Dutenhofen

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50.5595788.598958193Koordinaten: 50° 33′ 34″ N, 8° 35′ 56″ O

Dutenhofen
Stadt Wetzlar
Höhe: 193 m
Einwohner: 3093 (30. Jun. 2012)
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Eingemeindet nach: Lahn
Postleitzahl: 35582
Vorwahl: 0641
Karte

Lage von Dutenhofen in Wetzlar

Dutenhofen ist der östlichste Stadtteil von Wetzlar und hat ca. 3100 Einwohner (2012).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Der Stadtteil liegt an einem südlichen Nordhang des Lahntals und zählt zum Hüttenberger Land. Dutenhofen erstreckt sich oberhalb der Lahn auf einer Hochfläche, die es sich mit dem Nachbarort Münchholzhausen teilt. Am östlichen Ortsrand fließt der Welschbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 769 (Dudari) und 770 (Duda marca) wird ein solcher Ortsname im Lahngau in Schenkungsurkunden an das Kloster Lorsch erwähnt. Allerdings sind diese nicht eindeutig Dutenhofen zuzuordnen. Als Dodenhoven wird der Ort dann eindeutig im Jahr 1150 in einer Urkunde des Klosters Schiffenberg erwähnt.[2]

1333 fiel die Westhälfte der ehemaligen Grafschaft Gleiberg mit Dutenhofen an die Grafen von Nassau-Weilburg. Mit der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Jahre 1866 kam Dutenhofen an Preußen.

Dutenhofen war bis 1976 eine eigenständige Gemeinde. Diese wurde am 1. Januar 1977 in die neugebildete Stadt Lahn eingemeindet. Nach deren Auflösung wurde Dutenhofen am 1. August 1979 zu einem Wetzlarer Stadtteil.[3]

Politik[Bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten]

Bei der Wahl zum Ortsbeirat am 27. März 2011 ergab sich folgende Sitzverteilung:[4]

Gemeindewahl in
Dutenhofen 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,8 %
36,8 %
11,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,8 %p
+4,5 %p
-2,7 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 51,8 4 53,6 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 36,8 2 32,3 2
FW Freie Wähler 11,4 1 14,1 1
Gesamt 100,0 7 100,0 7
Wahlbeteiligung in % 44,2

Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Ulrich Loh (SPD). Sein Stellvertreter ist Andreas Altenheimer (CDU).

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Dutenhofen ist die Heimat des Handball-Vereins HSG Dutenhofen-Münchholzhausen, aus dem der Bundesligist HSG Wetzlar hervorgegangen ist.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Sportvereine, die Angebote im Breitensport abdecken (zum Beispiel Tennisclub TC Dutenhofen und Fußballverein SC 07 Münchholzhausen-Dutenhofen). Im Stadtteil Dutenhofen befindet sich zudem ein Badesee mit Campingplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Ortschaft ist über die Autobahn 45 an der Anschlussstelle Wetzlar-Süd zu erreichen. Im Ort mündet die L 3285 aus Richtung Lahnau-Dorlar kommend auf die L 3451 (Wetzlar–Gießen). Außerdem zweigt die K 355 nach Münchholzhausen ab. Geplant ist des Weiteren eine eigene Anschlussstelle an die vierstreifige Bundesstraße 49, die nördlich an Dutenhofen vorbeiführt.

Unmittelbar nördlich des Ortes verläuft die Lahntalbahn Der Stadtteil verfügt mit dem Bahnhof Dutenhofen (Kr Wetzlar) über eine eigene Bahnstation, an der die Regionalbahnen DillenburgFrankfurt und LimburgFulda im Stundentakt halten. Dutenhofen ist durch die Stadtbuslinie 11 Richtung Gießen an das Wetzlarer Stadtbusnetz angebunden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Im Ort existieren eine Freiwillige Feuerwehr, eine Grundschule, zwei Kindertagesstätten, ein Stadtteilbüro, ein Gemeindezentrum und eine Sporthalle.

Dutenhofen verfügt sowohl über eine evangelische, als auch eine katholische Kirche.

Industrie und Handel[Bearbeiten]

Im Osten des Stadtteils befindet sich ein Gewerbegebiet mit großflächigem Einzelhandel, im Ortszentrum ist zudem der Optikgerätehersteller Oculus Optikgeräte ansässig.

In Dutenhofen befinden sich Geschäftsstellen der Volksbank Mittelhessen sowie der Sparkasse Wetzlar. Außerdem ist eine Postagentur vorhanden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wetzlar-Dutenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. wetzlar.de: Stadtteilprofil von Dutenhofen
  2. wetzlar.de: Geschichte von Dutenhofen
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 346.
  4. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011, Dutenhofen, Stadt Wetzlar. Abgerufen am 3. Mai 2011.