Dustin O’Halloran

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Dustin J. O’Halloran (* 8. September 1971 in Arizona) ist ein US-amerikanischer Pianist und Komponist. Er arbeitet und lebt in Berlin.

Leben[Bearbeiten]

In Arizona geboren verbrachte Dustin O’Halloran seine Kindheit auf Hawaii und in Los Angeles. Bereits im Alter von sieben Jahren erhielt er Klavierstunden und gab als Elfjähriger erste Konzerte, auf denen er eigene Kompositionen interpretierte. Während seines Studiums am Santa Monica College lernte er die Sängerin und Musikerin Sara Lov kennen, mit der er zusammen 1996 die Band Devics gründete. Die Band veröffentlichte diverse Alben bei dem Label Bella Union und absolvierte internationale Tourneen. Durch die gemeinsame Arbeit an dem Soundtrack von Giuseppe Bertoluccis Film „L’amore probabilmente“ sammelte Dustin O’Halloran erste Erfahrungen im Bereich der Filmmusik. 2004 wanderte O’Halloran nach Italien aus, wo er den Grundstein für seine Karriere als Komponist und Solo-Pianist legte. In der ländlichen Region Emilia-Romagna nahm er sein erstes Solo-Album (Piano Solos, 2004) auf. Wenig später wurde die Regisseurin Sofia Coppola auf Dustins Solodebüt aufmerksam und engagierte ihn für den Soundtrack ihres Historiendramas Marie Antoinette. Weitere Filmscore-Arbeiten folgten, unter anderem zu William Olssons „An American Affair“ (2009) und zu Drake Doremus „Like Crazy“ (2011). Letzterer wurde 2011 auf dem Sundance Film Festival mit dem Großen Preis der Jury geehrt. Einzelne Stücke aus O’Hallorans Kompositionen wurden bereits für bekannte Werbekampagnen verwendet, unter anderem 2007 für Audi, 2009 für „Sky TV – Das Beste sehen“ und 2011 für „Ikea – Mein Traum“.

Musikstil[Bearbeiten]

Dustin O’Hallorans Kompositionen sind von bedeutenden Vertretern der Klassik und der zeitgenössischen Musik, wie Erik Satie und Arvo Pärt, Frédéric Chopin und Philip Glass inspiriert. Den Pianisten zeichnet ein filigraner Kompositionsstil aus, der sich bei seiner Musik ebenso von den enigmatischen Musikwelten der Bands Sigur Rós und Efterklang beeinflussen lässt. Seine Musik lebt durch das Minimale und dem Streben nach emotionaler Klarheit in ihren Melodien.

Dustin O’Halloran tritt regelmäßig als Solopianist oder in Begleitung von Streichern live auf. 2008 eröffnet O’Halloran die Konzerte der kanadischen Musikerin k.d. lang auf ihrer internationalen Tournee und im Frühjahr 2010 tourt er mit dem befreundeten Komponisten und Pianisten Hauschka in den USA, unterstützt vom Magik Magik String Orchestra. Zu seinen musikalischen Kooperationspartnern zählen die britische Gruppe Soulsavers und Mark Lanegan (Screaming Trees, Gutter Twins), Johán Johánnsson, Peter Broderick, Nils Frahm, Kira Kira, sowie Adam Wiltzie (Stars of the Lid). Mit letzterem hat er 2011 das Album "A Winged Victory for the Sullen" eingespielt.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Piano Solos (Bella Union, September 2004)
  • Piano Solos Vol. 2 (Filter Recordings, Oktober 2006)
  • An American Affair: Original Motion Picture Soundtrack (Filter Recordings, Mai 2009)
  • Lumiere (FatCat Records, Februar 2011)
  • Vorleben (FatCat Records, Juni 2011)
  • A Winged Victory for the Sullen (Erased Tapes, September 2011)

Filmografie[Bearbeiten]

  • Like Crazy, 2011, Regie: Drake Doremus, Filmscore: Dustin O’Halloran
  • Remember the Daze, 2008, Regie: Jess Manafort, Filmscore: Dustin O’Halloran
  • An American Affair, 2008, Regie: Jess Manafort, Filmscore: Dustin O’Halloran
  • Bresson&Adeline, 2008, Regie: Christopher Jarvis, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • The Beautiful Ordinary, 2007, Regie: Jess Manafort, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • Boot Camp, 2007, Regie: Christian Duguay, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • The Good Life, 2007, Regie: Stephan Berra, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • Marie Antoinette, 2006, Regie: Sofia Coppola, Soundtrack: Dustin O’Halloran: “Opus 17”, “Opus 23”, “Opus 36”
  • Alone with Her, 2006, Regie: Eric Nicholas, Soundtrack: Dustin O’Halloran: “The Parade”, “How Things Burn”
  • Easy Six, 2003, Regie: Chris Lovenko, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • L’amore probabilmente, 2001, Regie: Giuseppe Bertolucci, Filmscore: Dustin O’Halloran
  • Viva Las Nowhere, 2001, Regie: Jason Bloom, Soundtrack: Dustin O’Halloran
  • One last Score, 1999, Regie: Matthew Modine, Soundtrack: Dustin O’Halloran

Weblinks[Bearbeiten]