Durbach

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Baden-Württemberg. Zum südafrikanischen Squashspieler siehe Rodney Durbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Durbach
Durbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Durbach hervorgehoben
48.4933333333338.0219444444444208Koordinaten: 48° 30′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 26,33 km²
Einwohner: 3824 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77770
Vorwahl: 0781
Kfz-Kennzeichen: OG, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tal 5
77770 Durbach
Webpräsenz: www.durbach.de
Bürgermeister: Andreas König
Lage der Gemeinde Durbach im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Durbach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Wein- und Erholungsort Durbach mit einer Gemarkungsfläche von 2.633 Hektar an der Badischen Weinstraße, liegt in der malerischen Vorbergzone zwischen Rheinebene und Schwarzwald, etwa sieben Kilometer von der Kreisstadt Offenburg entfernt. Eingebettet in Rebhänge und insgesamt 42 Seitentäler erstreckt sich Durbach entlang dem gleichnamigen Bach. Sein Plätschern begleitet auf 14 Kilometer vom Ortsteil Gebirg mit der höchsten Erhebung Mooskopf (873 m) bis hin zum malerischen Ortsteil Ebersweier (200 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ebersweier

Die Gemeinde gliedert sich in den Ortsteil Durbach mit 2664 Einwohnern und in den Ortsteil Ebersweier (1243 Einwohner), der 1973 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet wurde. Zur Gemeinde Durbach gehören 47 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

Siehe auch → Liste der Orte im Ortenaukreis

Im Gemeindeteil Durbach liegen die abgegangenen Ortschaften Buchenbronn, Starzengrund und Stollenweier.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Appenweier, im Osten an die Stadt Oberkirch, im Süden an die Stadt Gengenbach und Ohlsbach und im Westen an die Kreisstadt Offenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Durbach gehörte früher zum Landkreis Offenburg, der 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Ebersweier eingemeindet.

siehe auch Burg Staufenberg, Ruine Stollenburg, Burg Wiedergrün

Östlicher Teil von Durbach, Blick vom Weinlehrpfad. In der Bildmitte die Winzergenossenschaft

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2014 hatten folgendes Ergebnis:

Partei / Liste Sitze
FWV 7
CDU 7

Verwaltung[Bearbeiten]

Mit der Stadt Offenburg und den Gemeinden Hohberg, Ortenberg und Schutterwald hat die Gemeinde eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Am 7. Oktober 2001 gewann der gebürtige Sizilianer Toni Vetrano die Bürgermeisterwahl gegen den damaligen Amtsinhaber Wolfgang Pühler. Seit dem 20. Dezember 2001 hatte Vetrano das Amt des Bürgermeisters inne. Bei der Wahl am 27. September 2009 wurde er im Amt bestätigt. Weil Toni Vitrano Oberbürgermeister in Kehl wurde, mussten die Durbacher und Ebersweirer am 22. Juni 2014 einen neuen Bürgermeister wählen. Bei dieser Wahl ging der erst 27-Jährige Andreas König aus Neuried als Sieger im ersten Wahlgang hervor. Er erreichte mit 61,01% der Stimmen eine klare Mehrheit und wird somit Bürgermeister[3]

Die Bürgermeister seit 1939:

  • 1939 bis 1945: Josef Anton Huber
  • 1945 bis 1946: Josef Singler
  • 1946 bis 1948: Franz Xaver Müller
  • 1948 bis 1969: Andreas Glanzmann
  • 1969 bis 1993: Hans Weiner
  • 1993 bis 2001: Wolfgang Pühler
  • 2001 bis 2014: Toni Vetrano
  • ab 2014: Andreas König

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Staufenberg

Die Veranstaltungsreihe Kultur im Schloss bietet das ganze Jahr hindurch ein abwechslungsreiches Programm. Neben Autorenlesungen werden auch Konzerte fast jeglicher Musikrichtung geboten. Das Herbstfest auf Schloss Staufenberg (zweites Oktoberwochenende) widmet sich jedes Jahr einem anderen Thema. 2006 (7./8. Oktober 2006) stand unter dem Motto 200 Jahre Baden. 2007 wurde der 225. Geburtstag des Klingelberger Rieslings gefeiert.

Auch die Staufenburg-Klinik bietet Patienten, aber auch Besuchern ein ganzjähriges Kulturprogramm mit Konzerten und Ausstellungen.

Theater[Bearbeiten]

Bereits zweimal (2002 und 2005) war Schloss Staufenberg Kulisse eines Freilichttheaterstückes.

Skulpturenpark[Bearbeiten]

Südlich der Staufenburg Klinik liegt der weitläufige Skulpturenpark Durbach mit 73 Werken internationaler Bildhauer.

Museen[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde basiert auf den drei Säulen Weinbau/Landwirtschaft, Tourismus und Fachkliniken. Ergänzt wird diese Struktur durch die Vielfalt der rund 100 Gewerbebetriebe, wovon die meisten fünf bis 15 Mitarbeiter beschäftigen. Durbach bekennt sich zu seinen eigenen Ressourcen. Zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, Lebensmitteleinzelhandel, Friseure, Elektrohandel, Ärzte und Apotheke ergänzen die Infrastruktur.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Der Wein- und Obstbau ist eine der Haupterwerbsquellen der Durbacher. Die Lagen gehören zur Region Ortenau im Weinbaugebiet Baden. Seit dem 12. Jahrhundert (zurückverfolgbar bis 1180) wird in Durbach Wein kultiviert. In der Durbacher Winzergenossenschaft gab es 2003 mehr als 80 Vollerwerbslandwirte sowie rund 200 Nebenerwerbswinzer. Die privaten 11 Weingüter gehören zu den meistprämierten Weinerzeugern in Deutschland und Europa. Durbach ist der Weinort mit den meisten privaten Weingütern in Baden-Württemberg. Gleichzeitig ist Durbach der derzeit einzige Weinort, in dem alle 12 Weinerzeuger ihre Produkte an einem Platz anbieten (Durbacher LÄDELE). Das Weingut Graf Wolff Metternich gilt als das älteste Weingut in Durbach und der Ortenau. Die Weingüter Heinrich Männle und Andreas Laible sind seit 2006 in den Kreis der 20 besten Europäischen Weingüter der Welt gewählt worden. Durbach ist der Ort auf der Welt mit der größten zusammenhängenden Anbaufläche für Savagnin rose (Roter Traminer, in der Ortenau auch Clevner genannt). Diese Rebsorte wird weiterhin in Heiligenstein/Elsass (Frankreich), Visperterminen (Schweiz), Klöch (Österreich) und Tramin (Tremeno)/Italien angebaut.

Tourismus[Bearbeiten]

Das Weingut Schloss Staufenberg ist im Privatbesitz von Max Markgraf von Baden. Es thront als Wahrzeichen hoch über Durbach und ist Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Von der Schlossterrasse auf dem 383 Meter hohen Bergkegel genießt man einen herrlichen Rundblick über waldbedeckte Schwarzwaldkuppen, Weinberge, den zu Füßen liegenden Ort bis hin zur oberrheinischen Tiefebene und dem Straßburger Münster. Schloss Staufenberg ist bequem über Wanderwege und eine Straße zu erreichen. Direktverkauf im Schlossgut, Weinproben (Voranmeldung), Gutsausschank auf der schönen Sonnenterrasse und in der Weinstube sind sicher einen Besuch wert. Mehrmals im Jahr werden auch Schlossführungen angeboten.

Schloss Staufenberg

Rehabilitation[Bearbeiten]

Die Staufenburg-Klinik in Durbach ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Fachbereichen Diabetologie, Onkologie/Urologie und Rheumatologie/Orthopädie.

Schwerpunkte der Klinik liegen auf der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Tumorerkrankungen der Nieren und Harnwege sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten]

Es gibt in Durbach eine Grund- und Hauptschule, die Staufenberg-Schule. Daneben gibt es einen kommunalen, einen kirchlichen und einen Kindergarten in freier Trägerschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 392–394
  3. http://www.badische-zeitung.de/offenburg/klarer-sieg-fuer-koenig-in-durbach--86518581.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Durbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien