Dune

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Dieser Artikel behandelt den Romanzyklus Dune (dt. Der Wüstenplanet), zu anderen Bedeutungen von Dune und Der Wüstenplanet siehe Dune (Begriffsklärung).

Dune (deutscher Titel Der Wüstenplanet) ist der Titel der ersten Folge einer Reihe von Science-Fiction-Romanen von Frank Herbert und zugleich einer der Namen des Planeten Arrakis, auf dem der größte Teil der Handlung spielt. Mit Dune gewann Herbert 1965 zum ersten Mal den Nebula Award und ein Jahr später den Hugo Award, jeweils in der Kategorie Bester Roman. Bis heute wurde das Buch über zwölf Millionen Mal verkauft.

Die Welt von Dune[Bearbeiten]

Dune spielt in ferner Zukunft irgendwo im Universum. Computer gelten als die Intelligenz des Menschen erniedrigende Konkurrenz und sind aus der Gesellschaft verbannt. Die Raumschiffe, mit denen sich die Menschheit zwischen den bewohnbaren Planeten bewegt, werden mit Hilfe von in die Zukunft sehenden Navigatoren gesteuert. Sie erkennen die Konsequenzen verschiedener Kursdaten und können so den Kurs wählen, der exakt zum Ziel führt. Die Handlung ist nicht auf den Wüstenplaneten beschränkt.

Die weiteren Handlungsorte, die handelnden Figuren und die wichtigsten Begriffe sind in Sammelartikeln beschrieben:

Chronologie der Romane[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert besteht aus sechs Romanen, die zwischen 1965 und 1985 erschienen sind. Nach dem Tod des Autors, 1986, wurde der Zyklus um zwei zeitlich früher angesiedelte Trilogien sowie einen nachfolgenden Zyklus erweitert. Die Frühen Chroniken bilden einen direkten Vorspann, die ca. 10.000 Jahre vor den Frühen Chroniken angesiedelten Legenden eine Art Prähistorie. Die Jäger des Wüstenplaneten (Hunters of Dune) und Die Erlöser des Wüstenplaneten (Sandworms of Dune) sind zeitlich nach dem letzten noch von Herbert selbst verfassten Buch angesiedelt und schreiben die Geschichte nach dessen unvollendeten Manuskripten fort. Autoren der neuen Serien sind Frank Herberts Sohn Brian Herbert und Kevin J. Anderson.

Auf die jeweilige Handlungszeit bezogen stellt sich die chronologische Reihenfolge der Romane beziehungsweise der Romanzyklen folgendermaßen dar:

Legenden des Wüstenplaneten und Die frühen Chroniken[Bearbeiten]

Die Legenden von Brian Herbert und Kevin J. Anderson gehen zu den Anfängen des Dune-Universums zurück und versuchen, die Macht- und Gesellschaftsstrukturen zu ergründen.

Der Wüstenplanet – Die Legenden (von Brian Herbert und Kevin J. Anderson), Legends of Dune: The Butlerian Jihad (dt. Der Wüstenplanet – Die Legenden 1: Butlers Djihad, 2002) Legends of Dune: The Machine Crusade (dt. Der Wüstenplanet – Die Legenden 2: Der Kreuzzug, 2003) Legends of Dune: The Battle of Corrin (dt. Der Wüstenplanet – Die Legenden 3: Die Schlacht von Corrin, 2004)

Die frühen Chroniken bilden zusammen einen Handlungsbogen und erzählen die unmittelbare Vorgeschichte zum ersten Roman Der Wüstenplanet. Fans der Serie kritisieren die schwankende Qualität und mangelnde Komplexität dieser Bücher. Sie seien bei weitem nicht mit den Originalen zu vergleichen.

Der Wüstenplanet – Die Frühen Chroniken (von Brian Herbert und Kevin J. Anderson) Prelude to Dune: House Atreides (dt. Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 1: Das Haus Atreides, 1999) Prelude to Dune: House Harkonnen (dt. Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 2: Das Haus Harkonnen, 2000) Prelude to Dune: House Corrino (dt. Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 3: Das Haus Corrino, 2001)

Heroes of Dune[Bearbeiten]

Brian Herbert und Kevin J. Anderson arbeiten an einer weiteren Reihe im Dune-Universum mit dem Titel Heroes of Dune. Geschildert werden die Ereignisse, die zwischen dem Ende des Buches Der Wüstenplanet und dem Anfang des Buches Der Herr des Wüstenplaneten liegen.

Band 1, Paul of Dune, schildert weitere Ereignisse aus den jungen Jahren von Paul Atreides, während Band 2, Winds of Dune, sich mit Prinzessin Irulan befasst. Heroes of Dune (von Brian Herbert und Kevin J. Anderson): Paul of Dune (dt. Der Wüstenplanet: Paul Atreides, 2010) Winds of Dune (dt. Stürme des Wüstenplaneten, 2010)

Original-Trilogien[Bearbeiten]

Die ersten drei Bände hängen zeitlich und durch ihre Hauptpersonen eng zusammen, siehe Dune – die erste Trilogie. Der vierte Band ist einige Tausend Jahre in die Zukunft verlegt. Die beiden letzten Bände bilden wiederum ein eng aufeinander abgestimmtes Paar. Ein siebter Band sollte die mit Heretics und Chapterhouse begonnene zweite Trilogie abschließen; Herberts Tod verhinderte das jedoch.

Dune (dt. Der Wüstenplanet, 1965) Dune Messiah (dt. Der Herr des Wüstenplaneten, 1969) Children of Dune (dt. Die Kinder des Wüstenplaneten, 1976) God Emperor of Dune (dt. Der Gottkaiser des Wüstenplaneten, 1982) Heretics of Dune (dt. Die Ketzer des Wüstenplaneten, 1984) Chapterhouse Dune (dt. Die Ordensburg des Wüstenplaneten, 1985)

Vervollständigung des Dune-Zyklus (Dune 7 & 8)[Bearbeiten]

Kevin J. Anderson und Herberts Sohn Brian Herbert haben inzwischen zwei neue Bücher (Hunters of Dune und Sandworms of Dune) veröffentlicht. Diese basieren auf Frank Herberts Notizen zum siebten Buch und schließen die Wüstenplaneten-Saga damit ab.

Hunters of Dune (dt. Jäger des Wüstenplaneten, 2007) Sandworms of Dune (dt. Die Erlöser des Wüstenplaneten, 2007)

Es sind nun noch zwei weitere Bücher geplant, deren englische Arbeitstitel The Throne of Dune und Leto of Dune lauten. Die Erscheinungstermine stehen noch nicht fest.

Träume vom Wüstenplaneten[Bearbeiten]

Kevin J. Anderson und Brian Herbert haben aus dem Nachlass von Frank Herbert mehrere Geschichten zu dem Buch Träume vom Wüstenplaneten (ISBN 978-3-453-52331-9) zusammengetragen. Es enthält unter anderem Kurzgeschichten rund um Dune, Anekdoten und auch eine sehr kurze frühe Fassung vom Band 1 des Wüstenplaneten. Das Buch ist im Oktober 2009 auch auf Deutsch erschienen.

Inhalt[Bearbeiten]

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Erster Zyklus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Dune – die erste Trilogie

Die ersten drei Romane (erster Zyklus) der Originalreihe sind als einheitliches Gesamtwerk konzipiert. Zeitlich angesiedelt ist die Handlung der Romane in einer unbestimmten fernen Zukunft. Bezugszeitpunkt ist die offizielle Gründung der Raumfahrergilde, die Handlung beginnt im Jahr 10190 n. G. (= nach Gildengründung).

Die Menschheit lebt in einem feudalen Imperium unter einem Padishah-Imperator (Kaiser) und planetarischen Fürsten auf einer Vielzahl von Planetensystemen. Die Navigatoren der Raumfahrergilde stellen die einzige, schnelle Verbindung zwischen den Welten des Imperiums sicher. Die Techniker vom Planeten Ix (sprich: i-x) und der ausschließlich aus Frauen bestehende Orden der Bene Gesserit repräsentieren weitere wichtige Machtgruppen. Denkende Maschinen (Computer und Cyborgs) wurden vor langer Zeit in einem Kreuzzug vernichtet (Butlers Djihad) und dürfen seitdem weder gebaut geschweige denn benutzt werden. An ihre Stelle treten Menschen, die zu mathematischen Höchstleistungen konditioniert werden, sogenannte Mentaten.

Die Dune-Saga entfaltet sich im Konflikt zwischen den Fürstenhäusern der Atreides (gesprochen: A-tre-i-des, nach dem legendären griechischen Ahnherrn Atreus) und den Harkonnen um die Herrschaft über den Wüstenplaneten Arrakis; - von den einheimischen Fremen Dune genannt. Nur auf Arrakis lässt sich die Droge Melange (zu deutsch ‚Mischung‘), auch als Spice (deutsch ‚Gewürz‘) bekannt, sammeln. Für das gesamte Imperium hat die Melange fundamentale Bedeutung. Melange ermöglicht den Gildenavigatoren, mit hellseherischen Fähigkeiten überlichtschnelle Raumschiffe sicher durch den Hyperraum zu steuern. Ohne Melange käme die interstellare Raumfahrt zum Erliegen und das Imperium würde in unabhängige Sternensysteme zerfallen. Daneben hat Melange bewusstseinsverändernde und den Alterungsprozeß verlangsamende Eigenschaften. Wie jede Droge macht Melange süchtig, ein Entzug kann bis zum Tode führen. Gute Gründe also, weshalb die Herrschaft über den Wüstenplaneten von entscheidender Bedeutung ist. Der Romanzyklus beginnt mit dem kaiserlich verfügten Lehensherrenwechel des Wüstenplaneten. Die Herrschaft geht von den Händen des Hauses Harkonnen in die des Hauses Atreides über.

Gottkaiser[Bearbeiten]

Der vierte Roman der Serie spielt 3500 Jahre nach der Regierungsübernahme von Leto II., dem Sohn von Paul Atreides (Muad'Dib). Der Leser erfährt, dass Leto eine Symbiose mit dem Sandwurm eingegangen ist, da nach seiner Vision die Menschheit sonst untergegangen wäre.

Die Bedeutung von Religion ist ein wichtiges Motiv dieses Romans. Leto erscheint gottgleich, allwissend, und kennt Vergangenheit wie Zukunft. Obwohl sein Körper grotesk ins Wurmähnliche verändert und nur sein Gesicht das eines Menschen geblieben ist, wird er von einer fanatischen Kirche verehrt. Ohne dass es den Beteiligten klar wird, plant Leto seinen eigenen Tod, um die von ihm in Fesseln gelegte Menschheit wieder zu befreien. Das Motiv des sich für die Menschheit opfernden Gottes ist aus verschiedenen Religionen vertraut. Die ironische Frage: „Wir glauben an Gott − woran glaubt Gott?“ lässt Herbert sich allerdings auch nicht nehmen.

Der Roman endet mit dem Tod Letos und dem Beginn der Diaspora, - dem Aufbruch der Menschen in die unbesiedelten Weiten des Universums. Letos Rettungsplan ist gelungen. Inzwischen ist die Menschheit auf zu viele Planeten verteilt und kann weder ausgerottet werden, noch sich selbst ausrotten. Die Garantie dafür, dass die Menschheit nie mehr die Diktatur eines visonären Gottkaisers erleiden muss, stellen die genetisch mutierten Nachkommen von Siona Atreides und Duncan Idaho dar. Sie sind durch keinerlei Zukunftssicht mehr aufzuspüren.

Zweiter Zyklus[Bearbeiten]

Der fünfte und sechste Roman der Originalreihe bilden wieder eine inhaltliche Einheit. Den geplanten Abschlussband konnte Frank Herbert nicht mehr vollenden.

Die Romane sind weitere 6.500 Jahre in die Zukunft verlegt. Die Menschheit hat technische, biologische und psychologische Fortschritte gemacht. Die zentralen Themen der vorigen Romane – das Überleben der Menschheit – und die Frage nach der Natur des Menschen, sind nach wie vor akut.

Das bekannte Universum wird nicht mehr von einem Imperator regiert; unabhängige Gruppen (Bene Gesserit, Bene Tleilax, Ix) ringen um die Vormachtstellung. Die Rückkehr der Geehrten Matres und anderer Gruppen aus der Diaspora stört das fragile Gleichgewicht. Beide Romane verfolgen die Anstrengungen der Bene Gesserit, in deren Reihen viele Nachkommen der Atreides agieren, den Untergang des alten Imperiums abzuwenden und die Rückkehrer zu integrieren.

Verknüpfungen[Bearbeiten]

Stil[Bearbeiten]

Über weite Strecken sind die Romane von mystischen und philosophischen Reflexionen in Form von Dialogen oder inneren Monologen der Hauptfiguren geprägt. Man kann die Reihe durchaus als, in eine gut durchdachte Sci-Fi-Story verpackte, philosophische Studie lesen. Im ersten Zyklus werden auffallend oft Begriffe aus dem arabischen Sprachraum gebraucht. Die beschriebenen religiösen Denkfiguren lassen sich eher dem Islam als dem Christentum zuordnen.[1]

Bezüge zum übrigen Werk Frank Herberts[Bearbeiten]

In verschiedenen, im gleichen Zeitraum entstandenen, kürzeren Romanen und Erzählungen Frank Herberts finden sich Motive des Dune-Zyklus. Zu nennen sind: Der Drache in der See (The Dragon in the Sea), Die Augen Heisenbergs (The Eyes of Heisenberg), Die Leute von Santaroga (The Santaroga Barrier) und Die Riten der Götter (The Godmakers).

Wiederkehrende Themen sind bewusstseinsverändernde Drogen (Die Leute von Santaroga) und paranormale Fähigkeiten (Die Riten der Götter), die Frage nach einer stabilen Regierungsform (Die Augen Heisenbergs), genetische Manipulation oder die Züchtung von Übermenschen (Die Riten der Götter, Die Augen Heisenbergs) sowie, von Frauen dominierte Geheimgesellschaften, die die Machtübernahme anstreben (Die Riten der Götter). Diese Romane lassen sich als literarische Vorstudien lesen, in denen Frank Herbert die Ideen entwickelte, die schließlich in sein Hauptwerk einflossen.

Rezeption[Bearbeiten]

Dune gilt seit seinem Erscheinen als einer der besten SF-Romane aller Zeiten und genießt Kultstatus. Das hat mehrere Gründe. Herbert durchbrach das damals gängige Schema des Genres, das auf aktionsreiche Abenteuer, gespickt mit mehr oder weniger fantasievollen Schilderungen naturwissenschaftlich begründeter Phänomene, fußte. Stattdessen beschrieb er, bis in kleinste Details des täglichen Lebens, ein ganzes zivilisatorisches Universum und extrapolierte globale Ereignisse und Entwicklungen seiner Zeit in eine ferne Zukunft. Vor dem Hintergrund des Widerspruchs zwischen Ökonomie und Ökologie als Leitmotiv entwarf er das Modell einer posttechnologischen Feudalgesellschaft mit stark mystifizierenden Elementen.

Die gesellschaftlich relevanten Themen seiner Zeit spiegeln sich direkt oder metaphorisch im Roman wider: Der wachsende Einsatz der EDV (Butlers Djihad), die Abhängigkeit vom Erdöl und Erfahrungen mit bewusstseinsverändernden Drogen (beides in Gestalt des „Gewürzes“), die feministische Bewegung (Bene Gesserit), Fragen der Ökologie (Leben unter Wüstenbedingungen, Option der Begrünung von Arrakis), die Bedrohung durch Atomwaffen u.a. Die schnelle wissenschaftlich-technische Entwicklung, besonders der elektronischen Rechentechnik, rief irrationale Ängste vor der Machtübernahme durch Maschinen und Computer hervor. Damit einher gingen die umfassende Verschiebung und das Wegbrechen traditioneller Werte und religiöser Grundlagen. Vor dem Hintergrund der permanenten Drohung einer globalen Vernichtung durch die Atomwaffen des Kalten Krieges suchte die Jugendkultur Alternativen in östlichen Philosophien und Heilslehren, begleitet vom Konsum psychogener Drogen. Man begann, die ökologischen Auswirkungen der raschen und extensiven Industrialisierung zu hinterfragen. Feminismus, Gleichberechtigung und die neu zu definierende Rolle der Frau wurden zu heftig diskutierten Themen. Nicht zuletzt finden die, der Quantentheorie innewohnenden, tiefgreifend philosophischen Grundsatzfragen ihren Widerhall.

Verarbeitungen[Bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten]

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Unbelegt: Gründe für Schnitte, Nicht-Gutheißung Lynchs, alles über Jacobs, alles über Seydoux, alles über Jodorowsky. 23:47, 13. Okt. 2009 (CEST)

Die Romane wurden mehrfach fürs Kino und Fernsehen adaptiert. David Lynchs Erstverfilmung wurde aus kommerziellen Erwägungen der Produzenten drastisch gekürzt. Von der 180-minütigen Fernsehversion, in die das meiste des ursprünglichen Materials wieder integriert wurde, hat sich Lynch distanziert.

Schon in den frühen 1970er Jahren verhandelte der Produzent Arthur P. Jacobs („Planet der Affen“) mit Frank Herbert über die Verfilmungsrechte. Beflügelt von seinem Erfolg mit dem ersten „Planet der Affen“-Film suchte er nach weiteren lohnenden Science-Fiction-Motiven. Als Regisseure waren David Lean („Lawrence von Arabien“) und Franklin J. Schaffner („Planet der Affen“/„Papillon“) im Gespräch. Am Drehbuch arbeiteten unter anderem Robert Bolt („Papillon“). Mit dem Tod von Arthur P. Jacobs im Jahre 1973 wurde das Projekt gestoppt und die Option auf die Verfilmungsrechte verfiel.

Der französische Autor/Verleger/Produzent Michel Seydoux erwarb daraufhin die Verfilmungsrechte und erarbeitete mit dem Kult-Regisseur und Autor Alejandro Jodorowsky („El Topo“/„Montana Sacra“) ein detailliertes Storyboard/Drehbuch, welches er vielen Produktionsfirmen in Hollywood anbot. Doch diese scheuten die Investition in die sehr experimentelle Adaption, trotz der illustren Darsteller-Riege, die schon vorab von Seydoux/Jodorowsky für das psychedelische Film-Projekt begeistert worden waren: David Carradine als Herzog Leto, Charlotte Rampling als Lady Jessica, Orson Welles als Baron Harkonnen, Gloria Swanson als Gaius Helen Mohiam und Salvador Dalí als Padishah-Imperator.

Für Jodorowsky, der seit Mitte der 1970er-Jahre vergeblich an einer Verfilmung arbeitete, schuf der Schweizer Künstler H. R. Giger im Februar 1976 einige Gestaltungsstudien, die dann aber nicht übernommen wurden. Veröffentlicht wurden diese in Gigers Buch „Necronomicon“ (ISBN 3-85591-019-7). Jodorowsky plante sogar, Salvador Dalí für eine 100.000-Dollar-Stundengage in seinem Dune-Projekt auftreten zu lassen. Giger beschäftigte sich in den wenigen fertiggestellten Zeichnungen mit dem Planeten der „Harkonnen“. Einige der von Giger für den Film entworfenen Möbel wurden von dessen Werkstatt hergestellt und sind über seinen Agenten erhältlich.

Für Jodorowsky schuf 1975 auch der US-amerikanische Künstler Chris Foss einige Gestaltungsentwürfe, die im Buch 21st Century Foss (ISBN 90-6332-571-1) mit einem Vorwort von Jodorowsky veröffentlicht wurden. Foss zeichnete überwiegend Raumschiffentwürfe für das Projekt.

Nachdem sich die Geldgeber aus der Dune-Verfilmung von Jodorowsky zurückzogen, arbeitete ein Teil des Teams anschließend an Alien: Dan O'Bannon (sollte bei Dune die Spezialeffekte leiten), Moebius (arbeitete an Figurenentwürfen und Storyboards), H.R. Giger und auch Chris Foss.

Filmische Verarbeitungen des Themas werden in folgenden Artikeln beschrieben:

Im März 2008 hatte das Filmstudio Paramount Pictures eine weitere Adaption des Stoffes angekündigt. [2] Das Projekt wurde aber im März 2011 eingestellt, ohne dass es über die frühe Planungsphase hinausgekommen war. [3]

Hörbücher[Bearbeiten]

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Ein deutsches Hörspiel ist nicht bekannt, jedoch gibt es das Buch in einer Kurzfassung als Hörbuch. 2008 ist eine ungekürzte Hörbuchfassung bei Lübbe Audio erschienen. Mit dabei: Jürgen Prochnow, Marianne Rosenberg, Simon Jäger. Ebenso sind mittlerweile Band II und III als Hörbuch erschienen. Band IV wurde fertig aufgenommen, aber aus Kostengründen wird er nur als Download verfügbar sein.

Im Englischen wurde nicht nur der komplette Original-Zyklus von Frank Herbert verarbeitet sondern auch die später erschienenen Werke.

Parodie: Der wüste Planet[Bearbeiten]

Das englische Original, National Lampoon’s Doon, wurde 1984 veröffentlicht. Franz und Herbert – Der wüste Planet – Die Parodie von Ellis Weiner erschien 1985 in Deutschland.

Musik[Bearbeiten]

Die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden verarbeitete den Dune-Stoff in dem Song To Tame A Land, erschienen 1983 auf dem Album Piece of Mind. Der Song sollte ursprünglich auch „Dune“ heißen – als Bassist und Bandleader Steve Harris jedoch diesbezüglich Frank Herbert um Erlaubnis ersuchte und darum bat, ein gesprochenes Zitat als Intro verwenden zu dürfen, wies dessen Agent ihn schroff zurück: „Nein. Weil Frank Herbert keine Rockbands mag, schon gar keine Heavyrockbands, und erst recht keine Rockbands wie Iron Maiden.“ Dieser Erklärung wurde noch durch eine Strafandrohung Nachdruck verliehen, woraufhin Iron Maiden den Song umbenannten. Eine Coverversion findet sich als Bonus-Track auf dem 2009 veröffentlichten Album Black Clouds & Silver Linings der Band Dream Theater.

Die US-amerikanische Metalcore-Band Shai Hulud ist nach den gleichnamigen Sandwürmern des Wüstenplaneten benannt.

Die deutsche Death-Metal-Band Golem veröffentlichte 1999 ihr Konzeptalbum The 2nd Moon, welches sich textlich mit der Dune-Thematik beschäftigte und verarbeitete beim Song „God Emperor“ das musikalische Thema der Toto-Titelmelodie.

Auch die deutsche Heavy-Metal-Band Blind Guardian veröffentlichte 1991 auf ihrem Album Tales From The Twilight World einen Track, der die Dune-Thematik verwendet, „Traveller In Time“.

Der deutsche Hip-Hop-Künstler Thomas D. verarbeitete das Dune-Thema im mit seiner Band Die Fantastischen Vier aufgenommenen Stück „Der Krieger“. In diesem Lied sind einige Teile des Tonmaterials des Filmes Dune – Der Wüstenplanet gesampelt und auch die Thematik des „Erwachenden“ eingeflochten. Außerdem findet sich im Song „Millionen Legionen“ die Wendung „Surfer des Sandwurms“.

Das israelische Goa-Projekt Astral Projection hat einige Samples des Tonmaterials aus dem Film Dune – Der Wüstenplanet in seinem Stück „Dancing Galaxy“ verarbeitet. Von dem Song gibt es auch eine Ambient-Version mit dem Titel „Ambient Galaxy“ auf dem Album Dancing Galaxy.

Der niederländische Musiker Arjen Lucassen griff das Thema mit seinem Projekt Star One in dem Stück „Sandrider“ auf.

Die österreichische Prog Power Metal Band Serenity ließ sich von Dune zu dem Song „Canopus“ inspirieren.

Der deutsche Produzent Oliver Froning gründete zusammen mit den Produzenten Jens Oettrich und Bernd Burhoff das Dance-Projekt Dune. Auf dem 1995 veröffentlichtem Album Dune befindet sich der Titel „The Spice“, welcher sich mit der auf Arrakis vorkommenden Droge Spice beschäftigt. Das Album Expedition nimmt sowohl vom Artwork als auch in Einleitung und Samples Bezug auf den Wüstenplaneten.

Der britische Musiker Norman Cook (alias Fatboy Slim) verwendet in seinem Lied Weapon of Choice ein Dune-Zitat („If You Walk Without Rhythm, You Won't Attract the Worm“).

Am 16. Februar 2007 veröffentlicht die Industrial-Black-Metal-Band Red Harvest das Album A Greater Darkness. Der achte Titel, „Warthemes“, verarbeitet den „Main Title“ aus der Verfilmung von 1984.

Die niederländische Drum-and-Bass-Crew Black Sun Empire veröffentlichte im März 2004 auf dem Album Driving Insane einen Titel mit dem Namen „Arrakis“.

Comic[Bearbeiten]

1984 erschien beim amerikanischen Marvel-Verlag der Sonderband Marvel Super Special 36 in dem David Lynchs Film als Comic adaptiert wurde. Im darauffolgenden Jahr erschien der Comic nochmal als 3-teilige Mini-Serie. Geschrieben wurde er von Ralph Macchio, die Zeichnungen entstammen der Feder von Bill Sienkiewicz.

Spiele[Bearbeiten]

Computerspiele[Bearbeiten]

Es sind mehrere Dune-Computerspiele erschienen:

Dune Generations, eine Verbindung aus Massive Multiplayer Online Roleplaying Game und Echtzeit-Strategiespiel wurde nicht fertiggestellt, da die Firma Cryo Interactive Entertainment geschlossen wurde.

Brettspiele[Bearbeiten]

Es gab zwei strategische Brettspiele zu Dune. Das Brettspiel von Parker basiert auf dem Film von David Lynch.

Kartenspiel[Bearbeiten]

Es erschien ein englisches Sammelkartenspiel zu Dune.

Rollenspiele[Bearbeiten]

Mit Dune: Chronicles of the Imperium (2000) erschien ein englischsprachiges Rollenspiel zu Dune von Last Unicorn Games/Wizards of the Coast.

Browserspiele[Bearbeiten]

Seit Oktober 2005 gibt es mehrere Browserspiele, welche sich teilweise sehr genau an den Büchern von Frank Herbert und dem Westwood-Klassiker „Dune II“ orientieren.

Enzyklopädien[Bearbeiten]

Es gibt eine zweibändige Enzyklopädie Der Wüstenplanet (Autorisierter Führer) Die Dune-Enzyklopädie von Frank Herbert und Willis E. McNelly. Die letzte Auflage ist vom Oktober 1999, und die Bücher sind lange vergriffen.

Frank Herbert schreibt im Vorwort, dass er sich selber für seine Folgebände nicht an diese Enzyklopädie gehalten hätte, welche ursprünglich auf Englisch passend zu Band 2 erschienen ist. Somit gibt es teilweise erhebliche inhaltliche Differenzen. Andererseits wurden die Inhalte der Enzyklopädie auch später von Brian Herbert und Kevin J. Anderson für die weiteren Bücher verwendet.

Galerie auf den Commons[Bearbeiten]

 Commons: Dune Universum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe http://baheyeldin.com/literature/arabic-and-islamic-themes-in-frank-herberts-dune.html. Dazu Herbert selbst: „If you want to give the reader the solid impression that he is not here and now, but that something of here and now has been carried to that faraway place and time, what better way to say to our culture that this is so than to give him the language of that place. … That oral tool--it has its own inertial forces; it's mind-shaping as well as used by mind.“ (http://tim.oreilly.com/herbert/ch03.html)
  2. fictionBOX (Paramount adaptiert erneut)
  3. Digital Spy: Dune remake dropped by Paramount, abgerufen 29. März 2013