Dyckia

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Dyckia
Dyckia encholirioides

Dyckia encholirioides

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Pitcairnioideae
Gattung: Dyckia
Wissenschaftlicher Name
Dyckia
Roem. & Schult.

Dyckia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Pitcairnioideae innerhalb der Familie Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die etwa 168 Arten sind in Brasilien, Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay weitverbreitet.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Habitus und bewehrte Laubblätter von Dyckia milagrensis
Ausschnitt eines Blütenstandes von Dyckia maritima
Ausschnitt eines Blütenstandes mit Blüten im Detail von Dyckia velascana

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Die Dyckia-Arten wachsen terrestrisch oder lithophytisch als ausdauernde Xerophyten. Sie bilden kräftige, sprossbürtige Wurzeln. Die Pflanzen wachsen stammlos und sind durch seitliche Kindel oder lange unterirdische Rhizome horstbildend.

Die meist dicken Laubblätter stehen in einer grundständigen, dichten, ausgebreiteten Rosette. Die oft starren, harten Blattspreiten sind lanzettlich und laufen in eine scharfe Spitze aus. Die Blattränder sind sehr hart und dornig gesägt. Meist sind die Laubblätter (mindestens die Unterseite) silberweiß beschuppt. Es ist keine scharfe Abgrenzung von Wasserspeichergewebe und Assimilationsparenchym vorhanden.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Als Ausnahme unter den Bromeliaceae befinden sich die Blütenstände immer seitenständig, es können also mehrere Blütenstände (im zeitlichen Abstand) von einer Blattrosette gebildet werden. Die einfache oder verzweigten, traubigen, ährigen oder rispigen Blütenstände sind je nach Art 0,2 bis zu 2 Meter hoch. Entlang der Blütenstände befinden sich extraflorale Nektarien.

Die gestielten bis fast sitzenden Blüten sind geruchlos oder duften schwach. Die Blüten sind meist zwittrig; Ausnahmen sind beispielsweise Dyckia maritima, Dyckia selloa und Dyckia hebdingii, deren Blüten funktional eingeschlechtig sind. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig mit doppelter Blütenhülle. Es sind drei Kelchblätter vorhanden. Die drei nur an ihrer Basis verwachsenen, oft genagelten Kronblätter sind meist gelb über orangefarben bis rot, selten grün. Es sind zwei Kreise mit je drei fertilen Staubblättern vorhanden. Die relativ dicken Staubfäden sind frei, an ihrer Basis bis auf dem großen Teil ihrer Länge mit den Kronblättern verwachsen. Meist überragen die Staubblätter, die Kronblätter nicht, manchmal ragt der obere Bereich der Staubbeutel aus der Blütenkrone heraus und selten überragen die Staubblätter die Kronblätter deutlich. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der zylindrische, gerade Griffel endet in einer dreilappigen Narbe. Viele Arten sind selbstfertil.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die dreifächerigen Kapselfrüchte enthalten viele Samen. Die keilförmigen Samen sind durch einen Hautrand geflügelt. Die Samenausbreitung erfolgt durch den Wind.

Vorkommen[Bearbeiten]

Dyckia-Arten wachsen in warmen, sonnigen Bereichen zwischen Felsen in Höhenlagen von bis zu 2000 Meter. In Brasilien gedeihen Dyckia-Arten meist in Höhenlagen von 0 bis über 1000 Metern, meist in sonnenexponierten Nischen der Vegetationseinheiten Mata Atlântica (Atlantischer Wald), Restinga, Caatinga, Campos Rupestres und Cerrado.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung der Gattung Dyckia erfolgte 1830 durch Johann Jacob Römer und Julius Hermann Schultes Systema Vegetabilium, 7, 2, S. 65, 1194[1]. Als Lectotypusart wurde 1955 Dyckia densiflora Schult. f. durch Lyman B. Smith (in ING Card No. 00365.) festgelegt.[2] Der Gattungsname Dyckia ehrt den deutschen Amateurbotaniker und Gärtner Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck. Die Namensgebung wird in der Erstbeschreibung wie folgende kommentiert: “Nomen in honorem serenissimi Principis Jos. ad Salm-Reifferscheidt-Dyck etc. etc., qui amabili scientiae templum splendidissimum in terris suis dicavit, atque innumeris nitidissimisque thesauris locupletavit.” (übersetzt etwa: Der Name ehrt seine Durchlaucht Fürst Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, der den glänzenden Tempel der Wissenschaft in seinem Land in Auftrag gab und ihn mit den prächtigsten Schätzen ausschmückte.) Synonyme für Dyckia Schult. & Schult. f. sind: Garrelia Gaudich., Prionophyllum C.Koch.[3]

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Dyckia erstreckt sich über fast ganz Südamerika. Hauptsächlich (etwa 83 %) kommen die Arten in Brasilien vor, einige Arten finden sich noch in Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay. In Brasilien kommen Arten in allen Regionen vor. Insgesamt gibt es in Brasilien 115 Arten und vier Varietäten, von denen 99 nur dort vorkommen. Die größte Artenvielfalt (37 Arten) befindet sich im südöstlichen Brasilien. Im Bundesstaat Minas Gerais gibt es 32 Arten, von denen 26 nur dort vorkommen.[4]

Nach Gouda et al. gibt es 2013 etwa 168 Arten und zwölf Varietäten in der Gattung Dyckia:[5][3][6]
Habitus und seitenständige, verzweigte Blütenstände von Dyckia distachya
Habitus und Blütenstände von Dyckia fosteriana
Blattrosette von Dyckia goehringii
Habitus und Blütenstand von Dyckia hebdingii
Habitus und bewehrte Laubblätter von Dyckia leptostachya
Habitus und Blütenstände von Dyckia maracasensis
Habitus und Blütenstände von Dyckia maritima an Felsen wachsen
Habitus und Blütenstand von Dyckia maritima terrestrisch wachsend
Habitus und beschuppte Laubblätter von Dyckia marnier-lapostollei
Habitus und Blütenstände von Dyckia platyphylla
Ausschnitt eines Blütenstandes von Dyckia platyphylla
Blütenstand von Dyckia rariflora
Blütenstand von Dyckia remotiflora
Blütenstand von Dyckia trichostachya
Ausschnitt eines Blütenstand von Dyckia tuberosa mit fast sitzenden Blüten, gut zu erkennen sind die drei Kelch- und Kronblätter
Habitus und seitenständige Blütenstände von Dyckia velascana
  • Dyckia acutiflora Leme & Z.J.G.Miranda: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.[3]
  • Dyckia affinis Baker: Sie kommt nur auf dem Cerro de Parguari in Paraguay vor.[3]
  • Dyckia agudensis Irgang & Sobral: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 440 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul.[3]
  • Dyckia alba Winkler: Sie gedeiht an trockenen Sandsteinfelswänden in Brasilien.[3]
  • Dyckia areniticola Leme: Sie wurde 2012 erstbeschrieben. Sie gedeiht an Sandsteinfelsen in Höhenlagen von etwa 640 Metern des Chapada dos Guimarães nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.[3]
  • Dyckia atratiflora P.J.Braun, Esteves & Scharf: Sie wurde 2009 in Die Bromelie erstbeschrieben. Sie gedeiht auf sandig-lehmigen Böden zwischen krautigen Pflanzen in Höhenlagen von etwa 870 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia aurea L.B.Sm.: Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 1200 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia barthlottii R.Vasquez & Ibisch: Sie wurde 2012 in Die Bromelie erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in Trockenwäldern in Höhenlagen von etwa 280 Metern nur im bolivianischen Santa Cruz.[3]
  • Dyckia beateae E.Gross & Rauh: Sie gedeiht auf flachen Sandsteinfelsen nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.[3]
  • Dyckia brachyphylla L.B.Sm.: Sie gedeiht terrestrisch im Cerrado steilen Felshängen mit dünnen Auflagen von kiesigen Böden in Höhenlagen von etwa 1300 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia brachystachya Rauh & E.Gross: Sie gedeiht auf Quarzstein in Höhenlagen von etwa 1000 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Dyckia bracteata (Wittm.) Mez (Syn.: Dyckia dissitiflora var. bracteata Wittm.): Sie gedeiht terrestrisch oder lithophytisch nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia brasiliana L.B.Sm.: Dieser Endemit gedeiht terrestrisch in einer offenen Strauchvegetation im Cerrado in Höhenlagen von 975 bis 1225 Metern nur im brasilianischen Distrito Federal do Brasil.[3]
  • Dyckia braunii Rauh: Sie gedeiht terrestrisch zwischen Gräsern und niedrigen Sträuchern in Höhenlagen von etwa 1400 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia brevifolia Baker (Syn.: Dyckia gemellaria Baker ex Mez, Dyckia princeps hort. ex Mez, Dyckia rariflora sensu Wittm. non Schultes f., Dyckia sulphurea C.Koch): Sie ist in den brasilianischen Bundesstaaten Minas Gerais, Santa Catarina, São Paulo sowie im Distrito Federal do Brasil verbreitet. Sie gedeiht an Fließgewässern in Höhenlagen von 30 bis 400 Metern.[3]
  • Dyckia burchellii Baker: Sie gedeiht terrestrisch und lithophytisch in Höhenlagen von 400 bis 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia burle-marxii L.B.Sm. & R.W.Read: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor.[3]
  • Dyckia cabrerae L.B.Sm. & Reitz: Sie gedeiht auf trockenen offenen Böden und auf Felsen in Höhenlagen von 700 bis 1000 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina.[3]
  • Dyckia cangaphila P.J.Braun, Esteves & Scharf: Sie wurde 2010 in Die Bromelie, 3, S. 104-111 erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch hauptsächlich im Gipfelbereich von Tafelbergen meist in Schotterablagerung von „pedra canga“, aber auch auf sowie zwischen rötlichen Sandsteinfelsen, in voller Sonne oder im Halbschatter unter kleinen Bäumen und Sträuchern. Dyckia cangaphila ist vergesellschaftet mit anderen Bromeliceae, Vellozia-Arten sowie Kakteen. Sie kommt in Höhenlagen von etwa 680 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.[3]
  • Dyckia choristaminea Mez: Sie gedeiht auf offenen felsigen Untergrund in Höhenlagen von etwa 80 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul vor.[3]
  • Dyckia cinerea Mez: Sie gedeiht auf Gipfelbereichen in Höhenlagen von etwa 1400 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia commixta Hassler (Syn.: Dyckia floribunda sensu Chodat non Griseb.): Sie ist in Brasilien sowie Paraguay verbreitet.[3]
  • Dyckia consimilis Mez: Sie gedeiht lithophytisch an Felshängen in Höhenlagen von 1300 bis 1400 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia coximensis L.B.Sm. & Reitz: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso vor.[3]
  • Dyckia crassifolia Rauh: Sie gedeiht in Trockenwäldern in Höhenlagen von etwa 1200 Metern nur im bolivianischen Santa Cruz.[3]
  • Dyckia crocea L.B.Sm.: Sie gedeiht an trockenen, offenen Standorten nur im brasilianischen Bundesstaat Paraná.[3]
  • Dyckia dawsonii L.B.Sm.: Dieser Endemit gedeiht an Felsen nur entlang eines Cerrado-Canyons 20 km östlich von Formoso in der südlichen Serra Dourada im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.[3]
  • Dyckia delicata Larocca & Sobral: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul vor.[3]
  • Dyckia deltoidea (L.B.Sm.) L.B.Sm. (Syn.: Dyckia coccinea var. deltoidea L.B.Sm., Dyckia tuberosa var. deltoidea (L.B.Sm.) L.B.Sm.): Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 740 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Parana.[3]
  • Dyckia densiflora Schultes f.: Sie gedeiht lithophytisch an Felshängen in Höhenlagen von 1070 bis 1200 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia dissitiflora Schultes f.: Sie gedeiht lithophytisch im dichten Gebüsch in der Caatinga in den brasilianischen Bundesstaaten Piauí sowie Minas Gerais.[3]
  • Dyckia distachya Hassl. (Syn.: Dyckia distachya f. induta Hassl., Dyckia interrupta Mez): Sie gedeiht terrestrisch in Brasilien sowie Paraguay.[3]
  • Dyckia domfelicianensis T.Strehl: Diese 2005 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul vor. Sie gedeiht lithophytisch in felsigen Gebieten zwischen Gras.[3]
  • Dyckia duckei L.B.Sm.: Sie gedeiht lithophytisch und terrestrisch in Höhenlagen von 300 bis 425 Metern in den brasilianischen Bundesstaaten Pará sowie Maranhão.[3]
  • Dyckia dusenii L.B.Sm.: Sie gedeiht an senkrechten Felswänden und im trockenen „Campo“ in Höhenlagen von 800 bis 950 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Parana.[3]
  • Dyckia edwardii P.J.Braun, Esteves & Scharf: Sie wurde 2008 in Die Bromelie, 3, S. 116-123 erstbeschrieben und kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor. Sie gedeiht an Granitfelsen und in felsigen Böden nahe bei den Felsen, in Sträuchern sowie and Bäumen im trockenen Typ des „Campo cerrado“ in Höhenlagen von etwa 710 Metern.[3]
  • Dyckia elata Mez: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor.[3]
  • Dyckia elisabethae Winkler: Dieser Endemit gedeiht Granithügeln mit feuchten Grund nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul.[3]
  • Dyckia elongata Mez: Sie gedeiht lithophytisch in Höhenlagen von etwa 450 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Dyckia eminens Mez: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.[3]
  • Dyckia encholirioides (Gaudich.) Mez: Es gibt zwei Varietäten:[3]
    • Dyckia encholirioides (Gaudich.) Mez var. encholirioides (Syn.: Dyckia altissima sensu Baker, Dyckia catharinensis C.Koch, Dyckia catharinensis var. dentate Wittm.): Sie gedeiht auf Felsen und Sand entlang der Küste der brasilianischen Bundesstaaten São Paulo, Paraná, Santa Catarina sowie Rio Grande do Sul.[3]
    • Dyckia encholirioides var. rubra (Wittmack) Reitz (Syn.: Dyckia rubra Wittm.): Sie gedeiht auf Felsen und Sand entlang der Küste nur des brasilianischen Bundesstaates Santa Catarina.[3]
  • Dyckia espiritosantensis Leme & A.P.Fontana: Sie wurde 2010 aus dem brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo erstbeschrieben. Sie wurde bisher nur terrestrisch in flachgründigen Böden auf den oberen Bereichen von Hügeln wachsend in Höhenlagen von etwa 200 Metern nur in São Roque do Canaã gefunden.[3]
  • Dyckia estevesii Rauh: Sie gedeiht terrestrisch einzeln oder in Gruppen in einem laubabwerfenden Wald nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia excelsa Leme: Sie war bisher nur von der Aufsammlung des Typusmaterials im Jahr 1992 bekannt und wurde bei Feldarbeiten 2009-2012 wieder gefunden. Sie gedeiht in dichten Beständen terrestrisch auf Kalkstein oder eisenreichen Granitfelsen in der Nähe des Hochlandes im Residualplateau des Urucum an der Grenze von Brasilien und Bolivien nur im westlichen Teil des brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.[3] Sie gilt als „endangered“ = „stark gefährdet“.[7]
  • Dyckia exserta L.B.Sm.: Sie kommt in Paraguay vor.[3]
  • Dyckia ferox Mez (Syn.: Dyckia hamosa Mez, Dyckia meziana O.Kuntze): Sie gedeiht terrestrisch auf trockenen Standorten und Wäldern in Höhenlagen von bis zu 1200 Metern in Brasilien, Bolivien, Paraguay und Argentinien.[3]
  • Dyckia ferruginea Mez: Sie gedeiht an senkrechten Felswänden aus roten Sandstein nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.[3]
  • Dyckia floribunda Griseb. (Syn.: Dyckia chaguar A.Cast., Dyckia gilliesii Baker): Sie gedeiht an trockenen Felshügeln in Höhenlagen von 800 bis 1200 Metern in Argentinien.[3]
  • Dyckia formosensis Leme & Z.J.G.Miranda: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor. Sie wurde bisher nur terrestrisch im offenen Cerrado inmitten von Felsen wachsend in einer Höhenlage von etwa 1040 Metern gefunden.[3]
  • Dyckia fosteriana L.B.Sm.: Es gibt zwei Varietäten nur im brasilianischen Bundesstaat Paraná:[3]
    • Dyckia fosteriana L.B.Sm. var. fosteriana: Sie gedeiht auf Sandsteinfelsen.[3]
    • Dyckia fosteriana var. robustior L.B.Sm.: Sie gedeiht auf Böden in Höhenlagen von etwa 1950 Metern.[3]
  • Dyckia frigida Hook. f. (Syn.: Dyckia regalis Linden & E.Morren ex Baker): Sie wurde anhand eines in Lüttich kultivierten Exemplares erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch in Höhenlagen von etwa 900 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Paraná.[3]
  • Dyckia glabrifolia Leme & O.B.C.Ribeiro: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor. Sie gedeiht lithophytisch auf Quarzitfelsen des „Campos Rupestres“ in Höhenlagen von etwa 900 Metern.[3]
  • Dyckia glandulosa L.B.Sm. & Reitz: Dieser Endemit gedeiht in kleinen Gruppen zwischen Felsen nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia goehringii E.Gross & Rauh: Sie gedeiht im Quarzsand nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia goiana L.B.Sm.: Sie gedeiht im Cerrado in Höhenlagen von etwa 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás.[3]
  • Dyckia gouveiana Leme & O.B.C.Ribeiro: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor. Sie wurde bisher nur lithophytisch auf Felsen mit einer dünnen Ansammlung von organischen Substrat im „Campos Rupestres“ wachsend entlang einer temporären Quelle in einer Höhenlage von etwa 1200 Metern bei Gouveia gefunden.[3]
  • Dyckia gracilis Mez: Sie gedeiht auf trockenen, steinigen Böden in Wäldern und Savannen in Höhenlagen von 230 bis 500 Metern in Bolivien und Argentinien.[3]
  • Dyckia grandidentata P.J.Braun & E.Esteves: Sie 2008 aus dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul erstbeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch in Höhenlagen von etwa 240 Metern.[3]
  • Dyckia granmogulensis Rauh: Sie gedeiht zwischen Felsen nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[3]
  • Dyckia hatschbachii L.B.Sm.: Sie ist nur vom Typusmaterial bekannt, das 1951 in der Restinga des brasilianischen Bundesstaates Paraná gesammelt wurde.[3]
  • Dyckia hebdingii L.B.Sm.: Sie gedeiht auf Felsen nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul.[3]
  • Dyckia hohenbergioides Leme & E.Esteves: Sie gedeiht terrestrisch nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[3]
  • Dyckia horridula Mez: Sie gedeiht terrestrisch in Brasilien.[3]
  • Dyckia ibicuiensis T.Strehl: Sie gedeiht an felsigen Hängen zwischen Gräsern und anderen krautigen Pflanzen nur im brasilianischen Bundesstaa Rio Grande do Sul.[3]
  • Dyckia ibiramensis Reitz: Dieser Endemit wurde bisher nur in einer Höhenlage von etwa 180 Metern im Flussbett des Rio Itajai do Norte in Ibirama im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gefunden.[3]
  • Dyckia inflexifolia E.A.E.Guarçoni & M.A.Sartori: Diese seltene Art wurde 2012 neubeschrieben. Sie gedeiht lithophytisch oder terrestrisch auf magmatischen Gestein in Höhenlagen von etwa 1100 Metern. Dieser Endemit kommt nur im Municipio Sêrro im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor. Ihre kleine Population ist auf die „Ceu Aberto“ Farm beschränkt.[4][3]
  • Dyckia insignis Hassl. (Syn.: Dyckia grandiflora Mez, Dyckia insignis var. macrantha Hassl., Dyckia insignis var. obtusiflora Hassl.): Sie gedeiht auf offenen felsigen Grund in Paraguay.[3]
  • Dyckia irmgardiae L.B.Sm.: Sie kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul vor.[3]
  • Dyckia irwinii L.B.Sm.: Sie gedeiht im offenen Cerrado oder an Feldrändern in Höhenlagen von 400 bis 525 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.[3]
  • Dyckia joanae-marcioi P.J.Braun, Esteves & Scharf: Diese Art wurde 2008 aus dem nördlichen Minas Gerais in Brasilien erstbeschrieben. Sie gedeiht terrestrisch in den steinigen Böden zwischen Sträuchern und Gräsern in Höhenlagen von etwa 900 Metern.[8][3]
  • Dyckia jonesiana T.Strehl: Diese 2008 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor. Sie bildet Bestände auf Sandstein oder auf dem Boden zwischen den Felsen.[3]
  • Dyckia julianae T.Strehl: Diese 2005 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor. Sie gedeiht lithophytisch.[3]
  • Dyckia kranziana Leme: Diese 2011 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso vor. Sie gedeiht lithophytisch oder terrestrisch in der Cerrado-Vegetation in rötlichen Böden oder den Felsen in Höhenlagen von etwa 500 Metern.[9][3]
  • Dyckia lagoensis Mez
  • Dyckia lemairaeana W.Bull: Sie kommt in Venezuela und Kolumbien vor.
  • Dyckia leptostachya Baker
  • Dyckia limae L.B.Sm.
  • Dyckia lindevaldae Rauh
  • Dyckia linearifolia Baker
  • Dyckia lunaris Leme: Diese 2010 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.
  • Dyckia lutziana L.B.Sm.
  • Dyckia macedoi L.B.Sm.
  • Dyckia machrisiana L.B.Sm.
  • Dyckia macropoda L.B.Sm.
  • Dyckia maracasensis Ule
  • Dyckia maritima Baker
  • Dyckia marnier-lapostollei L.B.Sm.:
    • Dyckia marnier-lapostollei L.B.Sm. var. marnier-lapostollei
    • Dyckia marnier-lapostollei var. estevesii Rauh
  • Dyckia martinellii B.R.Silva & Forzza
  • Dyckia mauriziae Esteves & Hofacker: Diese 2011 in Die Bromelie, Heft 1, S. 39-45 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.
  • Dyckia mello-barretoi L.B.Sm.
  • Dyckia mezii Krapp: Dieser neue Name ersetzt Dyckia argentea Mez 1894, der ein Homonym von Dyckia argentea G.Nicholson 1885 ist und deshalb nicht zulässig ist.[10]
  • Dyckia microcalyx Baker:
    • Dyckia microcalyx Baker microcalyx
    • Dyckia microcalyx var. ostenii L.B.Sm.
  • Dyckia milagrensis Leme
  • Dyckia minarum Mez
  • Dyckia mirandiana Leme & Z.J.G.Miranda: Sie gedeiht im Campos Rupestres in Brasilien.
  • Dyckia mitis Castellanos
  • Dyckia montezumensis Leme: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor.
  • Dyckia monticola L.B.Sm. & Reitz
  • Dyckia nana Leme & O.B.C.Ribeiro: Diese 2010 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais vor.
  • Dyckia nervata Rauh
  • Dyckia niederleinii Mez
  • Dyckia nigrospinulata T.Strehl: Diese 2008 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor.
  • Dyckia odorata L.B.Sm.
  • Dyckia orobanchoides Mez
  • Dyckia paraensis L.B.Sm.
  • Dyckia pauciflora L.B.Sm. & R.W.Read
  • Dyckia paucispina Leme & E.Esteves
  • Dyckia pectinata L.B.Sm. & Reitz
  • Dyckia pernambucana L.B.Sm. (Syn.: Dyckia rupestris W.Till & Morawetz)
  • Dyckia platyphylla L.B.Sm.
  • Dyckia polycladus L.B.Sm.
  • Dyckia pottiorum Leme: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor.
  • Dyckia princeps Mez
  • Dyckia pseudococcinea L.B.Sm.
  • Dyckia pulquinensis Wittmack
  • Dyckia pumila L.B.Sm.
  • Dyckia racemosa Baker
  • Dyckia racinae L.B.Sm.
  • Dyckia ragonesei Castellanos
  • Dyckia rariflora Schultes f.
  • Dyckia reitzii L.B.Sm.
  • Dyckia remotiflora Otto & Dietrich:
    • Dyckia remotiflora var. angustior L.B.Sm.
    • Dyckia remotiflora var. montevidensis (K.Koch) L.B.Sm.
    • Dyckia remotiflora Otto & Dietrich var. remotiflora
    • Dyckia remotiflora var. tandilensis (Spegazzini) Cabrera
  • Dyckia retardata Winkler
  • Dyckia retroflexa Winkler
  • Dyckia richardii P.J.Braun & E.Esteves: Diese 2008 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Goiás vor.
  • Dyckia rigida T.Strehl
  • Dyckia rondonopolitana Leme: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso vor.
  • Dyckia saxatilis Mez
  • Dyckia schwackeana Mez
  • Dyckia secunda L.B.Sm.
  • Dyckia secundifolia Leme: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso vor.
  • Dyckia selloa (K.Koch) Baker
  • Dyckia sellowiana Mez
  • Dyckia sickii L.B.Sm.
  • Dyckia silvae L.B.Sm.
  • Dyckia simulans L.B.Sm.
  • Dyckia sordida Baker
  • Dyckia spinulosa L.B.Sm. & Reitz
  • Dyckia splendens Anderson.: Sie kommt in Venezuela und Kolumbien vor.
  • Dyckia stenophylla L.B.Sm.
  • Dyckia stolonifera P.J.Braun & Esteves: Diese 2009 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor.
  • Dyckia subinermis Mez
  • Dyckia tenebrosa Leme & H.Luther
  • Dyckia tenuis Mez
  • Dyckia tobatiensis Hassler
  • Dyckia tomentella Mez
  • Dyckia trichostachya Baker
  • Dyckia tuberosa (Vellozo) Beer (Syn.: Dyckia coccinea Mez): Brasilien
  • Dyckia tubifilamentosa Wand. & G.Sousa: Diese 2014 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Piauí vor.
  • Dyckia tweediei Mez: Argentinien
  • Dyckia uleana Mez: Brasilien
  • Dyckia ursina L.B.Sm.: Brasilien
  • Dyckia velascana Mez: Argentinien
  • Dyckia velloziifolia Mez: Paraguay
  • Dyckia vestita Hassler: Paraguay
  • Dyckia vicentensis T.Strehl: Diese 2008 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor.
  • Dyckia virgata Mez: Paraguay
  • Dyckia waechteri T.Strehl: Diese 2008 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul vor.
  • Dyckia walteriana Leme: Diese 2012 erstbeschriebene Art kommt nur im brasilianischen Bundesstaat Paraná vor.
  • Dyckia warmingii Mez: Brasilien
  • Dyckia weddelliana Baker: Brasilien
Nicht mehr zur Gattung Dyckia gehört:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. Dyckia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis. Abgerufen am 25. Juli 2013.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb In „Species Index“ auf Dyckia klicken bei Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Goud: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 3.1 (2012). zuletzt eingesehen am 19. Januar 2015
  4. a b Elidio A. E. Guarçoni, Marcos A. Sartori & Claudio C. de Paula: Dyckia inflexifolia (Bromeliaceae), a New Species from Brazil., In: Annales Botanici Fennici, Volume 49, Issue 5-6, 2012, S. 407-411. doi:10.5735/085.049.0616
  5. H. E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 (PDF; 321 kB) in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. (PDF-Datei; 314 kB)
  6. Luiz Filipe Klein Varella, Jacques Klein: The Bromeliads in the Atlantic Forest of the Northeast Coast of Rio Grande do Sul / Brazil (final part ). In: Die Bromelie, 2013, 2, S. 74-85.
  7. Gecele M. Paggi, Rafael B. Louzada, Iria H. Ishii, Adriana Takahasi, Rosani C. O. Arruda, Aline P. Lorenz-Lemke: Rediscovering Dyckia excelsa (Bromeliaceae) in Mato Grosso do Sul, Brazil: Taxonomy, Geographic Distribution, and Notes on Leaf Anatomy, In: Systematic Botany, Volume 40, Issue 1, 2015, S. 129-135. doi:10.1600/036364415X686422
  8. P. J. Braun, E. E. Pereira, U. Scharf: Dyckia joanae-marcioi. Eine neue, sukkulente Bromelie aus dem nördlichen Minas Gerais, Brasilien. In: Die Bromelie, 2008, Heft 1, S. 33–46.
  9. E. M. C. Leme, L. J. C. Kollmann: New species and a new combination of Brazilian Bromeliaceae., In: Phytotaxa, Volume 16, 2011, S. 1-36.
  10. Florian Krapp: The silver ghost of Serra do Lenheiro: Dyckia mezii, nom. nov. (Bromeliaceae). In: Annales Botanici Fennici, Volume 50, Issue 1-2, 2013, S. 73-74. doi:10.5735/085.050.0112

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dyckia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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