Duffy

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Dieser Artikel befasst sich mit der Sängerin Duffy. Für weitere Personen mit demselben Nachnamen siehe Duffy (Begriffsklärung).
Duffy (2011)
Duffy (2010)
Duffy während eines Auftritts am 15. März 2008

Aimee Ann Duffy (* 23. Juni 1984 in Gwynedd, Wales), bekannt unter ihrem Nachnamen Duffy, ist eine britische Soul-/Pop-Sängerin und Songwriterin.

Leben[Bearbeiten]

Duffy wurde mit elf Jahren aus dem Schulchor verwiesen und konnte nach dem Ende ihrer schulischen Ausbildung als Sängerin ihren Lebensunterhalt nur mühsam bestreiten.[1] Nach eigenen Angaben war der Umzug der Familie von Wales nach England ein Hauptgrund für ihre Zielstrebigkeit, es trotz ausbleibenden Erfolgs weiter als Sängerin zu versuchen. „In der Schule musste ich Englisch lernen; eine Sprache, in der ich mich nach wie vor nicht richtig wohlfühle. Daher lernte ich die Musik als Ausdrucksmittel,“ berichtet die Sängerin.[2] Nach ihrer Rückkehr nach Wales hatte sie 2003 einen ersten kommerziellen Erfolg. Bei der Castingshow Wawffactor[3] im walisischen Fernsehen schloss sie 2003 als Zweitplatzierte ab. Im Jahr darauf machte sie ihre ersten Aufnahmen und war als Sängerin auf einem Album der englischen Band Mint Royale zu hören.

Entdeckt wurde sie dann von Jeanette Lee (ehemals Public Image Ltd.), die sie zum Label Rough Trade brachte und gesanglich förderte. Mit erfolgreichen Musikern wie Bernard Butler (Mitglied von Suede und McAlmont & Butler) und Jimmy Hogarth (unter anderem Produzent von James Blunt und KT Tunstall) wurde in den folgenden Jahren das Album Rockferry produziert. 2007 wurde Duffy von A&M Records unter Vertrag genommen. Der Titelsong des Albums wurde noch im selben Jahr am 3. Dezember als limitierte Single veröffentlicht. Dazu kamen zwei Fernsehauftritte gegen Jahresende, die sie weiter bekannt machten.

Bei der alljährlichen BBC-Prognose, welche Musiker im Folgejahr den Durchbruch schaffen würden (Sound of 2008), belegte sie nach Adele Platz 2.[4] Im Februar 2008 wurde der Song Mercy als erste offizielle Veröffentlichung herausgebracht und erreichte bereits in der ersten Woche allein durch Internet-Downloads Platz 1 in Großbritannien. Mercy wurde dann auch international ein großer Erfolg und stieg auch in den deutschsprachigen Ländern auf Platz 1. Das Album Rockferry wurde mit über 1,5 Millionen verkauften Exemplaren das meistverkaufte des Jahres in ihrer Heimat.

Zu dem 2009 erschienenen Film An Education steuerte Duffy das Lied Smoke Without Fire bei. Eine Schauspielerin sang das Lied in einer Nachtclubszene.

Im Herbst 2010 kündigte Duffy ihr zweites Album Endlessly an, dessen Songs die Sängerin in Zusammenarbeit mit dem seit Jahrzehnten erfolgreichen Songschreiber und Musiker Albert Hammond erarbeitete. Die CD wurde in London und New York aufgenommen.[5]

Das Album ist am 26. November 2010 erschienen. Der Song Well Well Well (feat. The Roots) wurde als erste Singleauskopplung gewählt.[6] Ihre Musik wird auch in zahlreichen Filmen wie Bride Wars oder Die nackte Wahrheit genutzt.

Musikalischer Stil[Bearbeiten]

Duffys Songs sind im Stil des Soul-Pops der 1960er Jahre gehalten. Sie folgt damit einem Trend, mit dem unter anderem Amy Winehouse und Adele erfolgreich waren bzw. sind.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Grammy Awards
    • 2009 erhielt Duffy für ihr Album Rockferry einen Grammy in der Kategorie Bestes Gesangsalbum – Pop. Daneben war sie noch für zwei weitere Grammys nominiert: Für den Song Mercy in der Kategorie Beste weibliche Gesangsdarbietung – Pop sowie sie selbst in der Kategorie Bester neuer Künstler.
  • BRIT Awards
    • 2009 gewann Duffy die Kategorien British female solo artist und British breakthrough act; Rockferry wurde als bestes britisches Album ausgezeichnet. Duffys Hit Mercy war außerdem in der Kategorie British single nominiert. Mit drei Preisen bei vier Nominierungen war sie die Erfolgreichste unter allen Ausgezeichneten. Einen Preis bekam auch Bernard Butler, der Produzent des Duffy-Albums.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2008 Rockferry 3
(78 Wo.)
2
(37 Wo.)
1
(62 Wo.)
1
(88 Wo.)
4
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): 9. März 2008
Veröffentlichung (Europa): 21. März 2008
2010 Endlessly 15
(11 Wo.)
17
(8 Wo.)
10
(12 Wo.)
9
(13 Wo.)
72
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK):
Veröffentlichung (Europa): 26. November 2010

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2008 Rockferry
Rockferry
35
(4 Wo.)
45
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): ???
Veröffentlichung (Europa): ???
Mercy
Rockferry
1
(42 Wo.)
1
(42 Wo.)
1
(65 Wo.)
1
(44 Wo.)
27
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): 17. Februar 2008
Veröffentlichung (Europa): 4. April 2008
Warwick Avenue
Rockferry
12
(26 Wo.)
17
(22 Wo.)
12
(40 Wo.)
3
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): 27. April 2008
Veröffentlichung (Europa): 29. Juni 2008
Stepping Stone
Rockferry
49
(6 Wo.)
21
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): 17. August 2008
Veröffentlichung (Europa): 16. November 2008
In Deutschland nicht auf CD erschienen.
Rain on Your Parade
Rockferry (Ltd. Deluxe Edt.)
29
(19 Wo.)
29
(11 Wo.)
25
(16 Wo.)
15
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. November 2008 (UK)
Veröffentlichung (Europa): 5. Dezember 2008
2010 Well Well Well
Endlessly
24
(12 Wo.)
33
(5 Wo.)
19
(10 Wo.)
41
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung (UK): 22. November 2010
Veröffentlichung (Europa): 26. November 2010

Quellen[Bearbeiten]

  1. icWales.co.uk 30. November 2007
  2. http://www.musik-base.de/Bands/D/Duffy/
  3. Wawffactor 2003
  4. BBC: Sound of 2008
  5. "Duffy to Return with 'Endlessly' in November", Billboard, 16. September 2010
  6. Endlessly erscheint am 26. November
  7. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duffy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien