Dumbphone

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Eines der letzten typischen Dumbphones: das Nokia 1112 aus dem Jahr 2006
Links ein typisches Dumbphone (QCP-2700) von etwa 1998, daneben ein typisches Smartphone (iPhone 5) 15 Jahre danach

Dumbphone [ˈdʌmfəʊn] (engl. dumb = dumm und phone = Telefon) ist eine in den 1990er Jahren in Anlehnung an das Wort Smartphone entstandene[1] und vereinzelt auch im deutschen Sprachraum verwendete[2] Bezeichnung für ein Mobiltelefon ohne Internet-Anschluss und ohne Touchscreen.[3]

Der Begriff Dumbphone ist ein Retronym, also eine Wortschöpfung, die sich auf die Ära vor den Smartphones bezieht. Er hat eine leicht abwertende Konnotation.

2013 wurden weltweit erstmals mehr Smartphones als Dumbphones verkauft.[4]

Andere Bezeichnungen[Bearbeiten]

Eine im Englischen gebräuchliche, dem Dumbphone verwandte, Bezeichnung ist die des Feature phones (sinngemäß: Telefon mit besonderen Eigenschaften). Damit sind Mobiltelefone gemeint, die weniger als Smartphones leisten, jedoch mehr als nur telefonieren können.[5] Ein typisches Feature Phone verfügt über die Fähigkeit des mobilen Telefonierens hinaus beispielsweise über eine Kamera oder einen Webbrowser.

Ein originär deutscher Begriff für besonders klobige, frühe Mobiltelefone ist Knochen,[6] eine Bezeichnung, die wegen der charakteristischen Form gelegentlich auch für den Telefonhörer verwandt wurde.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Definition von Dumbphone in den Oxford Dictionaries
  2. Beispielhaft:
  3. Sebastian Heinrich: Neuer Ruhm für „bestes Handy der Welt“?, Mittelbayerische Zeitung, 16. Januar 2014
  4. Smartphones Accounted for 57.6 Percent of Total Sales in Fourth Quarter of 2013, gartner.com, 13. Februar 2014, abgerufen am 15. Februar 2014
  5. Definition of: feature phone, pcmag.com, abgerufen am 14. Februar 2014
  6. Mit diesem Knochen begann die Handy-Revolution, Die Welt, 21. September 2013, abgerufen am 14. Februar 2014
  7. Rainer Schönhammer: Telefon-Design: Der Körper des Fernsprechers, in: Jürgen Bräunlein, Bernd Flessner (Hrsg.): Der sprechende Knochen: Perspektiven von Telefonkulturen, Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1731-5, S. 66