Durchblutungsstörung

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Als Durchblutungsstörung (englisch vascular disorder) wird der eingeschränkte Blutfluss in einem Teil des Gefäßsystems bezeichnet, der zu einer Minderperfusion der zu versorgenden Organe oder Gewebe und damit zu einer Ischämie führt. Ob und in welchem Ausmaß die entsprechenden Organe oder Gewebe geschädigt werden, hängt von deren Ischämietoleranz und dem Schweregrad der Durchblutungsstörung ab. Sowohl eine verminderte Blutzufuhr wie auch ein beeinträchtigter Abfluss des venösen Blutes oder der Lymphe können im Einzelfall alleine oder in Kombination eine Durchblutungsstörung bedingen. Bei Einschränkungen der Durchblutung im Kapillarbereich spricht man von einer Mikrozirkulationsstörung, sind größere Gefäße ursächlich, von einer Störung der Makrozirkulation. Beide Formen können kombiniert auftreten.

Ursachen[Bearbeiten]

Auch hier sind die zugrunde liegenden Ursachen vielfältig: Im arteriellen Schenkel sind eine Arteriosklerose (Gefäß„verkalkung“) oder ein Gefäßverschluss (durch Spasmen, Embolien, Druck auf die Gefäße usw.), im venösen Schenkel Thrombosen oder eine chronisch-venöse Insuffizienz (mit Mikrozirkulationsstörung), im Lymphsystem das Verlöten der Lymphgefäße (z. B. nach einem unzureichend behandelten Erysipel, Operationen, Strahlentherapie) mit nachfolgender Erhöhung des Gewebedrucks beispielhaft zu erwähnen.

Auswirkungen[Bearbeiten]

Bedeutsame Folgen sind:

Eine besondere Form der Durchblutungsstörung sind die sog. Anzapfphänomene.

Quelle[Bearbeiten]

  • Pschyrembel - Klinisches Wörterbuch, 261. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 2007

Siehe auch[Bearbeiten]

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