Duane Eddy

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Duane Eddy (* 26. April 1938 in Corning im US-Bundesstaat New York) ist ein US-amerikanischer Rock- und Pop-Gitarrist.

Biographie[Bearbeiten]

Duane Eddy wurde 1938 in Corning im US-Staat New York geboren und begann im Alter von fünf Jahren, wie sein großer Westernheld Gene Autry Gitarre zu spielen. Im Jahr 1951 siedelte er mit seiner Familie nach Arizona um.

Mit 25 Jahren heiratete er im Jahr 1963 Mirriam Johnson, eine Country-Sängerin mit dem Künstlernamen Jessi Colter[1]. In ihrer nur sechsjährigen Ehe arbeiteten sie auch auf künstlerischem Gebiet zusammen und veröffentlichten im Jahr 1967 die gemeinsame Single "Guitar on My Mind". Nach ihrer Scheidung heiratete Jessi Colter im darauffolgenden Jahr den Country-Sänger Waylon Jennings, während Duane Eddy seine zweite Frau, Deed, heiratete, mit der er noch heute in Memphis, Tennessee zusammenlebt.

Werk und Erfolge[Bearbeiten]

Seit Ende der 1950er-Jahre ist Duane Eddy für seine Instrumentalmusik auf der E-Gitarre bekannt, mit der er für einige Jahre regelmäßig in den US-amerikanischen und europäischen Charts vertreten war. Eddys Markenzeichen ist sein als Twang bezeichneter Gitarrenklang. Sein bekanntestes Stück ist eine Version des Stücks Peter Gunn des Komponisten Henry Mancini, für die er 1987 einen Grammy Award erhielt. Duane Eddy wurde 1994 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen[2] und 2008 in die Musicians Hall of Fame. Zu Duane Eddys berühmtesten Instrumental-Titeln gehören Peter Gunn (1958), Rebel Rouser (1958), Forty Miles of Bad Road (1959), A Londonderry Air (1961), Dance with the Guitar Man (1962) und Boss Guitar (1962). Die 1960er-Jahre waren mit etwa zwanzig veröffentlichten Alben Eddys produktivste Schaffensperiode; allein 1965 erschienen sechs Langspielplatten unter seinem Namen. Duane Eddy konnte in den USA trotz mehrerer Goldener Schallplatten – die erste davon bereits 1958[3] – nie einen Nr.-1-Hit erzielen; die höchste Charts-Position eines seiner Stücke erlangte im Jahr 1960 der Titel Because They’re Young mit Platz vier. Im Laufe der 1950er- und -60er-Jahre erreichten fünfzehn von Eddys Singles die Top 40 der US-Billboard-Charts.[4]

In den 1980er-Jahren nahm Eddy mit der britischen Band Art of Noise den Song Peter Gunn in einer modernisierten Version auf, wofür er 1987 einen Grammy Award für Best Rock Instrumental Performance erhielt. Im Jahr 2004 bekam er den Guitar Player Magazine Legend Award – eine Auszeichnung, die zuvor erst einmal verliehen worden war.
Die neueste Veröffentlichung Duane Eddys stammt aus dem Jahr 2011. Insgesamt wurden von Eddys Aufnahmen weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft – damit ist er der erfolgreichste Rock ‘n’ Roll-Instrumentalmusiker aller Zeiten.[4]

Gitarrenklang als Markenzeichen[Bearbeiten]

Eddy erzeugte den typischen Duane Eddy-Twang, indem er die Leitmelodie auf den Bass-Saiten seiner E-Gitarre spielte und mit einer Kombination aus den Klangeffekten Tremolo, Echo und Hall arbeitete, die seinem Gitarrenspiel einen tiefen erdigen Klang verliehen. Ebenso wurde der Gitarrenklang auf Eddys Aufnahmen durch die Wahl seines Instruments beeinflusst. Zu Beginn seiner Laufbahn spielte Eddy zunächst eine Gibson Les Paul. Später wechselte er zum Modell Gretsch Chet Atkins, sattelte jedoch bereits 1962 auf ein nach seinen Vorgaben entwickeltes Sondermodell der Firma Guild um, die Duane Eddy DE-500.[5] Das Gretsch- und das Guild-Modell sind Gitarren mit Hohlkorpus und mit für Eddys typischen Klang unverzichtbarer Bigsby-Vibratoeinheit.[6]

Diskografie (Alben)[Bearbeiten]

  • Have Twangy Guitar Will Travel (1958)
  • Especially for You (1958)
  • Twangs the Thang (1959)
  • Songs of Our Heritage (1960)
  • 1 Million Dollars of Twang (1961)
  • Girls Girls Girls (1961)
  • Twistin’ and Twangin’ (1962)
  • Twangy Guitar Silky Strings (1962)
  • Dance with the Guitar Man (1963)
  • Pure Gold (1963)
  • Twangs a Country Song (1963)
  • Twangin’ up a Storm (1963)
  • Lonely Guitar (1964)
  • Twistin’ Surfin’ (1964)
  • Duane a Gogo (1965)
  • Waterskiing (1965)
  • Twangin’ Golden Hits (1965)
  • Duane Goes Dylan (1965)
  • Twangsville (1965)
  • Best Of (1965)
  • Biggest Twang of All (1966)
  • Roarin’ Twangies (1967)
  • Legend of Rock (1974)
  • Legend of Rock 2 (1974)
  • Legends of Rock 3 – Rare Items (1974)
  • Yesterday’s Pop Scene (1975)
  • Duane Eddy (1979)
  • Vintage Years (1975)
  • Guitar Man (1975)
  • Oldies But Goodies (1975)
  • Duane Eddy Collection (1978)
  • Greatest Hits (1979)
  • Movin’ & Groovin’ (1980)
  • 20 Terrific Twangies (1980)
  • Duane Eddy with Guests (1987)
  • Road Trip (2011)

Literatur[Bearbeiten]

  • Stromgitarren; Sonderheft der Zeitschrift Gitarre & Bass zur Geschichte der E-Gitarre. MM-Musik-Media-Verlag, Ulm 2004. ISSN 0934-7674
  • Barry Graves/Siegfried Schmidt-Joos: Das neue Rock-Lexikon. Vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. rororo Handbuch 6320, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1990. ISBN 3-499-16321-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jessi Colter Homepage|
  2. Rock and Roll Hall of Fame Duane Eddy in der Rock and Roll Hall of Fame
  3. Das neue Rocklexikon, Bd. 1, S. 253 f.
  4. a b Rock and Roll Hall of Fame-Website
  5. George Gruhn, Walter Carter: Elektrische Gitarren & Bässe, S. 235. PPV Verlag, Bergkirchen 1999. ISBN 3-932275-04-7
  6. Stromgitarren, S. 140 f.: „Masters of Twang and Hillbilly“. Testbericht über das Modell „Guild Duane Eddy“.

Weblinks[Bearbeiten]