Duchowschtschina

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Stadt
Duchowschtschina
Духовщина
Wappen
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Smolensk
Rajon Duchowschtschina
Stadt seit 1777
Fläche 11 km²
Bevölkerung 4371 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 397 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 220 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 48166
Postleitzahl 216200
Kfz-Kennzeichen 67
OKATO 66 216 501
Geographische Lage
Koordinaten 55° 12′ N, 32° 25′ O55.232.416666666667220Koordinaten: 55° 12′ 0″ N, 32° 25′ 0″ O
Duchowschtschina (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Duchowschtschina (Oblast Smolensk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Smolensk
Liste der Städte in Russland

Duchowschtschina (russisch Духовщина) ist eine Kleinstadt in der Oblast Smolensk (Russland) mit 4371 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Westteil der Smolensker Höhen etwa 60 Kilometer nordöstlich der Oblasthauptstadt Smolensk am Flüsschen Wostiza im Flusssystem des Dnepr.

Duchowschtschina ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten]

An Stelle der heutigen Stadt existierte seit dem 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts das Heiliggeistkloster (russisch Duchow monastyr), um welches im 15. Jahrhundert eine Handelssiedlung namens Duchowskaja Sloboda bestand.

Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gehörte das Dorf dem Zarenhof.

1777 wurde das Stadtrecht unter dem heutigen Namen verliehen. Im Verlaufe des Vaterländischen Krieges von 1812 brannte die Stadt nieder.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Duchowschtschina am 15. Juli 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 19. September 1943 von Truppen der Kalininer Front der Roten Armee im Rahmen der Duchowschtschina-Demidower Operation zurückerobert. Während der Kämpfe wurde die Stadt stark zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 3109
1926 2900
1959 3293
1970 4420
1979 5114
1989 5747
2002 4683
2010 4371

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

1995 wurde eine neue Heiliggeistkirche (Церковь Святого Духа/zerkow Swjatowo Ducha), benannt in Anlehnung an den Stadtnamen, errichtet.

Die Stadt besitzt ein Historisches und Heimatmuseum.

Im Dorf Bassino ist die Mariä-Verkündigungs-Kirche (Благовещенская церковь/Blagoweschtschenskaja zerkow) von 1814 erhalten, im Dorf Welisto die Gottesmutter-Geburts-Kirche (церковь Рождества Богородицы/zerkow Roschdestwa Bogorodizy) von 1828 und im Dorf Sagussinje die Mariä-Himmelfahrts-Kirche (Успенская церковь/Uspenskaja zerkow) von 1785 erhalten.

Gedenkstätten und Mahnmale[Bearbeiten]

In Duchowschtschina gibt es eine russische Kriegsgräberstätte.

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Duchowschtschina wurde durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Sammelfriedhof angelegt. Die Umbettungsarbeiten hatten im Jahr 2010 begonnen.[2] Bis zur offiziellen Einweihung am 3. August 2013 wurden auf der für 70.000 gefallene Soldaten konzipierten Anlage 30.000 Tote beigesetzt bzw. umgebettet.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Duchowschtschina gibt es Betriebe der Lebensmittelindustrie und der Holzwirtschaft.

Bei Osjorny im Norden des Rajons befindet sich das von der OGK-4 betriebene Smolensker Wärmekraftwerk (Smolenskaja GRES).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Internetseite des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Arbeit des Volksbundes und Beschreibung der Kriegsgräberstätte in Duchowschtschina)
  3. Gedenkveranstaltung zur Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofs Duchowschtschina bei germanruvr.ru, 3. August 2013 (abgerufen am 3. August 2013).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duchowschtschina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien