Dukla (Polen)
| Dukla | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Karpatenvorland | |||
| Landkreis: | Krosno | |||
| Geographische Lage: | 49° 34′ N, 21° 41′ O49.56666666666721.683333333333Koordinaten: 49° 34′ 0″ N, 21° 41′ 0″ O | |||
| Einwohner: |
2128 |
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| Postleitzahl: | 38-450 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 13 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | RKR | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Droga krajowa 9 | |||
| DW993 | ||||
| Nächster int. Flughafen: | Rzeszów-Jasionka | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 26 Schulzenämter | |||
| Fläche: | 333 km² | |||
| Einwohner: |
14.585 |
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| Bevölkerungsdichte: | 44 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 1807023 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Marek Górak | |||
| Adresse: | ul. Trakt Węgierski 11 38-450 Dukla |
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| Webpräsenz: | www.dukla.pl | |||
Dukla ist eine Kleinstadt im südöstlichen im Powiat Krośnieński in der Woiwodschaft Karpatenvorland, Polen. Sie der Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Stadt liegt an der Jasielka, einem Nebenfluss der Wisłok, südlich von 16 km südwestlich von Krosno. 15 Kilometer südlich von Dukla führt der Duklapass über die Karpaten.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] bis 1939
Dukla ist als Dorf erstmals 1357 belegt. 1405 erhielt Dukla Magdeburger Stadtrecht. Im Gemeindegebiet befanden sich Siedlungen der sogenannten Walddeutschen. 1474 wurde Dukla von den Ungarn eingenommen, geplündert und niedergebrannt. Die Stadt erholte sich von dieser Zerstörung erst im 16. Jahrhundert durch das Aufblühen des ungarisch-polnischen Handels. 1540 wurde Dukla mit einem wöchentlichen Markt und einer halbjährlich stattfindenden Messe privilegiert.
Bereits im 16. Jahrhundert ist eine jüdische Gemeinde in Dukla belegt. Der Aufschwung des Handels im 19. Jahrhundert ließ die jüdische Gemeinde wachsen und gedeihen, so dass im Jahr 1900 von 3.213 Einwohnern Duklas 2.539 Juden waren, Dukla zu jener Zeit also praktisch eine jüdische Stadt war.
Im 19. Jahrhundert begann durch den Bau einer Eisenbahnlinie über die Karpaten der Niedergang des Handels in Dukla. Weiterhin brachte der Erste Weltkrieg große Zerstörungen. Schließlich wurde 1918 durch die Unabhängigkeit Polens der Handel zwischen Galizien und Polen weiter reduziert. Die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs und ein Pogrom im Jahr 1918 ließen den Wohlstand verschwinden und trieben viele Juden Duklas in die Emigration.
[Bearbeiten] 1939 - 1945
Dem Niedergang folgte die Vernichtung, als am 8. September 1939 Dukla von der Wehrmacht besetzt wurde. Es folgte die übliche Steigerung von Diebstählen, Repressalien, Misshandlungen und Morden. Dem Versuch, die nicht arbeitsfähigen Juden dazu zu zwingen, sich auf russisches Gebiet zu begeben, konnten sich die meisten Betroffenen entziehen. Diejenigen, die dem Befehl Folge leisteten, wurden später von den Russen deportiert, überlebten jedoch im Gegensatz zu jenen, die sich versteckt hatten und schließlich nach Dukla zurückgekehrt waren.
Am 10. August 1942 wurden die jüdischen Einwohner auf dem Marktplatz zusammengetrieben. Ein Teil wurde sofort erschossen, ein Teil in das Vernichtungslager Belzec deportiert und ein Teil arbeitsfähiger Männer in einem Arbeitslager in der Stadt interniert. Dort mussten sie in Steinbrüchen und beim Straßenbau Schwerstarbeit leisten. Die Überlebenden wurden nach Auflösung des Arbeitslagers im Dezember 1942 in die Lager Rzeszow und Wola Duhacka überführt.
Von der jüdischen Bevölkerung überlebten ca. 150 den Holocaust, davon 100 in Russland.
[Bearbeiten] 1945 bis heute
Von 1975 bis 1998 gehörte Dukla zur Woiwodschaft Krosno.[3]
Dukla gehört zur Diözese Krakau. Am 9. Juni 1997 besuchte Past Johannes Paul II. Dukla. Am 10. Juni 1997 sprach Johannes Paul II. den 1414 geboren Franziskanerminorit Johannes von Dukla in Krosno heilig.
[Bearbeiten] Gemeinde
[Bearbeiten] Geographie
Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 333.04 km². 41% des Gemeindegebiets werden landwirtschaftlich genutzt, 52% sind mit Wald bedeckt.[4]
[Bearbeiten] Sołectwo
- Barwinek, (deutsch: Klein Winzdorf[5])
- Cergowa, (deutsch: Zierhof[5]
- Chyrowa,
- Daliowa, (deutsch: Dallegau)[5]
- Głojsce,
- Iwla, (deutsch: Ebel)[5]
- Jasionka, (deutsch: Bischofwald)[5]
- Jaśliska, (deutsch: Hochstadt)[5]
- Lipowica,
- Łęki Dukielskie,
- Mszana, (deutsch: Moschen)[5]
- Myszkowskie,
- Nadole,
- Nowa Wieś,
- Olchowiec,
- Posada Jaśliska,
- Równe,
- Szklary, (deutsch: Glashütte[5])
- Teodorówka,
- Trzciana, (deutsch: Traschen[5])
- Tylawa, (deutsch: Tillhau[5])
- Wietrzno,
- Wola Niżna,
- Zawadka Rymanowska,
- Zboiska,
- Zyndranowa.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
Durch Dukla verläuft die DK9 die hier Teil der Europastraße 371 ist. Ein wesentlicher Industriezweig war nach dem Krieg die Holzindustrie.
[Bearbeiten] Trivia
Die Stadt Dukla bildet die Kulisse für den Roman "Die Welt hinter Dukla".[6]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite der Stadt
- “Dukla” - Encyclopedia of Jewish Communities in Poland (engl.)
- Dukla (Polen). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 1. Juli 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 1. Juli 2011.
- ↑ Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch)
- ↑ regioset.pl
- ↑ a b c d e f g h i j Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen uber die Enklawen der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Prof. Jan Gancarski. Krosno, 2007, ISBN 978-83-60545-57-7
- ↑ Vorstellung bei Suhrkamp
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