Duborg-Skolen

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Duborg-Skolen
Duborg Skolen in Flensburg.JPG
Schulform Gemeinschaftsschule mit gymnasialem Oberbau.
Gründung 1920
Ort Flensburg
Land Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten 54° 47′ 34,5″ N, 9° 25′ 44,1″ O54.7929027777789.4289166666667Koordinaten: 54° 47′ 34,5″ N, 9° 25′ 44,1″ O
Träger Dänischer Schulverein für Südschleswig
Schüler 588 (2014)
Lehrkräfte 84 (2014)
Leitung Ebbe Benedikt Rasmussen (seit 2003)
Website www.duborg-skolen.de

Duborg-Skolen (dänisch für Duburg-Schule) ist eine dänische Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe in Flensburg. Sie ist eine der Schulen der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein. Träger der Schule ist der dänische Schulverein für Südschleswig.

Grundlagen[Bearbeiten]

An der Schule werden die Fächer Deutsch und Dänisch auf Muttersprachenniveau gelehrt. Die restlichen Fächer, mit Ausnahme der Fremdsprachen, werden alle auf Dänisch unterrichtet.

Das Gebäude befindet sich auf einer Anhöhe, dem Marienberg, im Flensburger Stadtbezirk Duburg. Für Schüler mit längeren Anfahrtswegen gibt es ein dänisches Schüler-Wohnheim im Marienhölzungsweg (Ungdomskollegiet). Die Duborg-Skole und die erst 2008 eröffnete A. P. Møller-Skolen in Schleswig sind die einzigen dänischen Gymnasien südlich der Grenze.

Geschichte[Bearbeiten]

1920 wurde die zukünftige Duborg-Skole vorläufig im Hjemmet in der Marienstraße in Flensburg als Realschule errichtet (im gleichen Gebäude befindet sich heute Det lille Teater). Schnell wurde aber deutlich, dass der Bau für die damaligen 108 Schüler zu klein war. Daher wurde am 31. März 1922 der Grundstein für eine größere Schule am heutigen Standort gelegt. Das Gebäude wurde vom Architekten Andreas Dall im Baustil des Heimatschutzes geplant und gebaut. Der Bau entstand auf dem Marienberg, wo etwas weiter südlich die Duburg stand. Am 16. April 1923 wurde der Bau fertiggestellt. Die Schule erhielt an diesem neuen Standort auch ihren Namen: Duborg Skolen. Auf dem bebauten Gelände lag in alten Zeiten jedoch nur der Vorhof und ein Teilstück des Torhauses, in dem die Pferde und Pferdeknechte untergebracht waren. Das markante, eigentliche Gebäude der Duburg lag weiter südlich, dort wo ebenfalls in den zwanziger Jahren, dass Gebäude der Schloss-Duburg-Schule – Städtische Handelslehranstalten sowie eine Mietwohnausgruppe errichtet wurden. Dennoch wurde die dänische Duborg Skolen nach der Duburg und dem gleichnamigen Stadtbezirk Duburg benannt, nur eben in der dänischen Form des Wortes, nämlich Duborg. So führt der dennoch sinnige Name, heutzutage manchmal zu Missverständnissen über die genaue Lager der ehemaligen Duburg. Die Schule war wie schon erwähnt als dänische Realschule gegründet worden. Erst 1958 wurde sie auch als Gymnasium anerkannt. Als die Schule abermals zu klein wurde, wurde sie 1979 mittels eines modernen Baus auf der Nordseite erweitert.[1] Bis zum Schuljahr 2007/2008 war die Schule ein reines Gymnasium. Heute ist die Schule eine Gemeinschaftsschule (dänisch Fællesskole) mit gymnasialem Oberbau. Die Schülerzahl hat sich nach der Eröffnung des dänischen Gymnasiums in Schleswig in den letzten Jahren fast halbiert.

Schulleiter[Bearbeiten]

  • Jens Kristian Pedersen (1920)
  • Julius Bogensee (1920–1921)
  • Andreas Hanssen (1921–1940)
  • Bernhard Hansen (1941–1946)
  • Henry Jensen (1946–1962)
  • Knud Fanø (1962–1989)
  • Erik Jensen (1989–2003)
  • Ebbe Benedikt Rasmussen (seit 2003)
Gebäude der Duborg-Skolen
Der Gebäudekomplex auf dem Marienberg vom Hafen aus betrachtet

Entwicklung der Schülerzahlen[Bearbeiten]

  • 1920: 108
  • 1930: 354
  • 1940: 208
  • 1950: 667
  • 1960: 292
  • 1970: 431
  • 1980: 938
  • 1990: 801
  • 2000: 950
  • 2005: 1037
  • 2007: 1061
  • 2008: 1015
  • 2012: 537
  • 2014: 588

Der Schulabschluss[Bearbeiten]

Das Abitur bereitet auf ein Hochschulstudium in Dänemark und Deutschland vor. Nach deutschem Recht ist die Schule eine Ersatzschule im Sinne des § 58 des Schulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein. Die Abiturienten werden dementsprechend nach dänischen Kriterien und deutschem Lehrplan unterrichtet und geprüft. Bei dem höchsten erworbenen Schulabschluss handelt es sich um die deutsche allgemeine Hochschulreife (Abitur) entsprechend dem schleswig-holsteinischen Landesrecht. Diese wird in Dänemark ebenso anerkannt, wie die Bundesrepublik Deutschland die durch die Institutionen der deutschen Minderheit in Dänemark vergebenen dänischen Schulabschlüsse anerkennt. So ist gewährleistet, dass die Angehörigen der nationalen Minderheiten Zugang zu den Hochschulen des jeweils anderen Landes haben.

Die Abiturienten der Schule treten am Ende ihrer Schulzeit in der Flensburger Öffentlichkeit dadurch in Erscheinung, dass sie weiß/bordeauxfarbene Mützen tragen, wenn sie durch die Stadt laufen und nach ihrer erfolgreichen Prüfung „Vi er studenter!” bzw. „Wir sind Studenten!” rufen.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lone Anker Jakobsen u. a.: Duborg-Skolen 1920–1995. Flensburg 1995, ISBN 87-984750-3-7.
  • Ebbe B. Rasmussen m. fl.: Duborg-Skolen - 90 Års Jubilæum, Flensborg 2010, (keine ISBN).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duborg-Skolen (Flensburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duborg Skolen, Træk af Skolens Historie; abgerufen am: 31. März 2014
  2. Marsch und Leute, Duborg Skolen; abgerufen am: 20. Juni 2014