Dsjatlawa

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Dsjatlawa | Djatlowo
Дзятлава | Дятлово
(weißrus.) | (russisch)
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Weißrussland Weißrussland
Woblasz: Flag of Hrodna Voblasts.svg Hrodna
Koordinaten: 53° 28′ N, 25° 24′ O53.46527777777825.404444444444Koordinaten: 53° 28′ N, 25° 24′ O
 
Einwohner: 7.853 (10/2009)
Zeitzone: Kaliningrader Zeit (UTC+3)
Telefonvorwahl: (+375) 1563
Postleitzahl: BY - 231460
Kfz-Kennzeichen: 4
Dsjatlawa (Weißrussland)
Dsjatlawa
Dsjatlawa

Dsjatlawa bzw. Djatlowo (weißrussisch Дзятлава/Dsjatlawa; russisch Дятлово/Djatlowo; jiddisch Zhet(e)l; litauisch Zietela; polnisch Zdzięciół) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Hrodsenskaja Woblasz im Westen Weißrusslands. Der 7853 Einwohner zählende Ort (2009) ist das Zentrum des gleichnamigen Rajons, eine litauische Sprachinsel und römisch-katholische Enklave im Dreiländereck Polen/Litauen/Weißrussland.

Erste Erwähnung fand der Ort in Handschriften aus dem Jahr 1498. Vor der Ermordung der jüdischen Bevölkerung des Ortes in zwei Massenerschießungen durch Deutsche am 30. April und 6. August 1942 war der Ort ein sogenanntes „Schtetl“, das heißt eine Kleinstadt mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit von etwa 75 %.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Blau ein goldener hölzerner Torturm mit offenem Durchgang und mit Palisadenwand zu seinen Seiten auf einem dreibergigen grünem Schildfuß und im Turm ein goldenes Herb (Pfeil)

Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Ganzer: „Sowjetische Diskurse – Djatlovo, ein Heimatmuseum in der belarussischen Provinz.“ In: Olga Kurilo (Hg.): Der Zweite Weltkrieg im Museum: Kontinuität und Wandel, Berlin 2007, S. 133-148. ISBN 978-3-930064-82-3

Weblinks[Bearbeiten]