Droga ekspresowa S11

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Droga ekspresowa S11 in Polen
Droga ekspresowa S11
Karte
Droga ekspresowa S11
Basisdaten
Betreiber: GDDKiA-2011-Logo.svg
Straßenbeginn: Koszalin
Straßenende: Pyrzowice
(50° 27′ N, 19° 3′ O50.4538819.05596)
Gesamtlänge: 560,3 km
  davon in Betrieb: 58,8 km
  davon in Bau: 5,3 km
  davon in Planung: 496,2 km

Woiwodschaft:

Nutzungsvoraussetzung: Lkw-Streckenmaut
Ausbauzustand: 1×2 und 2×2 Fahrstreifen

Die Droga ekspresowa S11 (poln. für ‚Schnellstraße S11‘) ist zum Teil fertiggestellte, größtenteils geplante Schnellstraße zwischen Koszalin und Pyrzowice. Sie wird ca. 560 km lang werden und durch vier Woiwodschaften führen. Sie folgt in weiten Teilen der Landesstraße 11 und verbindet das oberschlesische Industriegebiet mit der Ostsee.

Planungsgeschichte[Bearbeiten]

Weder der Schnellstraßen-Netzplan Polens aus dem Jahre 1945, noch der des Jahres 1946 enthielt eine Strecke, die die mit der heutigen S11 vorgesehene Verbindung herstellen sollte.[2][3]Erstmals 1963 war eine Schnellstraße zwischen Kołobrzeg über Koszalin nach Poznań geplant, jedoch nicht zur Fortsetzung in das Oberschlesische Industriegebiet vorgesehen.[4] 1971 war ein Streckenzug angedacht, der der heutigen Trasse der S11 sehr ähnelt und von Koszalin über Poznań nach Katowice führen sollte.[5]1976 entfiel der Abschnitt zwischen Poznań und dem Oberschlesischen Industriegebiet wieder.[6]Auch 1985 änderte sich hieran nichts.[7]

Im ersten Netzplan nach der politischen Wende in Polen, der auf das Jahr 1993 datiert, fehlt die Verbindung völlig.[8] Auch drei Jahre später ist diese Linie nicht enthalten.[9] Erst 2001 ist wieder eine Strecke zwischen Kołobrzeg über Koszalin nach Poznań vorgesehen, die nun als S11 gekennzeichnet ist. Jedoch hat man auch hier auf die Fortsetzung in das Oberschlesische Industriegebiet verzichtet.[10] Ab 2003 ist die S11 schließlich in dem heute geplanten Verlauf in den Netzplänen enthalten.[11][12][13][14]

Fertiggestellte Abschnitte[Bearbeiten]

Abschnitt [15] Länge  Bauzeit  Baukosten Verkehrsübergabe
Knoten Poznań-Północ − Knoten Poznań-Rokietnica 007,7 km 2010−2012 332 Mio. Złoty
(83 Mio. Euro)
30. Oktober 2012
Knoten Poznań-Tarnowo Podgórne − Knoten Poznań-Dąbrówka 008,1 km 2009−2011 460 Mio. Złoty
(115 Mio. Euro)
28. November 2011
Knoten Poznań-Dąbrówka − Knoten Poznań-Zachód 006,3 km 2009−2012 3. Juni 2012
Knoten Poznań-ZachódKnoten Poznań-Krzesiny 016,5 km Realisierung im Rahmen der Autobahn A2
Knoten Poznań-Krzesiny − Knoten Kórnik-Południe 014,1 km 2007−2009 166 Mio. Złoty
(41,5 Mio. Euro)
8. Juni 2009
Umgehung Ostrów Wielkopolski (Etappe 1; eine Fahrbahn) 006,1 km 2008−2009 211 Mio. Złoty
(53 Mio. Euro)
26. November 2009
Summe 066,9 km 1,17 Mrd. Złoty
(293 Mio. Euro)

Poznań-Północ − Poznań-Rokietnica[Bearbeiten]

Dieser Abschnitt führt als Teil der Westumgehung Poznańs (auch als Etappe 2a bezeichnet) auf einer Länge von 7,7 Kilometer vom Knoten Poznań-Północ bis zum Knoten Poznań-Rokietnica. Er ist mit zwei Fahrstreifen pro Fahrbahn ausgestattet. Der Bau dieses Abschnittes begann am 14. April 2010 mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der GDDKiA und den Unternehmen Colas Polska Sp z o.o. und Strabag. Die Baukosten wurden auf 332 Millionen Złoty festgelegt. Die Bauzeit sollte 24 Monate betragen. Demnach war die Fertigstellung für Mai 2012 und vor der Fußball-Europameisterschaft 2012 geplant. Jedoch traten Bauverzögerungen ein, sodass die Bauarbeiten bis zum 30. September verlängert wurden. Am 30. Oktober wurde der Abschnitt dem Verkehr, der auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen beschränkt wurde, übergeben.[16][17]

Poznań-Tarnowo Podgórne − Poznań-Zachód[Bearbeiten]

Als Teil der Westumgehung Poznańs verbindet dieser Abschnitt die Landesstraße 92 über den Knoten Poznań-Tarnowo Podgórne mit dem Flughafen Posen-Ławica über den gleichnamigen Knoten sowie mit der Autobahn A2 und der zukünftigen Schnellstraße S5 über den Knoten Poznań-Zachód. Der Abschnitt ist auf einer Länge von 14,4 Kilometern mit zwei Fahrstreifen pro Fahrbahn ausgestattet.[18]

Der Bauvertrag mit den Bauunternehmen Skanska S.A. als Leader und Intercor Sp. z o.o. als Partner wurde am 17. Juli 2009 unterschrieben. Es wurde eine 24 Monate lange Bauzeit vereinbart, die am 23. Juli offiziell begann.[19][20] Die Fertigstellung sollte somit im Juli 2011 erfolgen. Jedoch kam es zu Verspätungen, sodass der erste Teilstück von 8,3 km zwischen den Knoten Poznań-Tarnowo Podgórne und Poznań-Dąbrówka am 28. November 2011 eröffnet werden konnte.[21] Die Bauarbeiten am zweiten Teilstück wurden bis zur Fußball-Europameisterschaft 2012 verlängert und schließlich am 3. Juni 2012 beendet.[22] Die Baukosten betrugen 460 Mio. Złoty.

Im Bau befindliche Abschnitte[Bearbeiten]

Abschnitt [15] Länge Vertragsunterzeichnung   Bauzeit   Baukosten geplante Fertigstellung
Knoten Poznań-Rokietnica – Knoten Poznań-Tarnowo Podgórne 005,3 km 12. April 2013 2013–2014 108 Mio. Złoty
(27 Mio. Euro)
Dezember 2014

Geplante Abschnitte[Bearbeiten]

Abschnitt [15] Länge geplante Bauzeit voraussichtliche Baukosten
Knoten Koszalin (S6) – Knoten Koszalin-Szczecińska 002,0 km 2016–2020 47 Mio. Złoty
(12 Mio. Euro)
Knoten Koszalin-Szczecińska – Knoten Szczecinek-Północ 064,0 km unbekannt 10,6 Mrd. Złoty
(2,65 Mrd. Euro)
Knoten Szczecinek-Północ – Knoten Szczecinek-Południe
(Umgehung Szczecinek)
018,0 km unbekannt
Knoten Szczecinek-Południe – Knoten Poznań-Północ 143,0 km unbekannt
Knoten Kórnik-Południe – Jarocin 039,0 km unbekannt 1,63 Mrd. Złoty
(408 Mio. Euro)
Umgehung Jarocin 010,2 km 2014–2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren 478 Mio. Złoty
(120 Mio. Euro)
Jarocin – Ostrów Wielkopolski 042,0 km unbekannt 1,75 Mrd. Złoty
(438 Mio. Euro)
Umgehung Ostrów Wielkopolski (Etappe 2) 012,8 km 2014–2016Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren 575 Mio. Złoty
(144 Mio. Euro)
Ostrów Wielkopolski – Knoten Kępno-Hanulin 034,0 km unbekannt 1,37 Mrd. Złoty
(342 Mio. Euro)
Knoten Kępno-Hanulin – Knoten Kępno-Baranów 012,2 km unbekannt 475 Mio. Złoty
(119 Mio. Euro)
Knoten Kępno-Baranów – Olesno 051,0 km unbekannt 6,3 Mrd. Złoty
(1,58 Mrd. Euro)
Umgehung Olesno 019,0 km unbekannt
Olesno – Knoten Pyrzowice 049,0 km unbekannt
Summe 496,2 km 23,18 Mrd. Złoty
(5,8 Mrd. Euro)

Besonderheiten[Bearbeiten]

Zwischen den geplanten Knoten Piła-Północ und Piła-Wschód soll die S11 auf einer gemeinsamen Trasse mit der Schnellstraße S10 verlaufen. Ebenso verläuft die Schnellstraße S11 zwischen den Knoten Poznań-Zachód und Poznań-Krzesiny auf einer gemeinsamen Trasse mit der Autobahn A2 und der Schnellstraße S5.

Im Januar 2007 wurde eine „Vereinigung der Gemeinden, Powiats und Woiwodschaften ,Route S11‘“ gegründet. Mitglieder sind Städte, Gemeinden, Powiats und Woiwodschaften entlang der geplanten Strecke der S11. Ihr Ziel ist es, den Bau der Straße zu beschleunigen.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Verlauf der S11 bei motorways-exitlists.com (abgerufen 4. Oktober 2010)
  2. Eugeniusz Buszma: „Przegląd komunikacyjny” Nr. 3-4 September-Oktober 1945 (polnisch) (Version vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive)
  3. Eugeniusz Buszma: „Drogowiec” Nr. 1 und 2 von 1946 (polnisch) (Version vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive)
  4. Netzpläne von 1939 bis 2004
  5. Eugeniusz Buszma: „Drogowiec” Nr. 8 von 1971 (polnisch) (Version vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive)
  6. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 23. Januar 1976 (polnisch) (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  7. Beschluss des Regierungspräsidiums vom 14. Juni 1985 (polnisch) (Version vom 18. Dezember 2007 im Internet Archive)
  8. Beschluss des Ministerrates vom 28. September 1993 (polnisch)
  9. Beschluss des Ministerrates vom 23. Januar 1996 (polnisch)
  10. Beschluss des Ministerrates vom 29. September 2001 (polnisch)
  11. Beschluss des Ministerrates vom 26. August 2003 (polnisch)
  12. Beschluss des Ministerrates vom 15. Mai 2004 (polnisch)
  13. Beschluss des Ministerrates vom 13. Juli 2007 (polnisch)
  14. Beschluss des Ministerrates vom 20. Oktober 2009 (polnisch)
  15. a b c Übersichtskarte der GDDKIA zu allen Autobahnen und Schnellstraßen
  16. S11 Obwodnica Zachodnia miasta Poznania: etap IIa, Złotkowo-węzeł Rokietnica (GDDKiA) (polnisch)
  17. Przetarg na Zachodnią Obwodnicę Poznania ogłoszony. (GDDKiA) (polnisch)
  18. S11 Obwodnica Zachodnia miasta Poznania: etap I Tarnowo Podgórne do węzła Poznań Zachód (A2) (GDDKiA) (polnisch)
  19. Umowa na budowę zachodniej obwodnicy Poznania (GDDKiA) (polnisch)
  20. Budowa obwodnicy Poznania już rozpoczęta (GDDKiA) (polnisch)
  21. Otwarcie fragmentu Zachodniej Obwodnicy miasta Poznania (GDDKiA) (polnisch)
  22. Otwarta zachodnia obwodnica Poznania. Wkrótce też wschodnia. (GDDKiA) (polnisch)
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