dort ein Orthopädisches Zentrum eingerichtet.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Droß

Vereine[Bearbeiten]

Der Körnerkasten Schäferhof in Droß
  • DROSSER WINZER
  • Elternverein der Volksschule Stratzing-Droß
  • FF Droß
  • Kulturkreis Droß
  • Österr. Kameradschaftsbund, OV Droß und Umgebung
  • RC Cavallo Droß
  • SV Raiffeisen Droß, Sektion Fußball
  • Volkstanzgruppe Droß

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Volksschule[Bearbeiten]

Die Volksschule Droß-Stratzing ist zu einem Teil in Droß und zu einem Teil in Stratzing. Die 1. und die 2. Klassen sind in Stratzing und die 3. und 4. Klassen in Droß.

Kindergarten[Bearbeiten]

Der Kindergarten in Droß ist für Kinder aus Stratzing und Droß. Es gibt drei Gruppen, in denen jeweils drei Kindergärtnerinnen sind. Seit 2006 findet auch die Nachmittagsbetreuung von Volksschul- und Kindergartenkindern im Droßer Kindergarten statt.

Weinbau[Bearbeiten]

Droß ist eine bekannte Weinbaugemeinde und liegt im Weinbaugebiet Kremstal. Es gibt 6 Heurige, die zu verschiedenen Terminen im Jahr geöffnet haben.

Im Jahr 2005 war Droß Weinherbstgemeinde in Niederösterreich.

Droßer Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Stern: Droß bei Krems. Wallfahrtskirche Maria von Fatima. Pfarramt Droß, Droß 1985.
  • Leonhard Schmid: Drosser Heimatbuch. Herausgegeben anlässlich der 850-Jahr-Feier 1985. Marktgemeinde Stratzing-Droß, Droß 1985.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. a b c http://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=31356
  3. http://www.dross.gv.at/

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Droß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien