Dropull

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Morgendämmerung im Dropull bei Jorgucat
Zweisprachiges Verkehrsschild bei Frashtan in Dropull

Dropull (albanisch unbestimmt, bestimmt: Dropulli; griechisch Drópolis Δρόπολις) ist eine Region im Kreis Gjirokastra im Süden Albaniens. Es handelt sich um das breite Tal des Drino, das sich als Ebene von der griechischen Grenze bis nördlich von Gjirokastra erstreckt. Zwei Gemeinden im südlichen Dropull – Dropull i Sipërm (Oberer Dropull) und Dropull i Poshtëm (Unterer Dropull) – sind vor allem von Angehörigen der griechischen Minderheit bewohnt.

Zu diesen beiden Gemeinden zählen unter anderem die folgenden Dörfer: Derviçan, Glina, Jorgucat, Sofratika, Dhuvjan, Frashtan, Bularat, Bodrishta und Vodhina.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Sofratika zeugen die Ruinen des Theaters von Hadrianopolis von einer bedeutenden griechisch-römischen Stadt mitten in der Ebene, die nach dem römischen Kaiser Hadrian benannt wurde. Während des 6. Jahrhunderts verlegte der byzantinische Kaiser Justinian I. die Siedlung zum heutigen Dorf Peshkëp im südöstlichen Dropull, um an einem geeigneteren Ort eine befestigte Stadt gegen die Invasion der Barbaren zu errichten. In byzantinischen Quelle wird diese auch Ioustinianoupolis genannt. Noch heute sind Ruinen, Teile des Aquädukts und Reste von Kirchen zu sehen. Im 11. Jahrhundert wurde der Ort Dryinoupolis genannt. Es wird angenommen, dass sich dieser Name vom alten oder vom nahen Fluss Drino ableitet. Seit dem 5. Jahrhundert war der Ort auch ein Bischofssitz.

Aufgrund schlechter wirtschaftlicher Lage der Region wanderten viele Bewohner in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.

Quellen[Bearbeiten]