Duderstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Duderstadt
Duderstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Duderstadt hervorgehoben
51.51510.252777777778170Koordinaten: 51° 31′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Göttingen
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 95,62 km²
Einwohner: 21.040 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37115
Vorwahlen: 05527, 05529 (Brochthausen, Hilkerode)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: GÖ, DUD, HMÜ
Gemeindeschlüssel: 03 1 52 007
Stadtgliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Worbiser Str. 9
37115 Duderstadt
Webpräsenz: www.duderstadt.de
Bürgermeister: Wolfgang Nolte (CDU)
Lage der Stadt Duderstadt im Landkreis Göttingen
Staufenberg Hann. Münden Bühren Scheden Rosdorf Friedland Dransfeld Jühnde Niemetal Adelebsen Bovenden Waake Gleichen Landolfshausen Bilshausen Göttingen Seulingen Ebergötzen Bodensee Seeburg Obernfeld Krebeck Wollbrandshausen Rollshausen Wollershausen Duderstadt Gieboldehausen Rhumspringe Rüdershausen Landkreis Göttingen Niedersachsen Hessen Landkreis Northeim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz ThüringenKarte
Über dieses Bild
Duderstadt – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655
Duderstadt – Ortskern

Duderstadt ist eine Stadt und selbständige Gemeinde im Landkreis Göttingen im südöstlichen Niedersachsen.

Das mittelalterliche Stadtbild wird geprägt von rund 600 Bürgerhäusern verschiedener Stilepochen – überwiegend Fachwerkhäusern – den beiden großen Stadtkirchen St. Cyriakus und St. Servatius mit ihren mächtigen Türmen, dem Westerturm mit seiner prägnant gedrehten Spitze, der restaurierten Stadtmauer sowie dem Rathaus, einem der ältesten Deutschlands.

Geographie[Bearbeiten]

Duderstadt liegt im Untereichsfeld im südlichen Harzvorland nahe der Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Wegen seiner fruchtbaren Böden wird das Umland bereits seit dem Mittelalter auch als Goldene Mark bezeichnet. Etwa zehn Kilometer südöstlich der Stadt liegt das thüringische Ohmgebirge, rund 20 Kilometer nordöstlich der Harz. Durch die Stadt fließen die Flüsse Hahle und Brehme.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Mittelstadt Duderstadt umfasst neben der Kernstadt 14 Anfang der 1970er Jahre eingemeindete Ortsteile (siehe Eingemeindungen). Von den rund 21.500 Einwohnern leben gut 9000 in der Kernstadt und über 12.000 in den Ortsteilen.

Einwohner[Bearbeiten]

Die Anzahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz betrug am 1. April 2011 in den zu Duderstadt gehörenden Ortschaften:[2]

Historisches Rathaus
Südostseite des Rathauses
Der Westerturm mit seiner gedrehten Spitze ist das Wahrzeichen der Stadt
Die Marktstraße in östlicher Richtung. Im Hintergrund sind das Rathaus und die St.-Cyriakus-Kirche zu sehen.
St. Cyriakuskirche – auf der rechten Seite erkennt man das Rathaus (April 2004)
Sulberg mit Sulbergwarte
Rathaus-Briefmarke

Wappen[Bearbeiten]

Das Duderstädter Wappen geht auf ein seit 1255 nachweisbares Stadtsiegel zurück. Es zeigt in rotem Feld übereinander zwei schreitende, herschauende goldene Löwen, von der Wappenurkunde Leoparden genannt, mit blauen Zungen. Das Wappen ist dem Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig nachgebildet. Auch nach dem Übergang in Mainzische Landesherrschaft (Mitte des 14. Jahrhunderts) blieben die Löwen das Zeichen der Stadt und die Farben Blau und Gold die Stadtfarben.

Geschichte[Bearbeiten]

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Keinerlei Einzelnachweise für den geschichtlichen Text

Mittelalter[Bearbeiten]

Als erste urkundliche Erwähnung Duderstadts wird von den meisten Autoren und ebenso für die Ansetzung von Jubiläumsfeiern eine Urkunde König Heinrichs des Voglers vom 16. September 929 angenommen, in der er seiner Frau Mathilde die Orte Quedlinburg, Pöhlde, Nordhausen, Grone und eben Duderstadt als Wittum vermacht. Die Urkunde wurde in Quedlinburg ausgestellt und erwähnt Duderstadt mit der Schreibung Tutersteti. Eine inhaltlich ähnliche Urkunde Heinrichs, in der Duderstadt als Dudersteti erwähnt ist und anstelle von Grone Zehntrechte in Wolfsleben und Gudersleben genannt werden, wurde bereits am 13. Mai 927 ausgestellt.[3] Diese Urkunde ist jedoch nur aus einer inzwischen ebenfalls verschollenen Abschrift bekannt.[4] 974 kam der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre verwaltete. 1237 wurde Duderstadt als Lehen an den Landgrafen Heinrich Raspe von Thüringen gegeben, nur 10 Jahre später kam es als Lehen an Otto das Kind, einen Enkel Heinrichs des Löwen. Duderstadt blieb etwa ein Jahrhundert unter welfischer Herrschaft. Zu Beginn dieser Zeit, in den Jahren um 1250, ist es zur Stadt geworden. Gefördert von den Braunschweiger Herzögen erlebte es einen anhaltenden Aufschwung.

So wurde die junge Stadt im Spätmittelalter zu einem bedeutenden, wohlhabenden Ort. Dies nicht zuletzt durch seine Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen: einer Nord-Süd-Route, der „Nürnberger Straße“, von Italien zu den Hansestädten in Nordeuropa sowie einer West-Ost-Verbindung aus dem belgischen Raum über Köln und Leipzig weiter nach Osteuropa. Die Duderstädter Kaufleute betrieben einen weitreichenden Handel; nachgewiesen sind Reisen bis nach Nowgorod.

In den Jahren 1334 bis 1366 traten die welfischen Herzöge der Linie Grubenhagen Duderstadt wegen notorischen Geldmangels schrittweise an die Erzbischöfe von Mainz ab. Für die Stadt begann damit eine Zeit von etwa 450 Jahren Mainzer Herrschaft. Unter den neuen Landesherren setzte sich der Aufstieg der Stadt fort. Sie wuchs über den Ring der Befestigungsanlagen hinaus, ihr wirtschaftliches und politisches Gewicht nahm zu. In den Jahrzehnten um 1400 konnte Duderstadt ein beachtliches Territorium (ca. 115 km²) mit 16 Dörfern erwerben. Mit etwa 4000 Einwohnern war Duderstadt damals fast so groß wie Hamburg. Um die gleiche Zeit, zu Beginn des 15. Jahrhunderts ließ die Stadt um ihre Feldflur und an den Grenzen des mainzischen Gebietes Wälle und Knicks errichten.[5] Beiderseitige Gräben, deren Durchgänge mit Schlagbäumen und Warttürmen versehen waren, sollte die Stadt gegen feindliche Einfälle, vor allem gegen die von Uslar auf der Gleichenburgen und die von Minnigerode, welche im Osten auf der Allerburg saßen, schützen. Vorangegangen war die Ermordung des Herzogs Friedrich I. von Braunschweig-Lüneburg durch mainzische Lehnleute. Dies führte anschließend zu einem Krieg der Braunschweiger Herzöge, des Landgrafen von Hessen und zahlreicher anderer Grafen und Herzöge gegen Erzbischof Johann von Mainz, welcher im Jahre 1405, im Friedberger Frieden, beigelegt wurde. Durch die Verlagerung der Handelsstraßen und den Niedergang der Hanse im 15. Jahrhundert kam es zu Stagnation und schließlich wirtschaftlichem Abschwung. Seit 1450 nahm die Einwohnerzahl spürbar ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Trotz dieser Krise konnte die Stadt noch respektable Leistungen erbringen: ein neuer Befestigungsring entstand, die Kirchen wurden vollendet. Das heutige Stadtbild gehört fast in seiner Gesamtheit der Zeit an, die vom wirtschaftlichen Rückgang gekennzeichnet war. Positiv war, dass sich Duderstadt ein überwiegend mittelalterliches Stadtbild mit Fachwerkhäusern bewahren konnte, wie es in dieser Geschlossenheit nur noch selten zu finden ist. Duderstadt war auch seit dem Mittelalter häufig Opfer von Brandkatastrophen. Der wohl größte Brand in der Stadtgeschichte ereignete sich im Jahre 1424 und legte fast den kompletten nördlichen Teil der Stadt, zwischen Obertor und Westertor, in Schutt und Asche. Neben dem Westertor mussten 340 Häuser neu errichtet werden, eine Inschrift am Tor berichtet von der Katastrophe.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Zuge des Bauernkrieges wurde Duderstadt von Herzog Heinrich dem Jüngeren 1525 besetzt. Er übergab die Stadt an Erzbischof Albrecht von Mainz und Magdeburg, die durch die Albertinische Ordnung von 1526 ihre Autonomierechte verlor. Der Erzbischof setzte als ständigen Bevollmächtigten einen Stadtschultheißen ein. Als Zeichen des gestiegenen Selbstbewusstseins der Bürger ist der Erweiterungsbau des Rathauses von 1536, sowie die schnelle Übernahme der lutheranischen Konfession zu sehen.

Bis zum Dreißigjährigen Krieg war die Lage insgesamt noch nicht ungünstig. Kriegsfolgen, insbesondere durch den Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 und den Siebenjährigen Krieg (1756–1763), Epidemien und die zunehmende Abgrenzung der umliegenden Staaten verhinderten eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Weitere Ursachen für die wirtschaftliche und demographische Depression Duderstadts war der Niedergang der Hanse und die Verlagerung der Frachtstraßen in das Leinetal. Ab 1660 beendete der Tabakanbau die ökonomische Talfahrt der Stadt. Erfolgreich gestaltete sich die Gegenreformation, forciert vor allem durch den Duderstädter Stadtpfarrer Herwig Böning, der zwar eine evangelische Minderheit von 25 Prozent gegenüberstand, sich aber in der Stadt besser entwickeln konnte als im übrigen Eichsfeld. Zahlreiche Vertreter der evangelischen Minderheit fand sich im städtischen Patriziat wieder. Adlige Gerichte hatten durch die Bestimmungen des Westfälischen Friedens 1648 ein konfessionelle Sonderstellung.

Nach dem Frieden von Lunéville erhielt Preußen 1802 das mainzische Eichsfeld als Entschädigung für den Verlust seiner linksrheinischen Gebiete; der Territorialstaat des Erzbistums wurde damit aufgelöst. Die Preußen hatten schon vor der Übertragung die Stadt besetzt. Die Neuordnungen Napoleons trafen auch Duderstadt, das ab 1807 sechs Jahre Teil des Harz-Departements wurde. Duderstadt war Verwaltungsmittelpunkt und damit einer von vier Hauptorten des Distriktes; es stand unter der Hoheit des Königreichs Westphalen. Der Distrikt bestand aus acht Kantonen: Beuren, Stadt Duderstadt, Gieboldehausen, Niederorschel, Seulingen, Teistungen, Weißenborn und Worbis. Verwaltet wurde der Kanton von Kanton-Maires, denen die Bürgermeister der einzelnen Orte untergeordnet waren. Nach französischem Vorbild trennte man Verwaltung und Justiz, jeder Kanton erhielt ein Friedensgericht und jeder Distrikt ein Civiltribunal. Als Bürgermeister im Distrikt Duderstadt fungierte Maire Hofmann; er war bereits zu Mainzer Zeit zum Bürgermeister berufen worden und behielt dieses Amt über alle Jahre und Regierungswechsel von 1792 bis 1828.

Im 19. Jahrhundert geriet Duderstadt endgültig in eine Randlage. Von 1816 bis 1866 lag die Stadt an der neuen Grenze zwischen Hannover und Preußen, die mitten durch das Eichsfeld verlief. Mit der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen, spätestens aber nach dem Zusammenschluss der deutschen Staaten 1871 zum Kaiserreich begann mit dem Fortfall von Zoll und Handelshemmnissen ebenfalls für Duderstadt ein wirtschaftlicher Aufschwung als späte Folge der industriellen Revolution. Als mit dem Bau der Eisenbahnen neue Verkehrslinien entstanden, blieb die Stadt abseits der Hauptlinien. Erst Jahrzehnte später, in den Jahren 1887/89, erhielt Duderstadt durch die Bahnstrecke Wulften–Leinefelde Anschluss an die Hauptbahnen Südharzstrecke und Halle-Kasseler Eisenbahn. Von 1907 bis 1931 hatte Duderstadt mit einer mehrjährigen Unterbrechung auch Anschluss an die Schmalspurbahn Gartetalbahn nach Göttingen, die bis Ende der 1950er Jahre noch von Göttingen bis Rittmarshausen betrieben wurde.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert brachen erneut Großbrände aus. 1852 zerstörten Brände im Nordosten der Stadt zwischen Jüdenstraße und Obertor 108 Häuser und 162 Scheunen. Am Dachstuhl und an den Türmen wurde auch die St.-Cyriakus-Kirche beschädigt, beim Wiederaufbau erhielt sie mit den beiden gleich hohen Türmen ihr heutiges Aussehen. Knapp 60 Jahre später suchten Brände den Bereich um die Sackstraße/Spiegelbrücke im Westen der Stadt heim und zerstörten 44 Häuser, im gleichen Jahr 1911 wüteten auch Feuer in der Obertorstraße und beschädigten dort 13 Häuser. Wegen dieser beiden Großbrände innerhalb eines Jahres schaffte die Stadtverwaltung eine leistungsfähige Dampfspritze an. Der letzte große Brand vernichtete 1915 neben 39 Häusern und 68 Nebengebäuden auch die St.-Servatius-Kirche, die völlig ausbrannte und erst zwei Jahre später wieder aufgebaut wurde.

Mit dem endgültigen Verlust der ursprünglich günstigen Verkehrslage waren die Standortbedingungen für die Industrie äußerst ungünstig. Es gab wenig neue Arbeitsplätze und nur wenige Betriebe konnten sich auf Dauer halten. Wandergewerbe, Saisonarbeit in anderen Städten und starke Abwanderung waren die Folge.

Ab 1885 bildete die Stadt mit den zur preußischen Provinz Hannover gehörenden Dörfern des Untereichsfeldes den Landkreis Duderstadt.

Zur Zeit der Hitlerdiktatur war das Eichsfeld nie eine Hochburg des Nationalsozialismus. Bei der Reichstagswahl März 1933 erhielt die NSDAP im Kreis Duderstadt nur 26 % der Stimmen, in der Stadt Duderstadt selbst 33,9 % (zum Vergleich: Göttingen 51 %, Reichsdurchschnitt 44 %). Dennoch versagten sich die Duderstädter in der Folge nicht dem Nationalsozialismus. So kam z. B. der Historiker Dieter Wagner im Eichsfeld-Jahrbuch 2000 zu dem Ergebnis: „Gravierende Unterschiede in der Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Nationalsozialismus waren zwischen dem Untereichsfeld und dem Reich in den Friedensjahren der nationalsozialistischen Herrschaft nicht mehr festzustellen. Man richtete sich ein und fast alle machten mit!“ Auch in Duderstadt wurden Gegner des Regimes verfolgt und deportierte Ausländer und Häftlinge von Konzentrationslagern mussten Zwangsarbeit leisten. Von November 1944 bis April 1945 unterhielt das KZ Buchenwald in Duderstadt ein Außenkommando mit 755 jüdischen Ungarinnen. Die kleine jüdische Gemeinde hat nicht überlebt. In der sogenannten Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge in der Christian-Blank-Straße zerstört. Ein Gedenkstein auf dem Stadtwall erinnert an dieses Ereignis.

Nach dem Krieg rückte Duderstadt durch die Schließung der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR schließlich in eine extreme Randlage. Die Bahnstrecke nach Leinefelde wurde im Zuge der Grenzziehung stillgelegt, der Abschnitt nach Wulften folgte am 26. Juli 1974. Es ist trotzdem gelungen, wichtige Industriebetriebe in Duderstadt anzusiedeln. Auch ist die Eingliederung tausender Vertriebener und Flüchtlinge geglückt.

1973 wurde Duderstadt mit fast allen anderen Gemeinden des Landkreises Duderstadt in den neu gebildeten Landkreis Göttingen integriert.

Am 10. November 1989 wurde um 0:35 Uhr der Schlagbaum am Grenzübergang Duderstadt/Worbis nach Westen geöffnet. Bis zum Nachmittag kamen mehr als 6000 DDR-Bürger in über 1500 Fahrzeugen nach Duderstadt, bis zum Jahresende wurden es 700.000 Menschen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurde die Gemeinde Westerode eingegliedert. Am 1. Januar 1973 kamen Breitenberg, Brochthausen, Desingerode, Esplingerode, Fuhrbach, Gerblingerode, Hilklerode, Immingerode, Langenhagen, Mingerode, Nesselröden, Tiftlingerode und Werxhausen hinzu.[6]

Etymologie[Bearbeiten]

Duderstadt wird in den frühesten schriftlichen Quellen als Dudersteti, später als Duderstat oder Duderstad bezeichnet. Die Namensformen kommen auch mit Verschärfung des Verschlusslauts als Tutersteti, Dutherstade oder Tuderstad vor. Entgegen der in der Region am häufigsten vorkommenden Ortsnamensbildung mit einem Personennamen als Bestimmungswortes ist im Falle Duderstadts von dem Namen eines Fließgewässers oder eines Teilabschnitts eines Gewässers auszugehen, der als Duder anzusetzen ist und auf die rekonstruierten Formen des germanischen *Dudra- und indogermanischen *dhudhrā- „ungestüm, tobend“ zurückgeführt wird. Diesem Namensteil wurde dann das Grundwort -stadt angehängt.[7][8]

Die Sage von der Namensgebung

Entgegen der etymologischen Namensherkunft hat sich besonders eine Legende als leicht humoristische Erklärung der Namensherkunft behauptet: Drei Brüder bauten Duderstadt und als sie damit fertig waren, wollten sie der Stadt einen Namen geben. Sie wurden sich aber nicht darüber einig, wer es tun sollte, und so sagte der Erste zum Zweiten: „Gib du der Stadt den Namen“, und der wiederum sagte zum Ersten: „Gib du der Stadt den Namen“, und dieser bat mit den gleichen Worten den Dritten, der gab’s ihm mit denselben Worten zurück. Da nannten sie kurz entschlossen die Stadt Duderstadt.[9]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1890: 04.809 Einwohner, davon 3231 Katholiken, 1497 Evangelische und 81 Juden[10]
  • 1925: 06.474 Einwohner[10]
  • 1933: 06.963 Einwohner[10]
  • 1939: 06.659 Einwohner[10]
  • 1950: 11.511 Einwohner[10]
  • 1961: 10.709 Einwohner (mit den 1971 und 1973 eingemeindeten Orten 22.235 Einwohner)[6]
  • 1970: 10.965 Einwohner (mit den 1971 und 1973 eingemeindeten Orten 23.794 Einwohner)[6]
  • 1977: 22.949 Einwohner[10]
  • 1980: 22.900 Einwohner[10]
  • 1990: 22.900 Einwohner[10]
  • 2010: 21.796 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2011
Wahlbeteiligung: 51,41 % (2006: 52,04 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,67 %
18,10 %
10,32 %
8,74 %
3,18 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,71 %p
-0,36 %p
+2,37 %p
+5,21 %p
-1,50 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger
Ortsratswahl 2011
Wahlbeteiligung: 42.46 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,97 %
21,82 %
11,50 %
10,33 %
4,38 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger

Rat der Stadt Duderstadt[Bearbeiten]

Zusammensetzung des Rates der Stadt Duderstadt:
(Wahlperiode vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2016)

Anmerkung: Nach Parteiaus- oder -übertritten entspricht die Sitzverteilung nicht mehr dem Stimmenverhältnis der Parteien.

Ortsrat Duderstadt[Bearbeiten]

Zusammensetzung des Ortsrates Duderstadt für die Kernstadt:

Anmerkung: Nach Parteiaus- oder -übertritten entspricht die Sitzverteilung nicht mehr dem Stimmenverhältnis der Parteien.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt ist Wolfgang Nolte (CDU). Ortsbürgermeister ist Hubertus Werner (CDU). Mitglied im Niedersächsischen Landtag ist Lothar Koch (CDU). (Landtagswahlkreis 18; umfasst Gebiete aus dem Landkreis Göttingen sowie einen Teil des Landkreises Osterode)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Duderstadt unterhält Partnerschaften mit dem baden-württembergischen Tauberbischofsheim (seit 1961), mit dem französischen Combs-la-Ville (seit 1968) und mit dem polnischen Kartuzy (seit 1995).[11]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • ansässige Unternehmen: ca. 518
  • soz.-vers. Beschäftigte: ca. 6578, davon:
    • verarbeitendes Gewerbe, Bau und Energie: 42 %
    • Handel, Verkehr und Nachrichten: 17,2 %
    • sonstige Dienstleistungen: 39,9 %
    • Land und Forst: 0,9 %

Bedeutende Unternehmen:

  • Otto Bock – Weltmarktführer in der Prothetik sowie weltweit einer der bedeutendsten Hersteller von PUR Schaumsystemen, Blockweichschäumen und PUR Gelen

Verkehr[Bearbeiten]

Duderstadt liegt an der Bundesstraße 247 und ist Ausgangspunkt der Bundesstraße 446. Etwa 15 km südlich von Duderstadt verläuft die A 38 (Göttingen-Halle-Leipzig), rund 30 km westlich die A 7.

Auf der Bahnstrecke Leinefelde–Wulften wurde auf dem niedersächsischen Abschnitt am 26. Juli 1974 der Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr zwischen Wulften und Duderstadt wurde dagegen trotz rückläufiger Zahlen noch bis zur Wiedervereinigung aufrechterhalten. Auf der Strecke nach Teistungen musste als Folge der innerdeutschen Teilung der Betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg eingestellt werden. Auch die Gartetalbahn ist stillgelegt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Durch die unmittelbare Nähe zur ehemaligen innerdeutschen Grenze wurde Duderstadt am 14. August 1956 zum Standort einer Abteilung des Bundesgrenzschutzes, seit Juli 2005 der Bundespolizei. Trotz mehrfacher Umstrukturierung, wobei auch der Standort in Frage gestellt wurde, konnte sie 2006 ihr 50-jähriges Bestehen feiern.[12] Seit einer Neustrukturierung im Jahr 2008 sind in der Abteilung etwa 600 Bedienstete tätig.[13]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Grundschulen
    • St.-Elisabeth-Schule, Katholische Grundschule in Duderstadt
    • Janusz-Korczak-Grundschule, Duderstadt
    • Maximilian-Kolbe-Schule, Grundschule in Gerblingerode
    • Paul-Maar-Grundschule, Grundschule in Hilkerode
    • Grundschule Langenhagen
    • Grundschule Mingerode
    • St.-Georg-Schule, Grundschule in Nesselröden
    • St.-Nikolaus-Grundschule, Tiftlingerode
  • Sekundarstufe I und II
    • Pestalozzischule (Förderschule)
    • Astrid-Lindgren-Schule (Hauptschule)
    • St.-Ursula-Schule (Integrierte Gesamtschule)
    • Heinz-Sielmann-Realschule
    • Eichsfeld-Gymnasium
  • Berufs- und Fachschulen
    • Berufsbildende Schulen
    • Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim
    • Fachschule für Altenpflege des Malteser Hilfsdienstes
    • Krankenpflegefachschule Krankenhaus St. Martini
    • Kreisgewerbeanstalt
    • Vinzenz-von-Paul-Schule (Fachschule für Sozialpädagogik)
  • Sonstige
    • Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung gGmbH, Qualifizierung und Stabilisierung arbeitsloser Menschen, Jugendberufshilfe
    • Ausbildung & Arbeit GmbH – Förderunterricht für Auszubildende im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit
    • Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft
    • Deutsche Angestellten-Akademie im Bildungswerk der DAG e. V.
    • Europa- u. Deutschlandpolitisches Bildungsinstitut Duderstadt e. V.
    • Europa-Akademie Eichsfeld
    • Institut Brückenschlag e. V.
    • Kreisvolkshochschule Göttingen
    • LEB Niedersachsen e. V.
    • Musikschule für den Landkreis Göttingen
    • Musikschule Hilkerode
    • Studienkreis-Nachhilfe
Duderstadts Partnerstädte
Der „Anreischke“, die Symbolfigur Duderstadts auf dem Schützenumzug (Juli 2006)
Duderstädter Fanfarenzug vor dem Rathaus während des Schützenumzuges 2006
Denkmal für Georg von Kopp vor der St. Cyriakuskirche

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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Einzelnachweise erforderlich (mindestens einer pro Abschnitt), bei Liebfrauenkirche weitere Belege erforderlich.

Bauwerke[Bearbeiten]

In der Altstadt befinden sich ca. 500 Fachwerkhäuser. Anlässlich der niedersächsischen Landesausstellung Natur im Städtebau 1994 wurden große Teile der Altstadt saniert. Besonders hervorzuheben sind das historische Duderstädter Rathaus (eines der ältesten in Deutschland), die beiden großen Kirchen (St. Cyriakus und St. Servatius), die ca. 3,5 km lange Ringwallanlage und der Westerturm, bekannt für seine gedrehte Spitze.

Duderstadt – Rathaus

Liebfrauenkirche[Bearbeiten]

Neben den beiden großen Kirchen St. Cyriakus und St. Servatius gibt es die Liebfrauenkirche als Kirche des Ursulinenklosters. Ihr Vorgänger war die Kapelle Ad Beatam Mariam Virginem, die 1424 erbaut und 1700 zu einem größeren Gotteshaus erweitert wurde. Nach ihrem Abriss wurde unter dem Duderstädter Kardinal Georg Kopp der Bau der neuromanischen Liebfrauenkirche forciert und 1889 der Grundstein gelegt. Die Pläne stammten vom Hildesheimer Diözesanbaumeister Richard Herzig.[14] Der zweischiffige basilikale Rotsandsteinquaderbau besitzt Rundbogenfriese und eine Lisenengliederung, in den Obergaden Rundfenster und einen Dachreiter im Westen. Die Apsis, die beinahe die Raumhöhe der Kirche hat, während die sonstige Höhe des hell verputzten Innenraumes 13,5 Meter beträgt, wird von zwei schlanken Türmen mit spitzem Helm flankiert, die nach Osten ausgerichtet sind. Ein zweistöckiges Seitenschiff schließt sich im nördlichen Teil der Kirche dem Hauptschiff an, das 27 Meter lang und 9,5 Meter breit ist. Auf dem oberen, flach gedeckten Stockwerk befindet sich die Orgelempore. Sie öffnet sich zum Hauptschiff durch gekuppelte Rundbögen. Als Mittelpfosten sind schlanke Säulen mit Knospenkapitellen eingesetzt. Über das gesamte Hauptschiff bis zum Nonnenchor im Westen der Kirche zieht sich ein gegurtetes, achtjochiges Kreuzgratgewölbe hin. Dort wurden als Pfeiler Halbsäulen mit Knospen- und Würfelkapitellen eingesetzt. Die Innenausstattung der Kirche ist mit zwei Werken aus der Spätgotik relativ sparsam. In der Apsis befindet sich eine lebensgroße, dreifigurige Kreuzigungsgruppe, in einem Nebenaltar im Seitenschiff eine Mondsichelmadonna mit Kind.

Kapelle St. Martin[Bearbeiten]

Die Kapelle geht auf das Jahr 1443 zurück und stand damals in Verbindung mit dem vor dem Westertor der Stadt erbauten Hospital St. Martin. Heute steht das kleine Gotteshaus in enger baulicher Beziehung zum Krankenhauskomplex. Die Kapelle ist ein Sandsteinbau, dessen Abschluss nicht mehr vorhanden ist. Das Langhaus ist dadurch verkürzt, während der Chor langgestreckt ist. Er ist eingezogen, dreiseitig geschlossen und trägt einen schiefergedeckten Reiter mit welscher Haube. Im Inneren präsentiert sich das tonnengewölbte Langhaus in einem schlichten Stil und steht damit im Kontrast zum Chor, der sich über zwei Joche spannt und kreuzgewölbt mit einer polychromen Fassung versehen ist. Die Neubemalung im Jahre 1995, die auf den Originalzustand von 1867 zurückgeht, versah die Decke der Kapelle mit einem floralen Rankenwerk und goldfarbenen Akzenten. Die Kapelle wurde zwischenzeitlich als Viehstall und 1830 als Tabaklager genutzt, sodass sie starke Schäden erlitt. 1853 brachte man den spätgotischen Trinitätsaltar in die Cyriakuskirche und behob einige Beschädigungen der Kapelle. Ein neuer Altar aus dunklem Eichenholz vom Duderstädter Anton Riepenhausen wurde 1865 gefertigt und nach einer 40-jährigen Kellerlagerung erst im Jahre 1995 wieder in der Kapelle aufgestellt.

Heimatmuseum[Bearbeiten]

Das Duderstädter Heimatmuseum ist ein regionalgeschichtliches Museum mit einer umfassenden Sammlung zu den Themengebieten Archäologie, Handwerks- und Wirtschaftsgeschichte, sowie dem ländlichen und städtischen Lebens des 19. Jahrhunderts. Die Gründung des Heimatmuseums geht auf Bestrebungen des Jahres 1929 zurück, als Duderstadt sein 1000-jähriges Bestehen feierte. 1931 wurden in der städtischen Knabenschule zwei Räume eingerichtet, die eine Ausstellung volkskundlicher Gegenstände enthielt. Mitte der 30er Jahre benutzte die örtliche Hitlerjugend die Räume als Versammlungsstätte, Flüchtlingseinquatierungen in Folge des Zweiten Weltkrieges führten dazu, dass das Museum vollständig geräumt werden musste. Erst 1959 fand eine eingeschränkte Wiederöffnung statt, im Folgejahr übernahm die Stadt und der Kreistag die Trägerschaft. 1969 standen erstmals alle Etagen zur Verfügung. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das barocke Fachwerkhaus umfassend renoviert, die Sammlung erfuhr eine wissenschaftliche Aufarbeitung und das Museum ging vollständig in die Trägerschaft der Stadt über. Die feierliche Neueröffnung fand 1986 statt. Seitdem werden fortlaufend Aktualisierungen und Erweiterungen des Themenangebotes durchgeführt, 1990 kam ein Museumslehrgarten mit wirtschaftshistorisch wichtigen Nutz- und Zierpflanzen aus der Region hinzu.

Sport[Bearbeiten]

Es gibt mehrere Sportvereine, der bekannteste ist der TV Jahn Duderstadt, dessen Männer-Handballmannschaft von 1995 bis 2001 in der 2. Handball-Bundesliga spielte.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fastnachtsmarkt, Februar
  • Eichsfelder Gartenmarkt und Fußgängerzonenfest, Anfang Mai
  • Duderstädter Kultursommer im Stadtpark, von Juni bis September
  • Schützenfest, am zweiten Wochenende im Juli
  • Bürgerfest der Lebenshilfe Eichsfeld e. V. auf der Marktstraße, jedes Jahr mit ungerader Jahreszahl Ende August
  • Klassik am Teich, September
  • Eichsfelder Apfel- und Birnenmarkt, Oktober
  • Krippenmarkt, November
  • Martinimarkt, Ende November
  • Weihnachtsmarkt, Ende November bis Mitte Dezember

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Duderstadt bzw. das Eichsfeld sind unter anderem für folgende Spezialitäten bekannt:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Ludwig Karl Hartmann, Kreisgerichtsdirektor in Glogau (12. Mai 1857)
  • Georg Kardinal von Kopp, Fürstbischof von Breslau (18. August 1887)
  • Fritz Biermann, Senator in Bremen, Großfabrikant, Kommerzienrat (1. Februar 1914)
  • Rudolf Bank, Propst, bischöflicher Kommissarius, Prälat, Stadtpfarrer von Duderstadt (1. Dezember 1918)
  • Franz Hollenbach, Fabrikant (17. Mai 1958)
  • Max Näder, Unternehmer (1990)
  • Hans Georg Näder, Unternehmer (3. September 2011)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Baumeister Anreischken (um 1500)[15]
  • Louis Hackethal (1836–1911), Telegraphendirektor, Erfinder des Hackethaldrahtes
  • Andreas Dornieden (1887–1976), Bürgermeister (NSDAP) von 1933 bis 1945
  • Lode van der Linden (1888–1960), Professor, akademischer Maler und Architekt belgischer Nationalität, Aufenthalt in Duderstadt von 1917 bis 1927 und von 1944 bis 1950, Maler zahlreicher Bilder über Duderstadt und Umgebung
  • Joseph Müller (1894–1944), Priester und Märtyrer, war von 1922 bis 1924 als Kaplan in der katholischen Propsteigemeinde St. Cyriakus tätig. Er wurde von den Nationalsozialisten 1944 hingerichtet.
  • Karl Hackethal (1901–1990), Oberlandwirtschaftsrat und Politiker (CDU), Mitglied des Landtages in Niedersachsen von 1951 bis 1957, Mitglied des Bundestages von 1957 bis 1961, Kreistagsabgeordneter des Landkreises Duderstadt (DUD) von 1948 bis 1968, Ratsherr der Stadt Duderstadt, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
  • Matthias Gleitze (1902–1989), Oberkreisdirektor des Landkreises Duderstadt von 1948 bis 1967, Kreistagsabgeordneter des Landkreises Duderstadt von 1968 bis 1972, Ratsherr der Stadt Duderstadt von 1981 bis 1986, Ehrenbürger der Gemeinde Seeburg, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
  • Georg Greve (1876–1963), impressionistischer Maler, verbrachte einige Jahre seines Lebens in Duderstadt
  • Heinz Sielmann (1917–2006), Professor, zusammen mit seiner Frau Inge Begründer der Heinz-Sielmann-Stiftung (Naturerlebniszentrum Gut Herbigshagen bei Duderstadt), Ehrenringträger der Stadt Duderstadt

Literatur[Bearbeiten]

  • Gudrun Schwibbe, Michael Schwibbe, M. Hauff, R. Herzog, H. Starosta, A. Stephainski: Zeitreise durchs Eichsfeld. 1075 Jahre Duderstadt. Göttingen 2004, ISBN 3-924781-50-8.
  • Maria Hauff, Hans-Heinrich Ebeling: Duderstadt und das Untereichsfeld Lexikon einer Landschaft in Südniedersachsen. Mecke, Duderstadt 1996. ISBN 3-923453-85-X.
  • Götz Hütt: Geschichte der neuzeitlichen jüdischen Gemeinde in Duderstadt. Norderstedt 2012, ISBN 978-3-8482-1866-0.
  • Guntram Czauderna/Götz Hütt: Stolpersteine in Duderstadt. Norderstedt 2012, ISBN 978-3-8423-7220-7.
  • Götz Hütt: Jede Minute, die wir noch leben, ist von Nutzen. Lebensgeschichtliche Interviews mit ehemaligen Häftlingen des KZ-Außenlagers Duderstadt. Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-7220-7.
  • Götz Hütt: Das Außenkommando Duderstadt des KZ Buchenwald. Ungarische Jüdinnen im Rüstungsbetrieb Polte.Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2646-2.
  • Frank Baranowski: Rüstungsproduktion in Deutschlands Mitte von 1923 bis 1945. Rockstuhl, Langensalza 2013, S. 69–74, ISBN 978-3-86777-530-4.
  • Hans-Heinrich Ebeling, Hans-Reinhard Fricke: Duderstadt 1929–1949: Untersuchungen zur Stadtgeschichte im Zeitalter des Dritten Reichs. Mecke, Duderstadt 1992 ISBN 3-923453-44-2.
  • Christoph Lerch: Duderstädter Chronik: von der Vorzeit bis zum Jahre 1973. Mecke, Duderstadt 1979.
  • Julius Jaeger (Hrsg.): Duderstadt oder ausführlicher Traktatus von der Stadt Duderstadt Ursprung, Fortgang, Rechten, Privilegien und Gerechtsamkeiten. Mecke, Duderstadt 1920.
  • Karl Wüstefeld: 1000 Jahre Duderstadt: Geschichte der Stadt. Duderstadt 1929.
  • Johann Wolf: Geschichte und Beschreibung der Stadt Duderstadt: mit Urkunden und drei Kupfern. Rosenbusch, Göttingen 1803. Online bei Google Books
  • Peter Aufgebauer: Wie Duderstadt und das Untereichsfeld an Mainz kamen. In: Eichsfeld-Jahrbuch 6. 1998, S. 24–38.
  • Hans-Reinhard Fricke (Hrsg.): Duderstädter HäuserBuch. Duderstadt 2007. (mit CD-Rom)
  • Julius Jäger: Duderstädter Baudenkmäler. Wagner, Duderstadt 1912 (Digitalisat)
  • Julius Jäger: Alt-Duderstadt und seine Baudenkmäler. Wagner, Duderstadt 1914- (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Duderstadt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Duderstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Duderstadt – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Internetseite von Duderstadt, Unterseite Einwohner, abgerufen am 21. Juni 2011
  3. Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 12: Die Urkunden Konrad I., Heinrich I. und Otto I. (Conradi I., Heinrici I. et Ottonis I. Diplomata). Hannover 1879, S. 55–56 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  4. Hans-Reinhard Fricke: Grundzüge der topographischen Entwicklung der Stadt. Im Duderstädter Häuserbuch, S. 75, dort besonders Anmerkung 1. Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2007, ISBN 978-3-936617-70-2
  5.  Christoph Lerch: Duderstädter Chronik von der Vorzeit bis zum Jahre 1973. Mecke Verlag, Duderstadt 1979, S. 39.
  6. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 206.
  7.  Kirstin Casemir, Uwe Ohainski, Jürgen Udolph: Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen. In: Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamensbuch (NOB). Teil IV, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, ISBN 3-89534-494-X, S. 110–112.
  8. Vergl. Stadtführer von Duderstadt, S. 2, ISBN 3-932752-89-9
  9. Adalbert Kuhn, Wilhelm Schwartz: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Brockhaus, Leipzig 1848. Nr. 261, S. 239 Google books
  10. a b c d e f g h Landkreis Duderstadt. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Michael Rademacher, abgerufen am 11. März 2014.
  11. Stadt Duderstadt: Partnerschaften. Abgerufen am 23. März 2011.
  12. Chronik des Bundespolizeistandortes Duderstadt auf den Internetseiten der Bundespolizei, abgerufen am 11. März 2014
  13. Bundespolizeiabteilung Duderstadt auf den Internetseiten der Bundespolizei, abgerufen am 11. März 2014
  14.  Peter Ferdinand Lufen: Landkreis Göttingen, Teil 2. Altkreis Duderstadt mit den Gemeinden Friedland und Gleichen und den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen. In: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. 5.3, CW Niemeyer, Hameln 1997, ISBN 3-8271-8257-3, S. 139.
  15. Stadt Duderstadt