Dußlingen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum württembergischen Ritter siehe Friedrich Herter von Dußlingen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dußlingen
Dußlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dußlingen hervorgehoben
48.45079.0607379Koordinaten: 48° 27′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Tübingen
Gemeindeverwal-
tungsverband:
Steinlach-Wiesaz
Höhe: 379 m ü. NHN
Fläche: 13,06 km²
Einwohner: 5694 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 436 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72144
Vorwahl: 07072
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 4 16 011
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
72144 Dußlingen
Webpräsenz: www.dusslingen.de
Bürgermeister: Thomas Hölsch
Lage der Gemeinde Dußlingen im Landkreis Tübingen
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Über dieses Bild

Dußlingen [ˈdʊslɪŋən] ist eine Gemeinde im Landkreis Tübingen, etwa zehn Kilometer südlich von Tübingen im Steinlachtal gelegen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Steinlachtal zwischen der Schwäbischen Alb und dem Landschaftsschutzgebiet Rammert südlich von Tübingen. Durch Dußlinger Gemarkung fließen die Steinlach und die Wiesaz.

Wichtige Städte um Dußlingen: Mössingen (5 km), Tübingen (10 km), Reutlingen (15 km), Hechingen (15 km), Rottenburg am Neckar (20 km), Balingen (30 km), Stuttgart (45 km).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Tübingen
Rottenburg am Neckar Nachbargemeinden Gomaringen
Ofterdingen Nehren

Alle Städte und Gemeinden befinden sich im Landkreis Tübingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Dußlingen gehören das Dorf Dußlingen, der Weiler Pulvermühle und das Gehöft Wiesazsägmühle.

Im Gemeindegebiet liegt die Wüstung Ferlinsweiler im Westen der Gemeinde (Flurname Fehrlesweiler). Der Flurname St. Ottilien könnte auf eine abgegangene Kapelle hindeuten.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Dußlingen wurde erstmals im Jahre 888 als Tuzzilinga auf einer Urkunde von König Arnulf erwähnt. Jedoch ist eine durchgehende Besiedelung seit dem 7. Jahrhundert wahrscheinlich.

In Dußlingen befindet sich die Ruine der Burg Dußlingen aus dem 13. Jahrhundert.

Politik[Bearbeiten]

Dußlingen ist, zusammen mit Gomaringen und Nehren, Mitglied im Gemeindeverwaltungsverband „Steinlach-Wiesaz“ mit Sitz in Gomaringen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat:

Gemeinderatswahl 06/2009 05/2014
Dußlinger Wählervereinigung 5 4
Freie Wählervereinigung 4 4
CDU/Bürgerliche 3 2
SPD 2 2
Bündnis 90/ Die Grünen - 2

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Gewerbegebiet Maltschach
  • Gewerbegebiet Staffelbrunnenwiesen
  • Gewerbegebiet Steinlachwasen
  • Industrie und Gewerbegebiet Im Steinig

Verkehr[Bearbeiten]

In Nord/Süd-Richtung verläuft die Bundesstraße 27 durch das Gemeindegebiet. Die Landesstraße 385 verbindet die Gemeinde mit Reutlingen. Zwischen 2009 und 2014 wird die B27 in Dußlingen vierspurig ausgebaut und in zwei Tunnel-Röhren verlegt.[3] In dieser Zeit ist die Gemeinde infolge der Baumaßnahmen in einen West- und Ostteil „zweigeteilt“.

Dußlingen ist Bahnhof der Zollernalbbahn Tübingen–SigmaringenAulendorf.

Der öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) erbracht. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 113.

Bildung[Bearbeiten]

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die Trinkwasserversorgung für die Gemeinde wird vom Zweckverband Steinlach-Wasserversorgung wahrgenommen. Das Trinkwasser stammt zu 60 Prozent aus Eigenwasser vom Wasserwerk Tübingen-Kilchberg und zu 40 Prozent aus Bezug von der Bodensee-Wasserversorgung. Der Zweckverband Steinlach-Wasserversorgung wurde 1919 durch die Gemeinden Dußlingen, Mössingen, Nehren und Ofterdingen, die auch heute noch Verbandsmitglieder sind, gegründet. Die erste Wasserfassung entstand als Galeriebrunnen auf Mössinger Gemarkung und versorgte bis 1947 alle Gemeinden.

Abwasserentsorgung[Bearbeiten]

Die Entsorgung des Abwassers erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Abwasserverband Steinlach-Wiesaz. Dem Verband gehören neben Dußlingen die Gemeinden Gomaringen, Nehren, Sonnenbühl, Ofterdingen sowie die Städte Mössingen und Reutlingen an. Die gemeinsame Kläranlage steht auf Gemarkung Dußlingen.

Abfallentsorgung[Bearbeiten]

Die Abfallentsorgung erfolgt durch den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Tübingen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 125–126
  3. http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/kreis_artikel,-Rundgang-ueber-die-Grossbaustelle-fuer-den-B-27-Tunnel-_arid,107224.html Rundgang über die Großbaustelle für den B 27-Tunnel

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Schmidt: Familienansichten – Familien als Lebensform im 20. Jahrhundert im Drei-Generationen-Verhältnis. Eine empirische Pilotstudie in einem württembergischen Dorf. Dissertation, Universität Tübingen, 2002.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dußlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien