Dura-Ace

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Die Dura-Ace ist eine Gruppe von Fahrradkomponenten des japanischen Herstellers Shimano. Die Dura-Ace ist die qualitativ höchstwertige Rennradgruppe von Shimano und wird sowohl in einer Version mit mechanischer Schaltung als auch in einer Version mit elektrischer Schaltung (Di2) angeboten.

Schaltwerk Dura Ace (Modell RD-7700)

Zeitliche Entwicklung[Bearbeiten]

Die Markteinführung der Gruppe geht auf das Jahr 1973 zurück und sollte dem damals vorwiegend in der Mittelklasse der Fahrradindustrie vertretenen Hersteller Marktanteile im Bereich hochwertiger Rennräder sichern. Dieser Bereich wurde damals ausschließlich von Campagnolo bedient.

Während die Anfangsphase in den 1970er Jahren davon geprägt war, die Gruppe Record des italienischen Marktführers Campagnolo zu imitieren, wurden ab den frühen 1980er Jahren verstärkt eigene Innovationen eingesetzt.

Revolutionär mutete die 1980 vorgestellte Dura-Ace AX an, die mit ihrem aerodynamischen Design einen Trend in der Rennradindustrie auslöste und weitere Hersteller dieser Branche inspirierte, ihre Produkte dahingehend zu überarbeiten. Suntour brachte die Rennrad Sprint- und Cycloen- Serie auf den Markt, die dem Trend zur Aerodynamik folgten.

Für den Straßenrennsport (in kleinerer Auflage wird von der Dura-Ace auch eine Bahnradversion angeboten) wurde die Gruppe im Herbst 2003 zum fünften Mal komplett überarbeitet.

Eine elektronische Dura-Ace-Gruppe (die Di2), bei der die Schaltvorgänge an Umwerfer und Schaltwerk durch einen elektronischen Servomotor durchgeführt werden, ist 2009 erschienen. Außerdem wird seit 2009 eine komplett überarbeitete mechanische Dura-Ace-Komplettgruppe mit verändertem Design und reduziertem Gewicht (Carbonkurbel und Carbon-Schaltgriffe) angeboten.

Abgrenzbare Generationen[Bearbeiten]

1. Generation[Bearbeiten]

1973 stattete Shimano das europäische Rennteam Flandria mit den neuen Komponenten aus. Diese bestanden aus Rahmenschalthebeln ohne Indexierung für Schaltwerke, die 5 oder 6 Gänge schalteten. Als Ritzel standen diese entweder als Schraubkranz mit Schraubkranznaben oder einzeln zum Aufstecken auf Freilaufnaben zur Verfügung.

Die Freilaufnaben waren damals eine richtungsweisende Innovation. Bereits die erste Generation des Dura-Ace-Freilaufs hatte einen Niveauunterschied vom Innendurchmesser der gesteckten Ritzel zum geschraubten Abschlussritzel. Das und die direkte Verschraubung über ein Spezialgewinde mit dem Nabenkörper grenzte bis 1997 die Dura-Ace Freilaufnabe zu anderen Shimano-Freilaufnaben ab.

Weiterhin fanden sich in dieser Generation noch ein Tretkurbelsatz samt Konusinnenlager mit Vierkantwelle, ein Steuersatz sowie Felgenbremsen samt Bremshebel und eine Sattelstütze wieder. Für Rahmenbauer bot Shimano damals Dura-Ace-Ausfallenden für Rahmen und Gabel an. Pedale gehörten nicht zur Gruppe der ersten Generation.

Eine Besonderheit stellte das erste Schaltwerk dar. Es wurde mit der Aufschrift Crane versehen.

Im Rahmen der Modellpflege wurde der Lochkreisdurchmesser der Kurbelgarnitur auf die heute noch aktuellen 130 mm reduziert. Das Schaltwerk wurde mit dem Schriftzug Dura Ace verziert und mit Dichtungen an den Gelenkbolzen versehen.

1978 wurde die Dura Ace EX eingeführt, mit der Shimano ein Schaltwerk anbot, das mit einer geteilten Rückplatte ein schnelles Entnehmen der Kette aus dem Schaltwerk ermöglicht. Die EX bekam später einige der Innovationen der Dura-Ace AX von Generation 2 hinzu.

2. Generation[Bearbeiten]

1980 veränderte sich viel für die Gruppe. Bis auf Ritzelpaket und Kette wurden alle Komponenten angepasst. Auf den ersten Blick zeigt sich die aerodynamische Formgebung. Die AX führte zu den schon in der Gruppe vorhanden Fahrradteilen einen Vorbau, einen Lenker, eine aerodynamische Trinkflasche samt Flaschenhalter und völlig neue Pedale ein. Die Pedale wurden in ein 1 Zoll großes Pedalgewinde in den Kurbeln verschraubt und hatten keine durchgehende Pedalachse. Den Vorteil sah man damals in einem niedrigeren Stand des Fahrers auf den Pedalen, was die Aerodynamik verbesserte.

Eine Innovation dieser Gruppe, die am Lenker verlegten Bremszüge, wurde beim Nachfolger dieser Komponenten wieder zurückgenommen wenngleich sie sich inzwischen bei allen Herstellern durchgesetzt hat.

3. Generation[Bearbeiten]

1984 bot Shimano die Dura-Ace New an. Diese wurde sehr klassisch gestaltet und auch im Anfangsstadium nicht von auffälligen Innovationen geschmückt. In den 13 Jahren der Marktpräsenz konnte sich Shimano damit einen Platz neben Campagnolo erarbeiten. Neuerungen der Modellpflege wie der achte Gang, Schalthilfen an Ritzel und Kettenblättern sowie Klickpedale flossen in diese Gruppe mit ein. 1990 präsentierte Shimano mit dem Dura-Ace-Bremsschalthebel einen Bauteiltyp, der sich heute an vielen hochwertigen Rennrädern befindet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shimano Dura-Ace – Sammlung von Bildern

Übersicht auf der Website des deutschen Importeurs Paul Lange: https://www.paul-lange.de/shop/de/shimano/dura-ace/