Drosendorf-Zissersdorf

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Drosendorf-Zissersdorf
Wappen von Drosendorf-Zissersdorf
Drosendorf-Zissersdorf (Österreich)
Drosendorf-Zissersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Hauptort: Drosendorf Stadt
Fläche: 53,36 km²
Koordinaten: 48° 52′ N, 15° 37′ O48.86805555555615.616944444444423Koordinaten: 48° 52′ 5″ N, 15° 37′ 1″ O
Höhe: 423 m ü. A.
Einwohner: 1.210 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 23 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2095
Vorwahl: 02915
Gemeindekennziffer: 3 11 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2095 Drosendorf
Website: www.drosendorf.at
Politik
Bürgermeister: Josef Spiegl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
15
2
1
1
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Drosendorf-Zissersdorf im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld NiederösterreichLage der Gemeinde Drosendorf-Zissersdorf im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Das historische Rathaus in Drosendorf
Das historische Rathaus in Drosendorf
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Drosendorf-Zissersdorf ist eine Stadtgemeinde mit 1210 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Drosendorf Stadt

Drosendorf-Zissersdorf liegt an der Thaya im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und damit an der Grenze zu Tschechien.

3 km nördlich der Stadt befindet sich der Grenzübergang Oberthürnau-Vratenin (Fratting). Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 53,45 Quadratkilometer. 29,87 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Vratěnín (Fratting) Stálky (Stallek)
Raabs an der Thaya Nachbargemeinden Langau
Japons Geras

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Geschichte[Bearbeiten]

Drosendorf um 1860

1188 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Drosendorfs. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

1278 wurden die Stadt vom böhmischen König Ottokar II. belagert.

Während des Ersten Weltkrieges befand sich im Schüttkasten Drosendorf das Internierungslager Drosendorf.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist seit 2009 Josef Spiegl (ÖVP), Amtsleiter Gerhard Zotter.

Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 15, Frische Liste (FL) 2, SPÖ 1 und FPÖ 1 andere keine Sitze.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hauptplatz
Raabser Tor
Schloss Drosendorf

Drosendorf Altstadt[Bearbeiten]

Drosendorf Stadt[Bearbeiten]

  • Rathaus
  • Stadtbefestigung: Als einzige österreichische Stadt ist Drosendorf von einer noch vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben.
  • Stadtkirche Drosendorf: In der 1461-1463 erbauten spätgotischen Martinskirche werden die Reliquien der Katakombenheiligen Valentina aufbewahrt.
  • Franz-Kiessling-Museum: Das Museum im ehemaligen Bürgerspital enthält die Sammlungen der Heimatforscher Franz Xaver Kießling und Raimund Bauer. Zu sehen sind urgeschichtliche Funde ab dem Paläolithikum. Hauptsächlich vertreten sind Siedlungsnachweise des Neolithikums (Linearbandkeramik, Lengyel-Kultur, Typus Mödling-Zöbing/Jevišovice). Gering sind Nachweise der Bronzezeit, dagegen ist die späte Eisenzeit durch reiche Inventarien belegt. Auch frühmittelalterliche (slawische) Funde sind vorhanden. Die Funde stammen alle aus der näheren Umgebung der Stadt, zum Teil auch aus Drosendorf selbst. Das Museum besitzt auch Objekte zur Stadtgeschichte und volkskundliche Inventarien.
  • Schloss Drosendorf: aus dem 12. Jahrhundert, seit 1987 Bildungszentrum, beherbergt eine Frühstückspension
  • Drosendorfer Circusluft: In einem Ferienprogramm werden Kinder von professionellen Artisten ausgebildet und leben inmitten der Zirkuswelt.[1]

Elsern[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Drosendorf-Zissersdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Jahr 1977 gab es 77 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, und laut Erhebung von 1999 119 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Laut Volkszählung von 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 529. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,25 Prozent.

Regionale Zusammenarbeit[Bearbeiten]

Die Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf ist Mitglied der Kleinregion Taffa-Thaya-Wild.

Verkehr[Bearbeiten]

Von Retz aus führt eine der steilsten Normalspurstrecken Österreichs nach Drosendorf-Zissersdorf (errichtet 1910, Lokalbahn Retz–Drosendorf), auf der jedoch der Passagierverkehr am Samstag, dem 9. Juni 2001, eingestellt wurde. Nur der Güterverkehr bis Weitersfeld ist nach wie vor aufrecht und während der Sommermonate bringt an den Wochenenden ein Nostalgiezug, der „Reblaus-Express“, Radfahrer und Wanderer nach Drosendorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Raimund Bauer (3. August 1913–15. Februar 2000), Heimatforscher
  • Karl Bitter (20. September 1870–7. April 1954), Fleischhauer, Betonwerksunternehmer, Bürgermeister, Mitglied des N.Ö. Landesgewerberates, großer Förderer der Wallfahrtskirche Maria Schnee
  • Florian Johann Deller (1729–1773), zu seiner Zeit im In- und Ausland sehr bekannter Komponist des Barockzeitalters. In jüngerer Zeit werden seine Musikstücke wiederentdeckt und immer häufiger auch aufgeführt.
  • Otto Köhler (3. Juni 1904–1. September 1981), Prof., akademischer Maler, beliebter Fresco-Maler, Schöpfer zahlreicher Fresco-Malereien in Kirchen und an Häusern (z.B. Hauptschule Drosendorf) im Waldviertel und in der Wachau
  • Franz Georg Krausl (9. Dezember 1936–27. September 2006), Stadtchronist, Schulrat und Träger des Ehrenringes der Stadt Drosendorf
  • Hermann Walenta (*1923), österreichischer akad. Bildhauer und Maler

Personen mit Beziehung zur Stadt:

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Berg, Hermann Maurer: Die Sammlung Bauer. Archäologische Funde aus der Umgebung von Drosendorf. In: Das Waldviertel. 53, 2004, S. 229–254.
  • Uhlfried Krausl, Raimund Bauer: Drosendorf Stadtführer. Hrsg. Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf. 1983.
  • Alexander Weiger: Altstadtkirche St. Peter und Paul, Marktkirche St. Martin in Drosendorf an der Thaya. Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 307. St. Peter, Salzburg 1997.
  • Burgen,Stifte und Schlösser Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysočina, Südmähren ISBN 978-3-9502262-2-5, S. 128 f

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ein Circus im Waldviertel macht Ferien zum Erlebnis! abgerufen am 28. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drosendorf-Zissersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien