Dumfries

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Dieser Artikel befasst sich mit der schottischen Stadt. Für weitere Bedeutungen siehe Dumfries (Begriffsklärung).
Dumfries
Koordinaten 55° 4′ N, 3° 37′ W55.068333333333-3.6102777777778Koordinaten: 55° 4′ N, 3° 37′ W
Dumfries (Schottland)
Dumfries
Dumfries
Bevölkerung 31.146 (Zensus 2001)
Verwaltung
Post town DUMFRIES
Postleitzahlen­abschnitt DG1, DG2
Vorwahl 01387
Landesteil Scotland
Unitary authority Dumfries and Galloway
Britisches Parlament Dumfries and Galloway, Dumfriesshire, Clydesdale and Tweeddale
Schottisches Parlament Dumfriesshire, Galloway and West Dumfries

Dumfries [dʌm'fɹiːs] (gälisch Dùn Phris) ist die größte Stadt und Verwaltungssitz des im Süden Schottlands gelegenen Unitary Authority von Dumfries and Galloway. Bis 1889 war sie Verwaltungssitz der traditionellen Grafschaft Dumfriesshire. Die Stadt hatte 2001 37.846 Einwohner.

Lage und Stadtbild[Bearbeiten]

Dumfries liegt am Nith River und nahe dessen Mündung in den Solway Firth. Der Galloway Forest Park beginnt etwa 30 Kilometer westlich der Stadt. Nahegelegene Sehenswürdigkeiten, wie das Sweetheart Abbey ziehen Touristen an.

Die wichtigsten Straßen in der Nähe sind die Fernverkehrsstraße A75 und die Autobahn M74. Mit der Dumfries railway station verfügt die Stadt über einen Bahnhof. Er wird von der Eisenbahngesellschaft First ScotRail betrieben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dumfries besitzt einen historischen Ortskern. Das älteste Gebäude der Stadt ist das Old Bridge House aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Des Weiteren gibt es mehrere Museen, z.B. über Robert Burns oder über die Camera obscura (Lochkameras). Letzteres und ein Museum über die Stadt sind in einer alten Windmühle untergebracht. Der Nith River, der die Stadt durchquert, wird von der Devorguilla's Bridge überspannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1186 erhielt Dumfries die Rechte eines Royal Burgh. Im Bereich des heutigen Castledykes Park wurde im 13. Jahrhundert ein königliches Schloss erbaut, das nicht mehr existiert. Robert Bruce, der spätere König von Schottland, traf am 10. Februar 1306 in Dumfries ein und brachte in Erfahrung, dass John Comyn sich ebenfalls dort aufhielt. In der dortigen Franziskanerkirche trafen sich die beiden zu einem privaten Gespräch. Bruce beschuldigte Comyn, ihn verraten zu haben, was dieser jedoch verneinte. Voller Zorn zog Bruce seinen Dolch und verletzte seinen Widersacher schwer. Als Bruce aus Angst aus der Kirche floh, betrat sein Begleiter Sir Roger de Kirkpatrick das Gebäude, fand den noch lebenden Comyn und tötete ihn. Dabei sagte er "I mak siccar" (auf Scots bedeutet dies ungefähr "ich gehe auf Nummer sicher"). Bis heute ist dies der Wahlspruch der Familie Kirkpatrick. Im Jahre 1633 schuf König Charles I. den Titel eines Earl of Dumfries und verlieh ihn an ein Mitglied der Familie Crichton. Über mehrere Heiraten gelangte dieser an die Familie Crichton-Stuart, die ihn noch heute trägt. Unter seinen insgesamt 15 Adelstiteln führt der jetzige Inhaber, Sir John Colum Crichton-Stuart, ein ehemaliger Rennfahrer, auch denjenigen des 12. Earl of Dumfries.

Blick über Dumfries
Die Devorguilla Bridge

Der schottische Schriftsteller und Poet Robert Burns wohnte einen Großteil seines Lebens und bis zu seinem Tod in der Stadt.

Sport[Bearbeiten]

Queen of the South vertritt Dumfries in der Scottish Football League First Division, Heimspiele werden im Palmerston Park Stadion ausgetragen. Der Dumfries Rugby Club spielt in der Scottish Rugby Union.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten wurden in Dumfries geboren:

Folgende sind in der Stadt gestorben:

Die Dumfries Academy besuchten unter anderem Persönlichkeiten wie der Schriftsteller und Dramatiker J. M. Barrie, die Missionarin Jane Haining und der Schauspieler John Laurie.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Dumfries unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Annapolis, Maryland, USA
  • ItalienItalien Cantù, Lombardei, Italien
  • DeutschlandDeutschland Gifhorn, Niedersachsen
  • DeutschlandDeutschland Passau, Bayern (bis 1979, beendet wegen Eingemeindung)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dumfries – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien