DuckDuckGo

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DuckDuckGo
duckduckgo.com
Beschreibung Suchmaschine
Registrierung Nein
Sprachen Englisch
Eigentümer DuckDuckGo
Urheber Gabriel Weinberg
Erschienen 25. September 2008
Status Aktiv

DuckDuckGo ist eine Suchmaschine mit Sitz in Valley Forge, Pennsylvania, USA, die Informationen von viel besuchten Websites mit dem Ziel sammelt, Suchergebnisse zu verbessern und die Sachdienlichkeit zu erhöhen. Die besondere Zielsetzung der Suchmaschine ist der Datenschutz der Nutzer.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

DuckDuckGo wurde von Gabriel Weinberg gegründet, einem Unternehmer, dessen letztes Projekt 2006 (The Names Database) von der United Online (NASDAQ:UNTD) für 10 Millionen US-Dollar angekauft wurde.[2] Weinberg hat einen Bachelor (B.Sc.) in Physik und einen Master (M.Sc.) in Technology and Policy des MIT.[3] Das Projekt wurde ursprünglich von Weinberg selbst finanziert und soll weiterhin durch Werbeeinnahmen unterstützt werden.[4] Bislang wurde die Suchmaschine jedoch hauptsächlich von überzeugten Investoren finanziert.[5] Die Suchmaschine ist in Perl geschrieben und läuft auf nginx und FreeBSD.[1]

DuckDuckGo ist primär auf Such-APIs der großen Anbieter gestützt (wie z. B. Yahoo! Search BOSS) und wird deshalb von TechCrunch als „Hybrid“-Suchmaschine bezeichnet.[6][7] Gleichzeitig erstellt DuckDuckGo auch eigene Seiten mit Inhalt und stellt sich damit gleich mit Websites wie Mahalo.com, Kosmix und SearchMe.[8]

Einige Journalisten mochten den Humor nicht und bezeichneten den Namen als unangebracht für eine Suchmaschine.[9] Als Weinberg wegen des Namens gefragt wurde, erklärte er:

„Er ist irgendwann einfach in meinem Kopf gewesen und ich habs gemocht. Der Name ist beeinflusst oder abgeleitet von Duck Duck Goose, aber ansonsten ist da kein Bezug bzw. eine Metapher für irgendetwas.[10]

DuckDuckGo veröffentlicht detaillierte Statistiken über den Traffic und verzeichnete am 1. März 2012 erstmals mehr als 1,5 Millionen direkte Suchanfragen pro Tag.[11]

Die Suchmaschine wurde in der Reihe Elevator Pitch Friday des Weblogs TechCrunch vorgestellt[12] und war Finalist in der Yahoo! Search BOSS – Mashable Challenge.[13] Im Juli 2010 startete Weinberg eine DuckDuckGo-Community-Website, um Benutzern die Möglichkeit zu geben, Probleme zu veröffentlichen, die Verbreitung der Suchmaschine im Netz zu diskutieren, neue Funktionen zu beantragen und darüber zu diskutieren, den Code freizugeben.[14]

Die Distribution Linux Mint nahm DuckDuckGo in der Version 12 als Standardsuchmaschine auf.[15]

Funktionen [Bearbeiten]

DuckDuckGo: zero-click info über einer Suchanfrage nach "javascript settimeout"

Die Suchergebnisse von DuckDuckGo sind ein Mashup aus vielen verschiedenen Quellen, eingeschlossen Yahoo! Search BOSS, Wikipedia und seines eigenen Webcrawlers DuckDuckBot.[1][16] DuckDuckGo benutzt dabei Daten von viel besuchten Websites, speziell Wikipedia, um die „Zero-click“-Infokästchen zu bestücken. Dabei handelt es sich um kleine Bereiche oberhalb der Suchergebnisse, die Themenzusammenfassungen und verwandte Themen beinhalten.[17] Duck Duck Go bietet außerdem die Möglichkeit, entweder hauptsächlich kommerzielle Einkaufsseiten bzw. hauptsächlich Info-Seiten ohne Verkaufsabsichten anzuzeigen. Dies kann durch verschiedene Such-Buttons auf der Homepage ausgewählt werden.[18] Des Weiteren ist es möglich, gezielt in bestimmten Webseiten, darunter etwa Amazon, eBay und verschiedene Weblogs, zu suchen, indem man die „!Bang“-Syntax nutzt. Hierbei handelt es sich um spezielle Schlüsselwörter, die mit einem Ausrufezeichen beginnen und die man in seiner Suchabfrage verwenden kann. Suchen auf Amazon.de sind etwa mit dem Schlüsselwort !amde möglich.[19]

DuckDuckGo positioniert sich auf dem Markt als eine Suchmaschine, bei der die Privatsphäre ihrer Nutzer an erster Stelle steht. Aus diesem Grund werden keine IP-Adressen gespeichert, keine Informationen über User geloggt und Cookies nur verwendet, wenn absolut notwendig. Weinberg sagt: „DuckDuckGo sammelt oder teilt standardmäßig keine persönlichen Informationen. Das ist kurz gesagt unsere Datenschutzrichtlinie.[20] Weinberg hat die Qualität seiner Suchmaschine dahingehend weiterentwickelt, dass Suchergebnisse für Firmen, die, wie er glaubt, reine „Inhaltsmühlen“ sind, wie z. B. Demand Medias eHow, ausgefiltert werden. Dort werden täglich 4.000 Artikel veröffentlicht, die von selbstständigen und dafür bezahlten Autoren produziert werden. Weinberg bezeichnet diese Inhalte als „schlechte Qualität und ausschließlich dafür erstellt, die Seite beim Google-Suchindex weit nach oben zu bringen“. DuckDuckGo versucht ebenso eHow-Resultate zu filtern sowie auch Ergebnisse mit Seiten, die sehr viel Werbung beinhalten.[21]

Im August 2010 führte DuckDuckGo die anonyme Suche ein, einen Ausgangspunkt für die Kooperation der Suchmaschinen mit dem Anonymisier-Netzwerk Tor. Diese erlaubt Anonymität durch Routing des Traffic durch eine Vielzahl von verschlüsselten Relais. Weinberg sagte: „Ich glaube, das passt genau in unsere Datenschutzrichtlinie. Durch die Nutzung von Tor und DDG kann jeder nun ganz anonym auf der Suche sein. Und wenn Sie unsere verschlüsselte Homepage benutzen, können Sie dazu noch "Ende-zu-Ende-verschlüsselt" suchen.[22] DuckDuckGo ist diesbezüglich auch als Tor-Hidden-Service unter http://3g2upl4pq6kufc4m.onion/ erreichbar.

Weiterhin betreibt DuckDuckGo einen XMPP-Bot. Dieser lässt sich zur Kontaktliste eines jeden XMPP-Accounts hinzufügen und beantwortet Suchanfragen wie die normale Website auch.

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c Jon Buys: DuckDuckGo: Eine neue Suchmaschine Built from Open Source. July 2010. Abgerufen am 16. Juli 2010.
  2. United Online, Inc.: Acquisition of Namesdatabase.com Expands Company's Classmates Online Social Networking Unit. 20. März 2006. 
  3. Gabriel Weinberg: Gabriel Weinbergs persönliche Homepage. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  4. Duck Duck Go younoodle Startup Profile. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  5. Patrick Beuth: DuckDuckGo profitiert von Googles neuen Regeln In: DIE ZEIT. 2. März 2012, abgerufen am 2. März 2012. „DuckDuckGo wird bislang von Investoren finanziert, die von Weinbergs Konzept überzeugt sind.“
  6. Dan Kimerling: Duck Duck Go, the Hybrid Search Engine. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  7. Gabriel Weinberg: Public remarks by Gabriel Weinberg. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  8. Duck Duck Go Company Profile. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  9. Frederic Lardnois: Duck Duck Go: Silly Name, Interesting Search Engine. 30. April 2009. 
  10. Hacker News Thread. Abgerufen am 7. Mai 2011.
  11. Direct queries per day. Abgerufen am 1. April 2012.
  12. Dan Kimerling: Duck Duck Go, The Hybrid Search Engine. 12. Dezember 2008. 
  13. Adam Hirsch: Voting Round for the BOSS Mashable Challenge. 7. Oktober 2008. 
  14. Gabriel Weinberg: duck.co – The DuckDuckGo Community. July 2010. Abgerufen am 21. Juli 2010.
  15. Clement Lefevbre: The Linux Mint Blog: Linux Mint signs a partnership with DuckDuckGo. 26. November 2011, abgerufen am 27. November 2011.
  16. Duck Duck Go – FAQ. 
  17. Duck Duck Go, Inc.: About Duck Duck Go. 
  18. Duck Duck Go, Inc.: Duck Duck Go Launches Shopping Filter. 9. Juni 2009. 
  19. Duck Duck !Bang. Abgerufen am 25. September 2011.
  20. DDG Privacy
  21. Christopher Mims: The Search Engine Backlash Against 'Content Mills'. July 2010. Abgerufen am 26. Juli 2010.
  22. Gabriel Weinberg: DuckDuckGo now operates a Tor exit enclave. August 2010. Abgerufen am 30. September 2010.