Dyhrn

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Wappen der Freiherren von Dyhern

Dyhrn (auch Dyherrn) ist der Name eines alten preußisch-schlesischen Adelsgeschlechts, das ursprünglich aus dem meißnischen Uradel stammt.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstes bekanntes Mitglied war Conradus de Diere aus Meißen, der im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. Urkundlich erscheint das Geschlecht erstmals am 4. August 1276 mit Conradus de Dere.[1]

Die Familie Dyhrn teilte sich schon sehr früh in drei Hauptlinien:

Im 17. Jahrhundert wurden zwei Familienzweige in den Freiherrenstand erhoben, ein Zweig in den Grafenstand. Im 18. Jahrhundert verfügten alle Zweige der Ölsnischen Linie über die gräfliche Würde.

Dyhrnsche Herrschaften in Schlesien[Bearbeiten]

Die Freiherrliche Linie (auch „die Glogau'sche“) hatte die folgenden Güter in ihrem Besitz: Herzogswaldau, Kölmichen, Saabor, Boyadel, Pirnig, Streitelsdorf, Gleinig, Osten, Rützen, Kontopp, Kreppelhof, Golin, Korangelwitz, Deutsch-Kessel, Brunzelwaldau, Juliusburg, Waldenburg, Neuhaus, Kulmikau, Liebenzig, Postelwitz, Gabel usw.

Die Gräfliche Linie (auch „die Ölsnische“) besaß in Schlesien: Ulbersdorf, Gimmel, Prauß, Eisenberg, Festenberg, Pangau, Schönau, Badewitz, Dyhernfurth, Dyherngrund, Loslau, Krausendorf, Obrath, Ostrowine, Hünern, Waldenburg, Reesewitz, Galbitz, Glambach, Urschkau, Rudelsdorf, Stradam, Mühlwitz usw.

Wappen der Grafen von Dyhrn

Wappen[Bearbeiten]

Das freiherrliche Wappen von 1655 ist geviert und mit einem gekrönten blauen Herzschild belegt, darin ein mit drei sechsblättrigen roten Rosen belegter silberner Schrägrechtsbalken. Felder: 1=schwarz, 2=rot, 3=gold und 4=blau, sämtlich ohne Bild. Zwei Helme, auf dem rechten mit rechts rot-silbernen, links grün-silbernen Decken neun schwarze Reiherfedern, auf dem linken mit rechts schwarz-goldenen, links blau-goldenen Decken ein mit dem Schrägbalken des Schildes belegter blauer Flug.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die schlesische Wohltäterin Amalia Baronin von Dyherrn-Czettritz-Neuhauss (1790-1866)
Der preußische Minister Wilhelm Karl Graf von Dyhrn (1749–1813)

Besitzungen in Preußen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sächsisches Haupt-Staatsarchiv Dresden
  2. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band III, Limburg (Lahn) 1975