Dyfed

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Dyfed
Preserved County (seit 1996)
Verwaltungsgrafschaft (1974–1996)
Dyfed (Vereinigtes Königreich)
Dyfed
Dyfed
Lage in Wales
Districts 1974–1996 Carmarthen
Ceredigion
Dinefwr
Llanelli
Preseli Pembrokeshire
South Pembrokeshire
Principal Areas seit 1996 Carmarthenshire
Ceredigion
Pembrokeshire
Hauptstadt Carmarthen
Fläche 5.766 km²
Bevölkerung 374.600[1] (2009)
Bevölkerungsdichte 65 Ew./km²

Dyfed [ˈdɘvɛd] ist ein Preserved County und eine ehemalige Verwaltungsgrafschaft von Wales. Ein Preserved County in Wales umfasst den Zuständigkeitsbereich der zeremoniellen Ämter Lord Lieutenant und High Sheriff. Der Name Dyfed bezieht sich auf eines der alten keltischen Königreiche in Wales vor der Unterwerfung durch Wilhelm den Eroberer.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Dyfeds ist auf den Stamm der Demetae zurückzuführen. Im Frühmittelalter war Dyfed ein selbständiges Königreich, dessen Könige sich irischer Abstammung rühmten. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts starb die Königslinie aus und Dyfed wurde dem neuen Königreich Deheubarth einverleibt.[2] Die sieben historischen Cantrefi Dyfeds, bevor es in Deheubarth aufging, waren Cemais, Pebidiog, Rhos, Penfro, Deugleddyf, Emlyn und Cantref Gwarthaf.[3]

1974 wurde aus den Grafschaften Cardiganshire, Carmarthenshire und Pembrokeshire die neue Verwaltungsgrafschaft Dyfed gebildet und in sechs Districts eingeteilt. Seit der Verwaltungsreform von 1996 ist Dyfed keine Verwaltungsgrafschaft mehr, sondern ein Preserved County. Auf seinem Gebiet liegen heute drei Principal Areas, die weitgehend den traditionellen Grafschaften entsprechen:

Das heutige Dyfed erstreckt sich wesentlich weiter nach Norden und Osten als das alte Königreich.[2]

Mythologie[Bearbeiten]

Im Ersten Zweig des Mabinogi, Pwyll Pendefig Dyfed („Pwyll, Fürst von Dyfed“), wird Pwyll als Herrscher über die sieben Cantrefi Dyfeds genannt.[4]

Im Dritten Zweig, Manawydan fab Llŷr („Manawydan, der Sohn Llŷrs“), verheiratet Pryderi, Pwylls Sohn, seinen Kampfgefährten Manawydan mit seiner Mutter Rhiannon und überlässt ihm Dyfed, dessen Herrscher er nominell allerdings weiterhin bleibt. Gemeinsam wehren sie einen Schadzauber durch Gwawls Helfer Llwyd ap Cil Coed gegen ihr Land ab.[5]

Im Vierten Zweig, Math fab Mathonwy („Math, der Sohn Mathonwys“), provoziert Gwydyon, der Neffe des Königs Math von Gwynedd, einen Krieg mit Pryderi, den er im Zweikampf erschlägt.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen 2009
  2. a b Bernhard Maier: Lexikon der keltischen Religion und Kultur. S. 106.
  3. Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. S. 117, Anm. 9,2f.
  4. Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. S. 9 f.
  5. Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. S. 55 f.
  6. Bernhard Maier: Das Sagenbuch der walisischen Kelten. S. 72 f.