Dušan Makavejev

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dušan Makavejev (serbisch-kyrillisch Душан Макавејев; * 13. Oktober 1932 in Belgrad) ist ein jugoslawischer Filmregisseur.

Makavejev studierte Psychologie und drehte zunächst Dokumentarfilme, ab 1965 Spielfilme, die dem Novi Film zuzurechnen waren. Für seinen Film Unschuld ohne Schutz erhielt er auf der Berlinale 1968 einen Silbernen Bären. Nach diesem Erfolg lud ihn Festivalleiter Alfred Bauer zur Berlinale 1970 als Jurymitglied ein. Bei dieser Berlinale sorgte er für Aufregung, als er nach der Premiere des Films o.k. von Michael Verhoeven und dem Rücktritt von Jurypräsident George Stevens an die Presse trat und von Zensur sprach. Die Jury trat wenig später komplett zurück und es gab bei dieser Berlinale keine Preisträger.

Makavejevs 1971 gedrehter Film WR - Mysterien des Organismus (über die Theorien von Wilhelm Reich) wurde in Jugoslawien zunächst verboten, in den 1980er Jahren aber wieder zugelassen. Makavejev wanderte in den frühen siebziger Jahren in die USA aus und lehrte an der Harvard University.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ein Liebesfall (1966) mit Eva Ras, Musik: Hanns Eisler, Gesang: Ernst Busch
  • Unschuld ohne Schutz - Nevinost bez zastite (1968)
  • WR - Mysterien des Organismus (1971)
  • Sweet Movie (1974)
  • Die Ballade von Lucy Jordan (1981)
  • Coca-Cola Kid (1985)

Interview[Bearbeiten]

  • Jugoslawische Ambivalenzen (Interview) in: »1968« in Jugoslawien. Studentenproteste und kulturelle Avantgarde zwischen 1960 und 1975. Gespräche und Dokumente, hrsg. von Boris Kanzleiter und Krunoslav Stojaković, 2008 (ISBN 978-3-8012-4179-7), S. 160-168

Weblinks[Bearbeiten]