Dschengisch Tschokusu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dschengisch Tschokusu (Tomur Feng)
Dschengisch Tschokusu von Norden

Dschengisch Tschokusu von Norden

Höhe 7439 m
Lage Grenze Kirgisistan / VR China
Gebirge Tian Shan
Dominanz 559 km → Kongur
Schartenhöhe 4148 mfd2
Koordinaten 42° 2′ 6″ N, 80° 7′ 32″ O42.03580.1255555555567439Koordinaten: 42° 2′ 6″ N, 80° 7′ 32″ O
Dschengisch Tschokusu (Kirgisistan)
Dschengisch Tschokusu
Erstbesteigung 1956 durch eine Mannschaft von Witali Abalakow
Besonderheiten höchster Berg Kirgisistans
pd3
pd5

Der Dschengisch Tschokusu kirgisisch: Жеңиш Чокусу; in China: Tomur Feng (chinesisch 托木爾峰 / 托木尔峰Pinyin Tuōmù’ěr Fēng); auch: Pik Pobedy bzw. Pik Pobeda (russisch), ist mit 7.439 Metern der höchste Berg im Tian Shan und auch der höchste Berg Kirgisistans. Außerdem wird er oft als der nördlichste Siebentausender der Welt bezeichnet. Geografisch exakt ist das jedoch der nördlicher gelegene Khan Tengri (7010 m), dessen Höhe über 7000 Meter jedoch erst in den letzten Jahren zweifelsfrei bewiesen werden konnte, weswegen der deutlich über 7000 Meter hohe Dschengisch Tschokusu oft diese Bezeichnung erhielt und in der Reise- und Bergliteratur auch bis heute oft so genannt wird.

Der Dschengisch Tschokusu ist vergletschert und liegt auf der Grenze zwischen Kirgisistan und der Volksrepublik China, östlich des Sees Yssykköl, ca. 15 km südlich des zweithöchsten Gipfels im Tian Shan, des Khan Tengri (7010 m), der bis 1946 für den höchsten Gipfel im Tian Shan gehalten wurde. Die chinesische Hälfte des Berges liegt im Kreis Aksu Konaxeher des Regierungsbezirks Aksu im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang und wird vom Tomur-Naturreservat dominiert.

Die Erstbesteigung erfolgte wahrscheinlich 1956 durch eine Mannschaft von Witali Abalakow. Es ist nicht auszuschließen, dass bereits am 19. September 1938 Leonid Gutman, Jewgeni Iwanow und Alexander Sidorenko auf dem Gipfel standen. Die erste Winterbesteigung gelang Anatoli Bukrejew im Februar 1990.

Der Berg ist einer der fünf auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR liegenden Siebentausender-Gipfel. Der Schneeleopard-Orden wird an die Bergsteiger verliehen, die alle fünf Gipfel bezwungen haben.

Weblinks[Bearbeiten]