Dunja Rajter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dunja Rajter, 2007

Dunja Rajter (* 3. März 1946 in Našice,[1] SR Kroatien, Jugoslawien) ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin. Sie lebt in Langen.

Leben[Bearbeiten]

Dunja Rajter, 1966

Sie wurde in einer Familie kroatischer Herkunft geboren. Sie studierte nach der Schule an der Theaterakademie Zagreb, nachdem sie bereits als Schulmädchen im Kinderchor des Vaters, Rudolf Rajter, der Musiklehrer in Zagreb war, gesungen hatte. Nach ihrem Diplom als Schauspielerin wurde sie 1963 in das Theater-Ensemble von Zagreb aufgenommen. 1962 stand sie in einer Fernsehserie vor der Kamera; Mario Nardelli, ihr späterer Begleiter auf der Gitarre, hatte die Musik dazu geschrieben. 1964 kam sie nach Deutschland, wo sie seither lebt. Hier trat sie zunächst als Schauspielerin in Erscheinung. Sie wirkte in mehreren Spielfilmen und Fernsehproduktionen mit. Die erfolgreichsten Filme waren Winnetou I, Unter Geiern und Der Beginn (Adolf-Grimme-Preis). Die erfolgreichsten Fernsehproduktionen waren Salto Mortale, Großer Mann was nun, Das Traumschiff sowie Tisch und Bett.

Für Deutschland entdeckt wurde sie von Horst Lippmann, der sie in Jugoslawien in einer Fernsehshow gesehen hatte. Zahlreiche Auftritte in Fernsehshows wie Vergißmeinnicht, Der goldene Schuß und Einer wird Gewinnen machten sie einem breiten Publikum bekannt.

Anfang der 1970er Jahre wurde sie auch als Sängerin bekannt. Mit Schlagern wie Was ist schon dabei (1970) und Salem Aleikum (1971) kam sie in die Hitparaden. Ende des Jahrzehnts hatte Rajter nochmals kleinere Erfolge. Mit dem Lied Junges Herz trat sie 1977 und mit Ich glaub dir 1980 in der ZDF-Hitparade auf. Sie war Gast in Harry Belafontes amerikanischer Fernseh-Show, gastierte in Frankreich in verschiedenen Fernseh-Magazinen, bekam eine eigene Personality-Show im deutschen Fernsehen und ging mit Ivan Rebroff auf Europa-Tournee. Rajters Lieder sind eine Mischung aus Schlager und Chanson. 1986 ging sie neue Wege in der Musik und trat auf Kleinkunstbühnen unter anderem mit Georg Danzer, Klaus Hoffmann und Konstantin Wecker auf.

1993 trat Rajter bei den Berliner Jedermann-Festspielen und 2003 als Gaststar in Old Surehand bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg auf. In der Saison 2008/09 war sie in der Rolle der Golde in Anatevka am Trierer Theater zu sehen. 2012 spielte sie bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg die Voodoopriesterin Marie Laveau.

In erster Ehe war Dunja Rajter mit dem Kameramann Gerard Vandenberg verheiratet. 1972 heiratete sie in der Dorfkirche von Undeloh den Sänger und Bandleader Les Humphries. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Danny Leslie Humphries (* 1974), der als Sänger und Gitarrist in der Band Glow in Erscheinung trat. Die Ehe wurde 1976 geschieden. Am 28. August 2009 heiratete sie im kroatischen Zadar ihren langjährigen Freund, den Marketing-Berater Michael Eichler.[2][3]

Rajter engagiert sich seit Jahren für notleidende Kinder in ihrer Heimat und übernahm die Schirmherrschaft für mehrere Kinderkliniken in Kroatien.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben:

  • 1965: Lieder aus Jugoslawien
  • 1966: Lieder und Chansons
  • 1967: Lieder vom Balkan
  • 1969: Dunja
  • 1971: Wenn die Rosen blüh’n
  • 1978: Mich gibt’s
  • 1993: An den Ufern der Nacht
  • 2000: Ein liebevolles Lächeln
  • 2013: Lieder Meines Lebens

Singles:

  • 1970: Was ist schon dabei
  • 1971: Salem Aleikum
  • 1971: Chiribi, chiriba, chiribu
  • 1972: Joschi war ein Zigeuner
  • 1977: Junges Herz
  • 1977: Es könnte sein – es muß nicht sein
  • 1979: Ich überleb’s (I will survive)
  • 1980: Ich glaub dir
  • 1980: Wie ein Kind (Seasons)
  • 1981: Spürst du nicht, wie glücklich ich bin (The melody plays)
  • 1989: Gelber Mond

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dunja Rajter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dunja Rajter – Munzinger online, abgerufen am 5. März 2010
  2. http://www.bunte.de/society/dunja-rajter-er-ist-die-liebe-meines-lebens_aid_11884.html
  3. http://www.highgloss.de/archiv/2009/37kw.pdf