Duisburg Hauptbahnhof

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Duisburg Hauptbahnhof
Empfangsgebäude und Bahnhofsvorplatz
Empfangsgebäude und Bahnhofsvorplatz
Daten
Kategorie 1
Betriebsart Kreuzungsbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 12 Fernbahn
  • 4 U-Bahn
Abkürzung EDG
IBNR 8000086
Eröffnung 1846 Bahnhof der CME
1862 Bahnhof der BME
1870 Bahnhof der RhE
1886 Inselbahnhof der PSE
1934 Bahnhof der DR
Architektonische Daten
Baustil Funktionalismus
Architekt Eduard Lyonel Wehner
Lage
Stadt Duisburg
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 25′ 48″ N, 6° 46′ 21″ O51.436.7725Koordinaten: 51° 25′ 48″ N, 6° 46′ 21″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i7i12i13i15i16i16i18i19

Der Hauptbahnhof Duisburg ist der größte und wichtigste Personenbahnhof der Stadt Duisburg und Kreuzungsbahnhof mehrerer bedeutender Eisenbahnstrecken. Er ist Halt aller ihn durchfahrenden Intercity-Express- und InterCity-Linien und wird darüber hinaus von vielen Regional-Express- und Regionalbahn-Linien und der S-Bahn Rhein-Ruhr angefahren.

Der Duisburger Hauptbahnhof gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie 1 der DB Station&Service und ist der zentrale Knotenbahnhof des Schienenpersonenverkehrs im westlichen Ruhrgebiet und am unteren Niederrhein.

Lage und Bedeutung[Bearbeiten]

Der Duisburger Hauptbahnhof liegt an der „Rheinschiene“, einer der bedeutenden Eisenbahnverbindungen von Süddeutschland und der Schweiz in die Niederlande, nach Nord- und Ostdeutschland.

Folgende Strecken laufen in Duisburg zusammen:

Bedeutung für den Fernverkehr[Bearbeiten]

Um die Jahrtausendwende war der Duisburger Hauptbahnhof von der Deutschen Bahn aus der nach eher subjektiven Kriterien bestimmten höchsten Bahnhofskategorie 1 (damalige Marketingbezeichnung „Fernverkehrsknoten“) in die zweite Reihe abgestuft worden. Jahrzehntelang hatte die Deutsche Bahn dringend nötige Instandhaltungsarbeiten immer wieder aufgeschoben, die dringend nötige Grundsanierung des Fernverkehrknotens war aber angesichts des geplanten Börsenganges der Deutschen Bahn nicht finanzierbar, woraufhin der Bahnhof kurzerhand zum „Fernverkehrssystemhalt“ degradiert wurde.

Nachdem die DB Netz AG zum Jahresbeginn 2011 auf Forderung der Bundesnetzagentur eine objektive Berechnungsgrundlage für ihre Kategorien eingeführt hatte, hätte Duisburg bereits im gleichen Jahr wieder in die höchste Kategorie zurückkehren müssen. Dies geschah allerdings erst mit der Überarbeitung der Stationspreisliste für das Jahr 2012.

Seit August 2011 wird Duisburg zweimal täglich vom Thalys angefahren. Es verkehrt morgens ein Zug nach Paris Nord und abends aus Paris Nord nach Essen[4].

Bedeutung für den Nahverkehr[Bearbeiten]

Obwohl der Duisburger Hauptbahnhof eine bedeutende Rolle im Regional- und Fernverkehr spielt, ist seine Bedeutung für den innerstädtischen Eisenbahnverkehr eher gering. Dies liegt in erster Linie daran, dass die nördlich der Ruhr eingemeindeten Städte bzw. Ortsteile in den Anfangsjahren der Eisenbahn eine andere verkehrstechnische Ausrichtung hatten.

Hierbei spielte vor allem eine Rolle, dass zwischen Duisburg und dem Norden der heutigen Stadt das Ruhrmündungsgebiet mit den Duisburger und Ruhrorter Häfen ein eisenbahnbaulich schwierig zu überwindendes Gebiet darstellte. So hatte sich das gesamte Gebiet nördlich der Ruhr eisenbahntechnisch auf die nordöstlichen Strecken der Köln-Mindener Eisenbahn mit Oberhausen als Zentrum ausgerichtet. Mehrere Regionalverbindungen verliefen so fächerförming in Ost-West-Richtung durch den Duisburger Norden mit Start- oder Endpunkt Oberhausen Hbf (u. a. Ruhrort, Beeck, Hamborn und Walsum).

Statistik[Bearbeiten]

Bis zu 100.000 Reisende und Besucher erreichen täglich diesen Bahnhof, der von etwa 150 Zügen des Fernverkehrs angefahren wird. Im Schnittpunkt zwischen Ruhrgebiet und Rheinschiene ist der Bahnhof einer der größten Umsteigebahnhöfe im Nah- und Fernverkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt wird er von rund 700 Nah- und Fernverkehrszügen täglich angefahren.[1]

Umgebung[Bearbeiten]

Vor dem Haupteingang West führt die mittlerweile hier abgedeckte Stadtautobahn A 59 vorbei (Bild von 2004).

In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs in Duisburg-Duissern befindet sich die Niederlassung West der DB Netz AG, die für das Schienennetz im Westen Deutschlands zuständig ist, und eine Niederlassung von DB Schenker Rail.

Südlich der Bahnsteiganlage liegt der Abstellbahnhof für Reisezugwagen, dessen Werkstatt jedoch stillgelegt wurde. Südwestlich des Personenbahnhofes liegt das Gelände des ebenfalls stillgelegten Güter- und Rangierbahnhofes, an dessen wiederum südwestlichem Ende sich außerdem ein größtenteils bereits abgebrochenes Bahnbetriebswerk befand. Zu dessen für die Wartung und Versorgung von Dampflokomotiven ausgelegten Anlagen gehörten u. a. auch eine Drehscheibe mit Ringlokschuppen, letzterer und der gerade zu einem Restaurant umgebaute Wasserturm sind die einzigen übriggebliebenen Zeugen dieser Zeit.

Das gesamte Gelände ist eine der größten deutschen innerstädtischen Freiflächen, die die Deutsche Bahn AG zur Umnutzung an interessierte Investoren verkaufen will. Der Plan zum Bau des größten Einkaufszentrums in Deutschland wurde aufgrund der befürchteten Verödung der Duisburger Innenstadt vom Rat der Stadt Duisburg durch ein anderes Konzept ersetzt. In Verbindung mit der Deutschen Bahn plant die Stadt die Entwicklung des rund 35 Hektar großen Areals zu einem neuen Duisburger Stadtteil. Ab dem Jahre 2010 soll ein weiterer, citynaher Büro- und Dienstleistungsstandort unter dem Namen "Duisburger Freiheit" entstehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der ehemalige Gebäudekomplex des Duisburger Bahnhofs um 1910.
Der nördliche Bereich um den Duisburger Bahnhof an der Königstraße, 1911.

Ehemalige Privatbahnen[Bearbeiten]

Am 9. Februar 1846 begann das Eisenbahnzeitalter in Duisburg, als die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) mit ihrem Duisburger Bahnhof das zweite Teilstück ihrer Stammstrecke von Köln-Deutz nach Minden (Westf) einweihte. Im folgenden Jahr erreichte man am 15. Mai 1847 dann Hamm (Westf), sodass Duisburg nicht mehr Endbahnhof, sondern Durchgangsbahnhof auf der Strecke von Düsseldorf nach Oberhausen wurde.

Fünfzehn Jahre später, im Jahre 1862, eröffnete dann die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) ihre Ost-West-Verbindung durchs Ruhrgebiet von Dortmund bzw. Witten nach Duisburg und erbaute ihren Bahnhof in unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Bahnhof, im Gegensatz zu diesem aber nicht als Durchgangsbahnhof sondern als Kopfbahnhof, der nur von Nordost angefahren wurde.

Am 15. Februar 1870 ging schließlich eine zunächst nur drei Kilometer lange Stichbahn der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) vom Trajektbahnhof Hochfeld nach Duisburg in Betrieb, die dann im Jahre 1879 Ausgangspunkt der neuen Strecke nach Quakenbrück wurde, somit war der dritte Bahnhof am gleichen Ort auch wieder ein Durchgangsbahnhof.

Preußische Staatseisenbahnen[Bearbeiten]

Die Bahnhofsgebäude der drei Eisenbahn-Gesellschaften blieben erhalten und wurden erst abgerissen, als nach der Verstaatlichung und dem Übergang an die Preußischen Staatseisenbahnen ein gemeinsames Empfangsgebäude in Insellage zwischen den Bahnsteigen der einzelnen Strecken gebaut werden sollte.

Die Zufahrt zu diesem Gebäude erfolgte von Norden von der Mülheimer Straße, die zu dieser Zeit noch niveaugleich und mit Bahnübergängen gesichert gekreuzt wurde. Erst Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wurden alle Gleise in Hochlage gebracht.

Deutsche Reichsbahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof der 1920 in den Deutschen Reichseisenbahnen (ab 1924 DRG - Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft) aufgegangenen Preußischen Staatseisenbahnen wurde Anfang der 1930er Jahre auf die heutige Größe erweitert und umgebaut. Die Gebäude wurden durch zeitgemäße Neubauten ersetzt.

Das heute noch existierende Empfangsgebäude des Personenbahnhofes am Portsmouthplatz entstand in den Jahren 1931 bis 1934 unter Leitung von Regierungsbaudirektor Johannes Ziertmann (Architekt bei der Reichsbahndirektion Essen) im Stil der Neuen Sachlichkeit und galt als eines der modernsten Bahnhofsgebäude seiner Zeit. Zu vergleichen ist es mit denen in derselben Epoche entstandenen Hauptbahnhöfen Düsseldorf und Oberhausen. Die zwei Skulpturen an der Stirnfront der als Stahlskelettkonstruktion errichteten Schalterhalle stammen von dem Essener Bildhauer Joseph Enseling. Die Bahnsteigüberdachungen sind konstruktiv ähnlich den in den 1980er Jahren verschrotteten Überdachungen des Düsseldorfer Hauptbahnhofs (Vierendeelträger) und folgen konzeptionell den bereits vor dem Ersten Weltkrieg errichteten Überdachungen des Darmstädter Hauptbahnhofs. Die Duisburger Bahnsteigdächer waren die erste vollständig geschweißte Stahlkonstruktion in dieser Größe.

Bei einem der Luftangriffe auf das Ruhrgebiet wurde der Hauptbahnhof im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.

Deutsche Bundesbahn[Bearbeiten]

Nach dem Krieg wieder aufgebaut, wurde das Bahnhofsgebäude mehrfach umgebaut. Bei den Neugestaltungen wurde dabei das Erscheinungsbild mehrfach zugunsten der Funktionalität vereinfacht; so sind z. B. die Gemälde der Haupthalle zunächst hinter Verblendungen, später unter Farbe verschwunden.

Im Jahre 1992 wurde im Rahmen der Einweihung der Stadtbahn Duisburg die neue „Verknüpfungshalle Nord“ in Betrieb genommen, dazu wurden alle sechs Bahnsteige mehrere hundert Meter weit in Richtung der ehemaligen Straßenunterführung (der Mülheimer Straße/Königstraße) verlängert und mit einfachen Bahnsteigdächern versehen, welche sich optisch deutlich von der alten Bahnsteighalle unterscheiden.

Deutsche Bahn AG[Bearbeiten]

Der Duisburger Bahnhof scheint von der Deutschen Bahn AG stiefmütterlich behandelt zu werden. So wird die dringend notwendige Renovierung beziehungsweise der Neubau der Gleisüberdachung und eine dem deutschen Großstadtstandard – Duisburg ist eine der 15 größten Städte Deutschlands – entsprechende Innengestaltung des Bahnhofes ebenso wie in vielen anderen NRW-Großstädten (vgl. Dortmund Hbf, Münster (Westf) Hbf) seit Jahrzehnten hinausgezögert.

Um sich diese Kosten zu sparen wurde angesichts des bevorstehenden Börsengangs der Deutschen Bahn AG der Duisburger Hauptbahnhof trotz seiner zentralen Lage und Bedeutung für das Umland zuletzt von Kategorie 1 („Fernverkehrsknoten“) abgestuft nach Kategorie 2 („Fernverkehrssystemhalt“), obwohl hier drei Fernverkehrsstränge zusammenlaufen (vgl. Abschnitt Fernverkehr). Diese Herunterstufung wird auch dadurch dokumentiert, dass der Eintrag des Hauptbahnhofes Duisburgs von der Internet-Seite der Bahn genommen wurde. In der Zwischenzeit wurde der Bahnhof wieder in die Kategorie 1 aufgenommen.

Der desolate Zustand der Duisburger Bahnsteigüberdachung war schon lange nicht mehr zu übersehen, überall tropfte Regenwasser durch, ein Herabfallen der maroden Dachelemente auf die Reisenden wird nur durch notdürftig untergezogene Netze zu verhindern versucht.

Am 21. November 2008 deckte das Sturmtief „Irmela“ Teile der Bahnsteigüberdachung ab, der gesamte Bahnhof musste daraufhin für mehrere Stunden gesperrt werden.[5]

Sanierung ab 2009[Bearbeiten]

Empfangshalle kurz vor dem Abschluss der Renovierung

Am 12. Dezember 2008 gaben die Deutsche Bahn AG und das Land NRW bekannt, dass die dringend benötigten Sanierungsarbeiten Mitte des Jahres 2009 beginnen würden. Die Gesamtkosten wurden auf ca. 60 Millionen Euro beziffert.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Sanierung der Empfangshalle und der Unterführung. Unter anderem sollen die störenden Zwischendecken wieder entfernt und das Gebäude in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade sind nicht geplant. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden mit 10,1 Mio. Euro veranschlagt[6].

Am 24. Juli 2009 begannen die Umbauarbeiten des ersten Bauabschnittes, am 22. Dezember 2009 wurden die wesentlichen Umbaumaßnahmen in der Empfangshalle abgeschlossen. Ab Januar 2010 gingen die Umbaumaßnahmen mit der Renovierung des Personentunnel in die 2. Runde [7]

2012 stellte die Deutsche Bahn Pläne für ein neues Hallendach vor. Das denkmalgeschützte Dach soll durch einen 120 Millionen Euro teuren Neubau ersetzt werden. Die Kosten teilen sich die Deutsche Bahn, der Bund und das Land NRW. Der Baubeginn ist für 2017 geplant und soll drei bis vier Jahre bis zur Fertigstellung benötigen. Der Neubau gestaltet sich als schwierig, da die Bauarbeiten bei laufenden Betrieb durchgeführt werden müssen. Außerdem sind Teile der Fahrleitung an der bisherigen Dachkonstruktion befestigt. Weiterhin ist geplant, die Bahnsteige zu sanieren.[1][2][3][8]

Bahnstrecken[Bearbeiten]

Die Strecke Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf zählt zu den verkehrsreichsten in Deutschland und Europa

Im Duisburger Hauptbahnhof werden mittelbar oder direkt viele verschiedene Bahnstrecken verknüpft.

Richtung Nächster Halt Bahnstrecke Gebaut von KBS
Ost Mülheim-Styrum bzw.
Mülheim (Ruhr) Hbf
Duisburg–Witten/Dortmund BME 415
Nordost Oberhausen Hbf Duisburg–Dortmund CME 416
Oberhausen–Arnheim 420
Oberhausen West Duisburg–Quakenbrück RhE ÷
Südost Duisburg-Wedau Duisburg-Wedau–Troisdorf RhE 449
Süd Duisburg Schlenk bzw.
Düsseldorf Flughafenbf
Duisburg–Köln CME 415
Südwest Duisburg-Hochfeld Süd Duisburg–Osterath bzw.
Krefeld–Mönchengladbach
RhE bzw.
RCG
425
Duisburg–Xanten PSE 498
West (Duisburg-Hochfeld Nord) (via stillgelegter Boxbart-Trasse) BME ÷

Bedienung[Bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Im Schienenpersonenfernverkehr führen folgende Intercity- und Intercity-Express-Linien über Duisburg:

Linie Linienverlauf Takt
ICE 10 von Berlin Ostbf über Berlin – Hannover – Bielefeld – Hamm – Dortmund – Essen – Duisburg und Düsseldorf Flughafen nach Düsseldorf, einzelne Züge weiter über Köln Messe/Deutz nach Köln/Bonn Flughafen Stundentakt
IC/EC 30 von Hamburg-Altona über Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg und Vaihingen nach Stuttgart, einzelne Züge ab Mannheim weiter über Karlsruhe – Freiburg und Basel nach Chur Zweistundentakt
ICE 31 von Hamburg-Altona über Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Frankfurt Flughafen – Frankfurt – Hanau – Würzburg – Nürnberg und Ingolstadt nach München einzelne Züge
IC 32 von Berlin Südkreuz über Berlin – Wolfsburg – Hannover – Minden – Bielefeld – Hamm – Dortmund und Bochum oder von Münster über Recklinghausen – Wanne-Eickel und Gelsenkirchen weiter über Essen – Mülheim – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg und Stuttgart nach Tübingen oder über Ulm – Friedrichshafen und Lindau nach Innsbruck einzelne Züge
IC 35 von Norddeich Mole über Emden – Rheine – Münster – Recklinghausen – Wanne-Eickel – Gelsenkirchen – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz und Trier nach Luxemburg, einzelne Züge ab Koblenz weiter über Mainz und Mannheim nach Stuttgart oder über Karlsruhe und Offenburg nach Konstanz Zweistundentakt
ICE 41 einzelne Züge von Dortmund, ansonsten von Essen über Duisburg – Düsseldorf – Köln Messe/Deutz – Frankfurt Flughafen – Frankfurt – Aschaffenburg – Würzburg – Nürnberg – Ingolstadt nach München ein Zugpaar von Düsseldorf über Duisburg – Essen – Dortmund – Hamm – Paderborn – Warburg – Kassel-Wilhelmshöhe – Fulda – Würzburg – Nürnberg – Ingolstadt nach München Stundentakt
ICE 42 einzelne Züge von Hamburg über Bremen – Osnabrück und Münster, ansonsten von Dortmund über Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Siegburg/Bonn – Frankfurt Flughafen – Mannheim – Stuttgart – Ulm – Augsburg nach München Zweistundentakt
ICE 43 von Amsterdam über Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Siegburg/Bonn – Frankfurt Flughafen – Mannheim – Karlsruhe – Offenburg und Freiburg nach Basel einzelne Züge
ICE 50/IC 50 ICE von Dresden, IC erst von Leipzig über Weimar – Erfurt – Bebra – Kassel-Wilhelmshöhe – Warburg – Paderborn – Hamm – Dortmund – Essen – Duisburg und Düsseldorf Flughafen nach Düsseldorf einzelne Züge
IC 55 von Leipzig über Halle – Magdeburg – Hannover – Bielefeld – Hamm – Dortmund – Essen – Mülheim und Duisburg nach Düsseldorf, teilweise weiter über Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz – Mainz – Mannheim und Heidelberg nach Stuttgart einzelne Züge
ICE 78 von Amsterdam über Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf – Köln und Frankfurt Flughafen nach Frankfurt Zweistundentakt
ICE 91 von Dortmund über Bochum – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Frankfurt Flughafen – Frankfurt – Hanau – Würzburg – Nürnberg – Regensburg – Plattling – Passau und Linz nach Wien einzelne Züge
HKX von Hamburg über Osnabrück – Münster und Duisburg nach Köln 1–3 Zugpaare

Mit zusammen 355 An- und Abfahrten pro Tag im regelmäßigen Fernverkehr war der Hauptbahnhof im Sommerfahrplan 1989 der zweitbedeutendste Knoten im Netz der Deutschen Bundesbahn.[9] Mit 342 derartigen An- und Abfahrten pro Tag war er im Netz der Deutschen Bahn im Sommerfahrplan 1996 der drittwichtigste Knoten.[10]

Regionalverkehr[Bearbeiten]

Regionalbahn in Duisburg Hbf

Im Schienenpersonennahverkehr ist der Hauptbahnhof Duisburg Knotenpunkt von sechs der wichtigsten Regional-Express-Linien Nordrhein-Westfalens, die das Rückgrat des Regionalverkehrs bilden, insbesondere auf der Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Dortmund. Alle sechs Linien verkehren seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 im Stundentakt.

Vier Regionalbahn-Linien verknüpfen die Hauptstrecke mit den Strecken nach Moers, Krefeld, Oberhausen und Duisburg-Wedau, sie fahren im Stunden- oder im angenäherten Halbstundentakt. Die S-Bahnlinie S 1 verkehrt alle 20 Minuten, die S 2 stündlich.

Die meisten in Duisburg Hauptbahnhof verkehrenden Linien des Schienenpersonennahverkehrs werden von der DB Regio NRW betrieben. Weitere Betreiber sind die NordWestBahn und die Eurobahn.

Die einzige Regionalbahnlinie, die über Duisburger Stadtgebiet verläuft aber den Hauptbahnhof nicht anfährt, ist die derzeit von der NordWestBahn im 30-Minuten-Takt betriebene RB 36 „Ruhrort-Bahn“ (Duisburg-Ruhrort – Duisburg-Meiderich – Oberhausen Hbf).

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf KBS Takt
RE 1 NRW-Express (Paderborn -.- Soest –) Hamm (Westf) -.- Dortmund – Bochum -.- Essen – Mülheim (Ruhr) Duisburg – Düsseldorf Flughafen Düsseldorf -.- Köln -.- Aachen 415, 480 60 min
RE 2 Rhein-Haard-
Express
Münster (Westf) -.- Wanne-Eickel Gelsenkirchen – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf 425 60 min
RE 3 Rhein-Emscher-
Express
Hamm (Westf) -.- Dortmund -.- Wanne-Eickel – Gelsenkirchen -.- Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf 415, 416 60 min
RE 5 Rhein-Express Emmerich -.- Wesel -.- Dinslaken -.- Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf -.- Köln -.- Bonn -.- Koblenz 415, 420, 470 60 min
RE 6 Westfalen-Express Minden (Westf) -.- Bielefeld -.- Hamm (Westf) -.- Dortmund – Bochum -.- Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf 370, 400, 401, 415 60 min
RE 11 Rhein-Hellweg-
Express
Hamm (Westf) -.- Dortmund – Bochum -.- Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Rheinhausen -.- Krefeld -.- Mönchengladbach 415, 430 60 min
RB 31 Der Niederrheiner Xanten -.- Moers -.- Rheinhausen – Duisburg Hbf 498 ~30 min
RB 33 Rhein-Niers-Bahn Wesel -.- Dinslaken -.- Oberhausen – Duisburg -.- Rheinhausen -.- Krefeld -.- Mönchengladbach 420, 425, 485 60 min
Duisburg -.- Rheinhausen -.- Krefeld -.- Mönchengladbach -.- Aachen 60 min
RB 35 Der Weseler Emmerich -.- Wesel -.- Dinslaken -.- Oberhausen – Duisburg (-.- Düsseldorf nur HVZ) 420 60 min
RB 37 Der Wedauer Duisburg – Duisburg-Wedau -.- Duisburg-Entenfang 449 60 min
„–“ bedeutet ohne Zwischenhalt   „-.-“ weitere, nicht aufgezählte Zwischenhalte

S-Bahn Rhein-Ruhr[Bearbeiten]

Linie Verlauf Takt
S 1 Solingen Hbf – SG-Vogelpark – Hilden Süd – Hilden – D-Eller – D-Eller Mitte – D-Oberbilk – D-Volksgarten – Düsseldorf Hbf  – D-Wehrhahn – D-Zoo – D-Derendorf  – D-Unterrath  – D-Flughafen – Angermund – Duisburg-Rahm – DU-Großenbaum – DU-Buchholz – DU-Schlenk – Duisburg Hbf – MH-Styrum – Mülheim (R) Hbf – E-Frohnhausen – E-West –  Essen Hbf – E-Steele – E-Steele Ost – E-Eiberg – Wattenscheid-Höntrop – BO-Ehrenfeld – Bochum Hbf – BO-Langendreer West – BO-Langendreer – DO-Kley – DO-Oespel – DO-Universität – DO-Dorstfeld Süd – DO-Dorstfeld – Dortmund Hbf  20 min
S 2 Hauptlinienweg Dortmund-Duisburg: Dortmund Hbf – DO-Dorstfeld – DO-Wischlingen – DO-Huckarde – DO-Nette/Oestrich – DO-Mengede – Castrop-Rauxel Hbf – Herne hier Abzweig nach Recklinghausen – Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf hier Abzweig nach Essen – E-Zollverein Nord – E-Altenessen – E-Bergeborbeck – E-Dellwig – Oberhausen Hbf – Duisburg Hbf
Abzweig Herne-Recklinghausen: Herne – Recklinghausen Süd – Recklinghausen Hbf
Abzweig Gelsenkirchen-Essen Hbf: Gelsenkichen Hbf – GE-Rotthausen – E-Kray Nord – Essen Hbf 
20 minDO-HER
20/40 minDO-GE
60 minDO-RE, DO-E, DO-DU

Nahverkehr[Bearbeiten]

Im Straßenpersonennahverkehr ist der Hauptbahnhof zentraler Verknüpfungspunkt mit den Linien der Stadtbahn Duisburg und diversen Bus-, Schnellbus- und Nachtbuslinien (siehe Hauptartikel).

Güterverkehr[Bearbeiten]

Der ehemalige Haupt-Güterbahnhof Duisburg Güterbahnhof (Gbf), der sich direkt südwestlich an den Hauptbahnhof anschloss, ist weitgehend abgebrochen. Die Zufahrt für Kfz und Personen erfolgt von Süden über den Tunnel Karl-Lehr-Straße. Der südlich vom Hbf gelegene Tunnel verbindet in Ost-West-Richtung die Gebiete auf beiden Seiten des Bahngeländes. Von dort zweigen zwei Rampen hoch zu den ehemaligen Güterhallen ab. Bei der Loveparade 2010 kam es hier während eines Gedränges zu einem tödlichen Unfall unter den Besuchern.

Über eine weitere Nutzung des Güterbahnhof-Geländes wird unter dem Begriff Duisburger Freiheit verhandelt. Die Zufahrt für Kfz und Personen vom Hauptbahnhof von Norden erfolgt über die Straße "Am Güterbahnhof" zwischen der Autobahn und den Gleistrassen.

Bundespolizei[Bearbeiten]

Am Duisburger Hauptbahnhof ist der Sitz des Bundespolizeireviers Duisburg. Übergeordnete Dienststelle ist die Bundespolizeiinspektion Düsseldorf.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hauptbahnhof Duisburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsche Bahn AG:

NRWbahnarchiv von André Joost:

Sonstige:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Oliver Schumacher: Duisburger Hauptbahnhof erhält neues Hallendach. DB Mobility Logistics AG, 19. Oktober 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012 (Presseinformation).
  2. a b Neues Hallendach für Duisburger Hauptbahnhof. In: Die Welt (online). Die Welt, 19. Oktober 2012, abgerufen am 23. Oktober 2012.
  3. a b Umbau bei vollem Betrieb. In: RP-online. Rheinische Post, 20. Oktober 2012, abgerufen am 23. Oktober 2012.
  4. Thalys verbindet Duisburg mit Paris (WAZ)
  5. Sturmtief "Irmela" schlägt zu (WAZ)
  6. Bahn frei für den Umbau. In: Der Westen. WAZ, 12. Dezember 2008, abgerufen am 12. Dezember 2008.
  7. Der Westen: Hauptbahnhof erstrahlt in neuem Glanze Hauptbahnhof erstrahlt in neuem Glanze. In: Der Westen. WAZ, 21. Dezember 2009, abgerufen am 21. Dezember 2009.
  8. Hauptbahnhof Duisburg bekommt neue Halle – Baubeginn erst 2017. In: Der Westen. WAZ, 19. Oktober 2012, abgerufen am 19. Oktober 2012.
  9.  Ralph Seidel: Der Einfluss veränderter Rahmenbedingungen auf Netzgestalt und Frequenzen im Schienenpersonenfernverkehr Deutschlands. Dissertation an der Universität Leipzig. Leipzig 2005, S. 46.
  10.  Ralph Seidel: Der Einfluss veränderter Rahmenbedingungen auf Netzgestalt und Frequenzen im Schienenpersonenfernverkehr Deutschlands. Dissertation an der Universität Leipzig. Leipzig 2005, S. 62.