Dschinghis Khan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Musikgruppe. Zum mongolischen Führer siehe Dschingis Khan.
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Dschinghis Khan
  DE 1 02.04.1979 (29 Wo.) [1]
  AT 8 15.05.1979 (12 Wo.) [2]
  CH 3 08.04.1979 (9 Wo.) [3]
Genghis Khan
  DE 18 14.05.1979 (4 Wo.) [1]
Moskau
  DE 3 25.06.1979 (30 Wo.) [1]
  AT 16 15.10.1979 (4 Wo.) [2]
  CH 11 05.08.1979 (11 Wo.) [3]
Hadschi Halef Omar
  DE 7 14.01.1980 (18 Wo.) [1]
Rom
  DE 12 09.06.1980 (28 Wo.) [1]
  AT 19 01.08.1980 (2 Wo.) [2]
Pistolero
  DE 15 23.02.1981 (17 Wo.) [1]
Loreley
  DE 6 08.06.1981 (22 Wo.) [1]
  CH 11 09.08.1981 (2 Wo.) [3]
Wir sitzen alle im selben Boot
  DE 44 07.12.1981 (8 Wo.) [1]
Klabautermann
  DE 37 03.05.1982 (6 Wo.) [1]
Der Dudelmoser
  DE 46 08.11.1982 (4 Wo.) [1]
[1]

[2]

[3]

Dschinghis Khan war eine von 1979 bis Mitte der 1980er-Jahre von Ralph Siegel produzierte deutsche Musikgruppe. Ihre größten Hits waren Dschinghis Khan und Moskau (1979). Ab 1999 kam es zu einem Comeback gemeinsam mit „The Legacy of Genghis Khan“; in Deutschland wurde 2007 wieder eine CD veröffentlicht.

Mitglieder[Bearbeiten]

Zu Dschinghis Khan gehörten:

Geschichte[Bearbeiten]

Bekannt wurde die Gruppe mit dem Titel Dschinghis Khan, mit dem sie den 4. Platz beim Eurovision Song Contest (1979) belegte. Für diese Veranstaltung wurde die Gruppe von dem deutschen Musikproduzenten Ralph Siegel zusammengestellt. Nach dem riesigen Erfolg (der Titel Dschinghis Khan war vier Wochen auf Platz 1 der Deutschen Media Control Charts) folgten weitere Hits (Moskau, Rocking Son of Dschinghis Khan, Der Verräter), von den meisten wurden auch englische Versionen produziert. Für ihre außergewöhnliche Choreographie und Bühnenpräsenz erhielt die Band im Jahr 1980 den Fernsehpreis Bambi. Außer in Deutschland waren Dschinghis Khan besonders erfolgreich in der Sowjetunion, Japan, Australien und Israel, wo sie als bislang einzige deutsche Künstler den ersten Platz der Hitparade belegen konnten.

Nachdem sich die ersten Singles wie Hadschi Halef Omar, Rom oder Pistolero noch erfolgreich in den Charts platzieren konnten, vollzog die Gruppe einen Imagewechsel, und Siegel produzierte seichte (Loreley), z. T. sogar volkstümliche Musik (Der Dudelmoser). Die Erfolge blieben aus. Erst 1984 kam es kurzzeitig noch einmal zu einem künstlerischen Höhepunkt mit dem Musical Corrida und der gleichnamigen LP. Zwei Titel aus dem Musical wurden bei Wetten, dass..? mit Frank Elstner uraufgeführt. 1985 trennte sich die Gruppe dann nach der letzten Single Mexico.

1986 kam es kurzzeitig zu einer Wiedervereinigung als „Dschinghis Khan Family“. Von der Ursprungsformation waren nur noch Henriette Heichel (Gesang), Leslie Mandoki (Schlagzeug) und Louis Potgieter (Keyboards) übrig geblieben. Mit dem Titel Wir gehör’n zusammen traten sie erneut zu einem nationalen Vorentscheid des Eurovision Song Contest an. Ein respektabler 2. Platz war der einzige Höhepunkt in der kurzen Bandhistorie. Nach einer weiteren Single war auch für die Dschinghis Khan Family Schluss.

In der Folge entstanden viele Remixe und Medleys der bekannten Dschinghis-Khan-Hits, so z. B. der Titel und das Album Huh Hah Dschinghis Khan (1993) oder die History of Dschinghis Khan aus dem Jahr 1999.

Frontmann und Tänzer Louis Hendrik Potgieter verstarb 1993 an den Folgen von AIDS in Kapstadt.

Heute ist Leslie Mandoki als Produzent und Musiker tätig. Edina Pop hat heute noch Auftritte und ist mit ihren CDs in den Rundfunk-Hitparaden vertreten. Auch Steve Bender arbeitete zuletzt noch als Musik-Produzent in München. Am 7. Mai 2006 verstarb er nach einer langen, schweren Krebserkrankung.

Neuer Anfang im Osten[Bearbeiten]

Ende der 1990er Jahre gab es das erste Mal eine Art Reunion. Steve Bender, Edina Pop und Leslie Mandoki hatten einen gemeinsamen Auftritt im japanischen Fernsehen. Dort wurden die Titel Moskau und Dschinghis Khan vorgetragen. Steve Bender war die treibende Kraft des sehr erfolgreichen „Reunion“-Konzerts von Dschinghis Khan am 17. Dezember 2005 in Moskau. Die Gründungsmitglieder Steve Bender, Edina Pop, Henriette Strobel (ehem. Heichel) sowie Wolfgang Heichel präsentierten einen Großteil der ersten LP unter großen Beifallsstürmen vor ca. 30.000 Zuschauern.

Am 15. Juli 2006 fand ein erneuter Auftritt der drei übrig gebliebenen Dschinghis-Khan-Mitglieder Henriette Strobel, Wolfgang Heichel und Edina Pop, zusammen mit „The Legacy of Genghis Khan“ in Ulaanbaatar (Mongolei) statt.

Im Januar 2007 folgte ein Auftritt in Almaty (Kasachstan). Weitere Konzerte in Russland folgten. Am 2. März 2007 fand ein Konzert in St. Petersburg (Russland) statt.

Die Mitglieder der neuen Truppe „The Legacy of Genghis Khan“, die die Original-Mitglieder Wolfgang Heichel, Henriette Strobel und Edina Pop auf der Bühne sängerisch und tänzerisch unterstützen, entstammen zum großen Teil der Münchener Abraxas Musical Akademie. Zur wechselnden Besetzung gehören u. a. Claus Kupreit, Katja Vogel, Benjamin Schobel, Tanja Müller, Thomas Gräber, Angelika Nimbach.

Comeback in Deutschland[Bearbeiten]

Mit der Veröffentlichung der CD 7 Leben mit neuen, eher volkstümlich gehaltenen Titeln und überarbeiteten „Klassikern“ sowie dem Auftritt in der großen ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ im Mai 2007 meldeten sich Dschinghis Khan und „The Legacy of Genghis Khan“ auch beim deutschen Publikum zurück. Die neuen Titel wurden nicht von Ralph Siegel komponiert und produziert, jedoch wurde der Texter der alten Hits (Bernd Meinunger) für das Projekt gewonnen. Die CD konnte die hohen Erwartungen der Fans nicht erfüllen. Als Promo-Singles für Radiostationen wurden Temudschin und In der Mongolei ausgekoppelt.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Langspielplatten:

  • Dschinghis Khan (1979)
  • Rom (1980)
  • Greatest Hits (1980, LP Rom Japanische Pressung)
  • Viva (1980)
  • Wir sitzen alle im selben Boot (1981)
  • Dschinghis Khan (1981, Spanische Pressung mit nur englischen Titeln)
  • Helden, Schurken & der Dudelmoser (1982)
  • Corrida (1983)
  • Star Portrait
  • Die Großen Erfolge
  • Star Gala (Doppel-LP)

CD-Veröffentlichungen:

  • Dschinghis Khan (Karussell)
  • Greatest Hits (1992, LP Rom japanische Pressung)
  • Huh Hah Dschinghis Khan (1993)
  • Golden Best (1993, koreanische Pressung)
  • 1 (1994, LP Dschinghis Khan russische Pressung)
  • Best of Best (1994, japanische Pressung)
  • Dschinghis Khan (1994, LP japanische Pressung)
  • Rom (1995, LP, russische Pressung)
  • Wir sitzen alle im selben Boot (1995, LP, russische Pressung)
  • Helden, Schurken & der Dudelmoser (1995, LP, russische Pressung)
  • Die großen Erfolge (1995)
  • Die großen Erfolge (1998, Box Set, 3 CDs)
  • History of Dschinghis Khan (1999)
  • Genghis Khan Non-Stop Best Hits (2001, japanische Pressung)
  • Star Collection (2002, 2 CD)
  • In the Mix (2003)
  • The Jubilee Album (Hits and Rarities) (2004)
    • The Jubilee Album (Hits and Rarities) (2004, limited edition)
  • Best of Genghis Khan (2005, japanische Pressung)
    • Best of Genghis Khan (2006, japanische Pressung, special edition)
  • 7 Leben (2007)
  • Hautnah - die Geschichten Meiner Stars (2007)
  • In The Mix (2008)
  • Nur das Beste (2011)
  • Best Of (2012)
  • Die großen Hits (2012)

Singles[Bearbeiten]

  • Dschinghis Khan (1979)
  • Moskau (1979)
  • Hadschi Halef Omar (1979)
  • Rom (1980)
  • Pistolero (1981)
  • Loreley (1981)
  • Wir sitzen alle im selben Boot (1981)
  • What Shall We Do with the Drunken Sailor / Promosingle (1981)
  • Klabautermann (1982)
  • Der Dudelmoser (1982)
  • Himalaja (1983)
  • Corrida (1983)
  • Olé olé (1984)
  • Mexiko (1985)
  • (Dschinghis Khan Family) Wir gehören zusammen (1986)
  • (Dschinghis Khan Family) Fang mich auf (1986)
  • Temudschin / Promosingle für Radiostationen (2007)
  • In der Mongolei / Promosingle für Radiostationen (2007)

Maxi-Singles[Bearbeiten]

  • Moskau/Rockin’ Son of Dschinghis Khan (1979)
  • Genghis Khan/Desert Land (1979; engl. Version)
  • Rome/The Strangers (1980)
  • What Shall We Do with the Drunken Sailor/Michael (Promo-Maxi) (1981)
  • Mexico/Rund um die Welt (1985)

Veröffentlichungen in anderen Ländern:

  • Genghis Khan (1979)
  • Rocking Son of Dschinghis Khan/Moscow (1979)
  • Rome (1980)
  • Machu Picchu (Japan, 1980)
  • Samurai (Japan, 1980)
  • Pistolero (Engl., 1981)
  • Pistolero (Span., 1981)
  • Loreley (Engl. 1981)
  • Kaboutertjes (Niederl., 1982)
  • Mexico (Engl. 1985)
  • Dschinghis Khan Re-Make by Hello!Project (Prod.: Tsunku), wird interpretiert durch die 7-köpfige Mädchengruppe „Berryz-Kobo“ (Japan 2008).

Remixe nach der Trennung:

  • Huh Hah Dschinghis Khan/Rom (Remix 1993)
  • The Story of Dschinghis Khan (1999)
  • Moskau ’99
  • The Story of Dschinghis Khan, Part 2 (1999)
  • Dschinghis Khan (remixed by DJ Cornfield) (2002)

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-ROM, Taurus Press
  2. a b c d Chartdiskografie Österreich
  3. a b c d Chartdiskografie Schweiz

Weblinks[Bearbeiten]