Duisburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Duisburg Deutschlandkarte, Position der Stadt Duisburg hervorgehoben51.4351472222226.762691666666733Koordinaten: 51° 26′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 33 m ü. NHN
Fläche: 232,8 km²
Einwohner: 486.855 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2091 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 47051–47279
Vorwahlen: 0203,
02065 (Rheinhausen),
02066 (Homberg/Hochheide),
02841 (Baerl),
02844 (Binsheim),
02151 (Rumeln-Kaldenhausen)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DU
Gemeindeschlüssel: 05 1 12 000
Stadtgliederung: 7 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Burgplatz 19
47051 Duisburg
Webpräsenz: www.duisburg.de
Oberbürgermeister: Sören Link (SPD)
Lage der Stadt Duisburg in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
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Duisburg (mit Dehnungs-i, Zum Anhören bitte klicken! [ˈdyːsbʊɐ̯k]a a, regional variabel [ˈdyːsbʊɐ̯ç] bis [ˈdʏːsbʊʀə̆ɕ]) ist eine kreisfreie Stadt und liegt an der Mündung der Ruhr in den Rhein und gehört sowohl der Region Niederrhein als auch dem Ruhrgebiet an. Mit einer Einwohnerzahl von einer knappen halben Million ist sie nach Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen die fünftgrößte Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Oberzentrum am Niederrhein nimmt auf der Liste der Großstädte in Deutschland den Platz 15 ein. Duisburg gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und war 2010 zusammen mit anderen Städten des Ruhrgebiets Kulturhauptstadt Europas.

Duisburg 1647. Kupferstich Matthäus Merian

Die an der Ruhrmündung und dem Ausgangspunkt des historischen Hellwegs gelegene Metropole entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem urbanen Handelszentrum, verlor jedoch im 13. Jahrhundert auf Grund der Verlagerung des Rheins, die die Stadt vom Strom abschloss, erheblich an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung.

Im 19. Jahrhundert wuchs sie wegen ihrer günstigen Lage entlang des Rheins und der Nähe zu den Kohlelagerstätten im Ruhrgebiet auf der Basis der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie zu einem bedeutenden Industriestandort.

Der Hafen mit seinem Zentrum im Stadtteil Ruhrort gilt als der größte Binnenhafen der Welt.[2] Er prägt das Bild der Stadt genauso wie die Eisen- und Stahlindustrie. Fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammt aus den acht[3] Duisburger Hochöfen.[4] Die traditionelle Stahlproduktion und Metallverarbeitung in Duisburg konzentriert sich zunehmend auf die Erzeugung von High-Tech-Produkten. Durch diesen seit den 1970er Jahren anhaltenden Strukturwandel (Stahlkrise) leidet die Stadt durch den Rückgang des Arbeitskräftebedarfs insbesondere in der Montanindustrie seit Jahrzehnten unter einer der höchsten Arbeitslosenquoten Westdeutschlands.

Mit der Gründung der Gesamthochschule Duisburg im Jahr 1972 – die mittlerweile in der Universität Duisburg-Essen aufgegangen ist – hat Duisburg auch als Wissenschafts- und Hightech-Standort an Profil gewonnen. Gleichzeitig bleibt die Logistik ein wichtiges ökonomisches Standbein der Stadt am Schnittpunkt von Ruhrgebiet und Rheinschiene.

Duisburger Wappen am Rathaus in Duisburg

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lage der Stadt und Nachbarkreise

Duisburg liegt am Rande des niederbergischen Hügellandes, an der Mündung der Ruhr in den Rhein. Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten dieser Flüsse. Im Norden der Stadt münden die Alte Emscher und die Kleine Emscher in den Rhein.

In der Landesplanung ist Duisburg als Oberzentrum eingestuft. Als rheinische Stadt gehört sie dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) an, als Ruhrgebietsstadt ist sie Mitglied des Regionalverbands Ruhr (RVR). Duisburg ist zudem Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Da Düsseldorf nur bei einer erweiterten Definition Teil der Region Niederrhein ist stellt Duisburg die größte Stadt am Niederrhein dar.

Höchste Erhebung der Stadt ist der Standort Haus Hartenfels mit 82,52 m ü. NN, der tiefste Punkt liegt mit 14,85 m ü. NN in Duisburg-Walsum (Kurfürstenstraße). Die mittlere Höhenlage des Stadtkerns beträgt 33,5 m ü. NN (Duisburg-Mitte, Königstraße/Ecke Hohe Straße).[5]

Ein Drittel der Duisburger Bevölkerung lebt durch Bergsenken unter dem Wasserspiegel des Rheins in einem Poldergebiet – geschützt durch hohe Rheindeiche und Grundwasserpumpwerke.[6] Der Pegelnullpunkt (Sohle des Flussbetts) liegt in Ruhrort 16,09 m ü. NN.

Wichtige Rheinverlagerungen von der Spätantike bis zur Neuzeit
Buckersche Karte Nr1 - Rhein bei Duisburg von Wanheim bis Homberg 1713
Buckersche Karte Nr2 - Rhein bei Duisburg von Beeckerwerth bis Baerl 1713
Lage am Rhein

Der Raum Duisburg war im Laufe seiner Geschichte ständig mit Rheinverlagerungen, Hochwasser und Uferabbrüchen konfrontiert:[7][8]

  • um die Zeitenwende floss eine Altrhein-Schleife – vom römischen Asciburgium (bei Moers-Asberg und Duisburg-Rheinhausen) kommend – durch das Gelände, an dem sich beim heutigen Innenhafen der Kern der historischen Stadt Duisburg entwickelte.
  • im Jahre 1000 begann der Hauptarm des Stromes sich vom alten Duisburg abzuwenden, auch wenn ein Nebenarm noch über 300 Jahre den Zugang zum Hauptarm ermöglichte.

Auch die durch spätere Eingemeindungen zu Duisburg gekommenen rechts- und linksrheinischen Stadtteile waren von Rheinverlagerungen betroffen:[9][8]

  • Teile des heute zu Wanheimerort gehörenden Stadtbereiches lagen zunächst auf einer Insel (einem Oorth) vor Wanheim, ehe diese im 18. Jahrhundert am östlichen Ufer anlandete.
  • Ruhrort lag bis zum 14. Jahrhundert westlich des Hauptarmes auf einem Werth bzw. einem Oorth vor Homberg, wo es zum linksrheinischen Kirchspiel Halen gehörte; erst durch weitere Rheinverlagerungen verlor Ruhrort seine Insellage und kam auf die rechte Rheinseite, wo ihm schließlich eine eigene Pfarre zugestanden wurde.
  • das bei Baerl gelegene Kirchdorf Halen und die auf einer Sandbank davor liegende Burg Knipp versanken um 1595 im Rhein.
  • Teile des heutigen Beeckerwerth lagen zunächst auf einer großen Sandbank (auf einer Donk), auf der sich auch die 1595 durch Hochwasser zerstörte erste Burg Knipp befand (die später auf sicherem Gelände in Beeckerwerth neu errichtet wurde).

Die Autoren Tilmann Bechert (Ausgrabungen Asciburgium) und Joseph Milz (Geschichte der Stadt Duisburg) sowie die Broschüre des Stadtmuseums Duisburgs anlässlich der bis März 2014 laufenden Ausstellung zu Asciburgium weisen auf die neuen Erkenntnisse zu den Rheinverlagerungen bei Duisburg hin. Die lange für das 13. Jahrhundert angenommene Verlagerung des Hauptarmes weg von Duisburg hat demzufolge bereits kurz nach anno 1000 eingesetzt.[8][10][11]

Aus den im Jahre 1713 gezeichneten Rheinkarten des Kartographen Johann Bucker ist ersichtlich, wie sich Verlauf und Uferregion des Rheines sowohl gegenüber dem Mittelalter als auch in den letzten 300 Jahren der Neuzeit verändert haben.[12]

Nutzungsarten des Duisburger Stadtgebietes[Bearbeiten]

Flächennutzung der Stadt Duisburg

Am 31. Dezember 2009 betrug die Katasterfläche der Stadt insgesamt 23.281,35 ha. Davon waren 8.544,06 ha (36,7 %) Gebäude- und Freifläche und 347,46 ha (1,49 %) Betriebsflächen. 3.394,24 ha (14,58 %) des Stadtgebietes dienten dem Verkehr.

44,69 % der Fläche bestand aus Wald, Wasserflächen, Landwirtschaftsflächen, Parks und Grünanlagen. Duisburg gehört damit zu den Städten mit einem überdurchschnittlichen Grünflächenanteil.

Die Besiedlungsdichte geht nicht über 15.000 Einwohner je km² hinaus. So liegt die Besiedlungsdichte in Neudorf bei etwa 10.000 Einwohnern je km² und in Hochfeld bei etwa 15.000 Einwohnern je km².

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Stadt Duisburg grenzt im Westen und Norden an die Städte Moers, Rheinberg und Dinslaken im Kreis Wesel, im Osten an die kreisfreien Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr, im Süden an die Stadt Ratingen im Kreis Mettmann, die kreisfreie Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadt Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss und die kreisfreie Stadt Krefeld.

Die Stadt Duisburg hat sich bereits 1973 mit flussabwärts gelegenen Landkreisen zur Euregio Rhein-Waal zusammengeschlossen. Dazu gehören die niederrheinischen Kreise Kleve und Wesel, die Städte Arnheim und Nimwegen sowie einige grenznahe niederländische Gemeinden.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtbezirke in Duisburg

Seit der kommunalen Neuordnung vom 1. Januar 1975 unterteilt sich das Duisburger Stadtgebiet in 46 Stadtteile, die sich auf die sieben Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Homberg/Ruhrort/Baerl, Duisburg-Mitte, Rheinhausen und Duisburg-Süd verteilen. Bei der Kommunalwahl wählen die Bürger für jeden Stadtbezirk eine Bezirksvertretung, die über 19 Mitglieder verfügen. Außerdem besitzt jeder Stadtbezirk ein Bezirksamt.

Der Stadtbezirk Mitte ist der einzige Bezirk mit einer sechsstelligen Einwohnerzahl (105.961) und damit gleichzeitig der größte unter den sieben Stadtbezirken. Gefolgt wird er von Rheinhausen (77.933), Meiderich/Beeck (73.881), Süd (73.321) und Hamborn (71.891). Mit 51.528 Einwohnern ist der nördlichste Bezirk Duisburgs, Walsum, der zweitkleinste, der kleinste ist Homberg/Ruhrort/Baerl, wo 41.153 Menschen leben. (Stand 2008)[13]

Dabei ist der Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl mit einer Fläche von 37,1 Quadratkilometern flächenmäßig der drittgrößte Bezirk in Duisburg, größer sind nur Süd (49,84 km²) und Rheinhausen (38,68 km²). Die weiteren Stadtbezirke weisen Flächen zwischen 34,98 km² und 20,84 km² auf.

Klima[Bearbeiten]

Durch seine Lage im Westen der Bundesrepublik weist Duisburg ein ganzjährig gemäßigtes Klima auf. Die Niederschlagssumme liegt daher bei etwa 710 mm. Dies entspricht etwa dem Bundesdurchschnitt. Außerdem weist Duisburg eine hohe Durchschnittstemperatur auf, der Deutsche Wetterdienst führt Duisburg zusammen mit Heidelberg als wärmsten Ort Deutschlands auf. Beleg hierfür ist die offiziell gültige Messperiode, welche von 1961 bis 1990 dauerte, in der die Durchschnittstemperatur in Duisburg bei 10,9 °C lag. Die hohe Temperatur wird zum einen begünstigt durch das Stadtklima und zum anderen durch das milde Winterklima des Niederrheins. Dabei wird das Winterklima des Niederrheins durch die Nähe zur Nordsee und die atlantischen Tiefdruckgebiete beeinflusst.[14]


Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5 6 10 14 19 22 24 24 20 15 9 6 Ø 14,5
Min. Temperatur (°C) 1 1 4 5 9 12 14 14 11 8 4 2 Ø 7,1
Niederschlag (mm) 65 50 55 50 50 70 70 70 60 55 65 50 Σ 710
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Geschichte[Bearbeiten]

Duisburg im Mittelalter (Modellaufnahme)
Duisburg und Ruhrort in der Topographischen Karte von Rheinland und Westfalen, etwa 1850
Stadtbefestigung

Name der Stadt[Bearbeiten]

1065: Tusburch in pago Ruriggowe (MGH Diplomata Henrici IV Nr. 172).

Die erste Silbe des Namens der Stadt soll auf das germanische „dheus“ zurückgehen, was so viel wie „feuchtes Gebiet“ oder „Überschwemmungsgebiet“ bedeutet. Duisburg bedeutet demnach „befestigter Ort im Überschwemmungsgebiet“. Eine andere Deutung geht davon aus, dass der Name sich vom altdeutschen „duis“ = Hügel ableitet. Danach bedeutet Duisburg so viel wie „Burg auf dem Hügel“. Damit könnte die auf einer leichten Anhöhe über dem Rhein stehende ursprüngliche Hofanlage mit Graben, Wall und Palisadenzaun im Bereich des heutigen Rathauses gemeint sein. Duisburggau (Diuspurgau) war auch die Bezeichnung des mittelalterlichen Gaues am Niederrhein.

Duisburg ist nicht der einzige Ort in Europa mit diesem Namen. Ein heutiger Ortsteil von Tervuren in Belgien, der 1977 eingemeindet wurde, trägt denselben Namen. In der niederländischen Provinz Gelderland gibt es eine Stadt namens Doesburg. Auch geographische Objekte tragen ein 'Duis' im Namen, wie der Hügel Duisbergkopf im Quellgebiet der Wurm bei Aachen und der Düesberg in Münster (Westfalen). Auch ein Stadtteil Bonns nennt sich Duisdorf.

Möglich ist auch, dass es sich bei Duisburg um das in den „Zehn Büchern Fränkischer Geschichte“ des Bischofs Gregor von Tours genannte römische Dispargum handelt. In den schriftlichen Erläuterungen zum Corputiusplan des Jahres 1566 wird die Identität von Dispargum mit Duisburg noch als selbstverständlich angenommen.

Römische und nachrömische Zeit[Bearbeiten]

Intensive Ausgrabungen haben eine feste Besiedlung des hochwassergeschützten „Burgplatzes“ bereits im ersten nachchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Die Römer unterhielten hier eine regelmäßige Präsenz zur Sicherung des Rheinübergangs und der Ruhrmündung, die den Legionen als Brückenkopf diente. Die bei Tacitus in seiner Germania (3. Kapitel) erwähnte römische Niederlassung Asciburgium, die mit Ausgrabungen bei Asberg südlich von Moers in Verbindung gebracht wird, könnte nach Auffassung einiger Geschichtsforscher auch ein unmittelbar an dem seit der Steinzeit genutzten Westfälischen Hellweg gelegener Umschlagplatz und somit einer der antiken Bernsteinstraßen gewesen sein; in diesem Fall der von Massilia (Marseille) über Rhone und Rhein an die Nordseeküste führenden Handelsroute.[15]

Der „Alte Markt“ war seit dem 5. Jahrhundert der zentrale Handelsplatz der Grenzstadt zum Sachsenreich im angestammten Reich der Franken, die durch ihre Lage am Hellweg und an einer Rheinfurt ausgezeichnet war. Die erste schriftliche Erwähnung Duisburgs wird auf 883 datiert, Quelle ist die Chronik des Regino von Prüm: die Normannen beziehungsweise Wikinger erobern Duisburg und überwintern hier. Aufgrund der günstigen geographischen Lage Duisburgs auf einer Hochterrasse am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr hatte die Stadt eine strategisch wichtige Lage. Bereits um 740 wurde mit der Anlage eines Königshofes begonnen.

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Am Ende des 9. Jahrhunderts war Duisburg von den Raubzügen der Wikinger in den Rheinlanden betroffen. Im Sommer 882 wurde die Stadt von einem Heer unter Führung eines Godefried (Herzog von Friesland) erobert und anschließend besetzt. Zwei Jahre später gelang die Rückeroberung der Wikingerfeste durch ostfränkische Truppen unter Graf Heinrich von Babenberg. 885 kehrte das Wikingerheer zurück, wurde aber von Babenbergs Truppen in einen Hinterhalt am Rheinufer gelockt und vollständig aufgerieben.

Im 10. Jahrhundert erfolgte der Ausbau des Königshofes zu einer Königspfalz.[16] Belegt sind mindestens 18 Königsaufenthalte in jenem Jahrhundert. 929 fand in der Stadt eine Reichssynode statt.

Um das 10. Jahrhundert begann man in Duisburg mit der Prägung von Pfennigen auf Kölner Schlag. Von Konrad II. (1024–1039), Heinrich III. (1039–1056) und Heinrich IV. (1056–1105) liegen Duisburger Pfennige mit selbständigen Münzbildern vor. Als typisch gilt das gut geschnittene Profilbild des Kaisers und die Anordnung des Stadtnamens „DI – VS – BV – RG“ in Kreuz- oder Kreisform. Einige der Pfennige scheinen auf der Rückseite das Bild einer weltlichen Anlage der Pfalz zu zeigen.

Der Vertrag vom 29. Mai 1173 zwischen Kaiser Barbarossa und Graf Philipp von Flandern bezeugt, dass in Duisburg schwere Pfennige des Kölner Fußes noch im 12. Jahrhundert geprägt wurden. 1190 wurde dann zwischen Heinrich VI. und dem Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg vereinbart, dass in der Diözese Köln nur zwei Münzstätten unterhalten werden sollten, jene in Duisburg und eine in Dortmund. Im 12. Jahrhundert bricht die Duisburger Münzreihe ab.

1002 traf der Erzbischof von Köln auf Heinrich II. und krönte ihn zusammen mit dem Bischof von Lüttich zum König. Im Jahre 1173 bewilligte Barbarossa die Abhaltung von jährlich zwei vierzehntägigen Tuchmessen.

Bis 1290 war Duisburg reichsfreie Stadt, dann wurde sie von König Rudolf von Habsburg gegen 2000 Silbermark als Mitgift an den Grafen von Kleve verpfändet.

Durch die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg vor etwa 1000 Jahren und die im 13. und 14. Jahrhundert zunehmende Verlandung des toten Rheinarms wurde der Aufwärtstrend der wirtschaftlichen Entwicklung jedoch unterbrochen. Von einer prosperierenden mittelalterlichen Stadt am Rhein, die Unterstützung durch deutsche Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erfuhr, die Mitglied des Rheinischen Städtebundes war und als Kaufmannsstadt Handelsbeziehungen mit London, Antwerpen, Brüssel und anderen bedeutenden Handelsorten hatte, entwickelte sich Duisburg nach der Jahrtausendflut 1342, auch als Magdalenenhochwasser bekannt, zu einer unscheinbaren Ackerbürgerstadt. Die Duisburger Messen gingen im 14. Jahrhundert auf Frankfurt am Main über.

Ab 1407 wurde Duisburg auf Anregung Kölns hin Mitglied der Hanse. Im Jahre 1610 wurde in Düren die Duisburger Generalsynode vorbereitet. Dieses auch als Erste Reformierte Generalsynode bezeichnete Kirchentreffen fand am 7. September desselben Jahres in der Duisburger Salvatorkirche statt. Die Synode gilt als Geburtsstunde der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Das Wirken von Gerhard Mercator und die Gründung der Universität im Jahre 1655 schufen die Anerkennung als „Gelehrtes Duisburg“ („Duisburgum Doctum“).

1666 fiel Duisburg mit dem Herzogtum Kleve an Brandenburg-Preußen. 1674 verbot Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, der Stadt, sich weiterhin als Reichsstadt zu bezeichnen.

Zeit der Industrialisierung[Bearbeiten]

Markt auf dem Duisburger Burgplatz, 1850
Luftbild vom Binnenhafen, 1931
Binnenhafen, 1931
Duisburg, Stadtmauer am Innenhafen

Das Aufblühen von Tabak- und Textilmanufakturen im ausgehenden 17. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die schließlich mit der Hochindustrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts und dem Ausbau der Rhein-Ruhr-Mündung zum größten Binnenhafen der Welt zur „Montanstadt“ führte. Fr. Adolph W. Diesterweg schrieb noch 1829 in seiner „Beschreibung der Preußischen Rheinprovinzen“ lapidar über Duisburg: „4.500 Einwohner, unweit der Ruhr und durch einen Kanal mit dem Rheine verbunden, treibt sehr bedeutenden Handel, hat ein Gymnasium.“

1823 wurde der Landkreis Duisburg gebildet, der unter anderem auch die heutigen Großstädte Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Essen umfasste. Die östlichen Gebiete des Landkreises wurden im Jahre 1857 abgetrennt und der neue Landkreis Essen entstand.

1824 wurde mit dem Bau der Curtius-Schwefelsäurefabrik die erste große Fabrik errichtet. 1846 wurde Duisburg an die Strecke der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft angebunden. Der Landkreis Duisburg wird 1873 aufgelöst. Duisburg wird Stadtkreis. Der verbleibende Landkreis erhält seinen Sitz in der Stadt Ruhrort.

Große Industriewerke der Eisen- und Stahlindustrie (unter anderem Thyssen und Krupp) siedelten sich nördlich und südlich von Duisburg an und bestimmten nach der Eingemeindung dieser Gebiete die Entwicklung der Gesamtstadt maßgeblich mit. Bei der Erzeugung von Eisen und Stahl herrschte zur damaligen Zeit das Prinzip „Erz kommt zur Kohle“. Kohle ist die Grundlage für die Herstellung von Koks, das bei der Eisen- und Stahlerzeugung eine wichtige Rolle spielt. Ohne weite Transportwege erreichten Kohle und Koks die industriellen Werke in Duisburg, die von den günstigen Standortbedingungen in unmittelbarer Nähe zu den Zechen, vor allem im mittleren und östlichen Ruhrgebiet, und von der Verkehrsanbindung an Rhein und Ruhr wie auch an das Schienennetz profitierten. Die Werke, die in der Nähe alter Siedlungsräume entstanden, zogen Arbeiter vom Niederrhein, aus dem Deutschen Reich, den Niederlanden, Österreich und Polen an. Es entstanden neue Siedlungen um die alten Kerne und die Einwohnerzahlen wuchsen rasant. 1904 wurde Duisburg Großstadt, 1905 wurde mit der Eingemeindung Ruhrorts und Meiderichs der Ruhrorter Hafen, dessen erstes Becken 1716 gebaut wurde, mit den Duisburger Häfen unter eine Verwaltung gestellt.

Weimarer Republik und Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918 herrschte auch in Duisburg Anarchie. Es gab Streiks, Straßenschlachten und Feuergefechte zwischen rechten und linken Gruppierungen. Eine Hyperinflation enteignete den Mittelstand. 1921 folgte die Besetzung der Stadt, durch Franzosen und Belgier. Zu Begehung des französischen Nationalfeiertags paradierten französische Truppen am 14. Juli 1922 durch die Straßen der besetzten Stadt. Im September des Jahres 1925 verließen die französischen und belgischen Truppen die Stadt wieder, nachdem die deutsche Regierung den Dawes-Plan akzeptiert hatte. Nach einer Phase der wirtschaftlichen Beruhigung geriet die Stadt jedoch bereits Ende 1929 in eine neue Rezession. Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre traf die Stadt besonders hart. Damals hatte sie mit 34,1 Prozent die höchste Arbeitslosenquote des deutschen Reiches.

1929 wurden Duisburg und Hamborn zur Stadt Duisburg-Hamborn zusammengelegt. Bereits 1935 wurde dieser gemeinsame Stadtkreis in Duisburg umbenannt.

In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 zerstörten Duisburger Nationalsozialisten die große Synagoge in der Junkernstraße.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Als bedeutender Standort der Chemie-, Stahl- und Hüttenindustrie war Duisburg ein regelmäßiges Angriffsziel alliierter Bomber. Dabei wurden nicht nur Häfen, Gleis- und Industrieanlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung im Rahmen der britischen Area Bombing Directive angegriffen. Durch die exponierte Lage an der Einmündung der Ruhr in den Rhein war Duisburg für britische Bomber die Einflugschneise zum Ruhrgebiet. Die Stadt erlebte daher ab 1942 praktisch täglich Luftalarme.

Nach offizieller Zählung der Duisburger Luftschutz-Polizei im Jahr 1945 war die Stadt 299 Bombenangriffen ausgesetzt. Neue Forschungen haben ergeben, dass es insgesamt 311 Angriffe auf die Stadt gab. Durch die immense Anzahl und Schwere der Angriffe wurde das alte Stadtbild erheblich zerstört. Bei Kriegsende waren rund 80 Prozent der Wohngebäude zerstört oder stark beschädigt. In den Nachkriegsjahren mussten wesentliche Bereiche der Stadt einschließlich der Infrastruktur neu aufgebaut werden. Im Rahmen dieses Wiederaufbaus verschwanden viele weitere historische Merkmale, nicht nur in der Altstadt.

In der Zeit von 1942 bis 1944 gab es in Duisburg ein Konzentrationslager. Dieses befand sich anfangs in Duisburg-Ratingsee, wurde aber 1943 in die bereits zerbombte Diakonenanstalt am Kuhlenwall verlegt. Zunächst war das Duisburger Lager ein so genanntes Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen, später wurde das Duisburger Lager dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt. Die Insassen kamen zwangsweise unter anderem zu Aufräumarbeiten nach Luftangriffen zum Einsatz.

Detailliertere Informationen zum Zweiten Weltkrieg finden sich im Artikel Geschichte der Stadt Duisburg.

Nachkriegszeit und Gegenwart[Bearbeiten]

Überblick über den Ostteil und das Zentrum Duisburgs mit Sechs-Seen-Platte, Bettenturm der Sportschule im Sportpark Duisburg, Schauinsland-Reisen-Arena, Salvatorkirche und Industrie im Norden

Nach der Währungsreform war die Stadt durch einen ungebrochenen Aufstieg in allen Lebensbereichen gekennzeichnet. Kohle und Stahl wurden wieder die Motoren des Wiederaufbaus. Ende der 1950er Jahre zählte der Arbeitsamtsbezirk Duisburg kaum Arbeitslose. Die Wirtschaftskraft der Region Duisburg war überdurchschnittlich und lag um fast 50 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Es erfolgte ein gewaltiger Zustrom von Menschen in die Stadt. Bis 1961 schnellte die Einwohnerzahl auf 502.933 hoch. Trotz der Kohlenkrise, die im Jahre 1957 begann und die auch in Duisburg zur Schließung von Zechen führte, erlebte die Stahlindustrie in den 1960er Jahren eine gute Konjunktur. Vermehrt suchte die Industrie ausländisches Arbeitskräftepotential. Bedingt durch die Konjunkturkrise in der ersten Hälfte der 1970er Jahre sank aber in den 1970er Jahren die Zahl der Beschäftigten.

1975 wurden die Orte Walsum, Homberg, Rheinhausen, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl eingemeindet. Ein symbolträchtiger Arbeitskampf in Rheinhausen, mit dem die Schließung des dortigen Krupp-Stahlwerks verhindert werden sollte, erfasste ganz Duisburg und strahlte auf weite Teile des Ruhrgebiet aus. Doch letztlich blieben die massiven Streik- und Protestaktionen, wie die Blockade der Brücke der Solidarität, erfolglos, und die Krupp-Hütte wurde am 15. August 1993 endgültig geschlossen.

Duisburg, das 20 Jahre zuvor noch zu den deutschen Städten mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen zählte, hatte aufgrund der einseitigen Industriestruktur nunmehr mit erheblichen Standortproblemen zu kämpfen. 1988 gründeten die Stadt Duisburg und die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer deshalb in einer gemeinsamen Initiative in einem bundesweit bis dahin einmaligen Modell die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH. Sie wurde in sog. Public Private Partnership von verschiedenen Unternehmen und der Stadt getragen und finanziert. Sie sollte unter anderem helfen, den Flächenengpass im Stadtgebiet zu beseitigen und freigewordene Industrieflächen für neue Industrien und für die Ansiedlung von Dienstleistungs- und Transportunternehmen aufzubereiten. Doch die Unternehmensneuansiedlungen konnten den Verlust der Arbeitsplätze auch im neuen Jahrtausend nicht ausgleichen.

Innenhafen, äußerer Bereich
Innenhafen, innerer Bereich
Leerstehende Wohnhäuser in Duisburg-Beeck.

Besonders bedrohlich für die Stadt wurden die erheblichen Kaufkraftverluste, die eine Folge der hohen Erwerbslosigkeit und des rasanten Bevölkerungsrückgangs waren. Hinzu kam die zunehmende Attraktivität benachbarter Niederrheinstädte für Einkäufe. Waren es früher die Anwohner des Niederrheins, die zum Einkaufen nach Duisburg fuhren, so blieben diese im Zuge der Stadtentwicklungen am Niederrhein zunehmend aus. Die Nachbarstadt Oberhausen konnte sich diesem Trend mit der Errichtung der Einkaufs-„Mall“ CentrO erfolgreich entgegenstellen, was die Abwanderung von Kaufkraft aus Duisburg hinaus jedoch zusätzlich verschärfte. Auch in Duisburg war viele Jahre lang die vieldiskutierte Ansiedlung einer „Mall“ (Arbeitstitel: MultiCasa) am Hauptbahnhof auf dem Gebiet des stillgelegten Güterbahnhofs in Innenstadtnähe geplant. Da der Stadtrat 2005 in einer umstrittenen Entscheidung beschloss, das Baugelände gegen den Willen des Investors als Sondergebiet auszuweisen, ist dieses Projekt vom Tisch. Zurzeit ist geplant, dort – wie im Innenhafen – Büros und Gewerbe anzusiedeln.

Seit September 2008 ist das innerstädtische Einkaufszentrum, das Forum Duisburg, an der Königstraße eröffnet, welches zusammen mit dem ebenfalls neu erbauten City Palais, in dem sich die neue Mercatorhalle und ein Spielkasino befinden, den neuen Anziehungspunkt in der Stadtmitte bilden. Am Rande der Innenstadt sollte sich der Innenhafen als gelungenes Beispiel einer Stadtumgestaltung etablieren, wo ein Büro- und Hotelgebäude mit einer Nutzfläche von zirka 35.000 m²  – das sogenannte „Eurogate“ – entstehen sollte. Nachdem die vorbereitenden Bauarbeiten bereits 2007 begonnen haben steht in Ermangelung eines Investors der Termin für den eigentlichen Baubeginn jedoch auch sechs Jahre nach den vorbereitenden Baumaßnahmen noch nicht fest.[17]

Direkt am Hauptbahnhof ist ein neues Areal mit dem Namen Duisburger Freiheit geplant.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Unglücksort der Loveparade

Am 24. Juli 2010 geriet die Stadt Duisburg in den Fokus der Weltöffentlichkeit, als bei einem noch nicht geklärten Unfallgeschehen auf der Loveparade 21 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben kamen.[18] Des Weiteren wurden 541 Personen[19] verletzt, etwa 40 davon schwer.[20] Die Loveparade wurde u. a. auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Duisburg Gbf unter dem Motto „The Art of Love“ veranstaltet.

Eingemeindungen und Namensänderungen[Bearbeiten]

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bildete die Stadt Duisburg im Kreis Wesel im preußischen Herzogtum Kleve zusammen mit der als Enklave im Herzogtum Berg und im Landkreis Düsseldorf liegenden Ortschaft Wanheim-Angerhausen die Bürgermeisterei Duisburg. Unter den klevischen Städten zählte sie zur viertwichtigsten nach Kleve, Wesel und Xanten. Zum Stadtgebiet gehörten weitere Dörfer beziehungsweise Wohnplätze und Siedlungen, wie etwa Duissern, Feldmark – das heutige Dellviertel, Neuenkamp, das heutige Neudorf und Hochfeld. 1801 wurde das zu Moers gehörende Kasslerfeld nach Duisburg umgemeindet.

1815 kam die Stadt nach dem Zusammenbruch der französischen Herrschaft als Folge des Wiener Kongresses wieder zu Preußen und wurde im Zuge der Verwaltungsgliederung des Preußischen Staates 1816 dem neu gebildeten Landkreis Dinslaken im Regierungsbezirk Kleve in der Provinz Jülich-Kleve-Berg zugeteilt. Schon 1822/23 traten die erste Änderungen ein: Die beiden Rheinprovinzen wurden vereinigt, ebenfalls die Regierungsbezirke Kleve und Düsseldorf und aus den Landkreisen Dinslaken und Essen der neue Landkreis Duisburg gebildet. 1857 schied die Stadt Duisburg durch Einführung der Städteordnung aus der Bürgermeisterei Duisburg aus. Die Bürgermeisterei Duisburg-Land bestand danach nur noch aus der Gemeinde Wanheim-Angerhausen. Im Jahre 1873 wurde Duisburg kreisfrei und 1902 das mittlerweile zum Landkreis Ruhrort gehörende Wanheim-Angerhausen wieder mit der Stadt Duisburg vereinigt.

Danach folgten weitere Eingliederungen, und zwar:

  • am 1. Oktober 1905: die Städte Meiderich (Stadtrechte seit 1895) und Ruhrort (Stadtrechte seit 1857, mit der 1904 eingegliederten Gemeinde Beeck).
  • am 1. August 1929: die Stadt Hamborn (seit 1900 kreisangehörige Stadt im Landkreis Ruhrort, später Dinslaken und seit 1911 Stadtkreis) sowie die Ortschaften Rahm, Huckingen, Buchholz, Wedau, Bissingheim, Mündelheim, Großenbaum, Serm, Ehingen und Hüttenheim (alle Amt Angermund, Landkreis Düsseldorf). Die neugegliederte Stadt erhielt zunächst den Namen Duisburg-Hamborn, der 1935 in „Duisburg“ geändert wurde.
  • am 1. Januar 1975: die Städte Homberg (Stadtrechte seit 1921), Rheinhausen (gebildet 1923 aus den Gemeinden Friemersheim und Hochemmerich, Stadtrechte seit 1934) und Walsum (Stadtrechte seit 1958), die Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen (bis 1950 Rumeln) sowie der Ortsteil Baerl der Gemeinde Rheinkamp (bis 1950 Repelen-Baerl).[21]

Von 1929 bis 1935 war der Name der heutigen Stadt Duisburg „Duisburg-Hamborn“. Den Doppelnamen erhielt die neu gebildete Stadt 1929, als die beiden Stadtkreise Duisburg und Hamborn zusammen mit den im Süden liegenden Gemeinden zu einem neuen Stadtkreis vereinigt wurden. 1935 wurde die Stadt in „Duisburg“ umbenannt. Schon vorher waren die Doppelnamen von Barmen-Elberfeld in Wuppertal und von Gelsenkirchen-Buer aufgegeben worden. 1940 wurde auch Krefeld-Uerdingen in Krefeld umbenannt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit hatte die Stadt lediglich etwa 4000 Einwohner. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung nahm die Bevölkerung in der Stadt zu. 1903 überschritt die Bevölkerung erstmals die Zahl von 100.000. Durch Eingemeindungen in die Stadt wurde bereits 1906 die Marke von 200.000 erreicht. 1929 wurde durch neuerliche Eingemeindungen die Marke von 400.000 überschritten. Den höchsten Stand erreichte Duisburg 1975 mit 591.635 Einwohnern, als weitere Stadtteile eingemeindet worden waren. Seit diesem Zeitpunkt nimmt die Bevölkerung kontinuierlich ab. Heute hat die Stadt etwa 486.800 Einwohner.

Demografie[Bearbeiten]

Bevölkerungspyramide Duisburgs im Jahr 2006

Wie es bei nahezu allen Großstädten der Fall ist, so ist auch Duisburg in seinen heutigen Grenzen das Ergebnis mehrerer Gebietsreformen. Die Stadt war lange Zeit die zehntgrößte Stadt Deutschlands. Da sie jedoch in den letzten 30 Jahren mehr als 17 Prozent ihrer Einwohner verloren hat, steht sie nunmehr auf dem 15. Platz. 2005/2006 wurde die Stadt von Leipzig, Dresden und Nürnberg überholt. Noch Anfang der 1970er Jahre lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt etwa 650.000 Menschen.

Auf dem Gebiet vor den großen Eingemeindungen lebten am 31. Dezember 1974 nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 428.594 Menschen. Bis heute ist die Zahl der dort lebenden Einwohner um 24 Prozent auf knapp 325.000 gesunken. Gegenüber 1961 ist das sogar ein Verlust von 35 Prozent. Die Einwohnerdichte ist seit 1961 von etwa 3500 Einwohner je km² auf 2304 Einwohner je km² auf dem Gebiet vor der Gebietsreform gesunken.

Anfang der 1970er Jahre betrug der Anteil ausländischer Bürger nicht einmal sechs Prozent, heute liegt der Anteil der Menschen mit ausländischem Pass bei etwa 15 Prozent. In den letzten zehn Jahren haben sich etwa 45.000 Menschen mit Migrationshintergrund einbürgern lassen. Insgesamt haben dem Bericht des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahre 2010 zufolge 32,7 % der Duisburger Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Die größte Gruppe kommt aus der Türkei (38 063), gefolgt von Polen (3820). Von den ca. 159.000 Personen sind rund 74.700 Ausländer, etwa 84.800 haben die deutsche Staatsangehörigkeit.[22]

In Duisburg gibt es aktuell 159.308 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Stand 2012).[23] Duisburg gehört des Weiteren zu den Städten mit einer der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland. Sie betrug zuletzt 13,3 % (Stand 30. Juli 2014).[24] Als Kaufkraft ermittelt die Industrie- und Handelskammer für Duisburg eine Jahressumme von 17.404,-- Euro je Einwohner,[25]die deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 20.621,-- Euro je Einwohner liegt (siehe Kaufkraft (Konsum)).

Politik und Gesellschaft[Bearbeiten]

'Stadtratswahl 2009'
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
39,0
33,6
8,4
7,6
4,4
7,0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,0
-2,4
-1,5
+2,4
± 0,0
+0,5

An der Spitze der Stadt Duisburg stand schon seit etwa 1270 ein Rat und seit 1275 zwei Bürgermeister. Der Rat hatte zehn bis 22 Mitglieder. Der Wahlmodus für den Rat wurde mehrfach geändert. In der Regel wechselten seine Mitglieder jährlich am 10. August (Laurentiustag). Ab 1566 behielt sich der Herzog von Kleve das Recht, den Bürgermeister und zwei Räte selbst zu ernennen. Dennoch machte der Herzog hiervon kaum Gebrauch. Neben dem Rat taucht seit dem 15. Jahrhundert ein weiteres Gremium als Bürgerbeteiligung auf, der „Sechzehner“. Ihm gehörten je vier Vertreter der vier Stadtviertel an. Ein weiteres größeres Gremium war der „Vierundzwanziger“. Jedoch kann man bei beiden Gremien nicht von einer echten Bürgerbeteiligung im heutigen Sinne sprechen. Sie hatten meist nur beratende Funktion. 1713 wurde die freie Ratswahl vorübergehend aufgehoben. 1807 wurde in französischer Zeit die Munizipalverfassung mit einem Munizipalrat eingeführt. Seit 1856 gab es „Stadtverordnete“, später Ratsherren. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, in preußischer Zeit ein Bürgermeister beziehungsweise später Oberbürgermeister.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt.

2004 wurde zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren ein Oberbürgermeister gewählt, der nicht der SPD angehört. Adolf Sauerland, CDU, gewann im zweiten Wahlgang mit 61,2 Prozent gegen seine Vorgängerin Bärbel Zieling, SPD.[26]

2011 wurden mehr als 55.000 Unterschriften für seine Abwahl gesammelt. Dieser Vorgang war bis dahin einmalig in einer deutschen Großstadt. Der Bürgerentscheid wurde am 12. Februar 2012 durchgeführt.[27] Nach dem amtlichen Endergebnis wurde Adolf Sauerland mit 129.626 Stimmen (35,52 % der Abstimmungsberechtigten) abgewählt. Erforderlich wären 91.228 Stimmen (25 %) gewesen. 21.538 Wahlberechtigte (5,90 %) votierten gegen die Abwahl.[28] Am 16. Februar 2012 übernahm Stadtdirektor Peter Greulich (Bündnis 90/Die Grünen) vorübergehend die Leitung der Verwaltung, die repräsentativen Aufgaben erfüllte der Erste Bürgermeister Benno Lensdorf (CDU).[29][30]

Bei der durch die Abwahl erforderlich gewordenen Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni 2012 erreichte keiner der Kandidaten die erforderlichen 50 % der Wählerstimmen. In die Stichwahl am 1. Juli 2012 schafften es Benno Lensdorf (CDU) und Sören Link (SPD).[31] Dabei erhielten Link 71,96 % und Lensdorf 28,04 % der abgegebenen gültigen Stimmen.[32]

In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksbürgermeister (ehem. Bezirksvorsteher). Die SPD stellt seit der letzten Wahl sechs Bezirksbürgermeister: Winfried Boeckhorst (Rheinhausen), Hans-Joachim Paschmann (Homberg/Ruhrort/Baerl), Dietmar Elias (Süd), Daniela Stürmann (Meiderich/Beeck), Uwe Heider (Hamborn) und Heinz Plückelmann (Walsum). Ein Bezirksbürgermeister gehörte der CDU an, nämlich Hartmut Spiekermann im Bezirk Mitte. Nach dem Rücktritt von Spiekermann am 31. Mai 2012 wurde Reinhard Meyer (SPD) zum neuen Bezirksbürgermeister im Bezirk Mitte gewählt.[33]

Bürgermeister bis 1876[Bearbeiten]

Folgende Bürgermeister sind namentlich bekannt:[34]

Die Oberbürgermeister seit 1876[Bearbeiten]

Die Oberstadtdirektoren 1946 bis 1997[Bearbeiten]

Die Stadtdirektoren ab 1997[Bearbeiten]

Der Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat der Stadt Duisburg hat insgesamt 84 Mitglieder. Bei der letzten Wahl im Mai 2014 verteilten sie sich wie folgt auf die Parteien:

SPD CDU Grüne Die Linke Pro NRW JUDU/DAL PSL AfD FDP Gesamt
2014 35 21 6 6 4 3 3 3 2 84

[36]

Es regiert eine „Haushaltsmehrheit“ aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke.

Stadtverwaltung Duisburg[Bearbeiten]

Die Stadtverwaltung Duisburg ist die kommunale Selbstverwaltung der kreisfreien Stadt Duisburg mit ca. 6000 Beschäftigten.

Finanzielle Situation der Stadt[Bearbeiten]

Ähnlich wie viele andere Großstädte, insbesondere des Ruhrgebietes, steckt Duisburg seit Jahrzehnten in einer finanziellen Krise. Der Niedergang der Montanindustrie und der Rückgang der damit verbundenen Gewerbesteuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben für soziale Zwecke traf Duisburg als seinerzeit monostrukturell geprägte Region stark.

Seit 1977 wurden Haushaltssicherungskonzepte aufgelegt, die oftmals mit Einsparungen auf personellen Gebiet und einer Einschränkung von Infrastrukturangeboten (Bäder, Hallen, Sportplätze, Bibliothekszweigstellen u.ä.) verbunden waren. Einen Haushaltsausgleich hat die Stadt Duisburg dennoch seit mehr als 20 Jahren nicht erzielen können; der Kommunalhaushalt ist seit Jahren nicht mehr seitens der Kommunal- und Finanzaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigungsfähig gewesen. Nach dem Neuen kommunalen Finanzmanagement, also der vor einigen Jahren für die NRW-Kommunen eingeführten kaufmännischen Buchführung liegt Überschuldung vor, d.h., das Eigenkapital der Stadt Duisburg ist aufgebraucht.

So genannte Kassenkredite sollen eigentlich nur kurzfristige Engpässe vermeiden. Die gelegentliche Liquiditätsspritze wurde jedoch für zahlreiche Gemeinden, wie auch Duisburg, zum Dauertropf. Nachdem zahlreiche Haushaltssicherungskonzepte sowie Erhöhungen kommunaler Einnahmen (wie Steuern, Gebühren) nicht den gewünschten Erfolg bringen konnten, soll die Stadt nun mittelfristig durch den sog. Stärkungspakt Kommunalfinanzen saniert werden, der von der Landesregierung NRW 2012 aufgelegt wurde. Hierdurch kann die Stadt mit zusätzlichen Zuweisungen des Landes NRW (zunächst 52,5 Mio. Euro jährlich, ab 2017 degressiv) rechnen, muss allerdings weiter erhebliche Einsparungen vornehmen, was die Attraktivität für Betriebe, Bürger und Beschäftigte der Stadtverwaltung weiterhin auf eine schwere Probe stellt. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat im September 2012 den von der Stadtspitze vorgelegten Haushaltssanierungsplan genehmigt.[37]

Sowohl der Hebesatz bei der Gewerbesteuer von 505 % (2014, Anhebung auf 520 % bis 2016 bereits vom Stadtrat beschlossen) als auch der Hebesatz bei der Grundsteuer B von 695 % (seit 2013) liegen bundesweit im Spitzenfeld und machen Duisburg hinsichtlich der kommunalen Steuern zu einem der teuersten Standorte in Deutschland.

Stadtwappen[Bearbeiten]

Wappen von Duisburg
Beschreibung:

Das Wappen der Stadt Duisburg „zeigt auf quergeteiltem Schilde in der oberen Hälfte auf Goldgrund (goldgelb) einen schwarzen Doppeladler, von der Brust ab aufwärts, mit roten Zungen, in der unteren Hälfte eine in Silber (weiß) dargestellte dreitürmige Stadtmauer auf rotem Grund.“[38] Die Stadtflagge ist weiß-rot. Das Wappen wurde der Stadt am 31. Januar 1977 vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf verliehen. Es ist jedoch bereits im Jahre 1527 bezeugt. Es kann teilweise als „redendes“ Wappen bezeichnet werden, denn die Burg weist auf den Namen der Stadt hin. Der Reichsadler deutet auf die Zugehörigkeit zum Reich und weist auf die ehemalige Reichsfreiheit hin, die jedoch bereits 1290 an die Herren von Kleve verpfändet war. Die Farben Rot und Weiß verweisen auf die ehemalige Zugehörigkeit der Stadt zur Hanse.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Gedanke der Städtepartnerschaften in Europa, dessen Ziele es waren, die Annäherung ehemaliger Kriegsgegner zu fördern und den Frieden in Europa wiederherzustellen. In diesem Sinne schloss die Stadt Duisburg mit der britischen Hafenstadt Portsmouth im Jahr 1950 ihre erste Städtepartnerschaft, die noch heute sehr lebendig ist, was unter anderem in vielfältigen Austauschprogrammen zum Ausdruck kommt. Der 1948 in Duisburg stationierte britische Stadtkommandant Captain Colin Hutchison, der persönliche Kontakte nach Portsmouth hatte, schlug seinerzeit die Städtepartnerschaft vor. Ebenso lebendig ist die Partnerschaft zur französischen Hafenstadt Calais, die seit 1964 besteht.

Heute sind die Ziele der Städtepartnerschaften weitaus umfangreicher. Sie reichen von der Unterstützung des Prozesses der europäischen Einigung über die weltweite Völkerverständigung bis hin zur Förderung wirtschaftlicher und kultureller Interessen. So schloss die Stadt Duisburg in der Vergangenheit beispielsweise Städtepartnerschaften mit der chinesischen Stadt Wuhan oder der türkischen Stadt Gaziantep. Im März 2011 wurde eine Städtepartnerschaft mit dem US-amerikanischen Fort Lauderdale geschlossen.

Die Stadt Duisburg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Religionen[Bearbeiten]

Duisburg gehörte im Mittelalter zum Bistum Lüttich, später zum Erzbistum Köln.

Protestantische Kirchen

Salvatorkirche

1543 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt im evangelischen Sinne gepredigt und in den Folgejahren auch das Abendmahl in beiderlei Gestalt („Brot und Wein“) gefeiert, so dass bis 1555 die Reformation endgültig Fuß fassen konnte. Vorherrschend war das reformierte Bekenntnis. 1610 wurde in der Duisburger Salvatorkirche der Synodalverband der reformierten Gemeinden Jülich, Kleve und Berg gegründet, zu dem auch die Gemeinde in Duisburg gehörte. Die Gegenreformation konnte sich nicht durchsetzen. 1727 bildete sich auch eine lutherische Gemeinde. Beide Konfessionen vereinigten sich 1891 zur unierten Gemeinde von Duisburg. In preußischer Zeit wurde Duisburg Sitz einer Superintendentur innerhalb der Rheinischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, aus der später der Kirchenkreis Duisburg innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland hervorging. Walsum gehört zum Kirchenkreis Dinslaken und das linksrheinische Duisburg zum Kirchenkreis Moers. Duisburg ist Sitz der großen evangelischen Hilfsorganisation Kindernothilfe.

Römisch-Katholische Kirche

Liebfrauenkirche

Die nach der Reformation in Duisburg verbliebenen Katholiken gehörten weiterhin zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung 1801 kam Duisburg zum Bistum Münster. Seit 1958 gehören die Pfarrgemeinden in den damaligen Grenzen Duisburgs zum neu gegründeten Bistum Essen. Nach der 2006 erfolgten Neuordnung der Pfarreienstruktur sind dies die Pfarreien St. Norbert, St. Johann (beide Hamborn), St. Michael (Meiderich), Liebfrauen (Mitte) und St. Judas Thaddäus (DU-Süd), die jeweils aus mehreren ehemals selbständigen Gemeinden bestehen. Die 18 Pfarrgemeinden des linksrheinischen Dekanats Duisburg-West und des zum Dekanat Dinslaken gehörenden Pfarrverbands Walsum – diese Gebiete wurden erst 1975 nach Duisburg eingemeindet – gehören weiterhin zum Bistum Münster.

Andere christliche Kirchen
Die evangelischen und römisch-katholischen Kirchengemeinden in Duisburg sind Mitglieder in der 1993 gegründeten Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Duisburg. Dieser Arbeitsgemeinschaft gehören darüber hinaus die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, die Armenische Apostolische Kirche, die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Freikirchen sowie die Apostolische Gemeinschaft mit vier Gemeinden in Beeck, Hamborn, Walsum und Wanheimerort an. Auch in Duisburg vertreten ist die Neuapostolische Kirche mit 15 Kirchengebäuden innerhalb des Stadtgebietes.

Jüdisches Gemeindezentrum

Judentum
Die jüdische Gemeinde der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen hat ein gemeinsames Gemeindezentrum mit Synagoge im Duisburger Innenhafen. Für die etwa 2.800 Mitglieder starke Gemeinde wurde ein Umzug aus dem kleinen Mülheimer Gemeindezentrum notwendig. Gemeinsam beschlossen die Jüdische Gemeinde und die drei Städte Duisburg, Mülheim und Oberhausen einen Neubau in Duisburg. Seit Einweihung des Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen im Jahre 1999 ist dieser Ort mit Leben gefüllt. Es finden dort unter anderem Kulturveranstaltungen statt, so eine Jüdische Buchmesse sowie die Jüdischen Kulturtage im Rheinland für das westliche Ruhrgebiet. Aber auch das Engagement im Bereich der Familien- und Jugendarbeit ist in den Räumen des Gemeindezentrums in Duisburg mit dem Kinder- und Jugendzentrum Tikwatejnu beheimatet − Tikwatejnu ist Hebräisch und bedeutet übersetzt „Unsere Hoffnung“.

Islam

Merkez-Moschee

Etwa acht Prozent der Duisburger Bürger bekennen sich zum Islam. In einigen Stadtbezirken Duisburgs ist der Anteil der islamischen Bevölkerung wesentlich höher. Im Stadtteil Marxloh wurde am 26. Oktober 2008 die Duisburger Merkez-Moschee eröffnet. Das integrative Konzept und die Zusammenarbeit von Stadt und islamischen Religionsvereinen hat bundesweit für Aufsehen gesorgt.[39] Im Schuljahr 2011/12 gehörten 17.344 Kinder in Duisburg dem Islam an, dies sind etwa 3000 mehr, als der Katholischen Kirche angehörten.[40]

Neben der sunnitisch-islamischen Glaubensgemeinschaft existiert eine bedeutende alevitische Glaubensgemeinschaft in der Stadt. Die Gemeinschaft hat zwei Vereinshäuser. Diese sind die Alevitische Gemeinde Duisburg (Rheinhausen) und das Alevitische Kulturzentrum Duisburg-Marxloh e. V. (Marxloh).[41][42] Beide Vereine gehören der Alevitischen Gemeinde Deutschland e. V. (AABF) an.[43]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Bereich um die Marina und den Innenhafen sind nachts viele Objekte beleuchtet und weithin sichtbar, wie hier unter anderem das Rathaus, der Stadtwerketurm, die Salvatorkirche und die Synagoge.

Duisburg bietet ein großes Angebot an kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen. Herausragend wichtiges Ereignis sind die alljährlich seit 1977 (außer 2005) stattfindenden Duisburger Akzente, die sich jeweils mit einem kulturell aktuellen Thema auseinandersetzen, und das Traumzeit-Festival im Landschaftspark Duisburg-Nord. Überregional bedeutsam sind die im gesamten Ruhrgebiet stattfindende RuhrTriennale und das Klavierfestival Ruhr.

Von besonderer Bedeutung sind die Stätten und Aktivitäten der Industriekultur, die dem gesamten Ruhrgebiet ein neues Gesicht geben sollen. Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Hafenstadtteil Ruhrort und der am Rande des Stadtzentrums gelegene Innenhafen sind die Duisburger Hauptattraktionen an der Route der Industriekultur.

Theater[Bearbeiten]

Das Stadttheater

Das 1912 im klassizistischen Stil erbaute Theater Duisburg (Entwurf: Martin Dülfer) gilt als das kulturelle Zentrum Duisburgs. Es wird seit 1956 von der Deutschen Oper am Rhein zusammen mit den Duisburger Philharmonikern bespielt. Die Deutsche Oper am Rhein ist eine Theatergemeinschaft der Nachbarstädte Düsseldorf und Duisburg. Sie hat neben Oper und Operette/Musical auch Ballett im Programm. Bereits von 1887 bis 1921 bestand eine Theaterehe mit Düsseldorf. Diese wurde von einer eigenständigen Duisburger Oper und einer Theatergemeinschaft mit dem Schauspielhaus Bochum abgelöst, die bis 1935 bestand.

Duisburg besitzt kein eigenes Schauspielensemble. Im Stadttheater werden Inszenierungen anderer Theater, insbesondere aus der Rhein-Ruhr-Region, gezeigt.

Weitere Theater sind das Kleinkunsttheater „Die Säule“ im Dellviertel, die Kleine Bühne Friemersheim, das Kinder- und Jugendtheater „Kom’ma“ in Rheinhausen sowie die Kleinkunstbühne Meiderich. Der älteste noch existierende Theaterverein in Duisburg ist die „bühne47 – Ketteler Spielschar“ mit Sitz im Ortsteil Rheinhausen. Aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten senkte sich für die freie Schauspielbühne „Comödie Duisburg“ der Vorhang im Juli 2008.

Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

1962 wurde die Duisburger Mercatorhalle in der Innenstadt eingeweiht. Sie ersetzte die 1887 eröffnete und 1942 zerstörte Tonhalle, die an der gleichen Stelle stand. Die Mercatorhalle galt 40 Jahre lang als die „gute Stube“ der Stadt. Diese Konzert- und Veranstaltungshalle wurde 2005 abgerissen, um Platz für das City Palais zu schaffen, das unter anderem ein im Februar 2007 eröffnetes Spielcasino und die „neue“ Mercatorhalle beherbergt. Der große Saal dieser Halle bietet Platz für 1750 Personen und wurde im April 2007 eröffnet. Die Duisburger Philharmoniker haben in der Mercatorhalle ihre Spielstätte. Seit August 2012 ist die Mercatorhalle wegen erheblicher Mängel beim Brandschutz geschlossen.[44]

Das Theater am Marientor (TaM) ist ein ehemaliges Musicaltheater („Les Miserables“) und wird heute für unterschiedlichste Bühnenveranstaltungen vermietet. Die Duisburger Philharmoniker nutzten es vom Abriss der alten bis zur Eröffnung der neuen Mercatorhalle als Ausweichquartier. Nach längerem Leerstand wird das TaM seit der erneuten Schließung der Mercatorhalle 2012 wieder von den Philharmonikern genutzt. Ein geplanter Verkauf an eine private Investorengruppe, die dort das Musical „Braveheart“ plant, erscheint daher fraglich.[45]

Die Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn fasste bis zu 4450 Sitzplätze. Unrenoviert und nicht optimal beheizt verlor sie mit der Zeit an Bedeutung und wurde im März 2011 geschlossen. In den Stadtteilen befinden sich außerdem die Rheinhausen-Halle, die Stadthalle Walsum, die Glückauf-Halle in Homberg-Hochheide und der Steinhof in Huckingen.

Veranstaltungsorte in der Kulisse einer stillgelegten Eisenhütte sind die Kraftzentrale (bis zu 4140 Plätze), die Gießhalle und die Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord. Regelmäßige Comedy- und Musikveranstaltungen finden auch im Grammatikoff am Dellplatz, im Kultur- und Freizeitzentrum Die Säule und im Pulp statt, ein 2002 zu einer mittelalterlich anmutenden Burg umgebautes Bahnhofsgebäude. Ebenfalls in Hochfeld befindet sich das Kulturzentrum Alte Feuerwache.

Gastronomie und Nachtleben[Bearbeiten]

Die Schifferbörse

In Duisburg gibt es zahlreiche Bars, Cafés, Diskotheken, Lokale und Restaurants. Besonders bekannt ist die Gastronomie-Meile am Duisburger Innenhafen. Entlang der mit einem Damm abgeteilten und aufgestauten Wasserfläche befinden sich teils in wieder hergerichteten alten Getreidespeichern, teils modernen Bürokomplexen mehrere Gastronomiebetriebe, Restaurants, Cafés, Biergärten und Cocktailbars.

Ebenso bekannt für seine vielen Lokale ist der Dellplatz in der Duisburger Innenstadt. Seit 2011 bietet das Grammatikoff im Gebäude der ehemaligen Kulturzentrale HundertMeister Kulturveranstaltungen verschiedenster Art, wie Konzerte, Theater oder Comedy. In unmittelbarer Nähe befindet sich Duisburgs älteste Hausbrauerei, das Webster aus dem Jahr 1992, wo ebenfalls Konzerte stattfinden können. Im Universitätsviertel mit der ältesten Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug, die die größte Bierauswahl Nordrhein-Westfalens besitzt, findet man eine abwechslungsreiche Kneipenlandschaft.

Zu den bekanntesten Restaurants zählen das Restaurant in Duisburgs ältestem Wohngebäude, dem Dreigiebelhaus, welches 1536 erbaut wurde, und die Gaststätte Lindenwirtin in Duissern, die in einem um 1760 gebauten Fachwerkhaus untergebracht ist. Ebenfalls bekannt ist die Schifferbörse im Hafenstadtteil Ruhrort.

Insgesamt gibt es in Duisburg neun Diskotheken. Dazu zählt der Delta Musik Park in Duisburg-Hamborn, der in einem ehemaligen Zirkuszelt untergebracht ist. Mit einer Nutzfläche von 4.500 Quadratmetern zählt das Delta zu den größten Diskotheken in Deutschland. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude im Stadtteil Hochfeld befindet sich das Tanzlokal des Eventschlosses Pulp.

Im Jahr 2007 eröffnete das Casino Duisburg im Citypalais, welches die größte Spielbank der Westspiel-Gruppe ist. Es verfügt über 354 Automaten im Automatencasino und 29 Spieltische im klassischen Spiel. In den ersten zehn Monaten zählte das Duisburger Casino 700.000 Besucher und erwirtschaftete einen Bruttospielertrag von 55,4 Millionen Euro, womit es hinter Berlin und Stuttgart den dritthöchsten Bruttospielertrag aller deutschen Spielbanken erzielte.[46]

Lichtspielhäuser[Bearbeiten]

Am Hauptbahnhof befindet sich das UCI-Multiplex-Kino

In Duisburg gibt es heute noch zwei Lichtspielhäuser. Dabei gab es in den 1960er Jahren in fast jedem Stadtteil ein Lichtspieltheater, doch das Kinosterben machte auch vor Duisburg nicht halt. Zuletzt blieben mit dem „Europa“ (das bis zur Insolvenz im Sommer 2008 die „Comödie“ beherbergte), dem „Gloria“ (jetzt ein Modegeschäft) und dem „Residenz“ (im Zuge des Baus des Einkaufszentrums „Forum Duisburg“ abgerissen) noch drei innerstädtische Kinozentren übrig. Doch letztlich haben auch sie unter anderem wegen der Konkurrenz mit dem UCI-Multiplex-Kino am Hauptbahnhof schließen müssen.

Neben dem Multiplex-Kino befindet sich am Dellplatz mit dem Filmforum eines der ältesten kommunalen Kinos Deutschlands.[47] Das Filmforum, welches 1970 eröffnet wurde, besitzt einen Kinosaal im Stile der 1950er Jahre und ein bedeutendes filmhistorisches Archiv. Alljährlich ist es zudem Ausrichter der Duisburger Filmwoche. Seit 1996 veranstaltet das Filmforum zusammen mit dem Landschaftspark Nord das Sommerkino. Für etwa einen Monat dient die Gießhalle des Landschaftsparks als Kulisse für das Freilichtkino, das neben aktuellen Filmen auch Klassiker zeigt.

Museen und Kunst[Bearbeiten]

Eberhard Bosslet – U-Bahnhof – Auf dem Damm, Meiderich, seit 2001
„Lebensretter“-Brunnen von Niki de Saint Phalle in der Innenstadt
Museum Küppersmühle am Innenhafen
David“ (2010) – in Duisburg

Das Wilhelm-Lehmbruck-Museum – Zentrum Internationaler Skulptur ist in einem vom Sohn Lehmbrucks entworfenen Museumsbau von 1964 untergebracht. Es zeigt – ausgehend von dem Werk des Duisburger Künstlers Wilhelm Lehmbruck (1881–1919) – eine europaweit einmalige Sammlung moderner Bildhauerkunst.

Das nahezu allseitig verglaste Lehmbruck-Museum liegt am Westrand des Kant-Parks, einem öffentlichen Skulpturenpark mit mittlerweile mehr als 40 Plastiken, darunter die kolossale Skulptur David des deutschen Künstlers Hans-Peter Feldmann. Der „Dialog zwischen Museum und Außenwelt“ soll sich in der angrenzenden Fußgängerzone mit seiner Brunnenmeile und den von Künstlern gestalteten U-Bahn-Stationen (unter anderen von Eberhard Bosslet, Isa Genzken und Gerhard Richter) fortsetzen.

Ein auffälliges Wahrzeichen der Stadt ist der „Lebensretter“[48]-Brunnen mit einer sieben Meter hohen, einem Vogel ähnelnden, Schutz gewährenden und Stärke ausstrahlenden Figur, an die sich eine kleinere Figur hilfesuchend anklammert. Diese Figurenkombination im Stil der poppigenNana“-Figuren stammt von der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle; die Brunnenfigur steht auf einer von ihrem Ehemann Jean Tinguely aus Schrottteilen konstruierten rotierenden Plattform. In Anspielung an die schlechte Finanzlage der Stadt wird das Kunstwerk im Volksmund auch ironisch „Pleitegeier“ genannt.[49]

Ebenfalls an den in Meiderich geborenen Lehmbruck erinnert ein von der Stadt Duisburg vergebenes „Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium“ für junge Künstler, dessen Stipendiaten kostenlose Wohnateliers im historischen Dreigiebelhaus zur Verfügung gestellt werden.

Das Museum Küppersmühle für moderne Kunst präsentiert sich in einem von Herzog & de Meuron umgestalteten Innenhafen-Getreidespeicher. Die Sammlung Junge Kunst in den Räumen der König-Brauerei in Beeck, das Museum DKM sowie die Cubus Kunsthalle beschäftigen sich ebenfalls mit moderner Kunst.

Das Museum DKM in der Duisburger Innenstadt und die Galerie DKM im Garten der Erinnerungen im Duisburger Innenhafen, beide von der gleichnamigen Stiftung getragen, sind private Ausstellungshäuser. Während das Museum erstmals die Privatsammlung der Mäzene Dirk Krämer und Klaus Maas der Öffentlichkeit zugänglich macht und Wechselausstellungen zeigt, widmet sich die Galerie ausschließlich zeitgenössischer Kunst.

Das Kultur- und Stadthistorische Museum befindet sich seit 1991 in einem ehemaligen Getreidespeicher am Innenhafen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die wissenschaftsgeschichtlich wertvollen Globen der Mercator-Schatzkammer, die dem Lebenswerk des Mathematikers und Kartografen Gerhard Mercator gewidmet wurde. Im selben Gebäude untergebracht ist das Museum Stadt Königsberg, das die Geschichte der alten ostpreußischen Stadt darstellt.

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ist mit seiner umfangreichen Sammlung in einem ehemaligen Jugendstil-Hallenbad in Ruhrort/Laar untergebracht. Zum Museum gehören zwei historische Dampfschiffe, die im Ruhrorter Hafen ankern.

Kleinere Museen sind das Haniel Museum in Ruhrort, das Lehrerhaus Friemersheim in Rheinhausen, das Niederrheinische Karnevalsmuseum am Mattlerbusch, das Naturwissenschaftliche Museum in Wedau, das Bienenmuseum in Rumeln-Kaldenhausen und das Bergbaumuseum Rheinhausener Bergbausammlung. Das Radiomuseum in Ruhrort zeigt außer Radios auch Schallplattenspieler. In Duisburg-Rahm befindet sich das Traktormuseum des Rahmer Traktor-Clubs.

Das Atlantis Kindermuseum, untergebracht in einem Innenhafen-Getreidespeicher, war eine naturwissenschaftlich-technische Erlebniswelt, die Ende 2007 schließen musste. Stattdessen ist jetzt das „Legoland Discovery Centre“ in der Werhahnmühle untergebracht.

Am Innenhafen entsteht eines der größten Archivgebäude Deutschlands. Bis 2014 realisiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen das Landesarchiv NRW. Das denkmalgeschützte 48 m lange Speichergebäude aus den 1930er Jahren wird durch einen 76 m hohen Archivturm im Zentrum ergänzt und auf 200 m verlängert.

In den nächsten Jahren soll ein NS-Dokumentationszentrum gebaut werden, das in einem Neubau gemeinsam mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek untergebracht ist. Schwerpunkt des Zentrums soll eine Dauerausstellung zum Thema Duisburg im Nationalsozialismus sein.

Siehe: Liste der Museen in Duisburg

Bauwerke[Bearbeiten]

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Einzelnachweise fehlen.

Das Duisburger Rathaus geht zurück auf den mittelalterlichen Könighof, der an derselben Stelle gestanden hat. Das heutige, im Stil der Frührenaissance (Historismus) errichtete Gebäude, wurde 1902 durch den Karlsruher Architekten Friedrich Ratzel fertiggestellt. Das erste Rathaus, das sich hier befand, stammte aus dem Mittelalter und wurde im Jahre 1361 zum ersten Mal erwähnt. Es wurde 1802 abgebrochen und am Ort des alten Gerichtshauses am Weinmarkt neu erbaut. 1843 wurde dieses Rathaus abermals durch einen Neubau an der heutigen Stelle ersetzt. Seit 1878 befindet sich auf der Mitte des Burgplatzes vor dem Rathaus der Mercatorbrunnen.

Die neben dem Rathaus stehende Salvatorkirche befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Königshofes. Hier stand erstmals im 9. Jahrhundert eine Kirche. Nach einem Brand im 13. Jahrhundert wurde 1415 der Neubau fertiggestellt. Seit 1571 ist die am Innenhafen gelegene Salvatorkirche evangelisch. In die benachbarte katholische Karmelkirche von 1961 sind Teile der im Krieg zerstörten Minoritenkirche von 1271 integriert worden. Zuvor gehörte diese Klosterkirche in den Komplex der im Krieg zerstörten ältesten katholischen Stadtkirche, der Liebfrauenkirche. Rathaus, Salvatorkirche und Liebfrauenkirche bildeten vor dem Zweiten Weltkrieg die typische Drei-Türme-Silhouette der Stadt.

Die Liebfrauenkirche wurde nach dem Krieg an anderer Stelle inmitten des neuen Duisburger Stadtzentrums am Stadttheater wiederaufgebaut. Die Glasfenster, Baldachin und zahlreiche andere Einrichtungsgegenstände der Liebfrauenkirche stammen aus der Vatikankirche der Brüsseler Weltausstellung von 1958.

1153 wurde die Marienkirche als erste Niederlassung des Johanniterordens in Deutschland errichtet. Der heutige klassizistische Bau geht zum größten Teil auf das Jahr 1802 zurück. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Kirche evangelisch.

Die Abtei Hamborn mit der Abteikirche St. Johann Baptist im Norden der Stadt geht auf das 11./12. Jahrhundert zurück, ein Vorgängerbau ist von 900. Die Abtei gehört zum Prämonstratenser-Orden. Die spätromanische katholische Pfarrkirche St. Dionysius in Mündelheim wurde 1221 erbaut.

Das 1999 fertiggestellte Jüdisches Gemeindezentrum (Architekt: Zvi Hecker) liegt im Innenhafen unweit der in der Pogromnacht 1938 zerstörten alten Synagoge von 1875. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel zeitgenössischer skulpturaler Architektur.

Mit der im Oktober 2008 fertig gestellten Merkez-Camii der DITIB in Marxloh steht in Duisburg ein Gebetsraum für 1.200 Gläubige mit einem 34 Meter hohen Minarett und einem 23 Meter hohen silberfarbenen Kuppeldach.

Das am Rande des Innenhafens gelegene Dreigiebelhaus, errichtet 1536, ist das älteste noch erhaltene Wohngebäude Duisburgs. Der ältere Gebäudeteil des Amts- und Landgerichts Duisburg wurde 1876 im Stil der Neo-Renaissance fertiggestellt.

Die von Herzog & de Meuron 1999 zum Museum umgebaute Küppersmühle von 1909 ist der architektonisch bedeutsamste Teil der Speicherzeile im Innenhafen.

Zwischen 1981 und 1991 wurden 23 Ziegel-Rundbauten – „Keksdosen“ – (Architekten: Peter Poelzig und andere) errichtet. Sie sind die markantesten Gebäude der in Neudorf am Rande des Duisburger Stadtwaldes gelegenen Universität. Das im Universitäts-Stadtteil gelegene „Haus der Wirtschaftsförderung“, das Technologiezentrum und das Mikroelektronikzentrum wurden 1992 bis 1996 von Norman Foster errichtet.

Im Landschaftspark Duisburg-Nord kann man seit 1994 ein stillgelegtes Hüttenwerk besichtigen und sogar einen Hochofen besteigen. Nachts ist die Anlage durch die Beleuchtung eine riesige Lichtskulptur.

Im Rahmen der RUHR.2010 wurde das Brückenbauwerk Tiger and Turtle – Magic Mountain auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe errichtet. Es erinnert an eine Achterbahn und ist zu großen Teilen begehbar.

Sport[Bearbeiten]

Die Dachorganisation der Duisburger Sportvereine stellt der Stadtsportbund (SSB) Duisburg dar, welcher dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen angeschlossen ist. Insgesamt gehören dem SSB Duisburg ungefähr 500 Vereine mit über 110.000 Mitgliedern an.[50]

Duisburg ist Sitz des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, des Deutschen Kanu-Verbandes, des Westdeutschen- Fußball und Leichtathletikverbandes sowie weiterer überregionaler Sportverbände.

Sportvereine[Bearbeiten]

Der MSV ist der bekannteste Verein aus Duisburg
Die Füchse Duisburg spielten von 2005 bis 2009 in der DEL

Der bekannteste Sportverein in Duisburg ist der 1902 gegründete MSV Duisburg, damals noch unter dem Namen Meidericher Spielverein. Berühmt ist der Club durch seine Fußballmannschaft, die aufgrund ihrer gestreiften Trikots „Zebras“ genannt werden. 1963 gehörte der MSV zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga, der nach wechselhaften Jahren in der 1. und 2. Bundesliga aufgrund von Finanzproblemen 2013 in die 3. Liga absteigen musste. Schon vor 1963 sorgte der Meidericher SV für Furore. Damals galt Duisburg als Fußballhochburg im Ruhrgebiet. In der Stadt gab es insgesamt drei große, landesweit bekannte Vereine, obwohl nie ein Duisburger Verein nationale Erfolge verbuchen konnte. Neben dem MSV waren dies der Duisburger SpV (der 1964 mit dem TuS Duisburg 48/99 zu Eintracht Duisburg fusionierte) und die Sportfreunde Hamborn 07.

In der Frauenfußball-Bundesliga gehört der FCR 2001 Duisburg (vormals FC Rumeln-Kaldenhausen) zu den besten Mannschaften und sorgt seit Jahren im Frauenfußball für positive Schlagzeilen (Deutscher Meister 1995, UEFA-Cup-Sieger 2009). Bereits in den 80er und 90er Jahren gab es mit dem KBC Duisburg eine Spitzenmannschaft im Frauenfußball (Deutscher Meister 1985), die Abteilung wechselte im Jahr 1997 zum Verein Eintracht Duisburg 1848 e. V.

Zu den überregional bekannten Sportclubs aus Duisburg zählt der Eissportverein „Füchse“ Duisburg (EVD), der bis 2009 in der Deutschen Eishockey-Liga spielte und nach seinem Rückzug aus der höchsten Spielklasse mittlerweile drittklassig ist. Der EVD ist der Nachfolgeverein des Duisburger SC, der von 1979 bis 1981 in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv war.

Im linksrheinischen Rheinhausen ist der traditionsreiche Handball-Verein und ehemalige Bundesligist OSC Rheinhausen beheimatet. Ein traditionsreicher Hockeyverein ist der Club Raffelberg (CR), der in den 1950er Jahren zwei Deutsche Meisterschaften im Feldhockey feiern konnte. Heute spielt der CR in der 2. Hockey-Bundesliga. Im Wasserball wurde der Amateur-Schwimm-Club Duisburg (ASCD) in der abgelaufenen Spielzeit deutscher Vizemeister.

Im nördlichen Stadtteil Alt-Hamborn errang die 1. Mannschaft der Herren vom Squash Inn Team Hamborn 88 in der Saison 2010/11 nach erstmaligem Aufstieg in die 1. Bundesliga auch den Vizemeistertitel.[51]

Neben diesen Vereinen gibt es noch weitere Clubs aus Duisburg, die mit ihren Mannschaften in den ersten Ligen ihrer Sportarten vertreten sind, teilweise sehr erfolgreich.

Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

Drachenbootregatta im Innenhafen

Das ganze Jahr über finden viele Sportveranstaltungen statt. Zu den berühmtesten Veranstaltungen gehören der Rhein-Ruhr-Marathon und die Duisburger-Tanz-Tage. Darüber hinaus gibt es noch weitere Sportveranstaltungen in der Stadt.

  • Duskatet (Inlineskating Touren durch das Stadtgebiet)
  • Citirun (Unternehmerlauf in der Duisburger Innenstadt zu Gunsten karitativer Zwecke)
  • Nike Winterlaufserie des ASV Duisburg (größte Winterlaufserie in Deutschland)
  • Kaiserbergfest (traditionelles Sportfest, dass 1883 erstmals auf dem Kaiserberg ausgetragen wurde; heute findet es im Sportpark Duisburg statt)
  • Drachenbootfunregatta im Innenhafen
  • Große Duisburger Radwanderung
  • Innenhafenlauf
  • Sportschau (Sportgala des Stadtsportbundes Duisburg)
  • 24 Stunden von Duisburg (24 Stunden Mountain-Bike-Rennen im Landschaftspark Duisburg-Nord)
Sonderfahrt Universiade Duisburg ’89

Die Sportstadt Duisburg wurde ebenfalls bekannt durch die Ausrichtung internationaler Sportveranstaltungen, vor allem durch Kanu- und Ruder-Weltmeisterschaften im Sportpark Duisburg. 2013 ist Duisburg Ausrichter der Kanurennsport-Weltmeisterschaften 2013 mit 78 teilnehmenden Nationen. 1989 fand in der Ruhrgebietsstadt die Universiade und 2005 die World Games statt.

Sportstätten[Bearbeiten]

Schauinsland-Reisen-Arena

In den einzelnen Stadtteilen gibt es eine Vielzahl an Außensportanlagen, die überwiegend an Sportvereine verpachtet sind und die von diesen unterhalten und gepflegt werden. Für die Duisburger Vereine besteht außerdem die Möglichkeit auf die Turnhallen oder Schwimmbäder, die teilweise privat betrieben werden, im Stadtgebiet zurückzugreifen. Zudem gibt es in Duisburg drei Golfanlagen: Den „Niederrheinischen Golfclub“ in Röttgersbach sowie den Club „Golf & More“ in Großenbaum und Huckingen. Zusammen belegen sie eine Fläche von 1.160.000 Quadratmetern.

Die größten und bekanntesten Sportstätten befinden sich im Sportpark Duisburg im Stadtteil Wedau. Zu diesen zählt die 31.500 Zuschauer fassende Schauinsland-Reisen-Arena, die 2005 das alte Wedaustadion ersetzte. In der Schauinsland-Reisen-Arena trägt der Fußball-Zweitligist MSV Duisburg seine Heimspiele aus. In direkter Nachbarschaft liegen das Schwimmstadion und die SCANIA-Arena, die Heimspielstätte des EV Duisburg. Im östlichen Teil des Sportparks befindet sich die Regattabahn Duisburg, die zu den modernsten ihrer Art weltweit gehört. Dort liegt auch das Bundes- und Landesleistungszentrum für den Kanurennsport. Im Sportpark befinden sich noch das Leichtathletikstadion und die Sportschule Wedau.

Weitere wichtige Sportstätten sind in den Stadtteilen zu finden.

  • PCC-Stadion (Fußballstadion, Spielstätte des NRW-Ligisten VfB Homberg und der Frauen des FCR 2001 Duisburg)
  • Schwelgernstadion
  • Sporthalle an der Krefelder Straße (Heimspielstätte des OSC Rheinhausen)

Erholung und Freizeit[Bearbeiten]

Landschaftspark Duisburg-Nord
Speicherzeile im Innenhafen
Landmarke „Tiger & Turtle“ in Duisburg-Angerhausen

In Duisburg gibt es zahlreiche Naherholungsgebiete, in denen die Bevölkerung ihren Freizeittätigkeiten nachgehen kann. Obwohl Duisburg eine Industriestadt ist, gibt es eine Vielzahl an Grünflächen und Parkanlagen. 2.500 Hektar des Duisburger Stadtgebietes sind Waldflächen. Zu den größten Wäldern zählen der Baerler Busch und der Driesenbusch in Walsum, vor allem aber der Duisburger Stadtwald, der nach dem Berliner Grunewald und der Eilenriede in Hannover der drittgrößte Stadtwald in Deutschland ist.

Außerdem gibt es in Duisburg knapp ein Dutzend Parkanlagen. Zu den berühmtesten zählen der Stadtpark in Meiderich und der Biegerpark in Huckingen, im Besonderen aber der 1979 errichtete Revierpark Mattlerbusch im Norden der Stadt mit der Niederrhein-Therme als Kernstück.

In Hochfeld befindet sich der Rheinpark auf einem ehemaligen Industriegelände. Auf dem 60 Hektar großen Grundstück entsteht ein neues Stadtquartier, welches ähnlich wie der Innenhafen die Elemente Wohnen, Arbeiten und Freizeit miteinander verbinden soll. Im Mai 2009 wurde die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des RheinParks mit 25 ha Frei- und Erholungsflächen abgeschlossen. Weitere Möglichkeiten sich am Rhein zu erholen bieten die Rheinauen in Walsum, Friemersheim und Mündelheim.

Duisburg verfügt über zwei botanische Gärten. Der älteste befindet sich am Kaiserberg und wurde 1890 gegründet, der Botanische Garten Duissern zeigt meist einheimische Pflanzen, bekannt sind das Alpinum und die Seerosenteiche. Er ist ganzjährig geöffnet und kostenfrei zugänglich. Der größere botanische Garten befindet sich im Stadtteil Hamborn, er wurde im Jahre 1905 angelegt. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern wurden etwa 2.500 Arten tropischer und subtropischer Gewächse in sechs Häusern präsentiert. So verfügt der Garten über ein Tropenhaus, ein Subtropenhaus, ein Gewächshaus für Kakteen sowie eines mit Seerosen. Ein Gewächshaus widmet sich den Pflanzen mit besonderen Kulturansprüchen, so beispielsweise Insekten fangende Pflanzen wie Venusfliegenfalle, Sonnentau, Kannen- und Schlauchpflanzen. Die Häuser im Botanischen Garten Hamborn sind wegen der prekären Finanzlage der Stadt Duisburg seit dem 13. November 2011 geschlossen.[52]

Neben der Gastronomie-Meile und den Museen bietet der Innenhafen noch weitere Erholungsmöglichkeiten, insbesondere der Garten der Erinnerung lädt Erholungssuchende ein. Des Weiteren finden am Innenhafen das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, wie die Marina-Märkte, der Innenhafenlauf oder das internationale Hafenfest.

In Duisburg-Meiderich liegt der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf dem Gelände eines ehemaligen Hüttenwerkes entstand im Rahmen der Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) ein rund 200 Hektar großer Park neuen Typs und bietet heute zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Klettern in alten Erzbunkern oder Tauchen in einem Gasometer. Im Jahr finden auf dem Gelände des Landschaftsparks rund 470 Veranstaltungen verschiedenster Art statt, zum Beispiel Messen und Konzerte. Außerdem ließ man die Natur das Gelände zurückerobern und mittlerweile haben sich mehr als 300 Pflanzenarten im Park angesiedelt. Pro Jahr hat der Park mehr als 700.000 Besucher.[53]

Durch Duisburg führen auch Themenrouten der Route der Industriekultur, zum Beispiel die Industriekultur am Rhein oder die Route Duisburg: Stadt und Hafen.

Sechs-Seen-Platte: Masurensee

In unmittelbarer Nähe zum Sportpark Duisburg und zum Duisburger Stadtwald befindet sich im Duisburger Süden die Sechs-Seen-Platte. Durch Kiesarbeiten entstanden ab Mitte der 1910er Jahre sechs Seen mit einer Wasserfläche von 150 Hektar, das gesamte Naherholungsgebiet hat eine Fläche von 283 Hektar. Während die nördlichen Seen hauptsächlich der Freizeitgestaltung dienen – hier gibt es unten anderem ein Freibad und einen Bootsverleih – finden rund um die südlichen Seen Renaturierungsmaßnahmen statt, dennoch kann man auch hier nach Erholung suchen.[54]

Im linksrheinischen Rheinhausen liegt der Toeppersee, der 1898 infolge von Kiesarbeiten entstand und 1966 zum Freizeitsee ausgebaut wurde. Am Toeppersee befinden sich unter anderem ein Bootsverleih, eine Minigolf- und eine von zwei Duisburger Wasserskianlagen. Die zweite Wasserskianlage befindet sich im Strandbad im Sportpark Duisburg.

Entlang des Parallelkanals der Regattabahn im Sportpark Duisburg entstand Ende 2007/Anfang 2008 die Wasserwelt Wedau. Die Wasserwelt verbindet die Bereiche Erholung am Wasser, Funsport und Sport miteinander. So wurden ein Hochseilgarten und ein Wasserspielplatz geschaffen, außerdem dient der Weg der Bewegung der sportlichen Betätigung. Er gehört zum 3-Wege-Konzept, welches neben dem Weg der Bewegung noch den Weg des Wissens (vermittelt Wissen rund um das Wasser) und den Weg der Sinne (Naturerlebnisweg) beinhaltet. Der Sportpark Duisburg ist insgesamt etwa 200 Hektar groß und gehört somit zu den größten Sport- und Erholungsgebieten Deutschlands.

Im Jahr 1934 wurde der Duisburger Zoo als Tierpark gegründet und gehört heute zu den modernsten und größten zoologischen Gärten Deutschlands. Berühmt ist der Zoo vor allem für sein Delfinarium, das in den 1960er Jahren errichtet und 1995 modernisiert wurde. Außerdem sind in Duisburg seltene Tierarten zu bestaunen wie Koalas, Wombats, Fossas oder ein Flussdelfin, insgesamt leben im Zoo Duisburg rund 2179 Tiere in 274 Arten (Stand: 2008). Jährlich wird der zoologische Garten, der an den Hängen des Kaiserberges liegt und von der Bundesautobahn 3 geteilt wird, von mehr als einer Million Menschen besucht.[55]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zwei Millionen Besucher zählt der Duisburger Weihnachtsmarkt
Ausbreitung von Salfranken und Rheinfranken bis zum 5./6. Jahrhundert
Der Karneval spielt in Duisburg eine wichtige Rolle
Höhenfeuerwerk Ruhrort in Flammen

Im Leben der Duisburger Bürger spielt der Karneval eine bedeutende Rolle. Im Archiv der Stadt Duisburg befindet sich eine Stadtrechnung aus dem Jahre 1377, aus der hervorgeht, dass die Ratsherren und die Bürgerschaft ausgiebig Fastabend („Vastavent“) feierten. Große Karnevalsbälle wurden allerdings erst ab dem 19. Jahrhundert gefeiert. Die ersten Karnevalsvereine gründeten sich Anfang des 20. Jahrhunderts, heute gibt es in Duisburg zirka 50 Karnevalsvereine mit 3500 Mitgliedern. Alljährlich beginnt die Session mit der Prinzenkürung und dem Hoppeditz-Erwachen am 11. November, ehe sie mit dem Straßenkarneval im Frühjahr ihren Höhepunkt erreicht. Neben dem Rosenmontagszug in der Innenstadt, der sich 1928 erstmals durch Duisburgs Straßen schlängelte, gibt es Karnevalsumzüge in den Stadtteilen Meiderich, Serm, Homberg, Neumühl und Wehofen. Durch die Straßen des Stadtteils Hamborn windet sich am Karnevalssonntag der nach eigenen Angaben größte Kinderkarnevalszug Europas.

Besonders viele Veranstaltungen finden in der Duisburger Innenstadt statt. An einem Wochenende im Sommer wird das große Duisburger Stadtfest veranstaltet, das an drei Tagen ein vielseitiges Angebot bietet, von Konzerten über Modeschauen bis hin zu Kabarett. Seit 1995 findet Ende Mai/Anfang Juni das Matjesfest statt, bei dem es sich in der Hauptsache um Heringspezialitäten dreht, aber rund um das dreitägige Spektakel gibt es zusätzlich noch ein Kulturprogramm. Durch den Weinhandel wurde Duisburg im Mittelalter zu einer wohlhabenden Stadt. Die Fortsetzung des Weinhandels bietet das seit 1986 ausgerichtete Duisburger Weinfest, auf dem mehr als 40 Winzer aus den deutschen Weinanbauregionen ihre Weine anbieten. Das Weinfest findet meist Ende Juli/Anfang August statt. Darüber hinaus gibt es noch weitere bekannte Veranstaltungen in der Duisburger Innenstadt wie das Kunsthandwerkerfestival oder die Automesse Duisburg in Lack und Chrom. Von Ende November bis kurz vor Heiligabend findet der Duisburger Weihnachtsmarkt statt. Neben den rund 130 Ständen zählen das Riesenrad, die Eislaufbahn und der Kristallbaum auf dem König-Heinrich-Platz zu den Höhepunkten des Marktes, der mit zwei Millionen Besuchern zu den größten Weihnachtsmärkten in Deutschland gehört.

In der Hafenstadt gibt es im Kalenderjahr zwei Hafenfeste. Zum einen das internationale Hafenfest im Innenhafen mit der Drachenboot-Funregatta, welches Mitte Juni stattfindet, und zum anderen das Ruhrorter Hafenfest. Entlang der Hafenpromenade wird Ende Juli/Anfang August ein umfangreiches Kulturprogramm angeboten, außerdem präsentieren sich die im Hafen tätigen Firmen. Das Highlight des Hafenfestes ist das Höhenfeuerwerk Ruhrort in Flammen, das alle drei Jahre den Namen Niederrhein in Flammen trägt.

In einer Samstagnacht im Juni oder Juli wird im Ruhrgebiet die ExtraSchicht ausgerichtet, die auch unter dem Namen Nacht der Industriekultur bekannt ist. Bei diesem Event handelt es sich um ein Kulturfestival vor industriellem Ambiente. Unter anderem sind der Landschaftspark Nord und der Innenhafen regelmäßig in diese Veranstaltung eingebunden.

In den Stadtteilen finden ebenfalls regelmäßige Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel Schützenfeste, Weihnachts- und Adventsmärkte oder Umzüge zu St. Martin. Zu den bekannteren Festen zählen die Beachparty im Strandbad Wedau, Soul am See, das Rheinhauser Stadtfest oder die Beecker Kirmes. Bereits für das Jahr 1539 lässt sich die Beecker Kirmes nachweisen, obwohl sie viel älter sein soll. Die „größte Kirmes am Niederrhein“ findet alljährlich Ende August statt. Ursprünglich war sie das Kirchweihfest der Kirche des Oberhofs im heutigen Stadtteil Beeck. Dieser Hof bestand bereits im 9. Jahrhundert. Der Patron der Kirche war der heilige Laurentius. Sein Namenstag am 10. August fällt in die Haupterntezeit, weshalb man die Kirmes auf den Montag nach Bartholomäi, dem 24. August, verlegte.

Dialekt und Sprache[Bearbeiten]

Die alten Duisburger Mundarten basieren auf den Sprachen der frühen Franken. Ab dem 3. Jahrhundert expandierten Fränkische Stämme vom rechten Niederrhein nach Süden und Westen über den Rhein in die zum Teil von Römern und Galloromanen besiedelten Gebiete. Einer der ersten salfränkischen Könige, genannt Chlodio, residierte im 5. Jahrhundert in Dispargum Castrum, das möglicherweise mit Duisburg gleichzusetzen ist.[56][57] Die am Niederrhein heute gesprochenen Mundarten sind auf die Sprache dieser frühen Franken zurückzuführen, wobei lt. dem vom LVR herausgegebenen Rheinischen Fächer die Benrather Linie (maache-maake-Grenze) das Mittelfränkische vom Niederfränkischen trennt. Eine weitere Mundartgrenze, die Uerdinger Linie trennt die „isch“-Sprecher des Südniederfränkischen von den „ek“-Sprechern (u.a. in Duisburg) des Nordniederfränkischen (auch Kleverländisch genannt), das etwa beim Krefelder Ortsteil Hüls (mit Hölsch Plott) beginnt und beiderseits des Niederrheines bis Kleve-Emmerich gesprochen wird.[58]

Im 12. Jahrhundert kam an Rhein und Maas eine Schrift- und Kanzleisprache auf, das heute so bezeichnete Rheinmaasländische, welches Latein als Schriftsprache allmählich ablöste. Etwa mit den Jahren 1377/78 setzt sich diese niederrheinische Form als Amtssprache in den Urkunden und Stadtrechnungen auch in Duisburg durch.[59]

Bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts sprach noch der überwiegende Teil der Bevölkerung im Raume Duisburg niederrheinisch-bergische Mundarten, die Gemeinsamkeiten zu niederländischen Dialekten ausweisen und gemeinsam mit diesen, neben dem Niederdeutschen und dem Hochdeutschen, die dritte historische Ausgangsvariante für die heutige deutsche Sprache darstellen.

Im alten Duisburg, wie in Ruhrort, Meiderich, Hamborn und den anderen rechts- wie linksrheinisch liegenden Stadtteilen, entstanden eigenständige Ortsdialekte. Noch heute werden diese von Vereinen und Heimatdichtern am Leben gehalten; die Ortsteil-Dialekte wurden in den letzten Jahren im täglichen Gebrauch aber nach und nach durch eine „neue“ Umgangssprache ersetzt, manchmal als Ruhrgebiets-Deutsch bezeichnet, von Sprachwissenschaftlern Regiolekt genannt.[60]

Die Duisburger Variante des Ruhrdeutschen unterscheidet sich von den westfälischen Varianten im Osten des Ruhrgebiets (zum Beispiel Bochum, Dortmund) in Intonation, Aussprache und Wortschatz. Während beispielsweise die Dortmunder Umgangssprache unter dem Einfluss des westfälischen Substrats steht, zeigt die Duisburger Umgangssprache heute noch viele Züge der alten niederrheinisch-bergischen Mundarten. Allerdings wird in den Medien oft fälschlicherweise nicht der Duisburger Akzent repräsentiert, sondern durch den des östlichen Ruhrgebiets ersetzt.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Plan der Duisburger Häfen

Verkehr[Bearbeiten]

Schon vor über fünftausend Jahren zogen Reisende durch das Duisburger Gebiet und über die Rheinfurt zum Hellweg. Heute ist Duisburg ein Verkehrsknotenpunkt von europäischer Bedeutung, der durch zahlreiche Straßen, Schienenwege und Brücken erschlossen ist. Die ältesten Brücken sind die Eisenbahnbrücke Hochfeld–Rheinhausen, deren Vorläufer bereits 1873 entstanden ist, und die Friedrich-Ebert-Brücke zwischen Ruhrort und Homberg, die auf 1907 zurückgeht. Insgesamt befinden sich 650 Brücken im Duisburger Stadtgebiet (Stand 2008), wobei nur 156 von der Stadt Duisburg verwaltet werden. Der Rest steht unter der Verwaltung von Bahn, Hafen und anderen.[61]

Duisburg ist ein internationales Handels- und Logistikzentrum und hat einen optimalen Anschluss an das Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz. Mit dem unmittelbar hinter der Stadtgrenze gelegenen Rhein-Ruhr-Flughafen „Düsseldorf Airport“, der sieben Bahnminuten vom Duisburger Hauptbahnhof entfernt liegt, gibt es zudem eine direkte Flughafenanbindung. Weiterhin befindet sich im niederrheinischen Umland der Flughafen Niederrhein-Weeze.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Im Duisburger Hafen

Der Duisburger Hafen „duisport“ gilt als der größte Binnenhafen der Welt und als Sehenswürdigkeit der Stadt.

Er besitzt einen Seehafen-Status, da mit flussgängigen Seeschiffen im Linienverkehr Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient werden, und umfasst ein Freihafen-Gelände. Der Hafen ist ein sogenannter Seehafen-Hub.

Der Mittelpunkt des Hafens liegt noch heute im Bereich der Ruhrmündung, wo bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts der erste Ruhrorter Hafen geschaffen wurde. Jährlich werden dort rund 40 Millionen Tonnen Güter aller Art umgeschlagen. Über 20.000 Schiffe laufen pro Jahr den Hafen an. Kernstück sind die öffentlichen Hafenanlagen mit einer Ausdehnung von 740 Hektar, 21 Hafenbecken von über 180 Hektar ergeben eine Uferlänge von 40 Kilometer. Dazu kommt noch das Logport Logistic Center Duisburg mit 265 Hektar Fläche. Etliche Unternehmen verfügen darüber hinaus über private Hafenanlagen, so dass der Gesamtumschlag bei über 110 Millionen Tonnen liegt.[62]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Ende der 1930er Jahre wurde Duisburg durch die heutige Bundesautobahn A 3 (Europastraße E 35) an das Autobahnnetz angeschlossen. Das Autobahnkreuz Kaiserberg der A 3 mit den damaligen Autobahnen A 2 und Autobahn A 430 wurde als „Spaghettiknoten“ berühmt. Aus diesen beiden wurde mittlerweile die Autobahn A 40 (E 34) („Ruhrschnellweg“). Die Autobahn A 2 existiert ab dem Kreuz Oberhausen weiter.

Weitere Autobahnen sind die A 42 („Emscherschnellweg“), die Stadtautobahn A 59 („Nord-Süd-Achse“), die A 57 im Westen und die A 524 als südliche Anbindung an das Kreuz Breitscheid.

Mit der Rückstufung der Bundesstraßen B 8, B 57, B 60 und B 231 zu Landesstraßen verfügt die Stadt mit der B 288 nur noch über eine Bundesstraße.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Hauptbahnhof
Schienenpersonennah- und -fernverkehr[Bearbeiten]

Bereits 1846 wurde Duisburg durch die Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft an das Bahnnetz angeschlossen. 1862 folgte der Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, ab 1870 gab es mit dem Bahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gleich drei Bahnhöfe in unmittelbarer Nachbarschaft.

Nach der Übernahme der nominell privaten Eisenbahn-Gesellschaften durch die Preußischen Staatseisenbahnen entstand 1886 an deren Stelle der erste „Centralbahnhof“ in Insellage, mit Zufahrt von Norden von der Mülheimer Straße aus, die zu dieser Zeit noch niveaugleich überquert wurde.

Dem Ausbau zu einem zwölfgleisigen Durchgangsbahnhof musste der Inselbahnhof weichen, 1934 wurde an der Westseite der Gleisanlagen das Empfangsgebäude des heutigen Hauptbahnhofes im Stile des Funktionalismus errichtet. Dieser ist ein bedeutender Fernbahnhof, der unter anderem ICE-Linienverbindungen in Richtung Amsterdam, Berlin, Basel und München anbietet.

Der zweitgrößte Duisburger Bahnhof, Rheinhausen, besitzt eine Regional-Express-Anbindung. Darüber hinaus verfügt Duisburg über 15 kleinere Stationen, die von Regionalbahnen der Deutschen Bahn AG, der Nord-West-Bahn oder der S-Bahn Rhein-Ruhr angefahren werden.

U-Bahnhof Duisburg Hbf
Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Kern des Netzes der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) sind zwei (fahrplantechnisch drei) Straßenbahnlinien und eine Stadtbahnlinie, die gemeinsam mit der Düsseldorfer Rheinbahn AG betrieben wird. Letztere, die U79, ist aus der D-Bahn hervorgegangen, einer Überland-Straßenbahn nach Düsseldorf. Im Innenstadtbereich wird die Stadtbahn als U-Bahn geführt, deren Bau 1975 begonnen und die 1992 eröffnet wurde. 2000 wurde die U79 mit der Fertigstellung eines Tunnels unter Ruhr und Häfen bis nach Meiderich verlängert. Die ebenfalls durch den Innenstadt-Tunnel verkehrenden Straßenbahnlinien 901, (902) und 903 stellen neben der Erschließung der Stadtteile Hamborn, Walsum und Hüttenheim auch Verbindungen in die Nachbarstädte Dinslaken und Mülheim an der Ruhr dar.

Von den Plänen Ende der 1960er Jahre, ein vollständiges U-Stadtbahnsystem in Duisburg zu errichten, hat man mittlerweile aus finanziellen Gründen und aufgrund fehlender Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen Abstand genommen.

Im linksrheinischen Stadtteil Rheinhausen wird ein großer Teil der städtischen Erschließung durch die Regionalbuslinien der zur Rhenus Veniro-Gruppe gehörenden NIAG übernommen, da Rheinhausen ursprünglich eine Stadt im Kreis Moers war und erst durch eine Kommunale Gebietsreform zu Duisburg gekommen ist.

Güterverkehr[Bearbeiten]

Im Eisenbahngüterverkehr ist Duisburg nach Stilllegung seiner Rangierbahnhöfe Duisburg-Wedau, Hohenbudberg und des Hauptgüterbahnhofs kein Eisenbahnknoten mehr, aber es besteht nach wie vor die „Eisenbahn und Häfen GmbH“ bei der ThyssenKrupp AG als eine der größten Werksbahnen Europas.

Seit 1999 steuert die Deutsche Bahn aus der Betriebszentrale in Duisburg-Duissern den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Siehe auch: Duisburg Hauptbahnhof, Bahnhöfe in Duisburg, Stadtbahn Duisburg, Straßenbahn Duisburg.

Unternehmen[Bearbeiten]

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Kokereibetrieb Schwelgern GmbH bei Nacht

Duisburg ist bis heute das bedeutendste Zentrum der Stahlindustrie in Mitteleuropa und verfügt über die größte Ausdehnung an Produktionsstätten dieses Bereichs weltweit.

Mittlerweile stehen sämtliche der sieben im Ruhrgebiet betriebenen Hochöfen in Duisburg. Etwa die Hälfte des in Deutschland erzeugten Roheisens und ein Drittel des Rohstahls werden in Duisburg produziert.

Alle Schachtanlagen, die zumeist im Duisburger Norden und dem heutigen Duisburger Westen lagen, sind mittlerweile geschlossen worden.

Durch den Strukturwandel in der Stahlindustrie kam es zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau. Noch in den 1960er Jahren zählte die Stadt zu jenen mit den höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen in der Bundesrepublik. Gab es damals noch fast 70.000 Stahlarbeiter, so sind heute davon lediglich 16.000 übrig geblieben.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist so von knapp 280.000 auf nur noch 160.000 gesunken, so dass die Stadt heute noch infolgedessen unter einer überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit leidet.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze entspricht einem Drittel der Einwohner Duisburgs. Damit liegt die Stadt auf dem gleichen Niveau wie Essen (0,33 Arbeitsplätze pro Einwohner). In der Nachbarstadt Krefeld kommen auch 0,33 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze je Einwohner.

Täglich pendeln 95.178 Arbeitnehmer nach Duisburg, während es 87.631 ins Duisburger Umland zieht. Die meisten Auspendler, etwa 17.600, haben ihren Arbeitsplatz in Düsseldorf, wo die Duisburger auch die größte Einpendlergruppe stellen.[63]

Ihre ehemalige Funktion als zentrale Einkaufsstadt weit über ihre Grenzen hinaus hat die Stadt weitestgehend verloren. Seit Jahren wird ein Abfluss von Kaufkraft beklagt. Mit unter 100.000 Quadratmetern verfügt die Duisburger Innenstadt über eine vergleichsweise geringe Handelsfläche. Zur Zeit allerdings entstehen neue Handelsflächen, die die Quadratmeterzahl um etwa ein Fünftel erhöhen wird.

Heute prägen die chemische und die Papierindustrie, Unternehmen des Anlagen-, Maschinen- und Schiffbaus, Hersteller von Präzisionsinstrumenten sowie bekannte Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Traditionell in Duisburg ansässig sind auch große Dienstleistungsunternehmen aus den Bereichen Handel, Verkehr und Logistik.

Eine wichtige Funktion im Strukturwandel hat die Logistik. So entstand beispielsweise mit dem „Logport“ ein neues internationales Logistikzentrum. Dort stand bis 1993 das durch den Rheinhausener Arbeitskampf bundesweit bekannt gewordene Krupp-Stahlwerk.

Bereits 1987 wurde in Neudorf das Mikroelektronische Zentrum gegründet. Im heutigen „Tectrum“ werden in den früher von Daimler genutzten Gebäuden sowie in den von Norman Foster entworfenen zwei Neubauten Büroräume, Produktions- und Laborflächen für Unternehmen aus allen Bereichen der Elektronik und ihrer Anwendungen angeboten.

Erste Erfolge im Bereich des Aufbaus einer mittelstandsorientierten Gründungskultur entstand mit der Ansiedlung der microTEC Gesellschaft für Mikrotechnologie mbH. Im Jahr 2006 ist die Anzahl der im „Tectrum“ ansässigen Unternehmen bereits auf über 50 Unternehmen gestiegen. Die Unternehmen sollen mit industriellen Anwendungen von Mikro- und Nanotechnologien, sowie Informationstechnologien eine Basis für neue Arbeitsplätze in Duisburg bilden. Die Universität Duisburg-Essen sowie die angegliederten Institute bieten dabei direkte Anknüpfungspunkte.

Etwa ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte Duisburg auch den Bereich unternehmensorientierter Dienstleistungen und wurde zu einer Art „Hochburg“ für Callcenter. Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn AG, Targobank (ehemalige Citibank) und Dresdner Bank, aber auch das Telekommunikationsunternehmen Alice/HanseNet, welches das Zugangsgeschäft von AOL Deutschland übernommen hat, sowie die sanvartis GmbH (ehemals Gesundheitsscout24) betreiben Callcenter in Duisburg zur bundesweiten Abdeckung ihrer Servicerufnummern. Hier finden mittlerweile gut 5000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz.

In Duisburg findet sich auch mit Zoo Zajac die größte Zoohandlung der Welt, das Zoofachgeschäft ist über 8.000 m² groß.

Auch die Stadtverwaltung selbst ist als Konzern Stadt Duisburg mit ihren Gesellschaften und Eigenbetrieben ein wichtiges „Unternehmen“. Die Privatisierung ehemaliger Verwaltungsbereiche hat zu einer Verflechtung im privatwirtschaftlichen Bereich geführt.

Bedeutende Großbetriebe und Unternehmen in Duisburg

Duisburger Traditionsunternehmen:

Hüttenwerke Krupp Mannesmann am Rhein

Montanindustrie:

Logistik:

Tourismus:

Globale Unternehmen:

Medien[Bearbeiten]

Medienhaus am Harry-Epstein-Platz

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Duisburger Bevölkerung durch zwei Tageszeitungen versorgt. Bei der einen Tageszeitung handelte es sich um die 1851 gegründete und 1941 untergegangene Rhein- und Ruhrzeitung. Die zweite Tageszeitung war der 1881 gegründete Duisburger General-Anzeiger, der bis in die 1960er Jahre das wichtigste Tagesblatt für Duisburg und die Region blieb. Im Zuge der Konzentration im Pressewesen verschwand er.

Heute berichten drei Lokalredaktionen verschiedener Tageszeitungen über das aktuelle Tagesgeschehen. Im Medienhaus, das in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes liegt, sind die Duisburger Lokalredaktionen der beiden Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ), deren Zentralredaktionen sich in Essen befinden, beheimatet. Außerdem betreibt die WAZ-Mediengruppe Stadtteilredaktionen in den Stadtteilen Hamborn, Rheinhausen und Huckingen. Die Rheinische Post (RP) mit Hauptsitz in Düsseldorf besitzt ebenfalls eine Lokalredaktion in Duisburg.

Weitere Printmedien in Duisburg sind der Wochenanzeiger, der mittwochs und samstags mit jeweils 243.200 Exemplaren erscheint, das einmal wöchentlich erscheinende Mittwoch-Blatt stadt-panorama (239.000 Exemplare) und die Zeitung Location (13.000 Exemplare), die einmal monatlich über Veranstaltungen aller Art informiert. Die Zeitungsgruppe stadt-panorama (zentraler Sitz: Medienhaus Ruhrort, Hafenstraße 2) gibt zudem linksrheinisch die „Lokal-Nachrichten“ (53.200 Exemplare im Duisburger Westen) heraus, ferner die Stadtteil-Blätter „Der Duisburger Norden“ (40.000), „Der Hamborner“ (40.000), „Wir in Wanheimerort“ (40.000), „Der Buchholzer“ (40.000) und „Wir im Westen“ (40.000). Schließlich gibt es in der genannten Zeitungsgruppe auch das Format „stadt-panorama-TV“.

Insgesamt haben sich die genannten Blätter einen immer höheren Stellenwert erarbeitet, ist doch die „Gesamtauflage“ von WAZ, NRZ, Rheinische Post und BILD in Duisburg heute nicht mehr höher als 60.000 Exemplare (zum Vergleich: 1975 hatten die genannten Zeitungen eine Auflage von zusammen 140.000 Exemplaren).

Mit Radio Duisburg ging am 1. April 1990 der erste lokale Radiosender Nordrhein-Westfalens auf Sendung. Der Sender sendet täglich bis zu acht Stunden Lokalprogramm, außerdem wird auf der Frequenz von Radio Duisburg Programme des Bürgerfunkes ausgestrahlt. Das Restprogramm und die Nachrichten zur vollen Stunde werden von Radio NRW übernommen. Von 6.30 Uhr bis 19.30 Uhr strahlt Radio Duisburg zudem zu jeder halben Stunde Lokalnachrichten aus, ferner werden alle Spiele des MSV Duisburg sowie einzelne Spiele der Füchse Duisburg und des FCR 2001 Duisburg live übertragen.

Der WDR eröffnete im Februar 2007 sein neues Regionalstudio am Duisburger Innenhafen. In seinem Studio produziert der WDR die Fernsehsendung „Lokalzeit aus Duisburg“, die zweimal täglich über Nachrichten aus der Stadt Duisburg, sowie den Kreisen Kleve und Wesel informiert. Für den Radiosender WDR 2 werden zudem Regionalnachrichten produziert.

2006 nahm mit Studio 47 der erste private lokale Fernsehsender Nordrhein-Westfalens seinen Sendebetrieb auf. Das Programm von Studio 47 wird täglich in der Zeit von 16 bis 24 Uhr ausgestrahlt, zu empfangen ist es im digitalen und analogen Kabel-TV sowie im Internet. Seit 2005 strahlt der Duisburger Sender Kanal Avrupa europaweit ein türkischsprachiges Fernsehprogramm aus. Im gesamten Duisburger Stadtgebiet ist zudem das Campusradio der Universität Duisburg-Essen, CampusFM, auf der Frequenz 104,5 MHz zu empfangen.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

In der Stadt gibt es 88 Grundschulen, 20 Hauptschulen, 15 Förderschulen, zehn Realschulen, 13 Gesamtschulen, neun Berufskollegs und 13 Gymnasien.

Mit dem Landfermann-Gymnasium besitzt die Stadt eine der ältesten Schulen in ganz Deutschland, deren Wurzeln auf die bereits vor 1280 als Schola Duisburgensis gegründete ehemalige Lateinschule zurückreichen. Das 1832 als Sonntagsschule gegründete Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg war 1846 die erste Schule in kommunaler Trägerschaft der Stadt Duisburg.

Die Universität Duisburg-Essen entstand am 1. Januar 2003 durch die Vereinigung der Universitäten in Essen und Duisburg, die mit über 30.000 Studenten und 3.400 Mitarbeitern zu den größten Universitäten Nordrhein-Westfalens gehört.[64] Das Fächerspektrum erstreckt sich über Geistes-, Gesellschafts-, Wirtschaftswissenschaften, sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. 1972 wurde die Duisburger Universität als Gesamthochschule durch den Zusammenschluss der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule für Maschinenbau gegründet und 1980 in Universität – Gesamthochschule – Duisburg umbenannt. Von 1994 bis zur Vereinigung mit der Essener Universität trug sie den Namen Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Bereits von 1655 bis 1818 hatte es eine Duisburger Universität, die vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm gegründet worden war.

Im Stadtteil Großenbaum befindet sich der Standort Duisburg der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW. In den vier Fachbereichen kommunaler Verwaltungsdienst, staatlicher Verwaltungsdienst, Polizeivollzugsdienst, und sozialer Verwaltungsdienst werden Beamte für den gehobenen Dienst ausgebildet.

Die 1900 gegründete Musikhochschule ist seit 1987 eine Abteilung der Folkwang-Hochschule. Am Standort Duisburg werden zwei Studiengänge angeboten, zum einen zum Diplompädagogen im Studiengang Musikpädagogik, zum anderen zum Diplommusiker im Studiengang Künstlerische Instrumentalausbildung.[65]

Im Jahr 1919 wurde die Volkshochschule (VHS) Duisburg eröffnet. An ihr bieten über 700 Kursleiter Weiterbildungsmöglichkeiten in allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Bereichen an.

Die Duisburger Forschungslandschaft wird von einer Reihe von Instituten, die an der Universität angesiedelt sind, geprägt. Dazu zählen das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS), das Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA), das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST), das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), das Salomon Ludwig Steinheim-Institut für Deutsch-Jüdische Geschichte e. V. (StI), das Forschungsinstitut für wirtschaftliche Entwicklungen im Pazifikraum (FIP), das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) und das Deutsch-Französisches Institut für Automation und Robotik (IAR). Das innerhalb der Universität angesiedelte Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) geht auf eine von Willy Brandt gegründete Stiftung zurück.

Weitere Bildungsträger in Duisburg sind die Deutsche Angestellten Akademie, das Bildungszentrum des Bauhandwerks, die FOM Hochschule (FOM), die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Duisburg, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Duisburg, die PTA Lehranstalt, die Gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung (GfB) Duisburg, das Bildungszentrum der Wirtschaft, das Institut für Maßnahmen zur Förderung der beruflichen und sozialen Eingliederung (IMBSE), das Psychotherapeutische Institut Bergerhausen (PIB) und das Institut für Technische Dokumentation, Schulung und Beratung (ITS) Duisburg.

Auch das Schifferberufskolleg und das Schulschiff Rhein haben ihren Sitz in Duisburg. Dort werden angehende Matrosen in dreimonatigen Blöcken unterrichtet.

Mit fast 1.000.000 Medienbeständen zählt die Duisburger Stadtbibliothek zu den großen Stadtbüchereien Deutschlands. In den 1970er Jahren gab es ein umfangreiches Zweigstellennetz, das neben sechs Stadtbezirksbibliotheken auch viele Stadtteilbibliotheken umfasste. Im Zuge der Sparmaßnahmen sind heute sieben Stadtbezirksbibliotheken und sechs Stadtteilbibliotheken übrig geblieben – die Zentralbibliothek in der Innenstadt verfügt über eine vergleichsweise umfangreiche Sammlung türkischsprachiger Literatur. Seit 1970 findet hier auch die Internationale Kinder- und Jugendbuchausstellung (IKiBu) statt. Von besonderer Bedeutung sind auch die Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen und das Archiv der Stadt Duisburg.

2009 wurde das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr eröffnet, das an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt ist und als Kulturinstitut Kenntnisse über die chinesische Sprache und Kultur vermitteln will. Darüber hinaus werden Unternehmen und Politiker beraten, die Kontakte nach China pflegen. Das Duisburger Konfuzius-Institut ist das neunte Institut in Deutschland und wie alle eine offizielle Einrichtung der Volksrepublik. Die Stadt Duisburg ist weiterhin „Korporativ Förderndes Mitglied“ der Max-Planck-Gesellschaft.[66]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Götz George spielt Horst Schimanski

Der mittelalterliche Geograph Gerhard Mercator, der 1594 in Duisburg gestorben ist, war einer der bedeutendsten Bürger der Stadt. Auch die Industriellen August Thyssen und der in Ruhrort geborene Franz Haniel haben Duisburg im 19. und 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Berühmtester Duisburger Künstler ist der 1881 in Meiderich geborene Wilhelm Lehmbruck.

Der bedeutendste Politiker, der mit Duisburg in Verbindung steht, ist Karl Jarres, der fast 20 Jahre lang – von 1914 bis 1933 – Duisburgs Oberbürgermeister war und von 1923 bis 1925 das Amt des Reichsministers des Innern bekleidete. Bei der Reichspräsidentenwahl 1925 erhielt Jarres im ersten Wahlgang die meisten Stimmen, zog jedoch im zweiten Wahlgang seine Kandidatur zugunsten von Hindenburg zurück.

Horst Schimanski, ein fiktiver Duisburger Kriminalkommissar, den Götz George seit 1981 verkörpert und der bis heute als Ruheständler aktiv ist, zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Duisburger Figuren.

Die Harvard Universität nahm 2013 den Duisburger Hans-Werner Gessmann, Begründer des Psychotherapeutischen Instituts Bergerhausen in die Liste der 30 einflussreichsten lebenden Psychologen auf, weil Gessmann weltweit Humanistische Psychotherapien lehrt, insbesondere das Humanistische Psychodrama in Russland und China.[67]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Topographisch-statistische Beschreibung und Verwaltungs-Übersicht des Kreises Duisburg vom Jahre 1845 : mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in dem Jahre 1830. Mülheim a. d. Ruhr 1846. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  •  Heinrich Averdunk: Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666). Duisburg 1894.
  •  Heinrich Averdunk, Walter Ring: Geschichte der Stadt Duisburg. Essen 1927 (2. Auflage: Ratingen 1949).
  •  Liselotte Cremer und andere: Duisburg. Auswahlverzeichnis aus den Beständen des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek. Duisburg 1983.
  •  Marco Hofmann: DU mein Duisburg – Entdeckungsreise durch eine Stadt mit Charakter. Anno-Verlag, Rheinberg 2012, ISBN 978-3-939256-07-6.
  •  Regine Jägers: Duisburg im 18. Jahrhundert. Sozialstruktur und Bevölkerungsbewegung einer niederrheinischen Kleinstadt im Ancien Régime (1713–1814). Köln u. a. 2001.
  •  Eberhard Kröger, Manfred Komorowski, Jan-Pieter Barbian (Hrsg.): Duisburg-Bibliographie: Verzeichnis der Schriften zu Duisburg für den Zeitraum 1987 bis 2001. Essen 2004, ISBN 3-89861-306-2.
  •  Evangelische Kirche in Duisburg. Duisburg (?) 1950.
  •  Ludger Heid und andere: Kleine Geschichte der Stadt Duisburg. Von den Anfängen bis zu den 80er Jahren. 4. Auflage. Duisburg 1996.
  •  Günter von Roden: Das alte Duisburg von den Anfängen bis 1905. In: Geschichte der Stadt Duisburg. 5. Auflage. 1, Duisburg 1980.
  •  Günter von Roden: Die Ortsteile von den Anfängen. Die Gesamtstadt seit 1905. In: Geschichte der Stadt Duisburg. 2. Auflage. 2, Duisburg 1979.
  •  Werner Greve (Hrsg.): Kriegsbriefe aus Duisburg. Sommer 1942 bis März 1945. Zeitgut-Verlag, 2005, ISBN 3-933336-50-3.
  • Joseph Milz: Geschichte der Stadt Duisburg. Mercator-Verlag, Duisburg 2013, ISBN 978-3-87463-522-6.
  • Hans-Otto Schenk: Stadtrandnotizen, Duisburger Lokalglossen, Anno-Verlag, Rheinberg 2013, ISBN 978-3-939256-13-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Duisburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Duisburg – Reiseführer

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. ZDF-Dokumentation vom 1. Mai 2007
  3. Pressebericht über die Einweihungsfeier des Hochofens 8 von ThyssenKrupp Steel (TKS)
  4. Standorte der Stahlerzeugung in der Bundesrepublik Deutschland
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStadtplan Duisburg. als Teil eines Geoinformationssystems (GIS). In: SynerGIS. Stadt Duisburg, Version: 10.3.4, abgerufen am 18. Juli 2014 (Zu Angaben von Höhenmetern [m ü. NN] wähle Ansicht Deutsche Grundkarte 1:2000).
  6. Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz namens der Landesregierung im Einvernehmen mit der Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie: Klimawandel und Hochwasserschutz I und II: Wie muss der Hochwasserschutz des Rheins angepasst werden? Antworten der Landesregierung NRW auf die Kleinen Anfragen 2131 und 2132 des Abgeordneten Johannes Remmel Grüne. In: Drucksache 14/5963 und 14/5964, LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN - 14. Wahlperiode. Ein Abgeordneter des Landtags NRW stellt zwei Kleine Anfragen (I. DS 14/5715 und II. DS 14/5716, Datum des Originals 29. November 2007). Die Landesregierung antwortet mit I. DS 14/5963 und II. DS 14/5964 am 10. Januar 2008. (PDF), abgerufen am 6. Juli 2014.
  7. Joseph Milz: Geschichte der Stadt Duisburg. Mercator, Duisburg 2013, ISBN 978-3-87463-522-6, S. 55 und 168.
  8. a b c Tilmann Bechert: Kastell Asciburgium Band 16 – Ausgrabungen 1965–2011. / Grafik: der Rhein bei Duisburg. Verlag Dr. Faustus, Büchenbach 2011, ISBN 978-3-933474-77-3, S. 11.
  9. Ernst Kelter: Chronik der Gemeinde Rheinkamp. Verlag Aug. Steiger, Moers 1978, ISBN 3-921564-13-1, Kapitel Halen und Burg Knipp..
  10. Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg: ASCIBURGIUM Eine römische Militärsiedlung am Niederrhein. In: Museumsbroschüre Zeitlupe. Duisburg 2013, Kapitel Der historische Rahmen und Karte der Rheinverlagerung, S. 26f.
  11. Joseph Milz: Geschichte der Stadt Duisburg. Mercator Duisburg 2013, ISBN 978-3-87463-522-6, S. 55 und 168.
  12. Erich Wisplinghoff, Erläuterungen aus dem Jahre 1984 zu: Johann Bucker, Karte des Rheines von Duisburg bis Arnheim aus dem Jahre 1713, Herausgeber: Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv, Düsseldorf 1984, S. 5–10.
  13. Einwohner nach Ortsteilen und Stadtbezirken am 31. Dezember 2007
  14. Wo ist Deutschlands wärmster Ort?, spektrumdirekt, 21. Juli 2007.
  15. W. Geerlings: Die Tränen der Schwestern des Phaëton – Bernstein im Altertum. In: Bernstein – Tränen der Götter. Bochum 1996.
  16. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesteh und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 943–958..
  17. Information auf der Webseite des Innenhafen-Portals, abgerufen am 13. Oktober 2013
  18. http://www.welt.de/vermischtes/article8633678/Massenpanik-Verstand-ist-ausser-Kraft-gesetzt.html „Massenpanik – Verstand ist außer Kraft gesetzt“ Psychologische Betrachtung der Massenpanik in Duisburg durch den Diplom-Psychologen Dr. Fliegel der Uni Münster
  19. Kein Ende der Ermittlungen in Sicht. In: Handelsblatt. 10. Februar 2012, abgerufen am 6. März 2012.
  20. Reuters Deutschland: Zahl der Love-Parade-Verletzten auf über 500 gestiegen, abgerufen am 26. Juli 2010
  21.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 291.
  22. derwesten.de
  23. free-niederrhein.de
  24. statistik.arbeitsagentur.de
  25. free-niederrhein.de
  26. Alle Wahlergebnisse in Duisburg seit 1949
  27. derwesten.de – Duisburger entscheiden am 12. Februar 2012 über Abwahl von OB Sauerland
  28. Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde abgewählt. Stadt Duisburg, 12. Februar 2012, abgerufen am 12. Februar 2012.
  29. a b Duisburg wählt sich frei. Spiegel Online, 12. Februar 2012, abgerufen am 16. Februar 2012.
  30. So war Adolf Sauerlands letzter Arbeitstag als Oberbürgermeister von Duisburg. DerWesten, 15. Februar 2012, abgerufen am 15. Februar 2012.
  31. Link und Lensdorf in der Stichwahl. RheinischePost, 18. Juni 2012, abgerufen am 18. Juni 2012.
  32. wahlergebnis.duisburg.de
  33. Homepage von Reinhard Meyer
  34. Altes Verzeichnis der Bürgermeister Duisburgs bis zum Jahre 1614 und die zwei ältesten Stadtrechnungen.Ewich, Duisburg 1886(Digitalisat)
  35. SPD-Kandidat wird Oberbürgermeister: Sören Link ist gewählt WDR, 1. Juli 2012.
  36. [1]
  37. duisburg.de
  38. § 1 Absatz 3 der Hauptsatzung der Stadt Duisburg (PDF; 43 kB)
  39. Moscheebau in Duisburg. Wie man religiöse Vorurteile überwindet, ZDF am 16. Juli 2006.
  40. derwesten.de
  41. abkd.de
  42. alevi-du.com
  43. alevi.com
  44. Bericht der WAZ vom 23. August 2012 zur Schließung der Mercatorhalle aus Brandschutzgründen, abgerufen am 13. Mai 2013
  45. Pressemitteilung der Duisburg Marketing GmbH vom 2. Mai 2013 zu den Verkaufsplänen
  46. Viel Besucher kleine Einsätze, Rheinische Post, Lokalausgabe Duisburg, 14. März 2008.
  47. filmforum Duisburg auf www.duisburg.de
  48. in der Region auch unter der englischen Bezeichnung „Lifesaver“ bekannt
  49. Der bunte Wappenvogel
  50. Internetauftritt des Stadtsportbundes Duisburg
  51. Homepage des Squash Inn Team Hamborn 88Hamborn 88 ist Deutscher Vizemeister
  52. tropenhausaquarium.de
  53. Der Besucher-Magnet, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Lokalausgabe Duisburg-Nord, 10. Februar 2008.
  54. Die Sechs-Seen-Platte vorgestellt auf www.duisburg.de
  55. Der Duisburger Zoo vorgestellt auf www.duisburg.de
  56. Gregor von Tours: Historiae 2,9 (online bei Wikisource).
  57. Joseph Milz: Neue Erkenntnisse zur Geschichte Duisburgs. In: Duisburger Forschungen. Bd. 55, Duisburg 2008 und Geschichte der Stadt Duisburg. 1. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches. Duisburg 2013.
  58. Internetportal des LVR: Rheinischer Fächer und Erläuterung der Mundartgrenzen Webseite abgerufenen am 10. Oktober 2013.
  59. Irmgard Hantsche: Atlas zur Geschichte des Niederrheins. (Schriftenreihe der Niederrhein-Akademie, Band 4), ISBN 3-89355-200-6, S. 66.
  60. Internetportal des LVR: Ausführungen zum Thema Regiolekt im Rheinland Webseite abgerufenen am 10. Oktober 2013.
  61. Brückenweb – Städte mit vielen Brücken
  62. Hafen platzt aus den Nähten. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Lokalausgabe Duisburg, 1. April 2008.
  63. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-pendeln-oft-nach-duesseldorf-id8289377.html
  64. Universität Duisburg/Essen auf www.duisburg.de
  65. Musikhochschule auf www.duisburg.de
  66. Siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft
  67. bestmastersinpsychology.com